Gute Reaktion der Mannschaft und verdienter Heimsieg

Der SC Rot-Weiß Oberhausen konnte sein Heimspiel gegen die bisherige Überraschungsmannschaft der Liga, Aufsteiger FC Kray, mit 3:2 (2:1) für sich entscheiden. Die Kleeblätter beherrschten die Partie eigentlich über neunzig Minuten und das Ergebnis fiel am Ende deutlich zu niedrig aus, denn die Chancen für weitere Treffer waren zu Genüge vorhanden.

13. Spieltag Regionalliga West: RWO – FC Kray 3:2 (2:1)

Ein richtig gutes Spiel erwischte mit zwei Treffern Nick Brisevac, der für den angeschlagenen Patrick Schikowski in die erste Elf rückte. Genauso verzichten musste das Trainergespann auf Jörn Nowak, dessen Bänder im Knie beim Spiel gegen Uerdingen zwar nicht verletzt wurden, es für ihn aber auch noch nicht zu einem Einsatz nur eine Woche nach der Verletzung reichte.


Von Anfang an hatten die Rot-Weißen die Begegnung eigentlich im Griff, das Wort „eigentlich“ erhielt aber in der 9. Minute deutliches Gewicht. Denn da gingen die Gäste nach einer Fehlerkette in der Abwehr völlig überraschend und mit ihrer ersten Torchance in Führung. Der Ball landete in der Schnittstelle zwischen den Innenverteidigern bei Kamil Waldoch, der die Kugel aus kurzer Distanz über Philipp Kühn hinein ins Tor lupfte.
Dieses Mal ließen sich die Kleeblätter von dem Rückstand aber nur sehr kurz aus dem Tritt bringen, bevor sie das Spiel wieder an sich rissen. Nach 19 Minuten war der Ausgleich dann fast fällig, als David Jansen nach einer Ecke von Patrick Bauder in Richtung Tor köpfte. Im Nachfassen konnte FC-Schlussmann Philipp Kunz die Kugel aber unter sich begraben.
Ähnlich gut war die direkt folgende Gelegenheit. Dieses Mal kam ein Freistoß von Ralf Schneider gefährlich zur Mitte, wo die Krayer Verteidiger nicht richtig klären konnten und der Ball vor den Füßen von Nick Brisevac landete. Der Außenspieler nahm Maß, verfehlte aber um wenige Zentimeter. RWO tastete sich aber immer näher an den eigentlich fälligen Ausgleich heran.


Auch nach 25 Spielminuten fehlte noch ein wenig das Glück, als David Jansen eine Reinert-Flanke eigentlich gut verwertete, aber seinen Meister in Keeper Philipp Kunz fand. Zwei Minuten später war es dann aber einfach nur noch Pech, als Jansen nach einer Ecke hochstieg und mit seinem Kopfball nur den Außenpfosten streifte (27.).
Daher dauerte es über eine halbe Stunde, bis endlich der ersehnte und hochverdiente Ausgleich fiel. Benjamin Weigelt steckte perfekt auf den durchstartenden Brisevac durch, der dieses Mal die Nerven behielt und eiskalt zum 1:1 abschloss (36.).
Durch das Tor war der Knoten im Oberhausener Spiel endlich gelöst und die Kugel lief deutlich besser durch die Rot-Weißen Reihen. Folgerichtig dauerte es nur weitere drei
Minuten, bis die Zimmermann-Elf durch einen sehenswerten Angriff über rechts in Führung ging. David Jansen schoss mit vollem Risiko zu Mitte, wo der aufgerückte Robert Fleßers goldrichtig stand und den Ball in den Winkel grätschte (39.). Jetzt liefen die Spielzüge wie am Schnürchen und vor der Pause hätten die Kleeblätter eigentlich noch weitere Treffer erzielen müssen, doch Ralf Schneiders Schussversuch konnte in letzter Sekunde zur Ecke geblockt werden (42.). Daher ging es mit der knappen Führung in die Pause.


