Auf'm Platz on Tour

bei X-Spot, Paintball pur

X-Spot wurde am Freitag, den 12. August ein Jahr alt. Da lässt sich Auf'm Platz natürlich nicht lumpen und testet gleich mal beim eigenen Werbepartner das Angebot aus und lässt sich blicken. Die Redakteure bewiesen, dass auch sie noch scharf schießen können. Denn den einen oder anderen blaue Fleck trägt man wohl noch ein paar Tage mehr mit sich rum.

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Von Raphael Wiesweg

Alte Klamotten sollte man definitiv anziehen, auch, wenn man mit einem zusätzlichen Overall ausgestattet werden kann. Dreckig und staubig soll es zugehen, aber vor allem große Farbflecken kann es geben, die Redakteure Wirsch und Wiesweg zwängen sich in Kleidung, die sie seit Jahren nicht mehr getragen haben. Da darf der Overall natürlich nicht fehlen. Der Adrenalin-Kick war noch gar nicht da, doch die ersten Schweißtropfen nur vom Umziehen waren schon bei beiden Wi's zu sehen.

Schlechter Start für Wiesweg.
Schlechter Start für Wiesweg.

Doch bevor es auf das Feld ging, hieß es erst einmal: Patrone mit Kugeln füllen. Dass es dabei nicht immer unbedingt rund läuft, zeigte Wiesweg, der wohl schon etwas nervös war. Gleich alle 150 Kugeln fielen aus der Patrone heraus, was zur Folge hatte, dass er vor dem Spiel noch mehr ins Schwitzen kam. Wirsch hatte sichtlich seinen Spaß, half aber artig beim wieder aufsammeln aller Kugel. Ob tatsächlich alle 150 Kugeln wieder drin waren, sei an dieser Stelle mal dahin gestellt. Die Masken sollten aufgesetzt werden, ein zusätzlicher Halsschutz wurde auch noch besorgt, die Räume wurden verdunkelt und so langsam stieg das Adrenalin sowohl bei Wirsch als auch Wiesweg an. Auf Regeln und Sicherheit wird in X-Spot großen Wert gelegt. Die zehnminitüge Einführung im Videoraum sollte Wirsch, Wiesweg und allen anderen Spielern darauf aufmerksam machen, was in welcher Situation zu tun ist. Ob Wi & Wi kurz vor Spielbeginn allerdings alle Regeln im Kopf hatten, darf bezweifelt werden.

Waffen werden präpariert.
Waffen werden präpariert.

Die Waffen wurden kontrolliert und präpariert, spätestens jetzt stieg der Blutdruck, die Musik schallte durch die Räume, die Teams, die zuvor auf dem Feld agierten, kamen uns entgegen und mussten den Vorraum hinter den Scheiben verlassen. Maximal zehn Minuten wird jede Runde gespielt, es sei denn, der Buzzer wird auf einer gegnerischen Seite schon vorher erreicht und gedrückt. Wirsch gab Wiesweg noch ein paar letzte Anweisungen, da er nur eine Woche zuvor selbst noch privat Paintball spielen war. Der gelernte Defensivspezialist auf dem Fußballfeld weiß genau, wie man den Gegner locken und schlagen kann. Die Zeichensprache später während des Matchs kam Wiesweg teilweise wie im besten FBI-Film vor der Stürmung eines Hochsicherheitstrakts vor, doch es sollte sich schnell herausstellen, dass die Anweisungen noch Gold wert waren.

Kurz vor dem Countdown.
Kurz vor dem Countdown.

Schnell noch ein paar Erinnerungsfotos auf und vor dem Feld, schließlich jagen Wirsch und Wiesweg eher selten so viel Angst und Ehrfurcht dem Gegner ein, wie vielleicht in dieser Montur. Ein paar Übungsschüsse auf alte Pfannen, die an der Decke hingen wurde auch noch abgefeuert, um ein Gefühl zu kriegen, was es heißt, aus einer Entfernung über teilweise 20, 30 Meter schießen zu müssen, stand auf dem "Aufwärmprogramm". Dehnübungen waren eher unangebracht, so dass Wirsch und Wiesweg schon einmal hinter einem Hinderniss in Position gingen, als der Countdown von zehn Sekunden über die Lautsprecher dröhnte. Und schon kamen die besagten Kurzanweisungen von Wirsch, der per Finger anzeigte, was zu tun war. Die Taktik, die man kurz vor Spielbeginn wählte, ging auch voll auf, der Gegner kam kaum ein paar Meter vor und musste sich wegen der gefürchteten Wi & Wi-Flügelzange oftmals zurückziehen. Zur Folge hatte das auch, dass der Gegner relativ schnell zu Beginn des Spiels getroffen wurde. Dachten zumindest alle. Einer hob die Hand als Zeichen, dass er getroffen wurde und das Spielfeld verlassen müsse. Als Wiesweg und Wirsch sich deswegen etwas aus der Deckung locken ließen, stellte sich heraus, dass dies ein Trick war. Der fast 40-Jährige auf des Gegners Seite stellte sich als großer Fuchs heraus. Wirsch und Wiesweg mussten schnell voll in die Deckung gehen, konnten aber relativ schnell zurückschlagen und das Match für sich entscheiden.

Alle Beteiligten waren zufrieden, nur die großen und vielen Hematome auf beiden Seiten sollte noch in den ersten Tagen in schmerzhafter Erinnerung bleiben. Zufrieden waren alle mit X-Spot, das mittlerweile seit einem Jahr sehr erfolgreich im Alpincenter beheimatet ist. Das verdiente Feierabendbier wurde auf der Terasse des Alpincenter getrunken, bevor Wi & Wi mit neuen taktischen Clous für die nächste Weltmeisterschaftspiele Löw und Co. Konkurrenz machen wollen und können - zumindest auf einer Fläche von ca. 20x15 Meter.

 

Auf'm Platz bedankt sich bei X-Spot für die bisherige gute Zusammenarbeit und gratuliert herzlich auch zum einjährigen Jubiläum. Auf hoffentlich noch viele weitere Jahre mit weiteren klugen Strategien und Taktik-Clous.

 

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