Keine Tore im Traditionsduell

Am 34. Spieltag der Regionalliga West trennten sich Rot-Weiß Oberhausen und Alemannia Aachen vor 3384 Zuschauern im Stadion Niederrhein torlos 0:0 (0:0). Während Oberhausener und Aachener Fans auf den Rängen phasenweise für Zweitligaatmosphäre sorgten, fanden beide Mannschaften zunächst nur schwer ins Spiel. Die hektische Anfangsphase war auf beiden Seiten geprägt von zahlreichen Fehlern im Aufbauspiel und so blieben die abgeblockten Versuche von David Jansen und Patrick Bauder (7.) lange Zeit die einzigen Torchancen.

RWO erkämpfte sich nach und nach eine leichte Feldüberlegenheit und hatte nach einem Sololauf von Patrick Schikowski auch die nächste Chance, doch der Schuss ging knapp über das Aachener Tor (21.). Auch beim abgeblockten Schuss von Rhys Tyler (29.) und einem Freistoss von Kapitän Benjamin Weigelt (32.) brauchte Aachens Keeper Löhe nicht einzugreifen.

 

In der Schlussphase der ersten Halbzeit erhöhten die "Kleeblätter" dann merklich den Druck auf das Alemannia-Tor, doch nach einem tollen Zuspiel von Patrick Bauder konnte Ralf Schneider nicht zur RWO-Führung vollenden (32.). Aachen blieb im ersten Durchgang vor dem RWO-Tor harmlos und fiel vor allem durch einige hart geführte Zweikämpfe auf.

 

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Rot-Weißen weiter spielbestimmend und kamen nun auch zu mehr Tormöglichkeiten. Nach einem Flankenlauf von Felix Herzenbruch verfehlte Gideon Jung in der Mitte das Tor nur um Zentimeter (50.). Nur zwei Minuten später fiel der Ball nach einem nicht geahndeten Foul im Strafraum an Jung vor die Füße von David Jansen, doch der scheiterte aus acht Metern an Löhe (52.).

 

Nach knapp einer Stunde übertrug sich die Hektik von den Rängen endgültig auf den Platz. Die Gäste verfolgten ihren rustikalen Zweikampfstil auch im zweiten Durchgang und so gerieten Patrick Bauder und Aachens Demai im Mittelfeld aneinander. Knapp fünf Minuten dauerte es bis Schiedsrichter Börner die Rudelbildung aufgelöst hatte. Bauder sah die gelbe, der bereits verwarnte Demai die gelbrote Karte (59.), was wiederum die Aachener Fans dazu verleitete die Partie nahe an den Spielabbruch zu bringen.

 

Nach der Unterbrechung konnten die Rot-Weißen ihre zahlenmäßige Überlegenheit nicht nutzen. Im Gegenteil: Alemannia Aachen bekam das Spiel besser in den Griff und zwang die "Kleeblätter" dazu im eigenen Stadion zu kontern. Ralf Schneider (77.) und Pascale Talarski (79.) vertendelten aber die ihre Kontergelegenheiten leichtfertig.

 

Trotz optischer Überlegenheit im Mittelfeld gelang es Alemannia Aachen auch in dieser Phase nicht, das Tor von Phillipp Kühn stärker unter Druck zu setzen und so blieb es bei einigen harmlosen Distanzschüssen.

 

In der sechsminütigen Nachspielzeit verloren die Alemannen auch noch Niko Opper, der verletzt vom Platz getragen werden musste. Da Trainer Peter Schubert bereits dreimal gewechselt hatte, musste Aachen das Spiel mit neun Spielern beenden. Echte Torchancen gab es aber auf beiden Seiten nicht mehr.

 

Aufstellungen

 

RWO: Kühn - Tyler, Haas, Herzenbruch, Weigelt - Jung, Fleßers, Schikowski (68. Talarski), Bauder, Schneider - Jansen

 

Aachen: Löhe - Hackenberg, Hoffmann, Neppe, Demai - Opper, Drevina (88. Lünenbach), Dowidat (85. Abel), Garcia, Lejan - Duspara (71. Moslehe)

 

Tore: Fehlanzeige

 

Gelbe Karten: Jansen (2), Haas (5), Herzenbruch (4), Bauder (6) - Neppe, Garcia, Duspara

 

Gelb/Rote Karte: Demai (59.)

 

Schiedsrichter: Bastian Börner

 

Zuschauer: 3384

 

 

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