Ungefährdeter Heimsieg für das Derby-Selbstvertrauen

Der SC Rot-Weiß Oberhausen hat sich eine Woche vor dem Derby in Essen im Heimspiel gegen den FC Hennef 05 eine Menge Selbstvertrauen geholt. Gegen den Aufsteiger stand es nach Treffern von Jansen (15.), Schikowski (47.) und Bauder (59.) am Ende 3:0. Der Sieg war dabei zu keiner Zeit gefährdet, allerdings traf die Zimmermann-Elf auch auf einen Gegner, der, speziell in der Vorwärtsbewegung, äußerst harmlos agierte.

Auf den Platz schicken musste das Trainerteam aufgrund der Ausfälle der „alten Hasen“ eine blutjunge Truppe. Weder für Benjamin Weigelt, noch für Robert Fleßers reichte die Zeit, um im Kader stehen zu können. Zudem war bereits vorher klar, dass Ralf Schneider wegen seiner Sehnenverletzung in den nächsten Wochen voraussichtlich keine Option sein wird, gleiches galt und gilt auch noch für die Routiniers Christoph Caspari und Jörn Nowak. Auch Neuzugang Philipp Kreuels saß angeschlagen nur auf der Bank.

 

Erfahrene Akteure auf dem Platz blieben also nur noch Felix Haas in der Innenverteidigung, Alexander Scheelen und Patrick Bauder im Mittelfeld, sowie David Jansen in der Spitze. Alle anderen Kleeblätter auf dem Feld hatten ihr 23. Lebensjahr noch nicht überschritten. Ein ähnliches Bild ergab sich auf der Bank, dort saßen mit Patrick Nettekoven und dem angesprochenen Neuzugang Philipp Kreuels zwei weitere Spieler mit einigen Jahren Erfahrung, umgeben von Jungspunden wie dem erst 18-jährigen Justin Mingo oder U23-Stürmer Philipp Goris.

 

Trotz der Wechsel in der Startformation gingen die Kleeblätter voll konzentriert in die Partie und von Anfang an lief das Spiel ausschließlich in eine Richtung. Bereits nach zwei Minuten versuchte es David Jansen nach einer Flanke, zielte aber knapp am kurzen Pfosten vorbei (2.). Nur eine Minute später hatte Dominik Reinert dann die Führung nach einem verlängerten Einwurf auf dem Fuß, drosch den Ball aus sechs Metern aber über den Kasten.

 

Die Rot-Weißen näherten sich aber immer weiter an. Nach zehn Minuten versuchte es Raphael Steinmetz mit vollem Risiko, verzog allerdings ein wenig. Nach einer Viertelstunde war es dann aber endlich passiert. Patrick Bauder schickte Patrick Schikowski, der zur Strafraumgrenze zurück legte, wo Mittelstürmer und Interimskapitän Jansen überlegen ins lange Eck einschob und Torhüter Rene Monjeamb keine Abwehrmöglichkeit ließ (15.).

 

Im Gegensatz zur Wattenscheid-Partie verlor die RWO-Elf dieses Mal aber keinesfalls die Linie und spielte auf den zweiten Treffer. Dieser hätte auch spätestens nach einer knappen halben Stunde fallen müssen. Ein Abschluss von David Jansen konnte die FC-Abwehr noch blocken, die Kugel landete aber direkt vor den Füßen von Patrick Schikowski, der allerdings nur den Innenpfosten traf, von wo der Ball den Weg zurück ins Feld fand (29.).

 

In Folge hatten die Gäste es in erster Linie ihrem Keeper und zweimal einem Abwehrbein auf der Linie zu verdanken, dass es aus ihrer Sicht nur mit 0:1 in die Pause ging. Denn sowohl beim Zusammenspiel zwischen Jansen und Schikowski griff der Schlussmann entschlossen zu, dann reagierte er zweimal blitzschnell nach einem Bauder-Freistoß, zunächst mit dem Fuß und dann beim Nachschuss von Schikowski mit den Fäusten (35.).

 

Bei der unmittelbar folgenden Ecke musste dann beim Kopfball von Felix Haas das besagte Abwehrbein auf der Linie her halten, um einen 2:0-Vorsprung der Kleeblätter zu verhindern. Nach 37 Minuten trauten sich dann auch die Gäste aus Hennef erstmals vor das Tor, Philipp Kühn war aber zur Stelle und leitete den direkten Konter ein. Den spielten die Rot-Weißen aber nicht gut genug aus.

 

Vor der Pause gab es dann noch zwei weitere Kopfbälle zu verzeichnen, den von Haas konnte der Schlussmann fangen (42.), bei dem von Jansen war er dann zwar geschlagen, aber wieder klärte ein Abwehrspieler auf der Linie (45.).

 

Aus der Pause kam die Elf von Andreas Zimmermann dann mit richtig Schwung und nur zwei Minuten nach dem Seitenwechsel gelang endlich das zweite Tor. Nach einer Reinert-Flanke traf David Jansen aus der Drehung nur die Unterkante der Latte, doch Sekunden später netzte Patrick Schikowski mit einem Schlenzer ins lange Eck ein.

