Glanzlos aber ungefährdet in die dritte Runde

Der SC Rot-Weiß Oberhausen hat in einem über weite Strecken nicht sonderlich ansehnlichen Spiel gegen TuS Essen-West die dritte Runde im Niederrheinpokal erreicht. Ein Tor schossen die Rot-Weißen in Hälfte eins, ein weiteres in Halbzeit zwei, so dass es am Ende 2:0 stand. Über die 90 Minuten ließen sie aber auch zahllose Möglichkeiten liegen, vor allem Mittelstürmer David Jansen fehlte dieses Mal das Glück im Abschluss.

Wichtigste Nachricht neben dem Weiterkommen war aber mit Sicherheit die, dass Jörn Nowak nach gut siebeneinhalb Monaten Verletzungspause aufgrund seines Kreuzbandrisses wieder auf das Grün zurück gekehrt ist. Eine gute Viertelstunde ließ ihn Coach Andreas

Zimmermann, der weiterhin auf seinen Co-Trainer Dirk Langerbein nach dessen Fahrradunfall verzichten musste, auf das Feld. Von den RWO-Fans wurde er dabei mit Sprechchören empfangen. In das Spiel kam die komplett neu formierte Mannschaft der Kleeblätter aber zunächst etwas schwer. Der Gegner verteidigte mit einer Fünferkette, in zentraler Position mit dem ehemaligen RWE-Spieler Stefan Lorenz, und stand tief in der eigenen Hälfte. Die erste richtig gute Gelegenheit hatten die Kleeblätter folgerichtig erst nach einer knappen Viertelstunde, als David Jansen nur noch Keeper Marco Niggemeier vor sich hatte, aber an diesem scheitere. Zwölf Minuten später prüfte Raphael Steinmetz den Schlussmann mit einem Abschluss aus der Distanz, aber erneut reagierte der junge Keeper gut und lenkte den Ball zur Ecke. Drei Minuten darauf war es dann Kapitän Benjamin Weigelt, der es mit einem direkten Freistoß versuchte. Aber auch sein Linksschuss strich am langen Pfosten vorbei (29.). 

   Die ganz in weiß auflaufenden Kleeblätter taten sich weiter schwer gegen die tief stehenden und auf Konter lauernden Gäste aus Essen. Erst in der 38. Minute hätte es dann 1:0 für RWO stehen müssen. Einen platzierten Freistoß von Philipp Kreuels konnte der Torhüter nur nach vorne abwehren, doch David Jansen brachte den Ball aus fünf Metern nicht im Netz unter, sondern schoss den Ball über den Kasten. Auch bei den nächsten Distanzversuchen der Rot-Weißen Zimmermann-Truppe fehlte jeweils die Präzision, bis der Ball schließlich doch noch vor dem Halbzeitpfiff den Weg in Gästetor fand. Manuel Schiebener nahm eine Flanke direkt aus der Luft und traf in den linken Winkel zum 1:0.

Zwar gerieten die Hausherren nie ernsthaft in Gefahr, blieben aber auch vor des Gegners

Tor zumeist etwas zu zögerlich oder hatten Abschlusspech. Alleine David Jansen hätte mit

seinen Kopfbällen und Abschlüssen (56., 58., 78., 90.) für klare Verhältnisse sorgen können,

blieb aber erfolglos. Stattdessen zappelte der Ball nur noch einmal im Netz, als Nick Brisevac Keeper Marco Niggemeier aus vier Metern keine Abwehrchance ließ (64.).

   Mit dem Sieg wurde das Ticket für die nächste Runde gelöst und die Augen können auf die Auslosung in den nächsten Tagen gerichtet werden. Deutlich wichtiger wird für Trainer und 

Mannschaft aber sein, dass die volle Konzentration jetzt wieder der Liga und dem nächsten 

Gegner, der U21 des 1. FC Köln, gelten kann.


Aufstellungen


RWO:

Nettekoven, Weigelt, Voß, Hötte, Tyler, Schiebener, Kreuels (74. Nowak), Chougourou (33. Herzenbruch), Brisevac, Steinmetz (57. Fleßers), Jansen


Essen-West:

Niggemeier, Brose, Bartsch, Lorenz (59. Ramanovic), Kaltenmaier, Schraven (46. Brenk), Kirschstein, Fischer, Christoph, Topolko (63. Zamkiewicz), El Said


Schiedsrichter/Assistenten: Pelgrim – Tenhofen, Dickmann


Tore: 1:0 Schiebener (44.), 2:0 Brisevac (64.)

Karten: -

Zuschauer: 551


Text: RW Oberhausen

RaWi

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