Aus der Kabine kam RWO erneut mit Tempo und Elan, die ersten Versuche, die Führung auszubauen, blieben aber noch erfolglos. David Jansen verpasste zweimal knapp (54./55.) nach Scheelen- und Herzenbruch-Hereingabe. Der dritte Anlauf nach der Pause war dann aber doch von Erfolg gekrönt. Patrick Bauder brachte Nick Brisevac ins Spiel, der seinen Gegenspieler mit einer Körpertäuschung stehen ließ und gekonnt ins kurze Ecke unter die Latte zum 3:1 abschloss (57.).


Der beruhigende Zwei-Tore-Vorsprung brachte weitere Sicherheit, allerdings begann die Kleeblatt-Elf auch wieder etwas fahrlässig mit den weiteren Gelegenheiten umzugehen. David Jansen köpfte erneut ganz knapp am Kasten vorbei (67.) Alex Scheelen schoss über den Kasten (85.) und Fleßers und Steinmetz verpassten eine Jansen-Flanke jeweils um einen Schritt.


Die verpassten Möglichkeiten vorne brachten noch einmal ein wenig unnötige Spannung hinten. Denn in der Nachspielzeit zirkelte Emre Yesilova einen Freistoß ans Aluminium, von wo der Ball den Weg vor die Füße von Jörn Zimmermann fand. Der hatte aus kurzer Distanz keine Probleme auf 2:3 zu verkürzen. Danach passierte aber nichts mehr und der Heimdreier war für die Kleeblätter eingetütet. Einziger Wermutstropfen war am Ende des Abends nur, dass Robert Fleßers seine fünfte Gelbe Karte sah und daher am nächsten Sonntag in Mönchengladbach gesperrt fehlen wird.


Stimmen:
Andreas Zimmermann (Trainer RWO): „Wir haben nach der Niederlage gegen Uerdingen in der Woche sehr viel gesprochen, von einer Krise, die uns von außen schon wieder einige einreden wollten, hat bei uns intern aber keiner geredet. Es war uns immer klar, dass es auch zu Rückschlägen kommen kann, trotzdem wollen wir unseren Weg weitergehen. Bei dem heutigen Spiel war mir schon bei der Körpersprache beim Aufwärmen klar, dass wir als Gewinner vom Platz gehen werden. Das hat sich auch nach dem Rückstand nicht geändert. Wir haben mit absoluter Leidenschaft dagegen gehalten und die Zweikämpfe angenommen. Nach dem wir die Partie gedreht hatten, hätten wir eigentlich mehr Tore erzielen müssen. Das war am Ende das einzige Manko, genau so müssen wir weiterspielen und punkten.“
Michael Lorenz (Trainer FC Kray): „Erst einmal Glückwunsch an Andreas Zimmermann und Oberhausen. Ich denke, es war insgesamt ein verdienter Sieg für RWO. Wir mussten vor der Partie verletzungsbedingt ein wenig umstellen, sind aber trotzdem ganz gut ins Spiel gekommen. Trotzdem sah das bis zum 1:0 für uns ganz gut aus, dann haben wir uns aber zu sehr zurück gezogen. Das Verwalten des Ergebnisses konnte nicht funktionieren und wir haben um die Gegentore gebettelt. In der Halbzeit haben wir uns dann noch einmal eingeschworen, am Ende hat es aber nicht mehr gereicht. Trotzdem kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen. Ich denke, es ist für den FC Kray keine Schande, mit 2:3 bei RWO zu verlieren. Als Wahl-Oberhausener wünsche ich den Kleeblättern für die weitere Saison alles Gute.“


Aufstellungen
RWO: Kühn, Herzenbruch, Weigelt, Haas, Reinert, Scheelen, Fleßers, Schneider (69. Tyler), Bauder (83. Steinmetz), Brisevac (89. Chougourou), Jansen


FC Kray: Kunz, Klauke (81. Grumann), Zimmermann, Akman (66. Yesilova), Wagner, Kadiu, Meißner (76. Scheider), Mengert, Alic, Waldoch, Gödde


Schiedsrichter/Assistenten: Schmitz – Kötter, Schwanicke
Tore: 0:1 Waldoch (9.), 1:1 Brisevac (36.), 2:1 Fleßers (39.), 3:1 Brisevac (57.), 3:2 Zimmermann (90.+1)
Karten: Jansen (Gelb, 32.), Fleßers (Gelb, 37.) – Waldoch (Gelb, 77.)
Zuschauer: 1800


Text: RW Oberhausen

ThIl


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