Die ersten Spiele der neuen Saison enden Remis

Auch im Kreis 10 hat die neue Spielzeit endlich begonnen. Schon am heutigen Samstag gab es zwei vorgezogene Spiele. In der Landesliga empfingen die Arminen aus Klosterhardt den VfB Bottrop. Am Ende gingen beide Mannschaften mit einem Punkt nach Hause. Auch in der Kreisliga A stand die erste Begegnung an. Dort war Sterkrade 06/07 beim Sportclub 20 zu Gast. In einem hitzigen und intensiven Spiel fielen allerdings keine Tore. Die beiden Oberhausener trennten sich mit 0:0.

Von Steffen Ludwig

Landesliga

Arminia Klosterhardt - VfB Bottrop 1:1 (0:0)

„Am Ende war das Unentschieden gerecht“, hielt VfB-Trainer Mevlüt Ata fest. Das Spiel war ein Derby und so ging es auch zur Sache. Beide Mannschaften gingen aggressiv zu Werke. „Es war viel Biss im Spiel“, so Ata. In der ersten Halbzeit ging es hin und her, doch großartige Torchancen gab es nicht. „Einmal hat Marco Rinski gut pariert, aber ansonsten gab es keine Torchancen. Arminia hatte einen kleinen Vorteil in der ersten Hälfte“, erklärte Mevlüt Ata. Von Seiten der Arminen herrscht vor allem Unzufriedenheit. „Es war nicht so dolle heute“, gab der sportliche Leiter Andre Stange zu Protokoll. „Es war rundum keine gelungene Leistung. Ich glaube, wir hatten im ganzen Spiel nur zwei Tormöglichkeiten.“

Brachte den VfB kurz nach seiner Einwechslung in Front: Göksal Yergök.
Brachte den VfB kurz nach seiner Einwechslung in Front: Göksal Yergök.

   So ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabinen. Der VfB-Trainer schien in der Halbzeitpause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn seine Mannschaft zeigte sich nun stärker. Kurz nach dem Wiederanpfiff brachte Ata Göksal Yergök und traf mit seiner Entscheidung ins Schwarze. Der Stürmer war kaum auf dem Feld, da bringt er die Gäste nach einem Fehler von Daniel Agostino in Front. „Das war natürlich super. Göksal war gerade erst eingewechselt worden und macht direkt das Tor“, freute sich Ata. „Anschließend wurden wir immer besser.“ Denn die Bottroper drängten auf das zweite Tor. Dagegen hatten die Gastgeber keine Annäherung an das gegnerische Gehäuse mehr. „VfB hat gut gearbeitet und wir haben uns sehr schwer getan“, erkannte Stange die Leistung der Gäste an. Allerdings schaffte es die stärker werdende Ata-Mannschaft nicht, nachzulegen. Dagegen kamen auf einmal wieder die Arminen gefährlich vor das Tor. „Nach einem Stellungsfehler geht der Armine in den Strafraum, fällt und bekommt den Elfmeter. Ich habe nicht genau gesehen, ob er im 16er war, aber die Zuschauer sagten, er war berechtigt“, beschrieb Ata die Situation.

Scheiterte mit einem Elfmeter an Torhüter Marco Rinski: Pascal Pfeifer.
Scheiterte mit einem Elfmeter an Torhüter Marco Rinski: Pascal Pfeifer.

   Doch die Hausherren konnten auch die Steilvorlage der Gäste nicht nutzen, denn Torhüter Marco Rinski parierte den Strafstoß von Pascal Pfeifer. Doch es blieb nicht langweilig: Kurz später wollte Ibrahim Akkaya im Strafraum klären und trifft einen Gegner, den er vorher nicht gesehen hatte – erneut gibt es einen Elfmeter, diesmal ohne Diskussion berechtigt. Nun war Rinski machtlos, Carsten Weißert verwandelte sicher zum Ausgleich. Im Anschluss passierte nicht mehr viel und somit endete das Spiel mit 1:1-Unentschieden. „Es war ein gerechtes Unentschieden und ich bin auch zufrieden. Denn am ersten Spieltag möchte niemand gerne verlieren, das haben wir heute gesehen. Wir hatten ein wenig Glück, dass die Arminen in der ersten Hälfte aus ihrer Überlegenheit kein Kapital gewinnen konnten. Aber wir hätten nach der Führung auch das zweite Tor schießen können. Insgesamt war das Ergebnis also gerecht“, lautete Atas Fazit. Auch Andre Stange fand noch ein paar Worte zum Sonntag: „Wir haben sicherlich nicht alle abgerufen, was wir draufhaben. Es ist zwar am Ende erfreulich, dass wir einen Punkt gewonnen haben, aber zufrieden sind wir nicht. Es war jetzt zwar keine Katastrophe, aber wir wissen selbst, dass wir mehr können. Ich denke aber im ersten Spiel tut man sich immer schwer und gerade gegen die Ata-Truppe, die immer alles gibt, wird es nicht einfacher. Nächste Woche spielen wir gegen Könisghardt und dann wollen wir wieder besser auftreten. Die Jungs wissen selbst, dass sie mehr können und ich bin optimistisch, dass sie die richtige Reaktion zeigen werden.“

