Bottrop & Oberhausen - Saison 2014/15

09.11.2014

präsentiert von:

Landesliga

VfB Bottrop - PSV Wesel-Lackhausen 0:2 (0:2)

Eine sehr bittere Niederlage für die Ata-Elf und zudem eine nicht gerechtfertigte Rote Karte für Burak Öktem. Enttäuschend und ein Grund für die Niederlage war für Co-Trainer Christian Müller das Schiedsrichtergespann, das heute unter Verbandsaufsicht die Partie gegen den Oberliga-Absteiger leiten durfte.

Sah als gefoulter Akteur rot: Burak Öktem.
Sah als gefoulter Akteur rot: Burak Öktem.

"Die Leistung des heutigen Schiedsrichtergepanns war eine absolute Katastrophe. Ich kann nach diesem Spiel nur hoffen, dass der Verband heute gesehen hat, dass diese drei Akteure bestimmt keine Landesligapartie leiten können", war Müller nach dem Spiel sehr verbittert. Der Grund dafür lag laut Müller allein an den vielen Fehlentscheidungen heute bei den Schiedsrichtern. In der 14. Spielminute wurde Fabinan Blanik ganz klar im gegnerischen Strafraum gefoult. Doch der fällige Pfiff zum Strafstoß blieb aus. Nach einem Konter in der 20. Minute fingen sich die Bottroper den ersten Treffer ein. Dennoch waren die Gastgeber die spielbestimmende Mannschaft und erarbeiteten sich Torchancen zum Ausgleich. In der 28. Minute zog Burak Öktem mit den Ball in den Innenraum und wurde dabei von einem Weseler weggegrätscht. Im Straucheln traf Öktem den Grätscher, was nun der Referee als Foulspiel des Bottropers wertete. "Was sollte Burak denn hier machen? Anstatt der Schiedsrichter dem Gegenspieler für das versuchte Weggrätschen verwarnt, werden wir bestraft. Der Linienrichter wusste an der Linie wohl auch nicht, was er mit der Fahne machen sollte. Das ist sehr bitter", verstand der Co-Trainer die Fußballwelt zu dem Zeitpunkt und auch noch nach dem Spiel nicht mehr.

   In der 37. Spielminute wurden dann Sezer Aksimir laut Müller hörbar die Beine weggezogen - ein lauter Knall hallte durch das Jahnstadion. Aber offensichtlich nicht für den Schiedsrichter. "Der dachte wohl, dass der Knall das Anklopfen vom Winter war, der ja vor der Tür steht", konnte Müller diese Szene auch nach dem Spiel noch nicht ganz glauben. Die Folge war jedoch das 2:0 fünf Minuten vor der Pause nach einem Stellungsfehler der Bottroper. In der Pause stellte Mevlüt Ata sein Team um, welches dann im zweiten Durchgang mit nur zehn Mann immer noch die deutlich bessere Mannschaft stellte. "Wir waren mit einem Spieler weniger dennoch überlegen und konnten jedoch keine zwingende Torchance rausspielen. Uns tut es echt für die Jungs leid, die hier immer alles geben und nicht dafür belohnt werden. Ich gehe davon aus, dass sich das aber mal im Laufe der Saison wieder ausgleichen wird und wir eine Bombenrückrunde spielen werden. Die momentane Gesamtsituation ist für uns natürlich bitter. Aber wir werden uns wie jede Woche wieder aufrappeln und weiter arbeiten", hakte Co-Trainer Christian Müller das heutige Spiel sehr frustriert ab.

Tore: 0:1 (20.), 0:2 (41.)

Bes. Vorkommnis.: Rote Karte Burak Öktem (VfB/28./Foulspiel)

HoCz

 

Sterkrade-Nord  - SF Niederwenigern 7:3 (1:2)

Torfestival gegen den Frust! Sterkrade-Nord nahm in dem Landesliga-Heimspiel den Gast aus Niederwenigern in der zweiten Halbzeit auseinander und schenkte dem Tabellennachbarn sieben Tore ein. Nach dem Verletzungs- und Schiedsrichter-Frust von letzter Woche inklusive der 0:4-Niederlage in Schonnebeck, zeigte sich das Team aus Schmachtendorf von seiner Schokoladenseite. Zumindest in den zweiten 45 Minuten. Überragender Akteur auf Seiten der Nordler war Murat Kara, der drei Treffer erzielte und zwei weitere vorbereitete. 

Musste verletzungsbedingt noch vor der Halbzeit ausgewechselt werden: Michael Kunze von Sterkrade-Nord.
Musste verletzungsbedingt noch vor der Halbzeit ausgewechselt werden: Michael Kunze von Sterkrade-Nord.

Ein Wehrmutstropfen blieb aber: Denn Murat Kara spielte ab der 43. Minute nur, weil Michael Kunze sich verletzte. „Er hat etwas an den Außenbändern, ich hoffe es ist nicht Schlimmes. Er ist Student und war schon vorher länger verletzt, jetzt das. Der Junge tut mir leid“, sagte Nord-Trainer Markus Kowalczyk nach dem Spiel. Das Pech Kunzes war das Glück Karas, der in den zweiten 45 Minuten brillierte. „Ein klasse Junge, der erst 21 Jahre jung ist. Aber die anderen haben auch toll zugearbeitet. Ohne die Kollegen hätte Murat heute auch nicht so geglänzt“, lobte Kowalczyk das gesamte Team nach der Gala-Vorstellung. Bis es so weit war, dauerte es aber lange. Und das, obwohl Tobias Biergierz seine Farben sogar noch mit 1:0 in Führung schoss. Doch die frühe Führung nach 18 Minuten schien zunächst Sterkrade-Nord nicht gut zu tun. „Wir lagen zur Halbzeit trotz Führung mit 1:2 zurück. Da haben wir einfach geschlafen. Wir waren nicht konsequent genug“, ärgerte sich Kowalczyk über die ersten 45 Minuten. Danach wurde es aber deutlich besser. „Wir haben gegen den Ball besser gearbeitet, die Zweikämpfe besser angenommen und haben offensiv klasse gespielt, wenngleich wir dadurch defensiv etwas offener standen“, gab Kowalczyk nach den 90 gespielten Minuten zu. „Mir ist es egal, ob wir 7:3 oder 1:0 gewinnen“, antwortete Kowalczyk auf Nachfrage. „Hauptsache wir gewinnen.“ Aber auch ihm war bewusst, dass drei Gegentreffer daheim schon viel sind. „Da müssen wir in den nächsten Wochen an der Defensive arbeiten. Aber nicht nur mit der Abwehr, sondern mit der gesamten Mannschaft.“ Zu hoch hängen wollte Kowalczyk die Gegentreffer aber nicht. „Ich glaube, dass es in dieser Liga eher außergewöhnlich ist, dass wir sieben Treffer geschossen haben. Drei Gegentreffer kassieren passiert anderen Teams immer wieder auch. Für die Zuschauer war es, denke ich, ein unterhaltsames und tolles Spiel. Ich kann vor der Mannschaft nur den Hut ziehen, vor allem, weil es ein Sechs-Punkte-Spiel war. Jetzt sieht es für uns natürlich noch besser aus.“ Durch den sechsten Saisonsieg im elften Spiel festigte Sterkrade-Nord seine Position im Tabellen-Mittelfeld und führt das untere Tabellenbild mit einem komfortablen Vorsprung auf die Abstiegsplätze an.

Tore: 1:0 Tobias Biegierz (18.), 1:1 (40.), 1:2 (44.), 2:2 Murat Kara (48.), 3:2 Tobias Biegierz (59.), 4:2 Mike Ratkowski (62.), 4:3 (75.), 5:3/6:3 Murat Kara (82./87.), 7:3 Ivica Karabaic (90.+1)

RaWi

 

SF Königshardt - FSV Duisburg 1:2 (0:2)

Nach zuletzt zwei Spielen ohne Niederlage mussten die SF Königshardt im heutigen Heimspiel gegen den neuen Tabellenzweiten FSV Duisburg eine knappe 1:2-Niederlage hinnehmen - es war bereits die achte Pleite für die Sportfreunde im elften Saisonspiel, aber es war eine vermeidbare, wie SFK-Trainer Lars Mühlbauer nach dem Spiel erklärte: "Normalerweise hätten wir heute die Punkte verdient. Wir waren die bessere Mannschaft."

Sein Tor brachte keine Punkte ein: Dominik Schulz.
Sein Tor brachte keine Punkte ein: Dominik Schulz.

   Nach 28 Minuten der Rückschlag für die Elf vom Pfälzer Graben: Duisburg ging mit 1:0 in Führung. Doch es sollte noch schlimmer kommen: Nur neun Minuten später erhöhten die Gäste gar auf 2:0 und die Sportfreunde sahen sich einem deutlichen Rückstand ausgesetzt. "Wir mach Fehler im Spielaufbau und kassieren dadurch die Tore", beschrieb Mühlbauer die beiden Gegentore. Im zweiten Durchgang gab es zunächst keine Änderung des Ergebnisses. Es dauerte bis zur 78. Minute, ehe Dominik Schulz die Gastgeber heranbringen konnte - nur noch 1:2. Vier Minuten später sah ein Duisburger Akteur zudem wegen groben Foulspiel die rote Karte und Königshardt wähnte sich in der Schlussphase in einer Überzahlsituation. "Wir haben in den letzten Minuten ordentlich Druck ausgeübt", so Mühlbauer, doch ein Tor sollte den Sportfreunden nicht mehr gelingen. Die beste Chance vergab dabei Oguz Sefi. Letzten Endes blieb es dann beim knappen 1:2 aus Königshardt-Sicht. "Wir haben so viele dicke Chancen liegen lassen. Da waren mindestens vier 100-Prozentige, wo wir sechs bis acht Meter vor dem Tor stehen", sah Lars Mühlbauer eine mangelhafte Chancenverwertung seiner Mannschaft. "Das ist sehr ärgerlich, da die Jungs ein Riesenspiel gemacht haben. Wir haben heute auch von allen Seiten Lob bekommen, aber davon können wir uns nichts kaufen", so Mühlbauer abschließend. 

