Stadtmeister trifft auf Stadtmeister, Bottrop spielt gegen Oberhausen

Am Pfingstmontag geht der WAZ-Nachwuchscup in seine siebte Auflage, erneut messen sich im Bottroper Jahnstadion die Titelträger von der A- bis zur F-Jugend. Die WAZ sprach mit dem Jugendvorsitzenden Dieter Wilms und Beisitzer Werner Büttner des ausrichtenden Fußballkreises Oberhausen/Bottrop.

WAZ: In vielen Ehen wird gerne vom verflixten siebten Jahr gesprochen. Nun geht das Treffen der Jugend-Stadtmeister aus Oberhausen und Bottrop in das besagte siebte Jahr...
Wilms: Also haben wir kein verflixtes, sondern ein schönes siebtes Jahr (lacht). Von „Eheproblemen“ gibt es keine Spur.

WAZ: Trotzdem, eine lange Saison mit Meisterschafts-, Pokal- und Stadtmeisterschaftsspielen liegt hinter den Mannschaften. Wie hoch ist da im Juni der Stellenwert eines weiteren Turniers?
Wilms: Die Mannschaften aus beiden Städten haben den WAZ-Nachwuchscup immer gut angenommen. Das motiviert die Spieler schon ungemein, wenn Meister auf Meister trifft und dabei quasi der „Oberstadtmeister“ ausgespielt wird. Zumal über Pfingsten eh nie besonders viel los ist, da haben die Jungs wieder Lust auf Fußball.
Büttner: Die Situation im Fußballkreis 10 ist ja auch eine besondere. Zwei Städte in einem Kreis sind selten, und ein Aufeinandertreffen der Stadtmeister der beiden „Kreishälften“ gibt es sonst im niederrheinischen Fußballverband nicht.

WAZ: War das nicht generell die Grundidee bei der Konzeption des Turniers?
Wilms: Ja, der frühere Bottroper WAZ-Sportredakteur Günter Dohnau und ich haben uns damals zusammengesetzt, weil wir etwas für die Förderung der Jugendmannschaften machen wollten. Da kam Günter Dohnau die Idee mit dem Duell der Stadtmeister, was bei einem aus zwei Städten bestehenden Fußballkreis ja auch Sinn macht und neben dem Kreispokal ein weiterer Saisonhöhepunkt ist. So ging es dann 2008 los.
Büttner: Und dank der Unterstützung zahlreicher Helfer geht es weiter. Der Oberhausener und der Bottroper Sportbund haben uns unterstützt, in Bottrop waren die Fußballsparte, Oberbürgermeister Bernd Tischler und der Ältestenrat des Bottroper Sportbunds stets präsent – sonst wäre das nicht schon sieben Jahre lang gut gegangen.

WAZ: Apropos gut gegangen: Großartige Verletzungen gab es bisher keine, Raufereien auch nicht – es scheint tatsächlich harmonisch zuzugehen zwischen den Teams beider Städte, oder?
Wilms: Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht einmal, ob wir überhaupt schon einmal eine Rote Karte hatten. Aber ja, bisher lief immer alles problemlos. Bis auf ein einziges Team sind auch immer alle Mannschaften angetreten oder haben sich frühzeitig entschuldigt wie der Oberhausener A-Jugend-Stadtmeister Arminia Klosterhardt in diesem Jahr, weil das Team auf Mannschaftsfahrt ist. Da konnten wir mit Sterkrade-Nord rechtzeitig den „Vize“ einladen.
Büttner: Es lassen sich auch immer mal bekannte Fußballer blicken, was für den Nachwuchs ja auch eine tolle Sache ist. Vergangenes Jahr war Zweitligalegende Willi Landgraf zugucken, vielleicht kommt ja auch irgendwann einmal Max Meyer von Schalke vorbei, er ist ja Oberhausener und war lange in unserem Fußballkreis aktiv.
Wilms: Eines sollten wir nicht unerwähnt lassen: In diesem Jahr müssen die Teams erstmals nicht die Kosten für die Schiedsrichter tragen, das war früher häufig ein Kritikpunkt. Da noch einmal ein Dank an die WAZ.

WAZ: Wer sind denn die regelmäßigsten Teilnehmer am WAZ-Cup?
Wilms: Auf Oberhausener Seite ist das ohne Zweifel RWO, bei den Bottropern führt der SV Rhenania mit seinen Teams die Endspielteilnahmeliste an. Diesmal ist das Feld ja ein bisschen gemischter.

WAZ: Oberhausen oder Bottrop – wer hat denn häufiger gewonnen?
Wilms: Vergangenes Jahr hat Bottrop am Ende vier Titel geholt, Oberhausen zwei. Im Großen und Ganzen müsste das aber über die Jahre ziemlich ausgeglichen sein. Klar, wenn in diesem Jahr beispielsweise ei der B-Jugend der Kreisleistungsklassenmeister RWO auf Blau-Weiß Fuhlenbrock trifft, sind die Rot-Weißen natürlich Favorit. Gleiches gilt bei der C-Jugend, in der es Rhenania mit dem klassenhöheren Niederrheinligazweiten RWO zu tun bekommt. Aber warum sollten die Bottroper deshalb Angst haben? Bei den C-Jugendlichen steht Rhenania mitten in der Relegation für die Niederrheinliga – da ist das WAZ-Cup-Spiel gegen RWO eine willkommene weitere Spielgelegenheit am eigentlich spielfreien Wochenende.

WAZ: Geben Sie doch einmal Ihre Tipps für die Spiele am Montag ab.
Wilms: Da halte ich mich lieber zurück, das wird mir in meiner Position als Kreisjugendvorsitzender sonst negativ ausgelegt (lacht). Doch auch wenn der Kollege Büttner und ich Oberhausener sind, heißt das nicht, dass wir den Bottropern nicht die Daumen drücken. Gerade in den Meisterschaftsspielen. Je höher die Teams spielen, egal ob Oberhausener oder Bottroper, desto besser ist das auch für das Ansehen des Kreises und der Städte. Wir sind froh über jedes Team, das den Kreis verlässt, um auf höherer Ebene zu spielen. Das ist ja auch ein Beweis für die gute Jugendarbeit im Kreis.

Die Teamvorstellungen der Bottroper Teilnehmer:


A-Jugend SV Fortuna: http://www.derwesten.de/staedte/bottrop/ein-letzter-aufmarsch-des-erfolgsteams-id9422189.html


B-Jugend BW Fuhlenbrock: http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/bottrop/b-junioren-des-sv-bw-fuhlenbrock-wollen-titel-verteidigen-id9427271.html


C-Jugend SV Rhenania: http://www.derwesten.de/staedte/bottrop/c-jugend-des-sv-rhenania-reitet-auf-der-erfolgswelle-id9434325.html


D-Jugend BW Fuhlenbrock: http://www.derwesten.de/sport/lokalsport/bottrop/wiedersehen-mit-dem-ligakonkurrenten-id9430417.html

Text: Björn Goldmann, WAZ Sportredaktion

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Kommentare: 2
  • #1

    Kunibalt (Sonntag, 08 Juni 2014 00:27)

    Große-Beck regelt das Finale der A-Jgd

  • #2

    frank (Sonntag, 08 Juni 2014 11:06)

    Wann geht's los?