Oberhausener Spitzenspiel in der Kreisliga B stellt alles in den Schatten

Das ist Amateurfußball! Zwar treffen in der Landesliga beispielsweise unter anderem mit dem SV Rhenania Bottrop und Sterkrade-Nord zwei Teams im Lokalderby aufeinander oder in der Bezirksliga empfängt zum einen der Tabellenzweite Adler Osterfeld den -ersten SF Königshardt und zum anderen bittet der SC 20 Oberhausen zum Alles-oder-nichts-Abstiegskampf-Knüller gegen GW Lankern. Doch wirklich interessieren tut am kommenden Sonntag wohl nur ein Duell: Das zwischen Arminia Klosterhardt III und BW Oberhausen II. Beide Spitzenteams ballerten sich bislang durch die Kreisliga B und beiden ist bewusst: Der Sieger wird aller Voraussicht nach in der nächsten Spielzeit in der höchsten Kreisklasse kicken.

Landesliga

SV Rhenania Bottrop (10.) - Sterkrade-Nord (9.)

"Wir haben einen Lauf und sich nach vier Siegen in Serie so selbstbewusst, dass wir sagen, dass wir am Sonntag drei Punkte mitnehmen wollen", so Nords Trainer Lars Mühlbauer mit Blick auf das Auswärtsspiel am Sonntag beim SV Rhenania Bottrop. Die Rhenanen selbst tankten unter der Woche mit dem 4:3-Erfolg über den Tabellenvierten Niederwenigern ebenfalls Selbstvertrauen für das Duell der Tabellennachbarn am Sonntag. Denn in der Liga trennen beide Mannschaften nur einen Platz, dafür aber vier Punkte. Durch den Rückzug von TuB Bocholt unter der Woche ergab sich zudem ein anderes Tabellenbild, da einigen Mannschaften sechs und anderen drei Punkte abgezogen wurden.

Wird aller Voraussicht nach in den kommenden Tagen Vater: Christian Zier. Foto Nord
Wird aller Voraussicht nach in den kommenden Tagen Vater: Christian Zier. Foto Nord

   "Die Stimmung bei uns ist eigentlich hervorragend. Doch durch den Rückzug von TuB war die Stimmung bei den Jungs ein wenig betrübt. Ich weiß aber nicht warum. Man muss schließlich bedenken, dass die eigentlich kommenden Gegner von TuB dann an den jeweiligen Spieltagen frei haben und wir eben nicht. Wir haben da also die Gelegenheit Punkte zu holen", erklärt Rhenanias Trainer Oliver Dirr. "Der Rückzug ist für alle Beteiligten nicht gut. Aber damit müssen wir leben und das war auch kein großes Thema innerhalb der Mannschaft, so Lars Mühlbauer."

   Viel wichtiger als der Rückzug von TuB Bocholt ist das Duell am kommenden Sonntag. "Ich habe großen Respekt vor Rhenania. Wir müssen alles geben um etwas mitzunehmen. Wer auf die Tabelle schaut, sieht natürlich, dass das ein doppelt wichtiges Spiel ist. Mit einem Sieg können wir einen Teil vom Haken vom Klassenerhalt machen", erhofft sich Lars Mühlbauer einen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Auch Rhenanias Trainer, Oliver Dirr, weiß um die Bedeutung dieses Spiels: "Klar hat Nord eine Riesenqualität und eine große Körperpräsenz. Aber wir stehen nicht unter dem brutalen Druck gewinnen zu müssen. Doch klar ist auch, dass wir nicht verlieren dürfen. Ich könnte schon mit einem Punkt leben." Dennoch stellt Dirr auch klar: "Wenn wir gewinnen, war das fast schon die halbe Miete. Wir brauchen noch drei Siege um in meinen Augen die Klasse zu halten." 

Fehlt nach seinem Muskelfasserriss: Dennis Cziuraj.
Fehlt nach seinem Muskelfasserriss: Dennis Cziuraj.