Tore: 0:1 (28.), 0:2 (37.), 1:2 Dominik Schulz (78.)

Bes. Vorkommnis: Rote Karte Duisburg (82./Foulspiel)

DaWi

 

Vogelheimer SV - Arminia Klosterhardt 0:3 (0:1)

Es war ein einseitiges Spiel zu Gunsten der Gäste aus Oberhausen, welches die Zuschauer da am heutigen Sonntag in Vogelheim sehen sollten. 3:0 Auswärtssieg - absolut in der Höhe verdient, wie sich nach Spielende alle Beobachter einig waren. „Aber es war dann doch etwas Sand im Getriebe“, stellte der Sportliche Leiter der Klosterhardter, André Stange fest, „es war definitiv kein gutes Spiel von uns, das wissen die Jungs aber auch“, so Stange weiter.

Marcel Siwek machte den Sack mit dem 3:0 zu.
Marcel Siwek machte den Sack mit dem 3:0 zu.

Der machte, ebenso wie Trainer Günter Bruns, bei den Kickern vom Hans-Wagner-Weg eine zu hohe Fehlpassquote aus, „zudem sind wir mit unseren Chancen sehr fahrlässig umgegangen. Wir hätten bestimmt fünf oder sechs machen müssen. Gut, dass wir an diesem Tag nicht mit Punktverlust dafür bestraft worden sind“, befand Stange. Rund eine Viertelstunde war absolviert, da hatte Kapitän Marc Walenciak seine Farben auch schon mit 1:0 in Führung gebracht, ehe Pascal Pfeifer und Marcel Siwek in Abschnitt zwei zum Endstand einnetzen konnten und einen auch in der Höhe absolut die Kräfteverhältnisse widerspiegelnden Sieg festzurrten. „Das ist jetzt gut gegangen und wir freuen uns darüber, dass wir die drei Punkte mitnehmen konnten. Aber in den kommenden zwei Spielen werden wir definitiv anders auftreten müssen, damit wir etwas holen“, richtet Stange bereits den Blick voraus. Denn da warten im Derby mit den derzeit bestens aufgelegten Kickern von Sterkrade Nord und Duisburg 1900 schwere Kaliber auf die Arminen. „Dennoch, zum jetzigen Zeitpunkt und in Anbetracht dessen, dass wir den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben haben, sind wir mit unserer Ausbeute von derzeit 21 Punkten zufrieden. Damit haben wir derzeit den nötigen Abstand, den es mindestens zu halten, wenn nicht gar auszubauen gilt. Unsere Aufgabe ist es nun, die gute Hinrunde in den kommenden zwei Spielen zu krönen“, so André Stange.

Tore: 0:1 Marc Walenciak (14.), 0:2 Pascal Pfeifer (59.), 0:3 Marcel Siwek (87.)

Bröhli

Die weiteren Partien in dieser Liga:

ESC Rellinghausen - VfB Speldorf 5:2

Duisburger SV - Spvg Schonnebeck 1:4

SV Burgaltendorf - VfL Rhede 4:1

Bezirksliga - Gruppe 5

SV Rhenania Bottrop - TuS Essen West 81 0:2 (0:0)

Bittere Niederlage für den SV Rhenania Bottrop, die somit auch im sechsten Spiel in Folge immer noch auf einen Sieg warten. „Wir sind heute für unseren hohen Einsatz nicht belohnt worden. Ohne Frage, Essen hatte mehr Spielanteile, doch aufgrund der Tatsache, dass wir heute eine Stunde lang in Unterzahl waren, haben wir das sehr stark gemacht. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Mit etwas mehr Glück hätten wir auch einen Punkt mitnehmen können“, resümierte Michael Kahnert, sportlicher Leiter der Bottroper. Es war die siebte Saisonniederlage für die Elf von Übungsleiter Oli Dirr, die durch den Sieg von SC Frintrop zwar auf Rang 15 gefallen sind, sich bei lediglich drei Zählern Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz noch keine Sorgen machen müssen. Die ersten 45 Minuten sind schnell erzählt: Die Gäste hatten mehr Spielanteile, konnten allerdings keine Nutzen daraus ziehen. Generell waren Tormöglichkeiten Mangelware. Einziger, wenn auch aus Sich des SV negativer Höhepunkt, war die Ampelkarte für Manuel Ephan, der zunächst für ein Foul erst die gelbe, dann wegen Beschwerde direkt die rote hinterher bekam. Nach der Pause erwischte TuS Essen-West die Rhenanen auf dem kalten Fuß: Eine Flanke von links in den Strafraum der Hausherren verwerte Björn Matzel per Volleyknaller zur Führung. „Keine Chance für unseren Torwart. Es war ein schönes Tor“, gab Kahnert zu. Doch Keeper Dominik Wrobel bekam noch genug Gelegenheit sich auszuzeichnen, denn jetzt waren seine Vorderleute ja gefordert. Noch zu Beginn mit ruhiger Spielweise, dann später offen tat man alles für den Ausgleich. Doch sowohl Joel Goldberg als auch Felix Nizeyimana scheiterten. Besser beziehungsweise cleverer machten es die 81er: „Sie ließen uns anlaufen und nutzten dann über Konto die Freiräume, die sich ja logischerweise bei einem Mann mehr ergaben. Mit dem 2:0 drei Minuten vor Schluss war dann der Drops gelutscht“, so Kahnert.

Tore: 0:1 (49.), 0:2 (87.)

ThIl 

Die weiteren Partien in dieser Liga:

SC Phönix Essen - DJK SG Altenessen 2:2

DJK Adler Union Frintrop - SuS Haarzopf 0:1

FC Kettwig - DJK BW Mintard 1:5

SC Werden-Heidhausen - SC Frintrop 0:4

SF Hamborn II - DJK Katernberg 2:0

SV Fortuna Bottrop - Dostlukspor Bottrop 2:0

FC Kray II - Spvg Schonnebeck II

DJK VfB Frohnhausen -> Spielfrei

Bezirksliga - Gruppe 6

BW Oberhausen - Viktoria Buchholz 3:2 (1:0)

BW Oberhausen ist der große Gewinner des Spieltages. Trainer Thorsten Möllmann war dennoch nicht für die Auf’m Platz-Redaktion zu erreichen. Fünf Tore, je ein Platzverweis auf jeder Seite und der Siegtreffer kurz vor Schluss durch den heutigen Doppel-Torschützen Ümit Ertural: Die Zuschauer an der Tulpenstraße dürften einiges geboten bekommen haben. Im Spitzenspiel zwischen dem Tabellenersten und -dritten waren es am Ende die Oberhausener, die scheinbar den längeren Atem hatten. Durch den eigenen Sieg und Niederlagen der Konkurrenz hat die Mannschaft von Möllmann nun schon sechs Punkte Vorsprung auf Platz zwei, der vom neuen Verfolger Rheinland Hamborn belegt ist. Damit blieb BWO auch im 14. Saisonspiel ohne Niederlage und scheint ein gewichtiges Wort in Sachen Landesliga-Aufstieg mitreden zu können.

Tore: 1:0 Klaus-Peter Müller (37.), 1:1 (52.), 1:2 (68.), 2:2/3:2 Ümit Ertural (75./88.)

Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte Viktoria Buchholz (41.), Rote Karte BW Oberhausen (71.)

RaWi


Rheinland Hamborn - Adler Osterfeld 2:1 (0:1)

Für die Adler aus Osterfeld gab es heute Nachmittag die dritte Niederlage in Folge. Nach einem klasse Saisonstart schafften es die Oberhausener nicht, sich nach der Niederlage im Topspiel gegen BWO wieder zu berappeln. Auch bei Rheinland Hamborn gab es für den Tabellendritten nichts zu holen. Es läuft momentan also nicht bei Adler Osterfeld. Trainer Udo Hauner wollte Auf’m Platz zudem keinen Kommentar zum Spiel geben. „Wenn ich etwas über das Spiel sagen würde, dann müsste ich lügen. Und lügen? Das mache ich nicht gerne“, lauteten die wenigen Worte von Seiten Hauners. Welche Gründe das Schweigen hat, ist bisher unklar. Dabei starteten die Gäste gar nicht schlecht, gingen nach gerade einmal fünf Minuten in Führung. In der zweiten Hälfte glichen die Hausherren per Strafstoß aus und drehten das Spiel dann komplett zu ihren Gunsten. Nach der erneuten Niederlage müssen die Osterfelder jetzt zeigen, dass der Saisonstart kein Zufall war.

Tore: 0:1 (5.), 1:1/2:1 (59./67.)

StLu

 

Arminia Klosterhardt II - Arminia Lirich 0:3 (0:1)

Das Oberhausener Bezirksligaderby konnte am heutigen Spieltag die Armina aus Lirch deutlich mit 3:0 gewinne, obwohl die Elf von Trainer Christian Kinowski auf Grund der Tabellenkonstellation als Außenseiter in die Partie gegangen ist. „Ich habe im Vorfeld schon gesagt, wenn die Einstellung stimmt, dann haben wir die Möglichkeit in der Bezirksliga Mannschaften zu schlagen“, erklärte der Übungsleiter des A-Liga Aufsteigers. „Und heute hat die Einstellung gestimmt und wir haben nichts anbrennen lassen“, so Kinowski weiter. Für den 1:0 Halbzeitstand aus Sicht der Gäste sorgte Konstantinos Papadopulos in der 25. Minute, auch auf Grund der Einstellung der Hausherren: „Gefehlt hat heute einfach die nötige Einstellung. Ich habe vor dem Spiel schon gesagt, dass Lirich tief hinten drin stehen wird und auf unsere Fehler wartet, aber das kam bei uns nicht ganz so an. Wir haben mit einigen Fehlern begonnen und hatten in der ersten Halbzeit nicht die nötigen Mittel um Lirich auszuspielen“, musste Klosterhardt-Trainer Michael Keiser zugeben.