Tore: 0:1 Göksal Yergök (53.), 1:1 Carsten Weißert (80./FE)

Bes. Vorkommnis: Marco Rinski hält einen Strafstoß von Pascal Pfeifer (78.)

Kreisliga A

SC 20 Oberhausen - Sterkrade 06/07 0:0

Schon am heutigen Samstagabend empfing der Bezirksligaabsteiger SC 20 Oberhausen Sterkrade 06/07. Das Spiel endete letztlich leistungsgerecht mit 0:0. Doch im Spiel ging es heiß her. „Es war von der ersten Minute an sehr intensiv“, gab SC 20-Trainer Uwe Zadow zu Protokoll. „Es war wirklich ein Spiel, in dem viel Tempo war, sodass es fast hektisch wurde. Allerdings waren die beiden Mannschaften nicht unfair.“ Die spannendste Szene der ersten Hälfte ereignete sich nach 25 Minuten. Die Gastgeber bekamen einen Strafstoß zugesprochen und Yasin Ömür trat an.

Marcel Bonger (06/07) hätte mit seiner Großchance für die Entscheidung sorgen können.
Marcel Bonger (06/07) hätte mit seiner Großchance für die Entscheidung sorgen können.

   Der Ball sprang zweimal an die Unterkante der Latte und schließlich zurück ins Feld. Ein heranrauschender Sportclubler bugsierte den Ball über die Linie, doch der Schiedsrichter entschied auf Foul. „Das war natürlich unglücklich und die Führung wäre wichtig für uns gewesen, wer weiß, wie das Spiel dann verläuft“, stellte Zadow fest. Im direkten Gegenzug läuft 06/07-Sürmer Marcel Bongers alleine auf den Torhüter zu, doch er scheitert am Schlussmann. „Erst hatten wir etwas Glück beim Elfmeter und im Gegenzug müssen wir eigentlich das Tor machen“, erinnert sich auch Christian Dahlbeck von Sterkrade 06/07 an die hektischen Szenen Mitte der ersten Halbzeit. Insgesamt tat sich seine Mannschaft vor allem mit dem ungewohnten Untergrund, dem Ascheplatz, schwer. „Wir haben uns mit dem Ascheplatz schwer getan und hatten deshalb einige Probleme beim Spielaufbau. Somit haben wir uns auch nicht so viele Chancen erspielt“, so Dahlbeck. Auch nach dem Seitenwechel hatten beide Mannschaften noch einige gute Torchancen, doch die Torhüter Sascha Wilms (SC 20) und Denis Swiatkowski (06/07) brillierten. „Ich muss beide Torhüter loben, denn sie haben super Paraden gezeigt und so die Kästen sauber gehalten. Es war nicht einfach, heute ein Tor zu schießen“, war Zadow von den Keepern begeistert.

06/07-Trainer Christian Dahlbeck weiß, was in den nächsten Wochen noch verbessert werden muss.
06/07-Trainer Christian Dahlbeck weiß, was in den nächsten Wochen noch verbessert werden muss.

   Allerdings verflachte das Spiel im Laufe der zweiten Hälfte etwas. „Umso länger das Spiel dauerte, umso schlechter wurde es auch. Man hat gemerkt, dass es der erste Spieltag war und keine der beiden Mannschaften wollte verlieren. Deshalb sind beide in der Schlussphase wenig Risiko gegangen und haben viele lange Bälle gespielt“, so Dahlbeck. So endete die hitzige Begegnung also mit einem torlosen, aber gerechten Remis. Hitzig war die Begegnung alle Mal, denn da sprechen neun gelbe und eine gelb-rote Karte deutliche Worte. Allerdings beteuert Uwe Zadow, dass die Partie nicht unfair wurde: „Es wurden viele intensive Zweikämpfe geführt, doch es war nichts Brutales dabei.“ Am Ende gab sich der Trainer der Gastgeber mit dem Ergebnis zufrieden: „Klar wissen wir nicht, wie es läuft, wenn der Elfmeter drin ist. Aber heute ging es immer rauf und runter und beide Mannschaften scheiterten nur an den starken Torhütern. Vielleicht hatten wir ein kleines Chancenplus, aber das Ergebnis geht voll in Ordnung.“ Der starke Mann an der Linie bei den Gästen weiß dagegen, was es nun zu verbessern gilt: „Ich habe immer gesagt, dass wir noch einige Wochen brauchen werden. Heute haben wir uns schwer getan mit der Ballkontrolle und es gab auch viele Stockfehler. Auffällig ist auch, dass unser Umschaltspiel noch nicht so gut funktioniert, wie wir es uns vorstellen und am letzten Pass werden wir noch arbeiten müssen“, so Dahlbeck abschließend.