   Beide Trainer haben vor dem Anpfiff am Sonntag mit Ausfällen zu kämpfen. Auf Seiten der Nordler ist Michael Kunze verletzt und kann ebenso nicht mitwirken wie der ebenfalls verletzte Tobias Biegierz und der gesperrte Oliver Straub. Zudem steht hinter dem Einsatz von Christian Zier ein Fragezeichen: "Christian wird wohl in den kommenden Tagen Vater und daher kann man noch nicht sagen, ob er Sonntag ist", erklärt Mühlbauer. Bei den Rhenanen werden Denniy Cziuraj (verletzt), Robin Göbler (beruflich verhindert) und Arthur Wcislo fehlen. "Da Robin nicht da ist, werde ich mich auf die Bank setzen, wobei ich hoffe, dass ich nicht spielen muss", so Rhenanias Trainer und Ersatztorhüter am Sonntag. Zudem war Ali Akdeniz unter der Woche krank, so dass sein Einsatz am Sonntag noch nicht sicher ist.

   Oliver Dirr hat besonders vor den Qualitäten von Nords Offensivakteur Daniele Kowalski Respekt: "Den Jungen müssen wir am Sonntag ausschalten, keine Frage", fordert Dirr seine Defensivreihen auf. Im Hinspiel gelang es den Rhenanen nicht ganz, da "Kuba" Kowalski zum 4:0-Heimsieg der Nordler über desn SVR einen Treffer beisteuern konnte. Sollte sich dieser Erfolg am Sonntag wiederholen, wäre der Klassenerhalt für Sterkrade-Nord in greifbarer Nähe. Für den SV Rhenania könnte eine Niederlage das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz bedeuten. Spannung ist also garantiert, wenn es am Sonntag heißt: SV Rhenania Bottrop gegen Sterkrade-Nord. 

Anstoß: 15 Uhr

DaWi

 

VfB Bottrop (8.) - Viktoria Buchholz (13.)

Auch wenn die Nachricht nicht überraschend kam und somit auch nicht wie eine Überbombe eingeschlagen hatte, so gibt es nach dem Rückzug der Mannschaft von TuB Bocholt am gestrigen Tag doch zwei Lager in der Landesliga: Gewinner und Verlierer. Denn während einigen Teams, die derzeit mitten im Abstiegskampf stecken, sechs Punkte von der Haben-Seite gestrichen wurden, gibt es auch die Mannschaften, die nicht oder noch nicht zwei Mal gegen TuB in dieser Spielzeit erfolgreich waren. So ein Team ist der VfB Bottrop, dem man somit lediglich drei Zähler wieder gestrichen hat. „Der Rückzug der Bocholter lag natürlich in der Luft. Und wir sind eine der Mannschaften, der dieser Rückzug zu Gute kommt.

Christian Müller.
Christian Müller.

Jetzt gestaltet sich der Blick auf die Tabelle für uns noch einmal freundlicher“, so Bottrops Co-Trainer Christian Müller, der zwar seine Jungs auf einem sehr guten Weg in Richtung Klassenerhalt sieht, aber dennoch weiter warnt. „Wir lassen uns von dieser ganzen Geschichte nicht beirren, wir wissen immer noch um die Brisanz der Tabelle, auch wenn wir dem Klassenerhalt natürlich ein großes Stück näher gekommen sind“, so Müller. Der erwartet mit seinen Schützlingen am Sonntag die Viktoria aus Buchholz im heimischen Jahnstadion. Ein unangenehmer Gegner, wie alleine der Blick auf die Tabelle verrät. Denn dort sind die Duisburger zwar zehn Punkte hinter dem VfB gelistet, könnten mit einem Sieg über die Bottroper allerdings wieder spürbar Luft in punkto Klassenerhalt schnuppern. Umso besser, dass bis auf David Gajda auch in dieser Woche wieder alle Schwarzweißen an Bord sind und Coach Mevlüt Ata zur Verfügung stehen werden. „Dadurch müssen wir nicht umstellen und können auf das gleiche System der vergangenen Spiele bauen. Denn damit haben wir auch in der vergangenen Woche bei Arminia Klosterhardt ein starkes Spiel abgeliefert. Durch diese Faktoren können wir etwas befreiter ins Spiel gegen Buchholz gehen“, so Christian Müller.