Seine Mannschaft belohnte sich heute mit der richtigen Einstellung: Lirich-Trainer Christian Kinowski.
Seine Mannschaft belohnte sich heute mit der richtigen Einstellung: Lirich-Trainer Christian Kinowski.

   „Dann haben wir bisschen umgestellt und uns in der zweiten Halbzeit auch Torchancen erspielt, die wir aber nicht genutzt haben“, so Keiser weiter. Die Hausherren haben nach dem 0:1-Rükckstand „hinten offen gemacht“ und dies konnten Benjamin Euskirchen (50.) und Dennis Möck (85.) ausnutzen und die Führung auf den 3:0-Endstand hochschrauben. „Das war heute eine geschlossene Mannschaftsleistung und wir haben verdient gehabt das Spiel zu gewinnen. Die Einstellung hat einfach gestimmt und das ist das A und O in der Bezirksliga. Schade, dass es gegen andere Mannschaften nicht geklappt hat“, so Kinowski abschließend. Auch sein Gegenüber musste zugeben, dass es am Ende ein „verdienter“ Sieg war: „Wir haben im Prinzip dumm gespielt, konnten aber auch letztendlich das Tor nicht treffen und haben die Chancen vertan. Lirich hat es gut gemacht und die Taktik umgesetzt und so war es dann auch verdient“, so Keiser abschließend. 

Tore: 0:1 Konstantinos Papadopulos (25.). 0:2 Benjamin Euskirchen (50.), 0:3 Dennis Möck (85.) 

PePi


SW Alstaden - SV Concordia Oberhausen 0:1 (0:0)

Des einen Freud ist des andere Leid. Während der SV Concordia Oberhausen im Lokalduell bei SW Alstaden drei eminent wichtige Punkte einfahren konnte, standen die Gastgeber erneut mit leeren Händen da. "Das war heute ein absoluter Schweinesieg, aber den hat sich die Mannschaft auch mal verdient", befand Concordias Geschäftsführer Manolo Dente. "Die Niederlage war völlig unverdient, da wir die bessere Mannschaft waren", gab Alstadens Trainer Guido Contrino nach dem Spiel zu Protokoll.

Erzielte den goldenen Treffer: Concordias Senad Beric.
Erzielte den goldenen Treffer: Concordias Senad Beric.

    Nach torloser erster Halbzeit ging es in Durchgang Zwei tubulenter zu. Zunächst sah Alstadens Marvin Krüger wegen Foulspiel die gelb-rote Karte und erwies seinem Team somit einen Bärendienst. "Selbst nach dem Platzverweis waren wir noch überlegen", erklärte Guido Contrino. In Minute 80 jubelten dann die Gastgeber, doch der Schiedsrichter gab das Tor wegen vermeintlicher Abseitsposition nicht. "Ich weiß, dass es ohne Assistenten schwer ist, aber das war definitiv kein Abseits", ärgerte sich Contrino. So blieb es weiterhin beim 0:0, wobei kurz vor dem Ende noch der goldene Treffer fiel: für die Gäste! Senad Beric erzielte das viel umjubelte 1:0 für die Concorden. In den Schlussminuten konnte SW Alstaden nicht mehr antworten, so dass es beim 1:0-Erfolg des SV Concordia blieb. "Wir hatten einige gute Torchancen, doch wir haben einfach nicht den typischen Vollstrecker. Die Niederlage tut richtig weh, da die Mannschaft ein Riesenspiel gemacht hat", gab ein enttäuschter Guido Contrino nach dem Spiel zu Protokoll. "Wir haben heute nicht den besten Tag erwischt. Wir haben dann am Ende 1:0 gewonnen, weil Senad das Tor erzwungen hat. Sonst haben wir in aller Regelmäßigkeit solche Spiele verloren, heute hatten wir aber das nötige Quäntchen Glück", gab Manolo Dente nach dem Spiel ehrlich zu.

Tor: 0:1 Senad Beric (88.)

Bes. Vorkommnis: Gelb-Rote Karte Marvin Krüger (SWA/60./Foulspiel)

DaWi

 

Die weiteren Partien in dieser Liga:

Mülheimer FC Vatangücü - Mülheimer SV

SV RW Mülheim - SV Genc Osman Duisburg

TuRa Duisburg - Spvgg. Meiderich 1:2

DJK Vierlinden - SF Hamborn 4:2

SV GA Möllen - SGP Oberlohberg 1:1

Kreisliga A

BW Oberhausen II - VfR 08 Oberhausen II 2:3 (0:2)

Da hat VfR-Trainer Dennis Klasnitz das richtige Näschen gehabt, als er im Vorfeld der Partie prognostizierte, dass es im Duell der Zweitvertretungen einen Sieger geben wird. Und zu seiner großen Freude ist es seine Elf, die seit heute drei Punkte mehr auf dem Konto hat. Neben dem vierten Saisonsieg dürfen sich die 08er auch noch freuen, das erste Team zu sein, dass der BWO-Reserve auf heimischer Anlage besiegen konnte, doch das wird für die Gäste wohl nur eine freundliche Randerscheinung bleiben. Den ersten Dreier nach vier sieglosen Partien leitete Vincent Aretz in der neunten Minute ein, als er nach einem Freistoß von Kevin Großenloser es erst per Kopf versuchte, dann aber im nachsetzen BWO-Keeper Patrick-Dominik Schäfer überwand. Der Torschütze zum 1:0 war auch am zweiten Treffer der Gäste beteiligt: Per Ecke beförderte er den Ball auf dem Kopf von Dennis Kirschke (40.), der zur Vorentscheidung traf und damit auch seine guten Leistungen aus den letzten Wochen belohnte.

"Ein Fels in der Brandung": Dennis Kirschke.
"Ein Fels in der Brandung": Dennis Kirschke.

Glück dem, der dann noch kurzfristig auf Verstärkung aus der ersten Mannschaft zurückgreifen kann, insbesondere wenn die die Tabelle der Bezirksliga anführt. Und da diese ebenfalls ein Heimspiel hatte, ließ Thorsten Möllmann seinen Sohn David Möllmann sowie Mehmet Kaya als auch Ümit Mutlu umziehen. „Ein großen Dank an meinen Trainerkollegen. Es ist nicht selbstverständlich, dassvor einem Spitzenspiel drei Stammspieler in der zweiten Mannschaft aushelfen“, so Carsten Kemnitz. Mit der zusätzlichen Qualität hatten die Hausherren mit dem Wiederanpfiff natürlich „gutes Übergewicht“. So kam man auch in Person von Kevin-Toni Puszamzies schnell zum Anschlusstreffer, wodurch wieder Hoffnung aufkam bei den Blau-weißen, die jedoch nur sieben Minuten später schon wieder im Keim erstickt wurde. Nach schöner Vorlage von Vincent Aretz, der damit an allen drei Treffern beteiligt war, stellte Mike Thurau den alten Abstand wieder her. Doch es war noch zittern angesagt, denn es waren ja noch mehr als eine halbe Stunde zu spielen. Die Hausherren schalteten nun noch einen Gang höher, ließen auf den Außen aber immer wieder Freiräume für die schnellen Flügelspieler Vincent Aretz und Marcel Engelen, die diese aber nicht nutzen konnten. Besser lief es dagegen für die Kemnitz-Elf nach einem starken Angriff in der 67. Minute wieder auf Tuchfühlung kamen. Hakan Yürülmez traf zum erneuten Anschlusstreffer. Heiß auf den Ausgleich diktierte der Gastgeber die Schlussphase, hatte auch unter anderem mit Ali Cap, der aus drei Metern scheiterte, einige Möglichkeiten, doch das Glück war diesmal auf Seiten des VfR 08 Oberhausen. „Als BW Oberhausen in der zweiten Halbzeit wechselte, wurde es schwerer für uns, aber das war uns schon vorher klar. Hätten sie mit der Besetzung aus der ersten Halbzeit weiter gespielt, dann wäre es eine einseitige Partie geworden. So haben wir gut dagegen gehalten und das Chancenplus unseres Gegners, vielleicht auch mit etwas Glück, abwehren können“, freute sich Klasnitz. Sein Gegenüber, Carsten Kemnitz, kannte die Niederlage an: „Glückwunsch an Dennis. Er hat eine klasse Mannschaft, die heute stark nach vorne gespielt und am Ende auch verdient gewonnen hat. Wir haben gegen eine gute Mannschaft verloren. Jetzt wollen wir aus den letzten drei Hinrundenspielen noch sechs Punkte holen und uns dann in die Winterpause retten.“

Tore: 0:1 Vincent Aretz (9.), 0:2 Dennis Kirschke (40.), 1:2 Kevin-Toni Puszamzies (50.), 1:3 Mike Thura (57.), 2:3 Hakan Yürülmez (67.)

