DFB-Pokalsieger-Besieger

Die SG Preußen Gladbeck IV –Lok rollt in ihrem dritten Testspiel zum dritten Sieg. Gegen die dritte Mannschaft des ehemaligen Bundesligisten Bayer 05 Uerdingen konnte das Trainerduo Thiele/Kaiser einen 4:2-Sieg einfahren und musste sich mit kuriosen Spielregeln auseinandersetzen. Stark ersatzgeschwächt (ohne 12 Spieler) ging es für die neuformierte Mannschaft von SG Preußen Gladbeck zum dritten Testspiel der Vorbereitung nach Krefeld zum ehemaligen Bundesligisten Bayer 05 Uerdingen.

Bayer 05 Uerdingen III - SG Preußen Gladbeck IV 2:4 (1:1)

Bereits vor der Partie gegen den DFB-Pokalsieger von 1985, kontrollierte der Schiedsrichter im Stile eines Bundesliga-Schiedsrichterassistenten die richtige Größe der Stollen der Fußballschuhe. Des Weiteren informierte der Unparteiische über die Grüne Karte: Wird ein Spieler gefoult und muss neben dem Platz behandelt werden, so bekommt der Übeltäter des Foulspiels die Grüne Karte und muss für die Behandlungszeit des Gefoulten ebenfalls vom Platz. Während des Spiels sah Torhüter Arkadius Piekorz eine Gelbe Karte wegen Unsportlichkeit. Der SGP IV-Keeper hatte zu laut „Torwart“ gerufen. „Unsere Mannschaft gibt es erst seit ein paar Wochen. Wir müssen wohl noch einige Regeln lernen“, kommentierte Coach Thiele die Gelbe Karte gegen seinen Schützling mit einem Augenzwinkern.

Auch feiern können sie: Die vierte Mannschaft des SG Preußen Gladbeck nach dem Sieg über Bayer 05 Uerdingen.
Auch feiern können sie: Die vierte Mannschaft des SG Preußen Gladbeck nach dem Sieg über Bayer 05 Uerdingen.

Piekorz hingegen nahm die Aktion nicht so gelassen hin und quittierte, nachdem er den indirekten Freistoß innerhalb des Strafraums locker hielt, den Dienst und maulte: „So etwas habe ich noch nie erlebt. Rufe ich zu leise, bekommen das die Spieler nicht mit und es kommt vielleicht zu einem Zusammenprall. Rufe ich gar nicht, dann bekomme ich Stress mit dem Trainer.“

   Mit handgezählten 90 Prozent Ballbesitz bestimmten die Preußen die ersten 15 Minuten der Partie ohne sich dabei zählbare Torchancen zu erarbeiten. So war es auch nicht verwunderlich, dass der erste Treffer des Spiels nach einer Standardsituation fiel. Nach einem gefühlvollen Freistoß von Marcel Rühr, schraubte sich Jan Kaiser in bester „Kalle“ Riedle- Manier in die Luft und nickte zur verdienten 1:0-Führung ein. Mit der Führung im Rücken wurde das Spiel der Gladbecker zusehend schwächer und so war es keine Überraschung, dass der Gastgeber in der 31. Spielminute ausgleichen konnte. Nach Sekundenschlaf und zu zögerlichem Herauskommen von Torwart Markus „Kaki“ Weiß, spitzelte der Uerdinger Stürmer den Ball am SGP-Schlussmann zum 1:1 ins Tor. In der Halbzeit reagierte Trainer Thiele mit der Auswechslung der angeschlagenen Spieler Michael Rudolf und Dominik Wagner und brachte Eyup Alp und Meik Kaja ins Spiel. Ebenso brachte die Beorderung von Tim Leinen in die Spitze und Jan Kaiser in die Abwehr mehr Torgefahr ins Spiel der Preußen. Keine fünf Minuten nach Wiederanpfiff klingelte es im Kasten der Gastgeber. Ein erneuter Rühr-Freistoß fand den Kopf von Mario Huesmann. Der Preußen-Verteidiger legte das Spielgerät ab und Patrick Wittig nagelte die Kugel per volley aus 23 Metern zur 2:1-Führung in den Knick. Im Gegensatz zur ersten Halbzeit blieben die Preußen jetzt druckvoll und kamen durch Alp und Leinen immer wieder zu gefährlichen Torabschlüssen. Im dritten Anlauf fand eine Leinen-Fackel schließlich ihren Weg ins Tor und stellte in Minute 58 die verdiente 3:1-Führung her. Für das vierte Preußen-Tor zeigte sich der erfahrenste C-Liga Spieler der Truppe verantwortlich. Nach einer schöner Ballstafette von Marcel Rühr und Tim Leinen in Richtung Strafraum vollendete Meik Kaja in der 67. Minute zum 4:1. Den Schlusspunkt der Partie setzten jedoch die Uerdinger per Elfmeter, nachdem Benjamin Reclik den gegnerischen Stürmer laut eigener Aussage foulen musste, da er alleine gegen drei Spieler stand.

   „Mit dem Ergebnis bin ich natürlich zufrieden, auch wenn es um einige Tore höher hätte ausfallen müssen. Spielerisch war das heute allerdings keine Glanzleistung und vor allem nach dem 1:0 bis zur Pause phasenweise grottenschlecht. Wir dürfen allerdings nicht vergessen, dass wir eine komplett neue Mannschaft sind und eine Menge Spieler vor allem auf dem Spielfeld miteinander bekannt machen müssen“, resümierte Thiele nach der Begegnung.

Tore: 0:1 Kaiser (16.), 1:1 (31.), 1:2 Wittig (50.), 1:3 Leinen (58.), 1:4 Kaja (67.), 2:4 Foulelfmeter (90.)

Aufstellung: M. Weiß (46. A. Piekorz), K. Vorobev, T. Leinen, M. Huesmann, B. Reclik, D. Wagner (46. M. Kaja), M. Wanderer, J. Kaiser (75. D. Thiele), M. Rudolf (46. E. Alp), M. Rühr, P. Wittig

Text: Daniel Thiele, SG Preußen Gladbeck IV

BeTa

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Kommentare: 5
  • #1

    Piekorz-Fan (Montag, 28 Juli 2014 21:37)

    Arkadius Piekorz bester Mann! Der junge kommt von oben, lässt sich nicht verarschen!

  • #2

    69 (Montag, 28 Juli 2014 22:18)

    Kaki kann nur wohl in der ersten! Bei stadtmeisterschaft beste Torwart und in vierte greift er daneben!

  • #3

    C-Liga Scout (Dienstag, 29 Juli 2014 17:23)

    Was ist eigentlich dran an dem Gerücht, dass Transferfuchs Thiele an Daniel "Totto" Griese aka "Die räuberische Raubkatze" als zentrale Schaltzentrale für die Saison 15/16 dran ist?

  • #4

    Arek (Mittwoch, 30 Juli 2014 01:20)

    Geile Truppe! 6-10 Kann man in der Saison erreichen!

  • #5

    Kreisliga Legende (Mittwoch, 30 Juli 2014 18:41)

    #AUFSTEIGER