Bes. Vorkommnisse: Yasin Ömür verschießt einen Starfstoß (SC 20/25.), Gelb-Rote Karte Riad Jabous (SC 20/85./wdh. Foulspiel)

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Kommentare: 12
  • #1

    Neutraler (Samstag, 23 August 2014 22:08)

    Spielclub war deutlich besser als erwartet

  • #2

    Elfmeter (Samstag, 23 August 2014 22:37)

    Also der Pascal sollte keine Elfmeter mehr schießen , so viele wie der in den letzten Jahren verschossen hat. Sorry

  • #3

    Gut Informiert (Samstag, 23 August 2014 23:19)

    Göksal Yergök "junge Stürmer" und "Youngstar"?!
    Göki, offenbar wirst du immer jünger oder du hast Aufmplatz bestochen :)))

  • #4

    haha (Sonntag, 24 August 2014 02:37)

    youngstar yergök haha.. der junge ist kurz vor 30!!!

  • #5

    M.S. (Sonntag, 24 August 2014 06:44)

    Jetzt müssen sich demnächst die Vereine mit Ascheplatz dafür entschuldigen , dass die Stadt nicht jedem Verein einen Kunstrasen baut!
    Man tat sich schwer auf der Asche? Langsam wird das echt lächerlich!

  • #6

    Kenner (Sonntag, 24 August 2014 09:45)

    Einfach nur dumm der Riad er wird es nicht lernen ohne eine Karte vom platz zugehen.

  • #7

    Haha (Sonntag, 24 August 2014 11:00)

    Pfeifer...

  • #8

    Bild-Zeitung (Sonntag, 24 August 2014 11:03)

    Wer kam denn bitte auf die glorreiche Idee den Göki "Youngstar" zu bennen? erst dachte ich, es sei Ironie. Aber da in den nächsten zwei Sätzen wieder über sein junges Alter gesprochen wurde, wusste ich, euer Reporter hier hat ja mal Null Ahnung.
    Arminia wird niemals um den Aufstieg mitspielen und vfb wird es mit der Einstellung von gestern schaffen , die Klasse zu halten. es muss (!) erwähnt werden, dass mit Yergök, Blanik, Bartsch, Gayda und Ramadan gleich 5 (!) Stammspieler auf der Banl bei VfB saßen.

  • #9

    Experte (Sonntag, 24 August 2014 12:01)

    @ #8
    Wenn die Jungs von der Bank kommen sind sie anscheinend keine stammspieler oder? Name allein reicht nicht, man muss mit Leistung überzeugen

  • #10

    Wannabe (Sonntag, 24 August 2014 20:39)

    #9 du bist also ein Experte?
    Dann wüsstest du, dass Ramadan z.B. der wohl beste VfB-Spieler der Vorbereitung war. Wenn du Experte wärst, wüsstest du auch, dass Ramadan aufgrund einer Verletzung erstmal vorsichtshalber auf der Bank platziert wurde.
    Wenn du Experte wärst, wüsstest du auch, dass Gajda nicht 100%ig fit ist, dass Bartsch von de Haan saustark auf dem Platz neben Wagener vertreten wurde und dass Yergök ebenfalls noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist.
    Also bitte: Ruhe!

    PS: Es heisst Youngster, nicht Youngstar.

  • #11

    @ Experte (Sonntag, 24 August 2014 21:58)

    Kommentar 8 hat Recht. Wenn man als Spieler die letzten 5 Jahre immer zu der ersten 11 gehörte, hat man es sich durchaus vedient als Stammspieler tituliert zu werden! Die Jungs kamen allerdings aus dem Urlaub oder waren noch verletzt. Also Namen hin oder her.... es sind klar Stammspieler, die Qualität genug haben.

  • #12

    Harald (Montag, 25 August 2014 00:00)

    Der vfb ist dieses jahr sehr gut aufgestellt...man kann gespannt sein wozu die Mannschaft in der Lage ist