Anstoß: 15 Uhr

Bröhli

 

Mülheimer SV (14.) - Arminia Klosterhardt (3.)

Also eines kann man den Arminen nicht vorwerfen: nämlich dass zum Ende der Spielzeit die Luft raus wäre. Das Gegenteil ist der Fall. Das dürfte aber mit Sicherheit auch darin begründet sein, dass Trainer Dennis Washofer mit seinen Schützlingen fest an einem Ziel hält, welches es jede Woche aufs Neue zu erobern gilt: die Festigung von Rang drei - mit Option und Blick auf die nur einen Punkt besser postierten Schonnebecker auf den zweiten Rang der Landesliga-Tabelle. „Wir wollen den dritten Platz und natürlich den geringen Abstand zu Schonnebeck halten, dann haben wir es bald im Aufeinandertreffen bei uns am Hans-Wagner-Weg selber in der Hand, den zweiten Platz zu erobern“, rechnet Klosterhardts Übungsleiter Dennis Washofer vor.

Marc Walenciak fehlt weiterhin.
Marc Walenciak fehlt weiterhin.

Der ist sich über die Schwere der Aufgabe am Sonntag bei den Kellerkindern aus Mülheim absolut bewusst. Denn der Tabellen-Vierzehnte hat, ebenso wie viele andere Mannschaften gegen die die Arminen derzeit antreten, gegen die Oberhausener so rein gar nichts zu verlieren und kann völlig unbeschwert und frei drauf losspielen. „Mülheim ist nicht abgeschlagen, sie können noch was reiße in Richtung Klassenerhalt. Und auch wenn sie in der vergangenen Woche rote Karten bekommen haben, sie sind für uns ein sehr unangenehmer Gegner, gegen den wir höllisch aufpassen müssen. Das muss auch am Sonntag in den Köpfen der Spieler sein“, mahnt Coach Washofer zur Vorsicht. „Wir müssen absolut wach sein, eine geschlossene Mannschaftsleistung abliefern und unser Spiel zeigen, dann werden wir das passende Ergebnis erzielen“, so Washofer. Der muss weiterhin auf Kapitän Marc Walenciak verzichten, dafür sieht es bei Philip Bauer wieder nach seiner Wadenverhärtung ganz nach einem Einsatz aus. Gar nicht mehr im Leibchen der Klosterhardter wird künftig nach einem äußerst kurzen Gastspiel Alexander Tschalumjan sein. Den Kicker zieht es in Kürze wieder zurück in seine alte Heimat nach Oldenburg.

Anstoß: 15 Uhr

Bröhli

 

Die weiteren Partien in dieser Liga:

SC Bocholt - Spvg Schonnebeck

ESC Rellinghausen - SF Hamborn

FSV Duisburg - 1. FC Bocholt

Vogelheimer SV - SF Niederwenigern

Duisburger SV -> Spielfrei

Bezirksliga

SC 20 Oberhausen (12.) - GW Lankern (14.)

Abstiegskampf in der Bezirksliga! Wenn am kommenden Sonntag um 15 Uhr der Schiedsrichter die Partie anpfeift, geht es für beide Mannschaften nur um eines: den Sieg. Sowohl SC 20 Oberhausen, als auch GW Lankern stecken mitten im Kampf um den Klassenerhalt und stehen in der Pflicht zu punkten, denn in der Bezirksliga geht es verdammt nochmal eng zu. Nur sechs Zähler trennen den Tabellensiebten und den 13. in der Tabelle. Klingt nicht viel, ist es auch nicht. Mit 29 Punkten rangieren die Oberhausener auf Platz zwölf und mit einem Sieg kann schon der neunte Tabellenplatz winken. Der kommende Gegner von der Elf von Trainer Michel Hilgert GW Lankern rangiert auf dem 14. Platz in der Tabelle und kann mit einem Erfolg mit den Hausherren gleichziehen.

