Nachfolger für Lars Mühlbauer noch nicht in Sicht

Die Sportvereinigung Sterkrade-Nord hat noch keinen Nachfolger für Lars Mühlbauer gefunden. Interimstrainer und Sportlicher Leiter Markus Kowalczyk gab sogar zu, dass man bislang noch nicht einmal ein einziges Gespräch geführt habe. „Das lassen die englischen Wochen derzeit nicht zu.“ Eines konnte Kowalczyk aber auf Nachfrage von Auf’m Platz definitiv zu Protokoll geben: „Werner Wildhagen wird nicht der Nachfolger von Lars Mühlbauer.“

Von Raphael Wiesweg


Die Trennung von Mühlbauer hat hohe Wellen geschlagen. Der Klub aus Schmachtendorf musste sich zuletzt einiges anhören lassen. Mit Mühlbauer ging ein echter Sympathieträger. Weil er gehen musste. Kowalczyk rechtfertigt die Entscheidung. „Klar ist die Trennung von Lars für viele ein großer Verlust gewesen. Aber der Verein will andere Strukturen aufbauen und deswegen hat man sich von ihm getrennt. Man muss Privates und Berufliches trennen können, daher sind Trennungen im Fußball nichts Außergewöhnliches. Wenn wir ein Spiel haben, dann ist es 90 Minuten Arbeit. Danach können wir wieder über Privates sprechen“, so der Sportliche Leiter, der von den vielen Gerüchten um einen möglichen Nachfolger Mühlbauers natürlich mitbekommen hat. „Werner Wildhagen wird nicht der Nachfolger. Beim Spiel in Bottrop war er beispielsweise nur zugucken, weil er da um die Ecke wohnt. Es ist natürlich klar, dass die Gerüchte dann losgehen. Aber wir haben bislang noch nicht ein einziges Gespräch geführt. Jetzt liegt unsere Konzentration erst einmal bei dem Pokalspiel am Samstag, danach spielen wir am Dienstag und dann geht es wieder am Sonntag weiter. In den englischen Wochen ist derzeit einfach kein Platz für so etwas“, erklärt Kowalczyk, der sich selbst aber nicht langfristig auf dem Trainerstuhl von Sterkrade-Nord sieht. „Nach der Trennung hat der Vorstand mich gefragt, ob ich es zunächst übernehmen würde. Das habe ich gemacht und mache ich auch, bis ein Nachfolger gefunden wird. Aber nicht länger.“

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Kommentare: 5
  • #1

    Lächerlich (Donnerstag, 11 September 2014 22:05)

    Man kann doch auch Gespräche führen wenn kein Training / Spiel ist oder auch vorher.
    Die anderen vom Vorstand trainieren doch nicht mit oder haben die nichts mehr zu sagen und Kowalczyk macht alles wie er es meint.Dacht Saison ist so kurz und man muss schnell Arbeiten, da sollte doch ein wenig Zeit sein für Gespräche wenn man mit seinem ganzem Herzen an einem Verein hängt............

  • #2

    Nordler (Donnerstag, 11 September 2014 23:39)

    Lieber Herr Kowalczyk,

    als Vereinsmitglied der Fußballabteilung von Sterkrade-Nord würde mich über eine offizielle Vereinsmitteilung zu Ihrem neuen, professionellen Konzep angepasst an Sterkrade-Nord, freuen. Denn es sollte die gesamte Fußballabteilung, von der sportlichen Leitung bis hinunter zu den Jugendmannschaften, wissen, wie dieses Konzept aussehen soll, sodass man diesen Weg mitgehen kann!

    Das, was Sie bisher an Maßnahmen an den Tag legen, sprüht nämlich aktuell nur vor Unprofessionalität: Sie setzen dem (ehemaligen) Trainer neue Spieler vor, ohne Absprachen mit ihm zu treffen, ob diese vielleicht ins Konzept des Trainers passen. Sie erkennen (erst!) nach 1,5 Jahren Zusammenarbeit, dass der Trainer nicht in IHR Konzept passt und trennen sich im Anschluss von diesem am 2.! Spieltag vor den englischen Wochen.

    Anscheinend haben Sie zum jetzigen Zeitpunkt nichtmals ansatzweise einen neuen Trainer im Hinterkopf, den Sie für IHRE strategische Neuausrichtung begeistern können!? Bei Ihrem professionellen Konzept, und einem Verein wie Sterkrade-Nord, sollte die Akquise eines neuen Trainers sowohl im Vorfeld durchdacht, als auch schnell gehen. Der Nachfolger muss IHR Konzept zunächst so verinnerlichen, dass er es der Mannschaft vermitteln kann. Bis diese es ebenfalls übernommen hat - wie lange gedenken Sie dauert so etwas?

    Ich wünsche mir, dass Sie sich schnellstens Gedanken machen. Über eine Kommunikation nach außen würde ich mich weiterhin freuen.

    Mit sportlichen Grüßen

  • #3

    Interessierter (Freitag, 12 September 2014 00:13)

    Vielleicht kommts diesmal durch die Zensur....
    Aha, Lars Mühlbauer konnte also berufliches (Glückwunsch in der Landesliga ist es für viele andere ein Hobby) von privatem trennen. Und das fällt nach 4,5 Jahren und 2 Spieltagen auf. Es war vor der Saison völlig anders...Ist das Wahnsinn!
    Sorry, es mag "professionell" von der Mannschaft sein, zu meiner Zeit hätte dieser dilletantische Sportdirektor als Trainer keinen Punkt geholt. Schon erst recht nicht, wenn er anschliessend den Sieg als taktische Meisterleistung sieht...also als seinen Sieg, weil Herr Mühlbauer ja dort keine Entwicklung gebracht hat...

  • #4

    Zustimmung (Freitag, 12 September 2014 11:36)

    Lalle musste doch nur gehen, weil der Kowalczyk ihn nicht leiden kann...
    Soviel dazu, wie gut Herr Kowalczyk Privates von "Beruflichem" trennen kann....
    Der Unterschied ist: Für Lalle war dieser Trainerjob ganz offensichtlich eine "Berufung" mit viel Herz, für Kowalczyk ist es eben nur ein Beruf....Und damit geht ein großes Stück Nordler-Seele und familiäre Vereinskultur verloren.
    Diese Entscheidung ist und bleibt eine bodenlose Frechheit die auf dem Egoismus und Machtgehabe der sportlichen Direktion basiert. Ich hoffe, das wird nicht so schnell vergessen.
    So professionell sich der Verein jetzt auch aufstellen mag, (dieses Konzept kennt ja niemand so genau) mir fällt es schwer noch irgendeinen Sieg zu gönnen.

  • #5

    Yes (Freitag, 12 September 2014 11:45)

    Trainergespann Buhlmann und Allekotte