ThIl

 

 

SG Osterfeld - SC 1912 Buschhausen 5:4 (2:2)

„Wenn du sonntags Erlebnisfußball haben willst, dann guckst du dir Spiele von SG Osterfeld an. Es ist jede Woche das gleiche: Wir schießen viele Tore, kriegen aber auch viele rein. Ab und zu auch nur eines von beiden“, so Patrick Wojwod, Trainer der SG Osterfeld. Und betrachtet man die Resultate der letzten Woche, so muss man Wojwod recht geben. 6:3, 3:4, 1:4, 5:1, 1:8. Und auch am heutigen Sonntag gab es wieder ein Torspektakel. Mit 5:4 schlugen seine Spieler den SC 1912 Buschhausen und sorgte damit für deren dritte Niederlage in Folge. SC-Coach Andre Nowak war selbstverständlich bedient heute: „Heute war Tag der offenen Abwehr. Durch dumme Fehler im Spielaufbau haben wir heute ein Spiel verloren, was für mich nichts mit Kreisliga A-Fußball zu tun hatten. Bei Osterfeld war jeder Schuss ein Treffer, während wir einfach zu wenig getan haben. Es hat nicht die bessere, sondern die glücklichere Mannschaft gewonnen beziehungsweise die, die die schlechte Abwehr und nicht die bessere offensive hatte.“ Eine Aussage der Wojwod nicht zu 100 Prozent folgen konnte: „Vielleicht hat heute nicht die bessere oder die schlechtere Mannschaft gewonnen, sondern die glücklichere. Glück, dass wir in den letzten Wochen nicht hatten. Oft waren wir besser, haben aber verloren. Was das Thema Offensive angeht, da muss ich meinem Trainerkollegen widersprechen. Wer vier beziehungsweis fünf Tore schießt, der hat einen super Job gemacht. Für die Zuschauer ist es ein Tolles Erlebnis, für die Trainer eher weniger.“

Sieht seine Mannschaft auf dem Weg nach oben: SGO-Trainer Patrick Wojwod.
Sieht seine Mannschaft auf dem Weg nach oben: SGO-Trainer Patrick Wojwod.

Den Auftakt im Torfestival machte Buschhausen Peter Samp in der dritten Minute. Ein Tor über das SGO-Trainer Patrick Wojwod nur den Kopf schütteln konnte: „Ich habe in der Kabine noch vor diesem Spieler gewarnt. Alles im Detail besprochen. Und kaum waren wir draußen, war alles vergessen.“ Unbeeindruckt von diesem Rückstand drehten Danny Fees (15.) und Tobias (40.) Kuhlmann die Partie. „Kaum haben wir geführt, kassierten wir nur wenige Momente später den Ausgleich. Unfassbar. Ich habe noch rein gerufen, doch es hat nichts mehr genutzt“, so der Heimtrainer. Christopher Mahnkopf glich kurz vor dem Pausenpfiff aus. Die zweiten 45 Minuten begann mit einem viertelstündige Abtasten ehe der Wahnsinn perfektioniert wurde: Innerhalb von 180 Sekunden sahen die Zuschauer drei Treffer. Zunächst schloss Kevin Skoda einen „perfekten Konter“ ab, dann traf Stefan Schwulst zum 3:3, ehe Tobias Kuhlmann mit seinem zweiten Treffer die Führung wieder herstellte. Und auch Kevin Skoda ließ nicht lange auf sein zweites Tor warten und baute die Führung in der 70. Spielminute auf 5:3 aus. Der Anschlusstreffer durch Christopher Mahnkopf drei Minuten vor Schluss, der den Tag der Doppeltorschützen perfekt macht, kam zu spät. „Es ist ärgerlich wenn wir zehn Minuten vor Schluss nicht in der Lage sind, trotz eines Zwei-Tore Vorsprungs, ein sicheres Gefühl aufzubauen. Zum Glück hat es noch gereicht und wir freuen uns über die drei Punkte“, so Wojwod.

Tore: 0:1 Peter Samp (3.), 1:1 Danny Fees (15.), 2:1/4:3 Tobias Kuhlmann (40./67.), 2:2/5:4 Christopher Mahnkopf (43./87.), 3:2/5:3 Kevin Skoda (65./70.), 3:3 Stefan Schwulst (66.)

ThIl


SuS 21 Oberhausen - SC 20 Oberhausen 1:6 (1:2)

„Eigentlich müsste da sogar stehen 1:16“, so SC-Trainer Andreas Popiesz nach dem einseitigen 6:1 Auswärtssieg gegen das Tabellenschlusslicht SuS Oberhausen. Zwar war nach den ersten 45. Minute das Spiel noch offen nach dem Treffer von Mirko Brands (25.), den Daniel Karsjens in der 32. Minute ausgleichen konnte, doch zum günstigen Zeitpunkt brachte Brands die Gäste erneut in Führung. „Durch den Ausgleich kam ein bisschen Unruhe rein, aber wir konnten noch vor der Pause wieder in Führung gehen und in der Halbzeit wurde ich bei der Ansprache ein wenig lauter“, erklärte Popiesz. Dies brachte den nötigen Erfolg und der SC erspielte sich eine Torchance nach der anderen und schraubte die Führung hoch bis auf den 6:1-Endstand. „Das war schmeichelhaft für SuS. Wir haben alleine neun Mal Latte und Pfosten getroffen und hatten ohne zu übertreiben 25 Torchancen. Der Sieg war mehr als verdient, aber wir haben auch zu viel liegen lassen“, erklärte Popiesz.

   Sein Gegnüber hingegen war nach dem Spiel bedient, kennt aber die Probleme der Mannschaft: „Wir haben bis zur 60. Minute mithalten können und hätten wenn auch glücklich auch noch ein Tor machen können. Ab der 60. Minute sind wir dann aber eingebrochen, auf Grund der mangelnden Trainingsbeteiligung“, ärgerte sich SuS-Trainer Dirk Huppertz. „Am Ende hat und Latte, Pfosten und unser Torwart noch gerettet, dass es nicht höher ausgeht, denn auf Grund der Chancen von SC war der Sieg auch in der Höhe verdient“, so Huppertz weiter, der kein Blatt vor den Mund nimmt: „Irgendwas schön zu reden, wäre hier banal. Wir haben derzeit nicht die personelle Klasse und Qualität, um einer Mannschaft Paroli zu bieten und da müssen wir erstmal wieder hinkommen“, so der Übungsleiter abschließend.

Tore: 0:1 Mirko Brands (25.), 1:1 Daniel Karsjens (32.), 1:2 Mirko Brands (45.), 1:3/1:4 Andreas Ulrich (60./76.), 1:5 Mirko Brands (80.), 1:6 Ron-Stefan Pfeiffer (86.)

PePi

Barisspor Bottrop - Sterkrade-Nord II 2:1 (1:0)

„Es war ein Grottenkick von beiden Mannschaften. Das Spiel hatte in keiner Sekunde ansatzweise Kreisliga A-Niveau“, fand Nord-Trainer Ralf Meseck deutliche Worte. Auch Taner Kaplangiray von den Barisspor Bottrop war mit der Leistung seiner Mannschaft nicht vollauf zufrieden: „Die Leistung war nicht ganz so gut.“ Dafür freute er sich umso mehr über den Sieg: „Aber am Ende zählt das Ergebnis und das ist super.“ Seine Mannschaft war im Großen und Ganzen „spielbestimmend“. „Nord schaffte es bis zum 16er und spätestens da war dann Schluss“, lobte Kaplangiray die Defensivarbeit seiner Mannschaft. Seine Mannschaft überzeugte mit ihrer Laufleistung und dem Kampfeswillen, aber in puncto Chancenverwertung bestachen sie nicht. Einmal waren die Hausherren dann aber doch erfolgreich: Hüseyin Ibrahim traf in der 27. Minute zur Führung seiner Mannschaft. Mit der 1:0-Führung für Barisspor ging es in die Katakomben.

Nord-Trainer Ralf Meseck war heute mit der Leistung seiner Mannschaft bedient.
Nord-Trainer Ralf Meseck war heute mit der Leistung seiner Mannschaft bedient.

   Beide Trainer wollten ihre Mannschaft in der Kabine anpacken, die Fehler für die zweiten 45 Minuten aufklären. Allerdings mit nur wenig Erfolg. Das Spiel verbesserte sich spielerisch nicht. Lange Zeit passierte Nichts, aber zwanzig Minuten nach dem Wiederanpfiff nahm sich Robin Kerff ein Herz und zog aus der Entfernung ab – 1:1. „Der Ausgleich war unnötig“, befand Kaplangiray. Zunächst griffen die Bottroper nicht an und auch Torhüter Veli Ilkay Öz sah nicht gut aus. „Wir haben den Gegner stark gemacht“, ärgerte sich Kaplangiray. Doch erneut passierte lange Nichts mehr. Erst in der Nachspielzeit wurde es wieder so richtig spannend. „Wir bekommen den Punkt auf dem Silbertablett präsentiert und verlieren in der Nachspielzeit total unnötig den Ball“, war Meseck sauer. Daraufhin liefen die Schmachtendorfer in einen Konter. Der Barisspor-Stürmer kommt zum Schuss, aber Torhüter Kevin Kriegel hält grandios. „Das war eine weltklasse Parade“, lobte Kaplangiray den Keeper. Der Ball rollte über die Torauslinie und Barisspor erhielt in der letzten Aktion noch einen Eckball. Hüseyin Ibrahim springt am höchsten und bugsiert den Ball ins Tor. Schluss, Aus, Ende! Und damit war das Spiel auch vorbei. Barisspor Bottrop bezwingt Sterkrade-Nord in wortwörtlich allerletzter Sekunde. Der glückliche Gewinner beschrieb es so: „Es war ein verdienter Sieg mit einem Tor für uns in der letzten Sekunde. Endlich hatten wir das Glück mal auf unserer Seite. Ich bin grundzufrieden, denn das Ergebnis stimmt. Außerdem war der Schiri gut und auch Nord hat sich sehr fair verhalten. Das wünsche ich mir jede Woche.“ Allerdings weiß Kaplangiray auch, dass diese Leistung nicht in jedem Spiel reicht: „In der nächsten Woche spielen wir gegen Safakspor. Da müssen wir auf jeden Fall eine Schüppe drauflegen.“ „Ohne Worte“, beschrieb Meseck das Spiel knapp. „Es war die schlechteste Saisonleistung von uns. Jetzt sind wir voll auf dem Boden der Tatsachen aufgeknallt“, war Meseck bedient.

Tore: 1:0/2:1 Hüseyin Ibrahim (27./90.), 1:1 Robin Kerff (65.)