   Einen Favoriten gibt es in dieser Partie, wenn überhaupt nur, wegen des Heimrechts. Beide Teams zeigten im Laufe der Spielzeit überwiegten schlechte Ergebnisse. Zwar siegten die Oberhausener dreimal mehr, Lankern hingegen dreimal öfter Unentschieden, so dass sich das alles ausgleicht. Fakt ist, beide Mannschaften stehen in der Pflicht und müssen gewinnen. Ein Unentschieden hilft in diesem Fall keinem Team groß weiter.

Anstoß: 15 Uhr

BeTa

 

BW Dingden (8.) - SV Fortuna Bottrop (9.)

Nach dem „blutleeren“ Auftritt gegen GW Lankern (1:1) bekommen die Fortunen nun die nächste Chance einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. Allerdings wird es eine enorm schwere Aufgabe. Denn Gegner BW Dingden ist bis dato das zweitbeste Team der Rückrunde. 20 Zähler sammelte der Tabellenachte in zehn Rückrundenpartien. Niederlagen gab es nur am gestrigen Donnerstag in 08/29 Friedrichsfeld und zu Hause gegen den Spitzenreiter SF Königshardt. Vor der Niederlage am Donnerstag war man vier Spiele ungeschlagen. Und nicht nur in der Rückrunde blühen die Blau-weißen auf, auch zu Hause sind sie nicht zu unterschätzen, wo sie wie in der Rückrunde 20 ihrer 33 Punkte sammelten.

   Zieht man schon mal die drei Zähler ab, die der SC 20 als Strafe aufgebrummt bekommen hat, können die Bottroper mit einem Auswärtserfolg, unabhängig davon wie das Spiel zwischen SC 20 und Lankern ausgeht, ihren Vorsprung auf die Abstiegsränge auf fünf Zähler ausbauen. Denn der SV Krechting, die wie der Hamminkelner SV ebenfalls 29 Punkte haben, hat spielfrei an dem Wochenende. Aber auch sonst hat es der Aufsteiger weiterhin in der eigenen Hand. Von allen gefährdeten Teams ab Rang Sieben, hat die Elf von der Rheinbabenstraße noch die meisten Partien zu absolvieren. Und vor SC 20 und Lankern, die ebenfalls noch sechs Saisonspiele haben, hat man fünf Punkte Vorsprung.

   Doch damit es am Sonntag klappt, erwartet Gäste-Trainer Marco Hoffmann ein anderes Auftreten seiner Mannschaft: „Nach den letzten beiden 90 Minuten müssen wir jetzt eine Reaktion zeigen. Das 1:1 gegen Lankern hat gezeigt, wenn wir unsere Basics nicht hinbekommen, wird es nichts mit einem ordentlichen Resultat. Unsere Grundtugenden, die Laufleidenschaft und die Laufleistung waren nicht am Anschlag. Zudem fehlte die gewisse Körperlichkeit um die Grundlage zu legen, ein positives Ergebnis zu erzielen.“ Da die Bottroper am 1. Mai beim drittbesten Heimteam der Liga, PSV Wesel-Lackhausen II, antritt, sollte man in Dingden den Grundstein legen, damit eine mögliche Niederlage in Wesel nicht zur Bredouille wird.

Anstoß: 15 Uhr

ThIl

 

Dostlukspor Bottrop (7.) - Borussia Bocholt (15.)

Sebastian Stempel ist ausgeruht. Der Trainer von Dostlukspor Bottrop hat Urlaub. Das war es dann aber auch schon mit der Ruhe und Gelassenheit. Denn beim Bottroper Bezirksligisten aus Batenbrock ist es in den letzten Wochen sehr ernst geworden. Nicht nur die Personalsituation ist sehr angespannt. Auch die sportliche Lage war schon einmal deutlich entspannter. Der Spielertrainer selbst ist auch seit Wochen angeschlagen und hat Probleme mit seinem Oberschenkel. Andere Spieler kehren am Sonntag auch nicht aus dem Lazarett zurück. Im Gegenteil: „George Nasser fällt auch aus, das ist sehr bitter, weil er zuletzt noch zu den Stärksten zählte“, so Stempel über seinen Schützling.

