Ungefährdeter 3:0-Erfolg im Fernsehspiel beim KFC

Der SC Rot-Weiß Oberhausen hat beim Tabellenvorletzten KFC Uerdingen im Montagabend-Livespiel einen ungefährdeten 3:0-Auswärtssieg eingefahren. Die Tore für die Kleeblätter erzielten David Jansen, Patrick Bauder und Robert Fleßers. Durch den Dreier konnte die Kunkel-Elf wieder auf den dritten Rang vorrücken.

Bei strömendem Regen und vor gut 1500 Zuschauern im Krefelder Grotenburg-Stadion dauerte es nach dem Anstoß keine zwei Minuten, bis der Ball das erste Mal im Netz der Uerdinger lag. Nach tollem, schnellem Spielzug über die Stationen Patrick Bauder, Ralf Schneider und letztlich David Jansen hatte KFC-Schlussmann Robin Udegbe keine Chance. Der Lange musste die Hereingabe zur Mitte nur noch ins Tor schieben. Der perfekte Start in die Partie war geglückt. Leider konnten die RWO-Zuschauer am Fernsehen die Führung noch nicht „live“ bejubeln, denn zu der Zeit war Sport1 noch bei der Eishockey-WM und noch nicht bei der Liveübertragung in Krefeld.

 

Es dauerte sieben Minuten, bis sich der KFC von dem frühen Schock erholen konnte. Dann gab es einen Freistoß durch Issa Issa, bei dem Kofi Schulz mit dem Kopf an den Ball kam, dieser sich aber nur auf das Tornetz senkte.

 

Im Gegenzug versuchte es RWO ebenfalls mit einem Freistoß durch Ralf Schneider, allerdings brachte auch dieser keine richtige Gefahr und Uerdingens Schlussmann war zu Stelle (10.).Auch in der Folge bestimmte einige Standardsituationen die Partie, da es zum Teil etwas ruppiger auf dem Feld wurde. Aber weder der Versuch der Hausherren, bei dem Ralf Schneider einen Schuss von Issa Issa auf der Linie klären musste (13.), noch der von Schneider selbst, nach dessen Hereingabe auf Freistoß entschieden wurde, brachten Torerfolge (15.).

 

Dann lag der Ball aber plötzlich doch im Netz der Oberhausener, Ex-Kleeblatt versenkte den Ball in den Maschen. Doch der Treffer wurde zu Recht nicht anerkannt, da der Stürmer zuvor Felix Herzenbruch klar gefoult hatte (16.). Auf der Gegenseite gab es keine zwei Minuten dann eine ähnliche Entscheidung. Patrick Bauder nahm Innenverteidiger Ioannis Alexiou den Ball ab, aber auch hier sah das Unparteiieschen-Gespann eine Regelwidrigkeit des Oberhausener Kreativspielers.

 

Im nächsten Angriff landete die Kugel bei David Jansen, der auf den heranstürmenden Ralf Schneider ablegte. Dieser versuchte es mit vollem Risiko mit dem linken Fuß, zielte aber knapp am Tor vorbei. Auch die nächste Gelegenheit sollte den Kleeblättern gehören. Robert Fleßers zog mit der Kugel am Fuß los und beschäftigte gleich drei Abwehrspieler. Mit seinem Pass in die Gasse hatte Gideon Jung frei Bahn Richtung Tor, soll aber erneut einen Meter im Abseits gestanden haben (24.).

 

Aus blieb der Abseitspfiff hingegen auf der Gegenseite beim Angriff von Moses Lamidi und Emrah Uzun. Der türkische Stürmer ließ sich aber so von Philipp Kühn nach außen abdrängen, dass er nicht mehr richtig zum Abschluss kam (27.).

 

Nur eine Minute später hatte Kevin Krystofiak, der für den gesperrten Felix Haas in die Startformation gerutscht war, die Möglichkeit, die Führung für RWO auszubauen. Nach einer Ecke von Ralf Schneider segelte Robin Udegbe an der Flanke vorbei und die Kugel landete am Schienbein von Krystofiak. Von dort kullerte er aber Zentimeter am linken Aluminium vorbei.

 

Nach einer guten halben Stunde versuchte es Rhys Tyler aus gut 18 Metern mit einem Linksschuss. Aber dieser konnte Udegbe im Kasten nicht gefährden (32.). Auf der Gegenseite landete eine Ecke auf dem Kopf von Waldemar Schattner, der, sträflich frei, deutlich über das Tor zielte (35.).