StLu

 

Sterkrade 06/07 - TSV Safakspor Oberhausen 4:0 (1:0)

Revanche geglückt. Mit einem souverän 4:0 über Safakspor Oberhausen rächt sich Sterkrade 06/07 für das Aus im Pokal Mitte Oktober. Während die Hausherren mit dem achten Saisonsieg einen Sprung auf den zweiten Rang machen, auch weil Glück-Auf Sterkrade und VfR Ebel nicht dreifach punkteten, rutschte Nachbar Safakspor wieder in die Abstiegszone, da GW Holten überraschend beim VfR Ebel gewannen. „Das war heute hoch verdient. Wir waren über 90 Minuten dominant, hatten mehr Ballbesitz und erarbeiteten uns mehr Chancen“ so Heimtrainer Christian Dahlbeck. So sah es auch Murat Eraslan, Übungsleiter der Gäste: „Der Sieg für Sterkrade geht völlig in Ordnung. Mit etwas mehr Glück hätten wir zweimal getroffen, doch so können wir froh sein, dass es am Ende bei vier Gegentreffern blieb.“

Hatte nicht viel zu kritisieren: Christian Dahlbeck.
Hatte nicht viel zu kritisieren: Christian Dahlbeck.

Für Dahlbeck war es seit langen mal wieder ein Spiel, was seine Mannschaft klar gewann. Den letzten deutlichen Sieg gab es am 14. September beim 5:0 über SuS 21 Oberhausen. Den ersten Schritt für die Punkte 23,24 und 25 besorgte Andre Scheffler in der 36. Minute. Es hätte auch der Ausgleich sein können, doch Hüseyin Demirci war nach einer guten halben Stunde nicht egoistisch genug und spielte lieber ab anstatt selbst abzuschließen. Es war nicht der einzige bittere Moment in den ersten 45 Minuten für die Gäste. Neben dem Ausfall von Harun Al, der letzten Sonntag die fünfte Gelbe Karte sah, verletzte sich Abdullah Bayram nach gut einer Stunde so schwer am Auge, dass er sofort ins Krankenhaus gebracht werden musste. Mit Beginn der zweiten Spielhälfte hatte Demirci erneut den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber in einer 1:1-Situation an Denis Swiatkowski, dem Torhüter der Sterkrader. Wenige Minuten später sah seine Eraslan seine Elf dann „nicht mehr auf dem Platz.“ Natürlich verließen die nicht die Spielanalage, viel mehr war es die aufkommende Dominanz des Aufstiegsfavoriten, der mit dem 2:0 durch Merih Copur denn Deckel drauf machte. Damian Vergara Schlootz und erneut Copur stellten das Endresultat her.

Tore: 1:0 Andre Scheffler (36.), 2:0/4:0 Merih Copur (67./86.), 3:0 Damian Vergara Schlootz (76.)

ThIl

  

GA Sterkrade - VfR 08 Oberhausen 0:0

Ein hitziges Derby mit keinem Sieger. Glück-Auf Sterkrade muss nach nur einer Woche wieder die Führung der Kreisliga A abgeben und kam gegen den VfR 08 Oberhausen nicht über ein 0:0-Unentschieden hinaus. Die Trainer beider Teams waren nach dem Spiel unterschiedlicher Meinungen, was die Gerechtigkeit der Punkteteilung anging. „Vom Spielverlauf her waren das für uns heute zwei verschenkte Punkte. 08 war von Anfang an nur darauf eingestellt, einen Punkt mitzunehmen und hat nichts zum Spiel beigetragen“, sagte Glück-Auf-Trainer Michael Buhlmann nach der Partie.

VfR-Trainer Günther Gbür.
VfR-Trainer Günther Gbür.

Sein Gegenüber, Günter Gbür, teilte diese Meinung nicht ganz. „Ganz ehrlich? Glück-Auf ist noch gut bedient mit dem Punkt. Die könnten noch nächste Woche Sonntag spielen und würden das Tor nicht treffen. Dafür, dass es eine Spitzenmannschaft ist, fehlt ihnen ein Knipser. Wir haben mehrmals gut gekontert und haben einmal auch den Pfosten getroffen.“ Gbür war heute bei den 08ern alleine an der Seitenlinie, weil Cheftrainer Thorsten Hamm in der Drittvertretung auf dem Feld aushelfen musste. Gbür setzte unter anderem auf insgesamt vier A-Jugendspieler, die laut seiner Aussagen viel Schwung ins Spiel gebracht und vor allem gekämpft haben - wie auch alle anderen Mitspieler. Bezeichnend, dass es daher auch der A-Jugendliche Andre Schlönvoigt war, der nach einer guten Stunde eingewechselt wurde und kurze Zeit später am Aluminium scheiterte. „Wir wollten nur einen Punkt mitnehmen und das haben wir geschafft. Aber klar, es hätte auch ein Tor für uns fallen können. Wir haben gekämpft und gut gekontert“, sagte Gbür nach dem Spiel. „Wir waren vor dem gegnerischen Tor zu fahrlässig“, sagte Buhlmann hingegen. „Wir hatten natürlich auch einmal Glück bei einem Pfostentreffer und am Ende müssen wir mit dem einen Punkt leben. Aber die Jungs sitzen schon mit hängenden Köpfen in der Kabine.“ Die „zähe Nullnummer“, wie Buhlmann das Derby bezeichnet, war laut Gbür hart geführt. Unrühmlicher Höhepunkt war dann aber noch zehn Minuten vor Schluss die Rote Karte gegen den 08er Marco Becker, der nachgetreten haben soll. „Es war ein Foulspiel, aber doch kein Nachtreten. Aber die Zuschauer haben von außen den Rest dazu beigetragen, dass Marco runterfliegen musste“, zeigte Gbür sich mit dem Platzverweis nicht einverstanden.

Tore: Fehlanzeige

Bes. Vorkommnis: Rote Karte Marco Becker (VfR 08/82./Nachtreten)

RaWi

 

GW Holten - VfR Ebel 1:0 (1:0)

Den Hausherren ist die Überraschung am heutigen Spieltag gelungen, bereits vor dem Spiel kündigte Traier Giuseppe Gambino an, dass die Elf aus Ebel nicht unbesiegbar sei und seine Mannschaft konnte dies heute beweisen, auch wenn der Sieg am Ende „glücklich“ war. „Am Ende war es schon bisschen glücklich. Ebel hat sehr gut gespielt, aber ohne Erfolg. Dazu muss man sagen, dass unser Torwart einen richtig guten Tag erwischt hat“, erklärte der Holtener Übungsleiter. Entschieden wurde das Spiel bereits in der fünften Minute als Edward Honstein nach einer „riesen Vorlage“ von Markus Neises den Ball im Tor unterbrachte. Die Ebeler hatten zwar im weiteren Spielverlauf Chancen um die Führung zu egalisieren oder das Spiel sogar gänzlich zu drehen, doch die Chancenverwertung brach den Bottropern das Genick: „Wir habe einfach kein Tor gemacht, daran hat es gelegen. Durch einen individuellen Fehler gehen die in Führung und stellen sich dann mit Mann und Maus hinten rein, was das ganze natürlich sehr schwer macht“, ärgerte sich Ebels Spielertrainer Sebastian Stempel, der im heutigen Spiel den gesperrten Sven Ingler „für vorne“ schmerzlichst vermisste.

Sorgte mit seinem Treffer für die Überraschung: Edward Hohnstein.
Sorgte mit seinem Treffer für die Überraschung: Edward Hohnstein.

  Doch nicht nur die Spielweise des Gegners wurde den Ebelern zum Verhängnis: „Es lief wirklich viel gegen uns und es fehlte einfach der letze Wille, die letze Geilheit das Tor zu machen, dazu waren wir in den ersten Minuten am pennen und sehr unsortiert und in der ersten Halbzeit haben wir uns sehr unklug angestellt und zu viel durch die Mitte gespielt“, erklärte Stempel weiter. In der Schlussphase sah Holten-Akteur Pascal Kersting noch die Rote Karte, doch auch das Überzahlspiel und die letze Großchance kurz vor Abpfiff brachte die Ebeler nicht zu dem langersehnten Ausgleich: „Der Platzverweis hat nicht viel an der Spielweise geändert, weil es der einzige Stürmer von denen war und sie dann ohne Stürmer weiter hinten drin gespielt haben. In der letzen Minute haben wir noch ein riesen Dingen aus einem Meter, aber der Torwart von Holten hatte heute einen guten Tag“, musste der „enttäuschte“ Spielertrainer zugeben.

   Sein Gegenüber hingegen hatte Grund zur Freude und bleibt nach dem Sieg weiterhin optimistisch: „Wir haben gut gekämpft und gegenhalten. Das war eine riesen Leistung und man muss auch sagen, dass was wir an Pech in der letzen Woche hatten, hatten wir diese Woche an Glück. Wenn wir so weiter spielen und die Jungs sich weiter so verstehen und kämpfen, dann holen wir uns auch in der nächsten Woche die drei Punkte“, so Gambino, der mit seiner Elf in der kommenden Woche auf Dostlukspor Bottrop II trifft. „Heute war einfach so ein Tag, wo wir noch zwei Stunden weiter spielen könnten und trotzdem kein Tor schießen würden. Es waren einfach drei verschenkte Punkte und wir müssen gucken, dass wir uns diese woanders wiederholen“, resümierte Stempel. Doch leichter wird es für die Ebeler in der kommenden Woche nicht, denn dann ist der Konkurrent GA Sterkrade zu Gast im Lichtenhorst.

Tore: 1:0 Edward Hohnstein (5.) 

Bes. Vorkommnis: Rote Karte Patrick Kersting (Holten/83./Tätlichkeit)

PePi

Die weitere Partie in dieser Liga:

FC Sterkrade 72 - Dostlukspor Bottrop II 7:3

Kreisliga B - Gruppe 1

SF 08/21 Bottrop - SC 1912 Buschhausen II 5:1 (2:1)

Krise bei Buschhausen 1912 II: Ahmed Mohamad war nach dem Spiel sauer und verließ die Mannschaft nach einer kurzen Ansage schnell. „Das war unter aller Sau. Ich habe für Montag eine Sitzung anberaumt, denn so geht es nicht weiter. Vielleicht sollten sich einige mal hinterfragen, ob es für die Kreisliga B überhaupt reicht“, so das harte Urteil vom Trainer der heutigen Gäste. Die waren chancenlos bei den SF 08/21 Bottrop und fingen sich laut beider Trainer eine auch in dieser Höhe völlig verdiente Auswärtsniederlage ab.

