Fehlstart in Verl – 0:3 an der Poststraße

Der SC Rot-Weiß Oberhausen hat einen klassischen Fehlstart hingelegt und musste sich zum Auftakt mit 0:3 beim SC Verl geschlagen geben. Damit ist die Serie von zwölf Siegen in Folge gegen die Ostwestfalen gerissen. Zwar fiel das Ergebnis letztlich deutlich höher aus, als es die Spielverhältnisse widerspiegeln, aber trotz deutlich mehr Ballbesitz und über weite Strecken optischer Überlegenheit fehlte den Kleeblättern letztlich der Schlüssel zum Torerfolg. Die Hausherren hingegen spielten clever und schalteten in Ballbesitz unheimlich schnell um und erzielten alle drei Treffer nach blitzsauberen Kontern.

Nach dem gestrigen Abschlusstraining musste das RWO-Trainerteam die Nachricht verkraften, dass Patrick Schikowski aufgrund von muskulären Problemen nicht für das Spiel zur Verfügung stehen würde. Daher musste kurzfristig umgestellt werden. Für ihn rückte im Vergleich zur Generalprobe gegen den KSV Baunatal der zuletzt angeschlagene Patrick Bauder in die Startformation. RWO musste aufgrund des kurzfristigen Ausfalls von Schikowski mit nur siebzehn Spielern nach Verl anreisen.

 

In welche Richtung das Spiel eigentlich gehen sollte, zeigten die Kleeblätter in den ersten Minuten. Bereits nach zwei Spielminuten bat sich Neuzugang Nick Brisevac eine riesige Gelegenheit, er fand frei vor dem Tor aber nicht den richtigen Moment für den Torabschluss und scheiterte an Torhüter Sebastian Lange.

 

Nach acht Minuten waren es dann wieder die Oberhausener, die den Weg zielstrebig Richtung Verler Kasten suchten. David Jansen setzte sich auf dem rechten Flügel durch und fand Patrick Bauder mit seinem Anspiel. Der entschied sich für einen Pass anstatt eines Abschlusses. Sein Querpass konnte aber in höchster Not geklärt werden. Mit etwas Glück und etwas mehr Zielstrebigkeit hätte es zu dieser Zeit 2:0 für die Kleeblätter stehen können.

 

Fast im Gegenzug stellte dann eine Aktion den Spielverlauf auf den Kopf. Nick Brisevac verlor im Mittelfeld den Ball und Matthias Haeder erfasste die Situation am schnellsten und schickte Hamadi Al Ghaddioui in die Gasse. Dort zwischen den Innenverteidigern nahm er den Ball mit, umkurvte Philipp Kühn schob zum 1:0 ein (9.).

 

Der Gegentreffer hatte bei der Zimmermann-Truppe sichtlich Eindruck hinterlassen und es dauerte eine Weile, bis die ganz in Grün antretenden Kleeblätter wieder den Weg nach vorne suchten. Einen direkten Freistoß von Benjamin Weigelt konnte Keeper Sebastian Lange mit den Fingerspitzen um den Pfosten lenken, Sekunden später köpfte Robert Fleßers nach Schneider-Flanke über das Tor (15.).

 

In der erneuten kleinen Drangphase der Oberhausener folgte die nächste eiskalte Dusche. Nico Hecker und Matthias Haeder nahmen es auf der linken Oberhausener Abwehrseite mit Weigelt, Herzenbruch, Schneider und auch noch Haas auf und kamen aber trotzdem bis in den Sechzehnmeterraum, wo Matthias Haeder mit dem Glück des Tüchtigen zum 2:0 verwandelte (18.).

 

Damit war der Spielverlauf trotz der optischen Überlegenheit der Kleeblätter endgültig auf den Kopf gestellt. Bis zur Halbzeit versuchten die Rot-Weißen zwar weiter zwingende Möglichkeiten heraus zu spielen, aber außer einem gefährlichen Kopfball von David Jansen (30.) sprang bis zur Pause nicht mehr viel dabei heraus.

 

Nach dem Seitenwechsel blieb der unauffällig agierende Manuel Schiebener in der Kabine, für ihn kam Raphael Steinmetz. Der junge Stürmer brachte ein wenig neuen Schwung und prüfte mit einem guten Schuss den Schlussmann (54.), unmittelbar davor hätte es aber auch schon 0:3 stehen können. Auch der zweite Anlauf von Steinmetz war verheißungsvoll, dieses Mal verzog er aber ein wenig (55.).

 

Nach einer knappen Stunde hätte es dann eigentlich zum Anschluss reichen müssen, aber Patrick Bauder traf mit seinem direkten Freistoß nur die Querlatte (59.). In der Folge blieb RWO weiter spielbestimmend, rannte an, aber die Verler Hintermannschaft ließ nur noch wenig zu. Drei Minuten vor dem Ende war es dann der dritte Konter, den die Gastgeber perfekt ausspielten. Der eingewechselte Simon Engelmann setzte sich auf links außen durch, brachte den Ball von der Grundlinie zur Mitte wo ihn der ebenfalls eingewechselte Robert Mainka ins lange Eck grätschte (87.).

 

Ein weiterer Wermutstropfen am Ende eines gebrauchten Tages war die glatte Rote Karte gegen Charbel Chougourou nach grobem Foulspiel im Mittelfeld.

 

Jetzt gilt es für das Team die Partie so schnell wie möglich aus den Köpfen zu bekommen und beim ersten Heimspiel gegen Siegen ein anderes Gesicht zu zeigen.

 

 Aufstellungen                                       

 

SC Verl: Lange, Kaminski, Mikic, Plucinski, Großeschallau, Haeder, Schröder, Hecker (72. Engelmann), Al Ghaddioui (79. Mainka), Schmidt, Unzola (63. Rasp)

 

 

RWO: Kühn, Tyler, Haas, Weigelt, Herzenbruch, Schiebener (46. Steinmetz), Fleßers, Schneider (61. Chougourou), Bauder, Brisevac, Jansen

 

 

 

Schiedsrichter/Assistenten: Bläser – Olligschläger, Zink

 

Tore: 1:0 Al Ghaddioui (9.), 2:0 Haeder (18.), 3:0 Mainka (87.)

 

Karten: Mikic (Gelb, 25.), Kaminski (Gelb, 39.) - Bauder (Gelb, 39.), Herzenbruch (Gelb, 68.), Chougourou (Rot, 76.)

 

Zuschauer: 1010

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