 

Danach ging es auf Oberhausener Seite über mehrere Stationen wieder ganz schnell. Fleßers schickte Jansen, der legte per Hackentrick auf Schikowski ab. Der hatte die perfekte Position für einen Abschluss, wurde aber in letzter Sekunde noch von einem Abwehrbein gestoppt (36.). Bis zur Pause blieben nur noch jeweils zwei Abseitsstellungen auf beiden Seiten zu nennen, sonst passierte nichts Spektakuläres mehr.

 

Mit Wiederanpfiff hatte er durchweg unglücklich agierende Emrah Uzun eine weitere gute Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen. Aber wieder traf er den Ball nicht richtig, so dass er am Toreck vorbei flog (46.).

 

Neun Minuten lang neutralisierten sich beide Teams weitestgehend, ehe RWO wieder den Weg nach vorne fand. Eigentlich super frei gespielt, hatte Patrick Schikowski über links frei Bahn zum Tor. Doch erneut hatte der Linienrichter ihn im Abseits gesehen, eine sehr knappe, aber eher falsche Entscheidung (55.).

 

Die Vorentscheidung fiel dann aber weitere acht Minuten später doch. David Jansen wurde in der Spitze angespielt, täuschte seinen Gegenspieler mit einer Körpertäuschung und wurde dabei von diesem zu Fall gebracht. Schiedsrichter Thomas Altgeld zögerte keine Sekunde und zeigte direkt auf den Punkt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Patrick Bauder ganz sicher zum 2:0 ins linke Eck (63.). Vier Minuten später versuchte es Patrick Schikowski mit einem Schlenzer auf das lange Eck, der Ball flog aber knapp um den Pfosten herum.

 

Die endgültige Entscheidung hätte eigentlich in der 78. Minute fallen müssen. Kevin Krystofiak hatte den Ball erobert und auf Patrick Bauder weitergeleitet. Dessen Flanke landete bei Patrick Schikowski. Freistehend konnte er das Spielgerät aber nicht in den Maschen unterbringen.

 

Daher dauerte es bis zur 88. Minute, ehe der dritte Treffer für RWO fiel. Kurz zuvor hatte Moses Lamidi sein zweites Abseitstor erzielt, welches nicht zählte. Die Kleeblätter machten es besser. Der eingewechselte Marcel Landers lief auf rechts allen auf und davon und behielt die Übersicht. Statt selbst zu schießen legte er zurück auf Robert Fleßers, der an Torhüter und Abwehrspielern vorbei zum 3:0-Endstand einnetzte.


 

 

Stimmen

 

Peter Kunkel (Trainer RWO): „Wir sind hier her gefahren, um zu gewinnen. Das ist uns auch eindrucksvoll gelungen. Uerdingen hat hier um die letzte Chance gespielt, daher war das für uns auch kein Spaziergang. Trotzdem haben wir von Anfang an den Ball gut laufen gelassen. Die frühe Führung war wunderbar herausgespielt und hat uns natürlich in die Karten gespielt. Ich bin wirklich stolz auf das Team und kann für die letzten Wochen und Monate immer wieder nur ein großes Kompliment aussprechen.“

 

Murat Salar (Trainer KFC): „Wir hatten uns unheimlich viel vorgenommen, denn wir wussten, um was es für uns geht. Das frühe Gegentor hat es für uns natürlich ganz schwer gemacht. Trotzdem haben wir uns nicht aufgegeben und weiter nach vorne gespielt. Doch Emrah Uzun hat nicht nur bei seiner größten Chance sehr unglücklich agiert. Im Anschluss hat auch ein wenig der Wille, der Ehrgeiz und die nötige Zweikampfhärte gefehlt. Nach dem 0:2 war die Partie dann entschieden.“

 

 

Aufstellungen                                       

 

KFC: Udegbe, Lamidi, Schulz, Jakubowski, Voorjans (68. Kaplan), Toure, Rubink, Uzun (54. Lerche), Issa, Schattner, Alexiou (84. Ellguth)

 

RWO: Kühn, Tyler, Herzenbruch, Krystofiak, Weigelt, Schneider (84. Landers), Jung, Fleßers, Bauder (86. Talarski), Schikowski (90. Mützel), Jansen

 

 

Schiedsrichter/Assistenten: Altgeld – Berger, Steenebrügge

 

Tore: 0:1 Jansen (2.), 0:2 Bauder (63., Elfmeter), 0:3 Fleßers (88.)

 

Karten: Alexiou (68., Gelb) - Fleßers (Gelb, 22.), Bauder (Gelb, 58.), Herzenbruch (Gelb, 80.)

 

Zuschauer: 1536

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