Torloses Remis gegen Aachen

Nach dem ersten Auswärtssieg der Saison in Wiedenbrück konnte der SC Rot-Weiß Oberhausen zu Hause im Duell der Traditionsmannschaften nicht mit einem Dreier nachlegen. Nach neunzig umkämpften Minuten stand es am Ende torlos 0:0. Beide Teams schenkten sich nicht viel und ließen kaum Offensivaktionen zu, zum Ende hin hatten die Gäste sogar die etwas besseren Gelegenheiten, die Partie für sich zu entscheiden. Letztlich hatte das Spiel aber auch keinen Sieger verdient.

10. Spieltag Regionalliga West

RWO – Alemannia Aachen 0:0 (0:0)

Eine Hiobsbotschaft gab es für die Kleeblätter bereits im Vorfeld der Partie zu verkraften. Mittelfeldmotor Robert Fleßers musste verletzungsbedingt für das Traditionsduell passen und wird den Kleeblättern mit einer Teilruptur der Sehne im hinteren Oberschenkel auch in den nächsten Wochen fehlen. Daher war das Trainerteam zu einer Umstellung gezwungen. Andreas Zimmermann und Dirk Langerbein entschieden sich für eine offensivere Heimvariante und nahmen Stürmer Raphael Steinmetz für Robert Fleßers ins Team. Der junge Neuzugang von Arminia Klosterhardt rückte neben David Jansen auf die zweite Stürmerposition.

    Nach dem Auswärtssieg in Wiedenbrück ging es auch gegen Aachen mit breiter Brust und recht verheißungsvoll in die Partie. Direkt in der ersten Minute bekamen die Kleeblätter einen Freistoß zugesprochen, den Philipp Kreuels ausführte. Sein langer Ball wurde aber zunächst mit dem Kopf aus der Gefahrenzone geklärt, ehe auch der Nachschuss von Rhys Tyler geblockt werden konnte.

 Im direkten Gegenzug musste sich dann aber auch RWO-Schlussmann Philipp Kühn erstmals auszeichnen. Doch der Schuss von Garcia stellte ihn vor keine größeren Probleme (2.).

 Nach sieben Minuten gab es dann die erste Ecke der Partie. Michael Lejan fand Innenverteidiger Marcus Hoffmann, der den Ball aber nicht platziert genug Richtung Tor brachte, so dass Philipp Kühn ihn fangen konnte. In der Folge neutralisierten sich beide Teams weitestgehend, beiden war anzusehen, dass sie kein zu hohes Risiko gehen wollten. Trotzdem hätte beinahe Raphael Steinmetz die Chance zum 1:0 bekommen, als er einen langen Ball in die Spitze ersprintete. TSV-Keeper Frederic Löhe war jedoch einen Wimpernschlag eher am Ball und nahm ihn dem RWO-Stürmer vom Fuß (14.).

    Die nächste Möglichkeit der Kleeblätter war ein Distanzschuss von Patrick Schikowski, der Maß nahm und mit einem Flatterball den Schlussmann überwinden wollte. Frederic Löhe konnte die Kugel aber noch zur Ecke abwehren. Auch die brachte Gefahr, aber nicht den erhofften Erfolg (23.).

   Nach einer halben Stunde nahm dann Rhys Tyler aus der eigenen Hälfte Anlauf, und kam bis in den Strafraum. Seine Flanke wurde vor dem einköpfbereiten Raphael Steinmetz in letzter Sekunde geklärt.

   In der 39. Minute hatten die Kleeblätter dann etwas Pech, dass das Schiedsrichtergespann eine Situation anders bewertete, als man sich bewerten könnte. Raphael Steinmetz deutete einen Doppelpass mit David Jansen an, der aber nicht zum Ball ging und in durchließ. Stattdessen startete Steinmetz selbst durch und versenkte den Ball im Kasten. Da David Jansen aber im Abseits stand, wertete Schiedsrichter Thomsen seine Aktion als aktiv und pfiff das Tor zurück.

   Auch die letzte Aktion vor der Pause gehörte den Rot-Weißen in Person von Patrick Schikowski, der es vom rechten Strafraumeck mit einem Schlenzer versuchte, aber zu hoch zielte und die Kugel den Weg über das Tor fand (45.).

   Auch in Hälfte zwei entwickelte sich leider kein wirkliches Spitzenspiel bei strahlendem Sonnenschein im Stadion Niederrhein. Hüben wie drüben fehlte oft der letzte entscheidende Pass. So erreichte David Jansen beispielsweise eine Tyler-Flanke nicht mehr ganz (53.), oder Patrick Schikowski setzte einen Volleyschuss neben das Tor (58.). Ähnlich sah es für die Gäste aus, als zunächst Tim Lünenbach nur das Außennetz traf (58.) und fünf Minuten später Kevin Behrens bei seinem Schuss im Strafraum geblockt werden konnte (63.).

   Eine knappe Viertelstunde vor dem Ende entschied dann das Unparteiischengespann achtzehn Meter vor dem Oberhausener Gehäuse auf Foulspiel, was den Gästen eine gute Freistoßposition brachte. Nutzen konnten sie die Gelegenheit jedoch nicht (76.).

   Gefährlicher wurde es da schon drei Minuten vor dem Schlusspfiff, als der aufgerückte Innenverteidiger Marcus Hoffmann den Ball nach einer Ecke oben auf die Latte köpfte. Da auch der letzte Freistoß der Kleeblätter, getreten durch Felix Herzenbruch, nichts einbrachte, blieb es letztlich bei der Punkteteilung.

 

Stimmen:

 

Andreas Zimmermann (Trainer RWO):

„Es stottert leider im Moment. Was wir Dienstag offensiv gut gemacht haben, hat heute nicht geklappt. Mit der Defensivleistung der Truppe war ich einverstanden, offensiv überhaupt nicht. Aus dem Spiel heraus haben wir keine klaren Chancen kreiert. In so einem Fall muss es eigentlich mal über die Standards gehen, was aber auch nicht geklappt hat. Wir müssen weiter an einer Verbesserung arbeiten und dringend Punkte sammeln.“

 

Hans-Peter Schubert (Trainer Alemannia Aachen):

„Ich weiß heute nicht so genau, ob ich mich über den Punkt freuen soll. Wir haben eine gute Leistung gezeigt und waren auch die ersten dreißig Minuten überlegen. In der zweiten Halbzeit sah es ähnlich aus, zum Ende hin hatten wir zudem gute Möglichkeiten. Wir haben uns aber letztlich nicht belohnt.“

  

Aufstellungen:                                     

 

RWO:

Kühn, Tyler, Haas, Weigelt (62. Voß), Herzenbruch, Scheelen, Kreuels (46. Nowak), Schikowski, Reinert, Steinmetz (74. Goris), Jansen

 

Aachen:

Löhe, Jerat, Lejan, Garcia (74. Demai), Lünenbach, Behrens, Ernst, Müller, Thackray, Graudenz (74. Dagistan), Hoffmann


Karten:

Jansen (Gelb, 25.), Goris (Gelb, 74.) – Lünenbach (Gelb, 54.), Garcia (Gelb, 62.), Müller (Gelb, 73.)


Text: RW Oberhausen

PePi

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