Gegendarstellung der Fußballschule „Techniktalente“ zum Kommentar der Eltern

Am letzten Wochenende veranstaltete die Fußballschule „Techniktalente“ in Oberhausen ein dreitägiges Fußballcamp, was im Nachgang bei manchen Eltern für Wirbel sorgte. Nachdem sich fünf von 62 Elternteilen in einem Kommentar bei „Auf’m Platz“ Luft über ihren Ärger verschafften, nahm der Veranstalter den kritischen Kommentar überrascht und verärgert wahr. Im Gespräch mit unserem Magazin rückte Techniktalente-Inhaber Dieter Schulitz einige Fragezeichen ins rechte Licht.

Von Raphael Wiesweg

„Erst einmal muss man sagen, dass wenn man 62 Kinder betreut, es immer dazu kommen kann, dass eines beziehungsweise die Eltern des Kindes mit etwas unzufrieden sein können. Wir haben auch gar nichts gegen konstruktive Kritik. Aber bei dem Kommentar der fünf Eltern kommen wir viel zu schlecht weg, was wir als Betreiber auch so nicht stehen lassen können. Man kann nach den drei Tagen nicht einfach alles mal eben infrage stellen. Wir haben im Nachgang sogar extra andere Eltern angerufen, als wir den Kommentar gelesen haben. Und die haben uns bestätigt, dass sie nicht unzufrieden waren. Ein Elternteil, das auch unterschrieben hatte, habe ich auch angerufen und alles geschildert. Wenn man vorher schon kommuniziert, dann kommt es erst gar nicht dazu“, so Dieter Schulitz, Inhaber der Fußballschule „Techniktalente“.

Schulitz räumt Fehler am ersten Tag ein

Dabei räumt Schulitz auch Fehler ein. „Fakt ist: Am ersten Tag gab es zu wenig Nudeln, da hat sich der Caterer verrechnet. Das ist zum ersten Mal passiert, seit ich mit ihm zusammenarbeite und das ist nun auch schon fünf Jahre. Wir haben sofort Nudeln nachgekauft und in der zweiten Runde haben dann auch die Kinder etwas bekommen, die zunächst etwas nicht bekommen haben. Da haben wir uns zunächst verrechnet und das war ein Fehler. Aber komischerweise haben ausgerechnet auch die Kinder von den Eltern etwas schon in der ersten Runde zu essen bekommen, die sich hinterher beschwert haben, dass es nicht genügend Essen gab. Und diese Kinder haben sogar noch etwas auf ihrem Teller gelassen, aber das steht noch einmal auf einem anderen Papier.“ Schulitz stört sich auch daran, dass ein Elternteil den Kommentar unterschrieben hat, der gar nicht erst anwesend war. Zudem wäre man auch vorverurteilt worden. „Wenn ein Trainer am ersten Tag nicht um halb 9 am Platz ist, weil sein Sohn um 6 Uhr plötzlich ins Krankenhaus musste, haben wir da vollstes Verständnis für. Ich will mal sehen, wie die Eltern es schaffen würden, pünktlich bei der Arbeit zu sein, wenn das eigene Kind kurz zuvor und völlig überraschend ins Krankenhaus musste. Zudem kann man sich ansonsten wirklich nicht beschweren. Wir haben Trainer im Team mit zweimal B- und zweimal C-Lizenzen. Ich glaube so etwas gibt es sehr selten in einem Team für eine Fußballschule“, so Schulitz weiter.

   Während Schulitz einen Fehler am ersten Tag mit dem Essen einräumt, kann er aber nicht verstehen, wie man auch auf vermeintlich kleineren Dingen herumhacken kann. „Es wurde sich ja sogar über die Wasserspender aufgeregt. Wie viele, an falschen Plätzen und so weiter. Wir haben 160 Liter Wasser und 65 Liter Apfelschorle in drei Tagen angeboten, was pro Kopf etwas mehr als einen Liter pro Nase ist. Da sollen die Eltern mal in anderen Fußballschulen gucken, was sie für das Geld bekommen.“ Das Geld war ebenso ein Diskussionspunkt, der für Streit gesorgt hatte. „Die Kinder haben ein Trikot, jeden Tag eine warme Mahlzeit und fünf qualifizierte Trainer bekommen. Noch dazu Getränke und sie waren versichert. Vergleichen sie dann mal Preise mit anderen Fußballschulen und rechnen sie mal bei uns zusammen, wie viel Geld tatsächlich übrig bleibt! Unser Anspruch ist es nämlich nicht, uns die Taschen voll zu machen. Wir verfolgen ein klares Konzept mit unseren Fußballcamps, was auch auf unserer Homepage nachzulesen ist.“

Klares Konzept für vergleichsweise wenig Geld

Anscheinend, so glaubt Schulitz, ist manchen Eltern dann auch nicht bewusst, was alles in drei Tagen geschehen kann. „Fünf- bis Sechsjährige können nicht nach drei Tagen 20 Mal den Ball hoch halten. Es geht in allererster Linie darum, dass sie Spaß haben“, so Schulitz weiter. Der Spaß soll laut den fünf Elternteilen auch zu kurz gekommen sein, weil man gegen Ältere hat spielen müssen. „Früher auf dem Bolzplatz hat man immer gegen Ältere gespielt und sich überhaupt nicht daran gestört. Zudem wird es in allen Fußballcamps so praktiziert, dass immer Jüngere gegen Ältere spielen. Von denen kann man auch lernen. Wer andere Ansprüche hat, der soll zu einem Bundesligisten gehen“, bringt es der ehemalige Bundesligaprofi und Inhaber einer A-Lizenz auf den Punkt, um abschließend hinzuzufügen: „Mit unserer Gegendarstellung wollten wir nur manches in das richtige Licht rücken, damit kein falscher Eindruck durch teils unverständliche Vorwürfe entkräftet wird. Damit sollte jetzt aber auch jegliche Diskussion ruhen, denn wir wollen sicherlich kein Fass aufmachen, sondern nur unseren guten Ruf wahren.“