Dostlukspor-Trainer Sebastian Stempel fordert ohne Wenn und Aber einen Heimsieg.
Dostlukspor-Trainer Sebastian Stempel fordert ohne Wenn und Aber einen Heimsieg.

   Ausgerechnet jetzt, ist man geneigt zu sagen. Denn für Dostlukspor Bottrop steht außer Frage ein mehr als nur wichtiges Heimspiel an, wenn der Tabellenvorletzte aus Bocholt zu Gast ist, der zuletzt immerhin die rote Laterne an den VfR 08 Oberhausen abgeben konnte und somit noch nicht alle Hoffnungen auf den Klassenerhalt begraben haben dürfte. „Ja, Sonntag zählt nur ein Heimsieg“, nimmt Stempel kein Blatt vor dem Mund, wohl wissend, dass alles andere man ihm auch nicht glauben würde. In gewisser Weise ist man in Batenbrock noch einigermaßen ruhig, was ausgerechnet an diesen Duellen liegt. Stempel bringt es auf den Punkt: „In unseren restlichen Saisonspielen treffen wir fast nur noch auf Teams, die hinter uns stehen. Ich habe mir vor ein paar Tagen die Übersicht bei Auf’m Platz angeguckt, die sehr praktisch war in Sachen Abstiegskampf Bezirksliga. Da hat man sehr schön auf einen Blick gesehen, wer noch gegen wen spielen muss. So werden beispielsweise auch noch andere Teams von unten direkt aufeinandertreffen und sich somit auch gegenseitig die Punkte wegnehmen. Und wir haben alles in der eigenen Hand, weil wir noch auf die meisten aus dem Keller treffen.“ Auf Unterstützung aus der eigenen Reserve in Form von Personal kann Stempel nicht bauen, auch wenn diese quasi schon fast durch ist in Sachen Kreisliga A-Aufstieg. „Die Reserve geht selber personell am Stock, da haben wir alle momentan wenig Spielraum“, fasst es der Spielertrainer des Bezirksligisten zusammen.

Anstoß: 15 Uhr

RaWi

 

PSV Wesel-Lackhausen II (6.) - VfR 08 Oberhausen (16.)

Ist es die letzte Chance noch einmal in den Abstiegskampf aktiv einzugreifen? Das Tabellenschlusslicht der Liga VfR 08 Oberhausen ist beim Polizeisportverein Wesel II zu Gast und hat eigentlich keine andere Wahl als mit drei Zählern wieder zurück nach Oberhausen zu fahren. Ganze neun Punkte Rückstand sind es nun schon für die Oberhausener auf einem Nichtabstiegsplatz und bei einer weiteren Niederlage könnten es schon zwölf sein. Das bedeutet, dass man in den letzten fünf Spielen zumindest vier Spiele als Sieger verlassen und muss und die direkten Konkurrenten gar nicht mehr punkten dürfen. Ein äußerst unwahrscheinlicher Fall.

   Für den kommenden Gegner PSV Wesel II geht es in dieser Spielzeit um nicht mehr viel. Der Sprung nach ganz oben ist abgefahren und nach unten hat man genug Vorsprung, so dass man sich eigentlich zur Ruhe setzen könnte. Aber am Sonntag können die Weseler noch einiges für ihr Torverhältnis, auch wenn es in der Bezirksliga nicht zählt, machen. Schließlich ist mit dem VfR 08 die Schießbude der Liga zu Gast. Im Schnitt kassierten die Oberhausener pro Partie drei Tore, insgesamt sind es schon 77 Stück in 25 Spielen. Harte Zahlen und Fakten, aber man scheint auch nicht unverdient dort unten zu stehen. Doch noch ist etwas Zeit um die Saison noch nicht ganz ad acta zu legen und mit einem Erfolg kann man zumindest theoretisch noch einmal in den Kampf eingreifen.

Anstoß: 15 Uhr

BeTa

 

Adler Osterfeld (2.) - SF Königshardt (1.)

