Wechselt Ümit Ertural von BWO zurück zum SC 20 Oberhausen?

Bahnt sich da ein spektakulärer Wechsel an? Ümit Ertural, einer der bekanntesten Fußballer Oberhausens und aktueller Spieler des Bezirksligisten BW Oberhausen, soll zur neuen Saison zurück zum SC 20 Oberhausen wechseln. Das bestätigten sowohl Ertural als auch der Vorstandsvorsitzende des Spielclubs, Thorsten Wild, auf Auf’m Platz-Nachfrage. Ertural war erst vor dieser Spielzeit nach fünf Jahren am Knappenmarkt an die Tulpenstraße gewechselt und folgte damit unter anderem seinem Trainer und Schwiegervater Thorsten Möllmann. Der Wechsel Erturals in die alte Heimat ist allerdings noch lange nicht fix und an Bedingungen geknüpft.

Von Raphael Wiesweg

Auf'm Platz-Chefredakteur Raphael Wiesweg (l.) und Ümit Ertural.
Auf'm Platz-Chefredakteur Raphael Wiesweg (l.) und Ümit Ertural.

„Noch ist keine Entscheidung getroffen“, bestätigt auch Ertural. Der 29-Jährige will zum einen abwarten, ob der Spielclub 20 den Klassenerhalt in der Bezirksliga packt. „Außerdem stehen auch noch Gespräche mit BW Oberhausen aus. Daher wird es, denke ich, erst in zwei bis drei Wochen eine Entscheidung geben“, so der Stürmer weiter, der betont, dass es auch noch auf andere Bedingungen ankäme, ohne aber zu verraten, welche diese sind. Der Spielclub selbst würde Ertural notfalls auf Händen tragen und abholen. „Ja, wir wollen ihn haben. Und wenn irgendwie die Möglichkeit besteht, Ümit Ertural - egal in welcher Funktion - zu uns zurückzuholen, dann werden wir alle Mittel und Wege dafür einsetzen. Sein Abgang im letzten Sommer war sehr bitter für den Verein und Ümit ist ständig Thema beim und um den ganzen Verein herum. Auch schon während der laufenden Saison. Aber wir hängen nun einmal mit dem Kampf um den Klassenerhalt in der Schwebe, das ist eine Scheiß-Situation, eine harte Spielzeit“, so der Vorstandsvorsitzende Thorsten Wild. Ganz weg war Ertural nie vom Knappenmarkt. Nach wie vor spielen seine beiden Söhne dort in der Jugend Fußball. „Es gab vor einiger Zeit erste lose Anfragen und ich könnte mir auch gut vorstellen, Spielertrainer dort zu werden. Allerdings noch mit jemand anderem an meiner Seite, alleine wäre das zu viel Arbeit“, gibt der ehemalige Zweitliga-Spieler von RW Oberhausen ehrlich zu Protokoll. „Noch ist gar nichts entschieden, aber es wäre natürlich schon schön, wenn es klappt“, so Wild weiter.

   Nicht endgültig entschieden ist beispielsweise auch das endgültige Urteil in der „Pfosten-Affäre“, wegen der dem SC 20 Oberhausen in erster Instanz drei Punkte abgezogen wurden und was die Rückkehr Erturals indirekt auch beeinflussen würde. Schließlich geht es für den Spielclub am Ende eventuell um jeden Punkt für den Klassenverbleib. „Wir haben Einspruch eingelegt und das endgültige Urteil ist noch nicht gefallen“, so Wild, der nicht schon wieder ein großes Fass um diese Geschichte aufmachen will, aber plausibel erklärt, warum der Verein Einspruch eingelegt hat. „Das Sportgericht wollte uns eigentlich freisprechen, so hieß es in der Begründung. Man hat aber gesagt, dass der Verein nicht ohne Strafe davon kommen darf, also wurden uns drei Punkte abgezogen. Damit geben wir uns aber nicht zufrieden. In diesem Fall war es nur Michel Hilgert, der als einzelne Person agiert hat. Den Verein trifft hier keine Schuld. Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen und wir haben noch einiges in dieser Saison zu tun. Wir werden kämpfen“, zeigt sich der 1. Vorsitzende des Bezirksligisten entschlossen. Wann hier mit einem endgültigen Urteil zu rechnen ist, weiß aber der Klub aktuell nicht. „Wir haben noch gar keinen Bescheid über die Verhandlung bekommen. Und ich denke, dass ab dem Bescheid noch einmal vier Wochen vergehen, ehe die Verhandlung ist und so lang ist die Saison ja bald gar nicht mehr. Ich denke, dass der Verband sowieso erst einmal abwartet, wie die Saison endet. Und je nach sportlicher Situation man dann sagt, dass es gar keiner weiteren Verhandlung bedarf“, so Wild abschließend. Verläuft am Ende die turbulente Saison des SC 20 noch versöhnlich zu Ende, dann dürfen alle vom Knappenmarkt sich wohl auf die Rückkehr vom verlorenen Sohn freuen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 6
  • #1

    Knappen (Samstag, 26 April 2014 02:17)

    Ümit hol dir den Murat An deiner Seite dann kann den spielclub nix mehr aufhalten. Die alten Jungs ausm knappenmarkt retten spielclub. Hala sc 20 !!! :)

  • #2

    Blau Weißer (Samstag, 26 April 2014 09:17)

    Ümit bleib. Bau dir mit Sascha bei Blau Weiß was auf. Lass dein Schwiegervater mal ein Jahr Pause machen damit Ruhe einkehrt auch um seine Person. SC 20 ist zwar auch dein Verein aber die Eskapaden in letzter Zeit waren einfach zu viel. Die Spieler würden sich freuen.

  • #3

    „Verein schädigendes Verhalten“. (Samstag, 26 April 2014 11:11)

    Michael Hilgert war Mannschaftskapitän des SC20 …. also ein Repräsentant des Spielclubs. Und der soll nun den Pfostenbruch als Privatperson veranlasst haben. Wenn ja, hat er dem Spielclub in höchsten Maß geschadet. Man nennt so etwas auch „Verein schädigendes Verhalten“. Und was macht der Spielclub: Anstatt ihn aus dem Verein zu werfen befördern sie Ihn zum Trainer.

    Michael Hilgert hat hier als Vereinsmitglied und Repräsentant gehandelt und nicht als „Otto Normalverbraucher“!

  • #4

    T. A. (Samstag, 26 April 2014 13:05)

    Alle Mittel und Wege einsetzen um ihn zu holen? Da machen wohl wieder welche die Taschen auf!

    Vielleicht ist es besser auf die Leute zu bauen , die für den Spielclub im Moment spielen und die Klasse halten werden!

  • #5

    Wopper (Montag, 28 April 2014 08:57)

    Dann wird wohl die ganze "Familie" weg von BWO gehen. Datt war wohl nix mit dem BWO Durchmarsch in die Oberliga. Tja, da haben sie den Mund wohl mal wieder zu voll genommen.

  • #6

    zu 3 (Montag, 28 April 2014 12:59)

    Besser kann man es nicht erläutern!!!
    Genau so sieht es jeder normale mensch, der auch nur ganz wenig hirn hat.