Kevin Strauch hält Adler eine Runde weiter

Im vorgezogen Pokalspiel auf Kreisebene setzte sich Bezirksligist Adler Osterfeld bei den Welheimer Löwen, die in der Kreisliga B beheimatet sind, mit 6:1 durch und steht somit in der dritten Runde. Allerdings, so waren sich beide Trainer einig, hätte die Partie auch komplett anders laufen können und fiel am Ende zu hoch aus. Man of the Match war heute Adlers Keeper Kevin Strauch, der die Osterfelder mit seinen Paraden in den ersten 45 Minuten am Leben hielt.

Von Thomas Illguth

Kreispokal - 2. Runde

RW Welheimer Löwen - Adler Osterfeld 1:6 (1:1)

„Als die Löwen das 1:0 gemacht haben, hätte es schon 3 oder sogar 4:0 stehen müssen“, stimmten beide Übungsleiter unisono. Für Udo Hauner, Trainer von Adler Osterfeld, war die Einstellung Grund für die schwache erste Halbzeit: „Nach den zwei Siegen in der Liga haben wir geglaubt, dass wir auf einem Level sind, auf dem es ohne Laufarbeit geht.“ Dem konnte Löwen-Coach Thomas Ochojski nur zustimmen: „Man hat schon beim Aufwärmen gemerkt, dass Adler uns nicht für voll nimmt. Fast hätten wir sie eines besseren belehrt. Klar, wenn man jetzt das Ergebnis sieht, denkt man, es ist das normalste von der Welt, aber dem war nicht so.“

War stolz auf seine Mannschaft: Löwen-Trainer Thomas Ochojski.
War stolz auf seine Mannschaft: Löwen-Trainer Thomas Ochojski.

Es war Daniel Galonska, der nach seinem vierten Lauf auf das gegnerische Gehäuse,  in der 30. Spielminute endlich den gewünschten Torerfolg brachte. Immer wieder scheiterten die Welheimer am exzellent aufgelegten Adler-Torwart Kevin Strauch. „Kevin hat die schlechte Zuordnung der Abwehr beziehungsweise der ganzen Mannschaft wieder wett gemacht. Wir konnten froh sein, dass wir mit 1:1 in die Kabine gegangen sind.“ Abdelaziz Boukdir sorgte in der 39. Minuten für Schadensbegrenzung für den Gast aus Oberhausen.

In der Kabine setzte Hauner auf Psychotricks und erinnerte sein Team daran wie schön es doch war den Pokal zu gewinnen und dass, wenn man eine Runde weiter kommt, es möglicherweise zur Wiederholung des Pokalfinals kommen könnte, vorausgesetzt BW Oberhausen gewinnt bei BW Fuhlenbrock. Es scheint funktioniert zu haben, denn nur 20 Sekunden nach Wiederanpfiff drehte Emrah Durdu mit seinem Treffer zum 2:1 die Partie. Fortan lief es optimal für die Osterfelder. „Ab da an hat Adler mit jeder Chance getroffen. Und wir haben dem hohen Tempo der ersten Halbzeit Tribut gezollt. Das ist schon ein hartes Stück Brot, denn statt sie rauszuschmeißen verlierst du am Ende mit 6:1. Natürlich spielst du einen Bezirksligisten nicht mal so eben an die Wand und am Ende hat sich auch die bessere und clevere Mannschaft durchgesetzt. Doch das Spiel hat mir gezeigt, dass wir in der Lage sind einiges zu erreichen und dafür muss ich der Mannschaft ein Riesenkompliment machen“, so Ochojski, der trotz seiner Enttäuschung noch lobende Worte fand. Mehmet Kafli, Gino Seggio mit zwei Treffern und erneut Emrah Durdu sorgten für das endgültige Resultat. Und auch Udo Hauner fand positive Worte und das nicht nur für seine Mannschaft: „Ich muss den Welheimer Löwen ein Kompliment machen. Sie haben nicht nur gekämpft, sondern auch Fußball gespielt und das ganz ordentlich, weswegen das 6:1 auch zu hoch ist. Am Ende setzte sich aber die Qualität, da wir unsere Einstellung änderten und das Tempo erhöhten, wodurch wir einen konditionellen Vorteil hatten.“

Tore: 1:0 Daniel Galonska (30.), 1:1 Abdelaziz Boukdir (39.), 1:2/1:5 Emrah Durdu (46./82.), 1:3 Mehmet Kafli (62.), 1:4/1:6 Gino Seggio (72./89.) 

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Kommentare: 2
  • #1

    Alte Frau Galone (Mittwoch, 03 September 2014 00:19)

    Zieh den Hut vor Dir Coach Hauner,,,wahre Worte ,,,

  • #2

    JayJoe (Mittwoch, 03 September 2014 08:39)

    falsche Informationen:

    1:1 Boukdir
    2:1 Durdu
    3:1 Kafli
    4:1 Seggio
    5:1 Durdu
    6:1 Seggio