Auf'm Platz on Tour

beim Eishockey (Krefeld Pinguine - DEG Metro Stars)

Die Asche- und Rasenplätze sind noch gesperrt und die Stadtmeisterschaften in der Halle sind auch erst Mitte Januar. Wie vertreibt man sich dann die Zeit ohne Fussball? Ganz einfach, man fährt zum Eishockey nach Krefeld, wo die Pinguine im "Straßenbahn-Derby" die DEG Metro Stars zu Gast hatten. Für beide Mannschaften geht es noch um die Teilnahme an den Playoffs, dementsprechend konnte man ein spannendes Spiel erwarten.

Präsentiert von:

Von Sebastian Matheus

Bezahlkarte, Stadionheft und Eintrittskarte
Bezahlkarte, Stadionheft und Eintrittskarte

Eishockey. Gut, mal eine Abwechslung zum runden Leder. Mit einem positiven Gefühl fuhr ich mit Freundin und Familie am Freitag nach Krefeld. Auf dem Weg dorthin sah man noch keine Eishockey-Fans. Fährt man zum Fussball kann man sich vor Fans gar nicht retten. Doch in Krefeld wurde ich eines Besseren belehrt. Im Bus zum Königs-Palast, der Spielstätte der Pinguine, durfte ich mit gröllenden Düsseldorf-Anhänger vorlieb nehmen. Geht doch. Zumindestens konnte man so einen kleinen Eindruck in die Liederwahl der Fans bekommen. Insgesamt war es im Bus und auch vor der Halle für ein Derby sehr friedlich. Am Eingang wartete die nächste Überraschung. Es gab keine Einlasskontrollen. Niemand tastete uns ab. Erstaunlich bei einem Derby. Stellt man sich vor das es solche Bedingungen beim Revier-Derby Schalke gegen Dortmund gibt. Eigentlich unvorstellbar!

Die Heimkurve der Krefelder
Die Heimkurve der Krefelder

Im Block angekommen ging es schon los. Ein "Vorprogramm", was man als Fussball-Fan eher als lästiges Event wahr nimmt, wurde durch den Hallensprecher gestartet. Viel Musik und viele leichtbekleidete Frauen machten den Anfang, bevor die einzelnen Spieler der Schwarz-Gelben aufs Eis kamen. Die Vorrausetzungen waren also nicht schlecht und ich wurde noch nicht enttäuscht. Auch die Zuschauerzahl von 8.029 (ausverkauft) überraschte mich. Die Gäste machten ihren Block mit gut 500-700 DEG-Fans voll und sorgten für eine super Stimmung. Auch die Heimkurve legte zu Beginn einen beeindruckenden Support hin. Als die Scheibe dan zum ersten Mal im Tor der Gäste landete, gab es kein Halten mehr und die Halle bebte eine kurze Zeit. Die Düsseldorfer waren spielbestimmend, mussten aber nach dem ersten Drittel mit 0:1 in die Kabine gehen. Im zweiten Drittel drehten die Metro Stars dann die Partie und der Gäste-Anhang drehte komplett durch. Lautstarker Support, gepaart mit Hüpfeinlagen und einer Schalparade gaben ein gutes Bild ab. Die Krefelder hingegen wurden immer leiser und konnten nicht mehr am Support der ersten 20 Minuten anknüpfen. Auch im letzten Drittel kassierten die Pinguine noch zwei Tore und gingen verdient mit 1:4 als Verlierer vom Eis. Die DEG hingegen kann sich Derbysieger nennen und verabschiedete sich ordentlich von den mitgereisten Fans.

Bully im 2.Drittel
Bully im 2.Drittel

Insgesamt eine schöne Abwechslung zum geliebten Fussball. Allerdings muss ich sagen, dass es im Gegensatz zu einem Derby im Fussball verbal viel Härter zu geht als beim Eishockey. Aber gerade das fand ich irgendwie passend. Wenig Hassgesänge und eine gemeinsame Abreise zum Krefeld Hbf, hätte nie vorher gedacht das sowas möglich ist. Auch die Polizei agierte mit nur sechs Einsatzwagen im Hintergrund. Auf der Rückreise verlief auch alles ruhig und gegen 23:30 Uhr war man auch wieder daheim und kann sich nun komplett auf die HSM in Bottrop konzentrieren.

Impressionen vom DEL-Spiel