Oliver Bogatzki
Oliver Bogatzki (l.), hier im Spiel gegen den SV Fortuna Bottrop vor wenigen Wochen, schoss Busschausen mit drei Treffern praktisch im Alleingang ab.

Der Gastgeber erlebte zuletzt die aktuelle Stimmung vom heutigen Gegner. „Wir haben uns vor dem Spiel alle ausgesprochen und auch Einzelgespräche geführt. Da musste einiges mal raus und das hat scheinbar gut getan. Die Jungs haben gekämpft und jeder war für den anderen da“, freute sich Trainer Matthias Pech. Der konnte sich einmal mehr auf die Treffsicherheit von Oliver Bogatzki freuen, der mit drei Treffern den Gegner praktisch im Alleingang abschoss. Am Ende hätte es sogar noch höher als 5:1 ausgehen müssen. „Der Gegner war von der Qualität her nicht besser als wir. Aber sie hätten höher gewinnen müssen, waren aber blind vor dem Tor. Dennoch haben sie es unter dem Strich viel besser als wir gemacht und völlig verdient gewonnen“, gab Mohamad ehrlich zu Protokoll. Mit solchen Leistungen dürfte es schwierig werden, auch schon nächste Saison im Aufstiegskampf einzugreifen, wie es Mohamad eigentlich plant. Doch dafür braucht er eine bessere Leistung seines Teams. „Wir hatten heute zehn Totalausfälle. Einzig der Torwart hat noch ein paar Mal gut gehalten, auch wenn einmal ein Fehler dabei war“, so Mohamad weiter, der seinen einzigen Torschützen, Kapitän Matthias Schwien, zur Halbzeit auch noch auswechseln musste. Pech hingegen sah in dem 5:1-Sieg einen kleinen Aufwärtstrend. „Wir haben heute nur drei gegnerische Torschüsse zugelassen. Davon führte ein Freistoß zum Tor. Das war aber heute insgesamt spielerisch gut.“

Tore: 1:0 Oliver Bogatzki (30.), 2:0 Darius Buchta (33.), Matthias Schwien (43.), 3:1 Eigentor Christof Kreuder (60.), 4:1/5:1 Oliver Bogatzki (76./87.)

RaWi


Adler Osterfeld II - Arminia Lirich II 1:5 (1:2)

Arminia Lirich II verteidigen mit einem starken 5:1 über die Reserve des Bezirksligisten Adler Osterfeld die Tabellenführung und blieben auch im achten Spiel in Folge ohne Punktverlust. Doch es bleibt weiterhin eng in der Gruppe Eins der Kreisliga B. Verfolger Arminia Klosterhardt hat ebenfalls 33 Punkte auf dem Konto, jedoch ein um zehn Tore schlechteres Torverhältnis. Da hinter lauern SF Königshardt II (30 Punkte), Adler Oberhausen (29 Punkte) und GA Sterkrade (26 Punkte). Es war ein hartes Stück Arbeit für die Liricher bei den Adlern aus Osterfeld: „Es war insbesondere in der ersten Hälfte sehr kampfbetont und ausgeglichen. Osterfeld hat gut dagegen gehalten. Vor allem mit ihren zwei Stürmern waren sie sehr gefährlich. Letztendlich waren wir die Konsequentere Mannschaft.“ Bei den Hausherren vertrat heute Kapitän Rene Meixner seinen Trainer im Urlaub verweilenden Trainer Hendrik Biegisch: „Der Sieg für Lirich ist verdient, weil wir unsere Tore nicht gemacht haben. Und wir hatten gut vier bis fünf 100 Prozentige dabei, dementsprechend spiegelt das Ergebnis auch nicht dem Spielverlauf wieder.“ Mann des Tages war heute Alexander Deußen, der mit drei Torvorlagen und dem Treffer zum 5:1 an vier Toren unmittelbar beteiligt war. Den ersten der insgesamt sechs Treffer erzielte Manuel Simek nach neun Minuten durch Vorlage von Alexander Deußen. Doch die Osterfelder ließen sich nicht lange lumpen und glichen durch Okan Demircan nur fünf Minuten später aus. Für die erneute Führung sorgte Matthias Eilts per Strafstoß. Mit dem 3:1 kurz nach dem Wiederanpfiff schwanden dann auch die Kräfte des Gastgebers. Torschütze war Marc Buffen, der nach schöner Kombination über rechts und einer Flanke von Alexander Deußen nur noch den Fuß hinhalten musste. Nach einer halbstündigen Torflaute, trotz Chancen auf beiden Seiten, machten Dennis Brzeznika und Alexander Deußen, der sich nun auch selbst belohnte, den Deckel drauf.

Tore: 0:1 Manuel Simek (9.), 1:1 Okan Demircan (14.), 1:2 Matthias Eilts (24.), 1:3 Marc Buffen (52.), 1:4 Dennis Brzeznika (81.), 1:5 Alexander Deußen (87.)

ThIl


Adler Oberhausen - Post SV Oberhausen 2:1 (1:1)

"Das war der erwartet schwere Gegner", gab Adler-Trainer Marko Schmidt nach dem knappen 2:1-Erfolg über den Post SV Oberhausen zu Protokoll. Für die Postler war das knappe 1:2 die bereits vierte Saisonniederlage, während die Adler durch den neunten Saisonsieg weiter Anschluss an die Tabellenspitze halten. "Post hat uns alles abverlangt", so Schmidt weiter. Post-Trainer Willi Poulkos war trotz der Niederlage "mächtig stolz auf seine Mannschaft", denn sie musste lange Zeit in Unterzahl spielen.

Erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich: Julian Birkholz.
Erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich: Julian Birkholz.

   Im Verfolgerduell erwischten die Gastgeber den besseren Start: Nach 21 Minuten brachte Mehmet Cakir sein Team mit 1:0 in Führung. Doch den Gästen gelang noch in Durchgang Eins der Ausgleich: Julian Birkholz traf in der 41. Minute zum 1:1. Doch in diese Euphorie hinein, sah der Gast einen Platzverweis: Tim Meiers sah wegen Foulspiels die rote Karte. "Da hätte auch gelb gereicht", ärgerte sich Post-Trainer Willi Poulkos. Somit mussten die Gäste die komplette zweite Mannschaft in Unterzahl spielen. 

   Adler Oberhausen versuchte in Durchgang Zwei schließlich die personelle Überlegenheit auszunutzen, doch die Schmidt-Elf verpasste es frühzeitig "für eine Entscheidung zu sorgen". Dabei machte vor allem Post-Schlussmann Philipp Czwick eine gute Figur, wie auch Marko Schmidt erklärte: "Der Torwart von Post hat heute auch gut gehalten." So stand es lange Zeit 1:1, ehe den Gastgebern doch noch der Siegtreffer gelingen sollte. Mehmet Cakir traf in der 87. Minute zum zweiten Mal an diesem Tag und beschwerte den Adlern einen wichtigen Sieg.

   "Komisch, immer wenn Mannschaften, die unter uns stehen, gegen uns spielen, sind sie besonders motiviert. Ich wünsche mir, dass sie das auch gegen unsere Konkurrenten sind", merkte Marko Schmidt süffisant an. Post-Trainer Willi Poulkos resümierte: "Meine Mannschaft hat einen Riesenfight abgeliefert und ist über sich hinaus gewachsen. Nach dem 1:2 hatten wir noch eine Riesenmöglichkeit, die wir leider nicht nutzen konnte. Das ist schade, da ich gern ein Pünktchen mitgenommen hätte."

Tore: 1:0 Mehmet Cakir (21.), 1:1 Julian Birkholz (41.), 2:1 Mehmet Cakir (87.)

Bes. Vorkommnis: Rote Karte Tim Meiers (Post/43./Foulspiel)

DaWi


SV Fortuna Bottrop III - SV Rhenania Bottrop III 9:4 (1:1)

Im Lokalderby der Drittmannschaften des SV Fortuna und des SV Rhenania konnten die Hausherren trotz vier Auswärtstreffer der Rhenanen die Partie klar für sich entscheiden. Doch die Entscheidung gab es erst in den zweiten 45 Minuten, im ersten Durchgang begegneten sich die Mannschaften noch auf Augenhöhe: „In der ersten Halbzeit war es ein offenes Spiel von beiden Mannschaften“, erklärte Fortuna-Trainer Jürgen Skoda und so ging es mit einem 1:1 in die Halbzeitpause. Im zweiten Durchgang nahmen die Hausherren das Spiel dann aber in die Hand und Jan Sieraczek eröffnete mit dem Elfmetertor in der 48. Minute den Torreigen. Es folgten weitere zahlreiche Chancen der Fortunen und ganze sieben weitere Treffer, zwar konnten die Rhenanen zwischenzeitlich auf 2:2, 3:8 und 4:8 ausgleichen und verkürzen, doch dies diente nur zur Ergebniskosmetik. „Wir haben die Rhenanen in der zweiten Halbzeit überrannt und waren auch konditionell stärker. Wir haben es ähnlich wie Post in der vergangen Woche mit uns gemacht und die Fehler genutzt, Konter eingeleitet und Tore geschossen“, beschrieb Skoda die Partie, die die Fortunen verdientermaßen für sich entscheiden konnten: „Das war auf jeden Fall verdient. Wir haben unser Spiel aufgezogen und das ist das was uns auszeichnet, denn wenn der Ball bei uns einmal läuft, dann machen wir auch die Tore“, so Skoda abschließend. Sein Gegenüber Christian Hoffmann war für die Auf’m Platz-Redaktion nicht zu erreichen, dürfte aber nach der deutlichen Niederlage bedient sein. Seine Elf steht in den kommenden Wochen weiterhin in der Pflicht zu punkten um aus dem unteren Tabellendrittel zu kommen und den Anschluss nicht zu verlieren.

