Kunstrasenplatz in Grafenwald fertiggestellt - Infos zum 671.000 Euro teuren Projekt

Der Betriebsausschuss Bottroper Sport- und Bäderbetrieb hat am

17. Juli 2013 den Baubeschluss für die Sanierung der Sportanlage Grafenwald gefasst. Denn der alte Tennenplatz an der Sportanlage wies seit Jahren in Folge des Abbaus des Bergwerks Prosper-Haniel eine bergbaubedingte Schieflage von rund 70 cm auf, so dass unter anderem die Entwässerungseinrichtungen ihre Funktion nicht mehr erfüllen konnten und es zu starken Vernässungen der Platzanlage kam.

Der Bottroper Sport- und Bäderbetrieb hatte sich deshalb mit der Bergschadensabteilung der RAG Aktiengesellschaft in Verbindung gesetzt. Diese hatte im Einvernehmen mit der Stadt Bottrop einen Sachverständigen beauftragt, der die bergbaubedingten Schäden am alten Tennenplatz auf 415.000 Euro beziffert hat. Die RAG Aktiengesellschaft hat sich in der Folge zur Übernahme dieser Kosten für die Wiederherstellung der Sportanlage Grafenwald bereit erklärt. Da die Planungen der Stadt Bottrop dahin gingen, den alten Tennenplatz nicht wiederherzustellen, sondern an gleicher Stelle einen neuen Kunstrasenplatz zu bauen, konnte dieser Schadensanteil der RAG Aktiengesellschaft vollständig in die Finanzierung des neuen Kunstrasenplatzes einfließen.

Die zukünftigen bergbaulichen Einwirkungen wurden bei der Erstellung des Konzeptes in Form eines Vorratsgefälles berücksichtigt. Nach Mitteilung der RAG Aktiengesellschaft waren nach dem Stand der Planungen für die Herstellung des Kunstrasenplatzes keine weiteren Sicherungs- und Anpassungsmaßnahmen gegen zukünftige bergbauliche Einwirkungen erforderlich. 

Das entwickelte Ausbaukonzept sah die Errichtung eines Kunstrasenspielfeldes sowie die Einrichtung von leichtathletischen Anlagen zur Nutzung für den Schulsport und die Einradabteilung des Vereins VfL Grafenwald e.V. vor. Baubeginn war im April 2014.

Die folgenden baulichen Maßnahmen wurden umgesetzt:

  • Abtrag der oberen Deckschichten (z.T. auch Tragschichten) bis ca. 15 cm Tiefe    und Einbau des Materials in angrenzende Bereiche in Form von Erdtribünen,
  • Planierung und Verdichtung des Baugrundes, inklusive Herstellung eines Vorratsgefälles,
  • Herstellung eines Kunstrasenplatzes mit erforderlicher Be- und Entwässerung (die Anlage ist so konzipiert, dass auch Rundläufe (z.B. 1.000 Meter-Lauf) möglich sind),
  • Herstellung einer 4 x 100 Meter-Laufbahn in Kunststoff mit Weitsprunggrube,
  • Herstellung einer Kugelstoßanlage,
  • Herstellung eines Umgangsweges für Zuschauer und Einradfahrer,
  • Herstellung der Sektoren und Randbereiche als Rasenflächen,
  • Erneuerung der Fluchtlichtanlage, der notwendigen Barrieren und der äußeren Einzäunung.


Die Kostenberechnung schließt mit einer Baukostensumme in Höhe von 671.000 Euro ab. Von diesem Betrag übernimmt die RAG Aktiengesellschaft den Anteil in Höhe von 415.000 Euro. Der Verein VfL Grafenwald hat Eigenleistungen in einem Umfang von rund 60.000 Euro erbracht. Der städtische Finanzanteil liegt also bei 196.000 Euro. Die Sportbetriebsleitung geht nach derzeitigem Stand davon aus, dass die Kostensumme nicht überschritten wird.

Bei der Flutlichtanlage ist bei der Auswahlentscheidung Wert auf die Installation einer innovativen, energiesparenden Anlage Wert gelegt worden, die es so in Deutschland bisher noch nicht gibt.

Offizielle Eröffnung der Anlage ist am Samstag, dem 20. September, um 15 Uhr.


Eckdaten der Flutlichtanlage:

  • 120 Lux garantiert - 166 Lux gemessen. Standard für Trainingsplätze nach DIN ist 80 Lux. 
  • Vier Masten mit 12 Strahlern.
  • Komplettsystem aus einer Hand. Designed für extrem lange Lebensdauer. 
  • Enegieeinsparung gegenüber konventionellen Metalldampf-Flutlichtsystemen 25 Prozent. Konventionelle Systeme haben in der Regel 2.000 Watt-Birnen, während das Musco System 1.500 Watt-Birnen hat. Das spart Kosten und vermindert im gleichen Maße CO²-Emissionen. 
  • Konventionelle Flutlichtsysteme verlieren auf die Dauer erheblich an Lichtleistung. Durch die "Constant Light"-Technologie ist Musco in der Lage, die Leistung des Systems für zehn Jahre bzw. 5.000 Betriebsstunden aufrecht zu erhalten und zu garantieren. Sollte die garantierte Lichtleistung in zehn Jahren nicht mehr erreicht werden oder sollten Strahler ausfallen, sorgt Musco auf seine Kosten für die Reparatur. Dadurch sind die Instandhaltungskosten für die ersten zehn Jahre des Betriebs für die Stadt Bottrop gleich null. 


Die Firma Musco hat das Flutlicht in Grafenwald ohne Mehrkosten für die Stadt Bottrop mit dem Fernsteuerungssystem "Control Link" ausgerüstet. An- und Ausschaltzeiten können im Internet und am Smartphone über Jahre hinaus geplant werden. Außerdem kann man das System über das Smartphone, den Computer, telefonisch und per Fax ein- und ausschalten. 

Die Lichtanlagenkosten betragen etwa 50.000 Euro plus Mehrwertsteuer.

 

Text: Stadt Bottrop

RaWi

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Kommentare: 1
  • #1

    Ires (Donnerstag, 04 September 2014 13:07)

    Wie schaut es mit Bandenwerbung aus?