 

Die Kleeblätter waren aber noch lange nicht satt. Nach 53 Minuten setzte Felix Herzenbruch zu einem Flankenlauf an und fand erneut David Jansen, dessen Kopfball Monjeamb aus dem Eck pflücken konnte.

 

Die nächste gute Aktion gehörte dem stets gefährlichen Patrick Schikowski, der in der 58. Minute zu einem Solo ansetzte und im Strafraum nur mit einem Foul gestoppt werden konnte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Patrick Bauder sicher zum 3:0 (59.).

 

Die klare Führung gab Sicherheit in allen Aktionen und so liefen die Angriffe weiter munter in eine Richtung. Ein Schuss von Alex Scheelen aus der Distanz strich zwar knapp am Gehäuse der Gäste vorbei (64.), der Torhunger der Rot-Weißen schien aber noch nicht gestillt.

 

In der Folge zappelte der Ball auch noch mehrmals im Netz der Hennefer, allerdings zählte der Treffer jeweils nicht. Einmal erkannte Unparteiischen-Gespann auf Abseits, beim zweiten sah der Schiedsrichter Lennart Brüggemann ein Offensivfoul von Felix Haas bei seinem Kopfballtor (84.).

 

Somit blieb es letztlich beim 3:0-Erfolg und die volle Konzentration konnte direkt wieder auf das Derby in der nächsten Woche gerichtet werden.

 

 

 

Stimmen:

 

Andreas Zimmermann (Trainer RWO): „Kompliment an die Mannschaft, die Jungs haben annähernd 90 Prozent von dem umgesetzt, was ich gefordert hab. In unserer Truppe standen heute im Kader 12 Spieler von 18, die noch U23 spielen könnten, weil viele Routiniers verletzungsbedingt weggebrochen sind. Daher muss ich der jungen Truppe ein großes Lob aussprechen. Am Ende hätte das Ergebnis mit Sicherheit noch um das eine oder andere Tor höher ausfallen können, aber wir sind sehr zufrieden. Jetzt gilt die volle Konzentration dem Derby am nächsten Wochenende. Da wird uns natürlich ein heißer Tanz erwarten.“

 

Marco Bäumer (Trainer FC Hennef): „Es ist für natürlich bitter. Wir haben nach dem Aufstieg noch nicht geschafft, in die Spur zu finden. Der Sprung ist aber auch relativ groß. Wir haben hier heute Einbahnstraßenfußball gesehen und ich glaube, wir hatten eine halbe Torchance. Bei RWO hab ich bei zwölf Chancen aufgehört, zu zählen. Bitterer als die Niederlage ist die Gelb-Rote Karte. In der nächsten Woche müssen wir wieder versuchen, alles in die Waagschale zu werfen.“

 

Aufstellungen                                       

 

RWO: Kühn, Tyler, Haas, Voß, Herzenbruch, Scheelen, Bauder (78. Schiebener), Schikowski (68. Brisevac), Reinert, Jansen, Steinmetz

 

FC Hennef: Monjeamb, Inger, Habl, Eck (16. Hecht), Dabers, Schöller, Bouallal (85. Binot), Ehrenstein, Klosterhalfen (69. Rieck), Moog, Jamann

 

 

Schiedsrichter/Assistenten: Brüggemann – Negri, Cabello Perez

 

Tore: 1:0 Jansen (15.), 2:0 Schikowski (47.), 3:0 Bauder (59., Elfmeter)

 

Karten: Tyler (77., Gelb) - Moog (67., Gelb), Moog (84., Gelb-Rot)

 

Zuschauer: 1842

RWO-U23 besiegt Velbert

 

Im Heimspiel gegen Regionalliga-Absteiger SSVg Velbert feierte die RWO-U23 am dritten Spieltag ihren zweiten Saisonsieg.   

Von Beginn an boten sich beide Mannschaften am Leistungszentrum einen offensiven Schlagabtausch, auch wenn echte Torchancen zunächst Mangelware blieben.    

Die größte Gelegenheit vergab Regionalliga-Leihabe Charbel Chougourou, der genauso wie Tobias Hötte in der Startformation stand, nach einer halben Stunde. Doch nur vier Minuten später traf Neuzugang Justin Walker zur Oberhausener Führung (34.).     

Die Gäste aus dem Bergischen Land versuchten umgehend zu antworten, doch die Abwehr der "Jungkleeblätter" stand sicher.         

Velbert hatte sich in der Pause merklich einiges vorgenommen, doch nur drei Minuten nach dem Wiederanpfiff traf Philipp Goris zum 2:0 für RWO (48.). Velbert brauchte gut zehn Minuten um sich von diesem Rückschlag zu erholen, kam dann durch Dogan zum Anschlusstreffer (61.), doch trotz einer Schlussoffensive der Gäste behielten die Rot-Weißen die drei Punkte an der Lindnerstraße.

 

RWO-U23: Can, Jahny, Hötte, Efthimiou, Walker, Krystofiak, Bayram, Landers, Chougourou (60. Terzicik), Sezen (67. Zwikirsch), Goris (80. Klein)

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