Tore: 1:0 Rene Blesing (4.), 1:1 (11.), 2:1 Jan Sieraczek (47./FE), 2:2 (49.), 3:2 Rene Blesing (55.), 4:2 Lukas Piatek (57.), 5:2/6:2 Marc Schmiedecke (60./62), 7:2 Patrick Herden (67.), 8:2 Tim Porombka (81.), 8:3/8:4 (85./87.), 9:4 Rene Blesing (90.)

PePi

Die weiteren Partien in dieser Liga:

SF Königshardt II - SG 92 Oberhausen 9:0

Sterkrade 06/07 II - TB Oberhausen 7:0

GA Sterkrade II - SV Concordia Oberhausen II 6:2

Fortuna Alstaden - Arminia Klosterhardt III 2:3

Kreisliga B - Gruppe 2

VfB Bottrop II - TB Oberhausen II 2:1 (0:1)

Tabellenführer Turnerbund Oberhausen kommt nach der erneuten Niederlage ins Straucheln. Noch vor 14 Tagen hatten die Oberhausener sieben Punkte Vorsprung vor dem Verfolger SV 1911, der nun nach zwei weiteren Spielen nur noch einen Punkt entfernt ist. Nachdem letzte Woche Polonia TBO bezwingen konnte, schaffte heute auch die Reserve des VfB Bottrop den Sieg. „Es war ein super Spiel von uns“, lobte Christian Paul seine Mannschaft, „wir haben heute mit Herz und Leidenschaft gewonnen.“ Die erste Hälfte gestaltete sich sehr ausgeglichen.

Sein Treffer nützte nichts: Gaetano Papotto.
Sein Treffer nützte nichts: Gaetano Papotto.

   Der VfB stand gut und ließ wenig zu, wurde über Konter immer mal wieder gefährlich. Zwar hatten die Gäste etwas mehr vom Spiel, aber für wirklich Torgefahr sorgten sie nicht. Das passierte erst in der 26. Minute, als Gaetano Papotto einen fälligen Strafstoß sicher verwandelte. „Der Elfmeter war berechtigt. Der Stürmer dringt in den Sechszehner ein und wir foulen ihn dann“, bezweifelte Paul keinesfalls die Rechtfertigung für den Strafstoß. Auch nach der Führung geschah herzlichst wenig. Nur wenige Male schaffte es TBO vors VfB-Tor. „Wir hatten vielleicht noch die eine oder andere Chance, aber die haben wir dann auch nicht verwandelt“, ärgerte Jörg Lieg von TB Oberhausen. Somit ging es mit der knappen Führung für den Tabellenführer in die Kabinen. Dort hatte Christian Paul dann augenscheinlich die richtigen Worte gefunden. Denn nach der Pause wurde der VfB stärker. „Die zweite Halbzeit war wie umgekehrt. Jetzt war der VfB besser. Sie setzten uns mehr unter Druck und haben sich gegenseitig hochgepeitscht“, gab Lieg zu Protokoll.

Seine Mannschaft hat heute ein tolles Spiel abgelieferrt: Christian Paul.
Seine Mannschaft hat heute ein tolles Spiel abgelieferrt: Christian Paul.

   Allerdings brachte die Leistungssteigerung zunächst nichts. Nach 65 gespielten Minuten dachte gar Trainer Christian Paul über eine Einwechslung nach und das hatten seine Jungs wohl gesehen. „Und plötzlich lief es“, so Paul. Denn kurz später glich Nicolai Stangenberg aus, bevor Julian Stuchlik das Spiel zu Gunsten seiner Farben drehte.  „Der Ausgleich hat bei uns eine Euphorie hervorgerufen und dann haben wir auch glücklicherweise den Führungstreffer erzielt“, erklärt Paul. Von den Gästen kam in der zweiten Hälfte nicht mehr viel, sie wirkten laut Paul ein wenig platt. Nur einmal sorgten die Oberhausener ansatzweise für Torgefahr, doch der Freistoß von Gaetano Papotto fand den Weg ins Tor nicht. Somit konnte der VfB das Spiel gegen den Spitzenreiter für sich entscheiden. Nur kurz vor Schluss wurde es ein wenig hektisch. Zunächst musste Florian Klein Reesink das Feld nach seiner zweiten gelben Karte verlassen, bevor nur eine Minute später auch Christian Wolff vom VfB die Ampelkarte sah. Die Meinungen über den Schiedsrichter waren geteilt. „Der Schiedsrichter hat es gut gemacht“, lobte ihn Paul, während Lieg einer anderen Meinung war: „Es war ein Wahnsinnsschiri. Am Ende hatte, glaube ich, jeder Spieler eine gelbe Karte.“ Der Siegertrainer überschüttete seine Mannschaft mit Lob: „Ich muss dem Team ein Riesenkompliment machen. Der erste bis zum fünfzehnten hat heute gut gespielt. Wir haben bewiesen, dass wir eine intakte Mannschaft sind, das ist wichtig.“ Dagegen ärgerte sich Lieg über den erneuten Punktverlust: „Wir stehen erneut mit leeren Händen da, aber wir haben auch verdient verloren. Wir sehen aber, dass wir konstanter unsere Leistungen bringen müssen. Nächste Woche wird es sicherlich nicht einfacher.“ Da hat Lieg auf jeden Fall Recht. SV 1911, BW Fuhlenbrock und auch der VfB sitzen den Oberhausenern im Nacken. Am kommenden Wochenende empfängt TBO dann zudem die Batenbrocker Ruhrpottkicker.

Tore: 0:1 Gaetano Papotto (26./FE), 1:1 Nicolai Stangenberg (70.), 2:1 Julian Stuchlik (75.)

Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte Florian Klein Reesink (TBO/88./Meckern), Gelb-Rote Karte Christian Wolff (VfB/89./wdh. Foulspiel)

StLu

 

SW Alstaden II - SV Bottrop 1911 1:5 (0:2)

"Nun sind wir ganz dich dran", blickt 1911-Trainer Ralf Quabeck nach dem eigenen 5:1-Auswärtserfolg seiner Mannschaft bei SW Alstaden II und der zeitgleichen erneuten Niederlage des Tabellenführers TB Oberhausen II mit einem Lächeln auf die Tabelle. Denn die 1911er sind nun nur noch einen Punkt hinter den Turnerbundlern. Die Schwarz-Weißen hingegen rutschten nach der fünften Saisonniederlage auf den zehnten Tabellenplatz ab.

Tim Wiesinger (Nummer 5, blau) trifft in dieser Situation zum 1:0 für den SV 1911 Bottrop.
Tim Wiesinger (Nummer 5, blau) trifft in dieser Situation zum 1:0 für den SV 1911 Bottrop.

   "Wir haben verdient verloren", versuchte Alstadens Trainer Guido Contrino erst gar nicht nach Ausreden zu suchen. Auch Ralf Quabeck sah einen verdienten Sieger: "Das war deutlich heute." Bereits früh gingen die Bottroper durch Tim Wiesinger mit 1:0 in Führung, sind dann aber in der Folgezeit "fahrlässig mit den Chancen umgegangen", wie 1911-Trainer Ralf Quabeck monierte. Erst in Minute 36 brachte Marcel Jelitto sein Team mit 2:0 in Führung, was zugleich den Halbzeitstand darstellte.

   In Durchgang Zwei machten es die Kuhle-Kicker noch einmal spannend, da David Moroni auf 1:2 verkürzen konnte (1:2). Doch die Klasse des SV 1911 sollte sich am Ende durchsetzen. Rene Fiedler und Daniel Pietryszek schraubten innerhalb von nur acht Minuten das Ergebnis auf 4:1 für die Gäste. Den Schlusspunkt dieser Partie setzte Christopher Schröter, der zum 5:1-Endstand treffen konnte. "Bei uns fehlen die Automatismen, aber das ist ganz klar, da wir eine zusammen gewürfelte Mannschaft haben", so Guido Contrino. Ralf Quabeck freute sich derweil über den achten Saisonsieg, trotzdem war nicht alles Gold was glänzte: "Wir sind gut fahrlässig mit den Chancen umgegangen", so der 1911-Trainer, dessen Team nun wieder richtig dick im Geschäft um den Aufstieg ist: "Vor zwei Wochen waren es noch sieben Punkte Rückstand auf TBO nun ist es nur noch einer. Ich hoffe, dass wir daraus das Positive ziehen und nun Aufwind schnuppern können." 

Tore: 0:1 Tim Wiesinger (4.), 0:2 Marcel Jelitto (36.), 1:2 David Moroni (54.), 1:3 Rene Fiedler (67.), 1:4 Daniel Pietryszek (75.), 1:5 Christopher Schröter (83.)

DaWi

BW Fuhlenbrock - RW Welheimer Löwen 4:0 (3:0)

„Heute war einfach nichts drin, die Niederlage ging auch in der Höhe total in Ordnung“, gab Thomas Ochojski zu Protokoll. Seine Mannschaft musste sich BW Fuhlenbrock deutlich geschlagen geben. Allerdings hielten die Löwen zu Beginn ganz gut dagegen. „Die Löwen haben gut dagegengehalten“, so Andre Hülsmann von BWF. Seine Mannschaft traf zwar zweimal das Aluminium, das Tor aber nicht. Besser machte es dann Patrick Czaja.

Sein Tor war der Dosenöffner: Patrick Czaja.
Sein Tor war der Dosenöffner: Patrick Czaja.

   Ein Freistoß aus knapp 25 Metern Torentfernung brachte er grandios im Tor unter. Die Führung half den Fuhlenbrocker deutlich. „Wir haben uns leichter getan und haben besseren Fußball gespielt.“ Auch in der Chancenverwertung taten sich die Gastgeber jetzt leichter. Niklas Balsliemke-Louven sorgte mit seinem Doppelpack noch während der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse. Mit der 3:0-Führung ging es in die Kabinen. Auch nach der Halbzeit war es kein verändertes Bild. Welheim wollte, aber Fuhlenbrock war einfach zu stark. „Wir haben blöde Fehler gemacht und sind einfach zu euphorisch nach vorne gerannt“, ärgerte sich „Netzer“. Im Umkehrschluss gab es dann einige Kontermöglichkeiten für die Hausherren. „Wir haben es in der zweiten Hälfte gut runtergespielt, aber wir haben auch Vieles liegengelassen“, wusste Hülsmann. Beschweren wollte er sich nach einem 4:0-Sieg nicht, aber die Chancenverwertung muss für knappe Spiele besser werden. „BWF hatte klare Möglichkeiten, wir nicht“, so Ochojski. Henrik Stamm sorgte zehn Minuten vor dem Ende für den Endstand – 4:0. „Ich bin hochzufrieden mit der Leistung“, freute sich Hülsmann. Ochojski gab zu, dass heute für die Löwen nichts zu holen war: „Wir wollten uns haben es probiert, aber BWF war stärker.“ Mit dem Dreier rutschen die Fuhlenbrocker jetzt wieder näher an die Tabellenspitze. Der Abstand auf TB Oberhausen ist in den letzten zwei Wochen auf drei Punkte geschmolzen. „Jetzt ist wieder alles offen. Wir haben alle Möglichkeiten. Wir sind dran und die Saison ist wieder spannend. Da wollen wir natürlich dranbleiben.“ Dafür wünscht sich der Trainer noch größeren Zusammenhalt: „Der ganze Verein muss dranziehen, damit endlich aus den Niederungen der Kreisliga B kommen.“

Tore: 1:0 Patrick Czaja (26.), 2:0/3:0 Niklas Balsliemke-Louven (40./45.), 4:0 Henrik Stamm (79.)

StLu


TuS Buschhausen - RSV Klosterhardt 1:4 (0:1)

„Der gegnerische Spielertrainer war schon verdammt gut“, gestand TuS-Coach Sven Posberg nach dem Abpfiff ein. Die Aussage hat natürlich auch einen guten Grund. Schließlich besiegte Spielertrainer Niko Andreakis die Buschhausener fast im Alleingang. Am Ende stand ein Dreierpack und zudem ein verdienter Sieg für die Gäste aus Klosterhardt. Von der ersten Minute an übernahm RSV das Spiel in die Hand. „Wir sind nicht wirklich in die Zweikämpfe gekommen und haben RSV zu viel Platz gelassen. Sie konnten deshalb ihren Fußball spielen“, analysierte Posberg die Ursachen für die Niederlage. Allerdings schafften es die Gäste zunächst nicht, ihre Überlegenheit auch in Tore umzumünzen.

Anweisungen musste Niko Andreakis (weißes Trikot) heute weniger geben. Er zeigte es seinen Jungs selbst.
Anweisungen musste Niko Andreakis (weißes Trikot) heute weniger geben. Er zeigte es seinen Jungs selbst.

   Die Erlösung folgte in der 26. Minute. Niko Andreakis tritt zum Freistoß an und bringt seine Mannschaft mit diesem „genialen Freistoß“ in Führung. „Wir waren klar besser. Wir haben hinten nichts zugelassen und vorne haben wir schön kombiniert“, lobte Andreakis seine Mannschaft, sah aber auch direkt einen einzigen Fehler: „Wir haben einfach zu wenig Tore geschossen. Es muss schon zur Halbzeit 3:0, 4:0 stehen.“ Dies war aber nicht der Fall, denn es stand nur 0:1 und somit blieb die Partie spannend. Allerdings konnte erneut Andreakis die Hoffnungen der Gastgeber im Handumdrehen zerstören. Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff versenkte er die Kugel zum 2:0. Weiterhin hatte RSV das Spiel im Griff und ließ TuS nicht ins Spiel kommen. Zwanzig Minuten vor Ende sorgte der Spielertrainer zum Dritten für die endgültige Entscheidung. „Ich muss mich für die drei Tore schämen, denn ich muss den Jungs gleich noch einen ausgeben“, lachte der Dreifachtorschütze. Zwar kamen die Buschhausener fünf Minuten später noch zum Anschlusstreffer, aber dieser erweckte nicht das Gefühl, dass es nochmal spannend werden könne. „Klar hat sich Tus mehr angestrengt, aber wir haben weiterhin nichts zugelassen“, so Andreakis. Kurz vor dem Ende ließ Andreakis dann doch noch einen anderen Klosterhardter jubeln. Philipp Sieberg sorgte in der 84. Minute für den 1:4-Endstand. „Es war ein hochverdienter Sieg  für RSV“, erkannte Posberg die Leistung des Gegners an und fügte noch hinzu: „Man kann kaum besser Fußball spielen als RSV heute. Wir konnten zu keinem Zeitpunkt mithalten.“ Allerdings war er mit der Leistung der Mannschaft zumindest nicht ganz unzufrieden: „In der ersten Halbzeit haben wir nicht gut gespielt, haben nicht dagegengehalten. Allerdings kann ich mit der Leistung im zweiten Durchgang zufrieden sein, denn da haben wir uns besser angestellt.“ Sein Gegenüber freute sich über eine gute Leistung seiner Truppe: „Ich bin hochzufrieden mit der Mannschaftsleistung. Wir haben gut gespielt und verdient gewonnen. Es hätte auch noch höher ausgehen können.“

Tore: 0:1/0:2/0:3 Niko Andreakis (26./47./70.), 1:3 Rafael Parusel (75.), 1:4 Philipp Sieberg (84.)

StLu


Batenbrocker RK - SV Vonderort 1:1 (0:0)

Was für ein Spiel im Batenbrocker Volkspark: Nach recht ereignisarmen 80 Minuten ging es in der Schlussphase hoch her: Zwei Tore und einen Platzverweis gab es da noch für die Zuschauer zu sehen und am Ende gab es mal wieder ein Unentschieden mit Beteiligung der Batenbrocker RK. Gefühlter Sieger war der SV Vonderort, der in der sechsten Minute der Nachspielzeit den 1:1-Endstand erzielen konnte. "Ich bin einfach nur sprachlos", war BRK-Spielertrainer Jens Spiller nach dem achten Unentschieden der Saison enttäuscht. Auf Seiten der Gäste hingegen war nach dem späten Ausgleich großer Jubel.

Freute sich über einen Punkt: SVV-Trainer Fahrudin Kovac.
Freute sich über einen Punkt: SVV-Trainer Fahrudin Kovac.

   Die erste Halbzeit verlief ereignisarm. Beide Mannschaften konnten sich kaum Torchancen erarbeiten und die meiste Zeit spielte sich im Mittelfeld ab. "Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen", haderte Spiller. Fahrudin Kovac befand, "dass wir in der ersten Halbzeit gut gespielt haben". Zunächst blieb es beim 0:0. Im zweiten Spielabschnitt konnten die Batenbrocker mehr Ballbesitz und leichte Feldvorteile für sich verbuchen, doch große Torchancen waren weiterhin Mangelware. Nach 50 Minuten war das Ball dann im Netz der Gastgeber, doch Samir Meddourene stand beim Zuspiel im Abseits und der Unparteiische entzog dessen Tor die Gültigkeit. In der Folgezeit meldeten sich die Batenbrocker dann vermehrt vor dem gegnerischen Tor an, doch Dominik Kroese scheiterte zwei Mal am heute gut spielenden Vonderorter Schlussmann Asmir Hodzic. Den Batenbrockern war nun anzumerken, dass man auf den Führungstreffer drängte, wodurch sich Kontermöglichkeiten für die Gäste ergaben. Samir Meddourene läutete mit einem starken Schuss, den BRK-Schlussmann Tim Bachmann parieren konnte, eine turbulente Schlussphase ein (81.). Denn kurze Zeit später sah Vonderorts Diar Nawzad sah in der 84. Minute die rote Karte, nachdem er dem Schiedsrichter den Scheibenwischer zeigte. Batenbrock wechselte offensiv und wollte unbedingt den Führungstreffer. Nach einer Ecke von Vonderort in der zweiten Minute der Nachspielzeit gelang der Ball zu Batenbrocks Dominik Steuper, der einen Vollsprint vom eigenen Strafraum anzog und den Ball mustergültig von der gegnerischen Grundlinie in die Mitte passte, wo Dominik Kroese zur Stelle war und zum 1:0 für die Hausherren traf. Die Entscheidung? Nein, denn in der sechsten Minute der Nachspielzeit bekam der SV Vonderort noch einmal einen Eckball zugesprochen, den der eingewechselte Spielertrainer Fahrudin Kovac hereinbrachte. Der Ball konnte nicht richtig geklärt werden und der mit aufgerückte Schlussmann der Vonderorter, Asmir Hodzic, konnte den Ball zum 1:1 über die Linie drücken - Jubel bei den Gästen, denn kurze Zeit später war dann auch Schluss. "In der zweiten Halbzeit hat Batenbrock mehr nach vorne gespielt und wir hatten es schwieriger", analysierte Fahrudin Kovac, der nach dem späten Ausgleich durch seinen Torhüter aber "zufrieden" war. Bei den Batenbrockern hingegen gab es hängende Köpfe zu sehen. "Das war heute das schlechteste Spiel der Saison", war Jens Spiller bedient.

Tore: 1:0 Dominik Kroese (90.+2), 1:1 Asmir Hodzic (90.+6)

Bes. Vorkommnis: Rote Karte Diar Nawzad (Vonderort/84./Beleidigende Geste)

DaWi

 

Die weiteren Partien in dieser Liga:

SF 08/21 Bottrop II - SC 20 Oberhausen II

SV Fortuna Bottrop II - SV Rhenania Bottrop II

FC Polonia Bottrop - VfR 08 Oberhausen III