Vom Papier her ist es das Spitzenspiel der Bezirksliga schlechthin. Schließlich empfängt der Tabellenzweite den Tabellenersten. Mit einem Heimsieg könnte der Adler aus Osterfeld die Liga sogar noch einmal etwas spannend machen, auch wenn der Rückstand von zehn Punkten auf den Spitzenreiter doch schon ganz schön happig ist. Und auch der Gastgeber selbst gibt sich aufs Maximale bescheiden. „Die SF Königshardt sind für mich ganz klarer Meister und sicherer Landesliga-Aufsteiger. Daran werden auch wir nichts rütteln können. Wir haben im Verein ganz andere Probleme und das ist unsere Reserve-Mannschaft, die in der Kreisliga A gegen den Abstieg kämpft. Daher werden wir Sonntag einige Spieler erneut zur Reserve schicken, und dann schauen wir mal, ob uns immer noch eine Überraschung gegen Königshardt gelingen kann“, so Adler-Cheftrainer Udo Hauner.

Adlers Andre Badur feiert am Sonntag wahrscheinlich ein kurzes Comeback. Foto: Adler Osterfeld
Adlers Andre Badur feiert am Sonntag wahrscheinlich ein kurzes Comeback. Foto: Adler Osterfeld

   Sein Gegenüber will darauf gar nicht eingehen. „Ich habe mir mal die letzten 24 Spiele angeschaut und da war kein einfaches Spiel dabei. Also werden wir auch Sonntag kein einfaches Spiel haben. Es ist völlig egal, wen Adler aufs Feld schickt, denn Namen spielen keine Rolle. Osterfeld wird sich daheim nicht vor den eigenen Zuschauern hinstellen und sich einfach dahingehen lassen“, ist sich Dirk Wißel sicher, dass sein Trainerkollege die gastgebende Mannschaft gut einstellen wird. Es ist sowieso auch ein Duell der Trainer-Füchse. Denn sowohl Hauner als auch Wißel sind die heimlichen Stars ihrer Klubs. Beide stapeln seit Saisonbeginn tief und geben sich Woche für Woche bescheiden, um den Druck von der jeweils eigenen Mannschaft fernzuhalten. So mauserten sich beide zu Spitzenteams in der Bezirksliga. Vor allem Hauner war es, der noch bis zuletzt immer wieder predigte, zunächst die nötige Punktzahl einzufahren, die den sicheren Klassenerhalt beschert. Wohlgemerkt ist der Adler mittlerweile auf dem zweiten Tabellenrang gelandet. „Ich bin nun mal kein Freund davon, auf die Kacke zu hauen, wobei ich ja jetzt zugeben kann, dass ich schon nach zwei Monaten gemerkt habe, dass wir zu mehr fähig sein werden, als nur den Klassenerhalt einfahren zu können. Wir hatten immer eine super Trainingsbeteiligung und die Jungs waren mit unglaublich viel Eifer dabei“, ist Hauner stolz auf seine Truppe. Nicht zu Unrecht. Schließlich stand im letzten Sommer noch die Auflösung der Erstvertretung im Raum. Jetzt steht der Abstiegskampf der Zweitvertretung im Fokus, womit das eigene Spiel in den Hintergrund gerät. „Saglam, Boukdir, mein Sohn Tobias und auch Pach haben zuletzt ja dort schon ausgeholfen, mal schauen, wer Sonntag auch noch dort aushelfen wird. Ich denke nun einmal vereinsorientiert und daher liegt mir sehr am Herzen, dass die Zweitvertretung den Klassenerhalt packt“, so Hauner, der dennoch ebenso betont: „Ich habe kein Bock gegen Königshardt zehn Dinger zu kassieren. Zudem wollen wir auch in den nächsten Wochen keine Wettbewerbsverzerrung machen und beispielsweise für SW Alstaden gegen die Konkurrenz punkten. Also müssen wir schon irgendwie eine gute Mitte finden.“ Dass ihm das gelingt, dessen ist sich Wißel sicher. „Wenn man den Aussagen Hauner Glauben schenken darf, dann spielen Sonntag nicht die beiden ersten Teams der Liga gegeneinander, sondern die ersten Teams, die den Klassenerhalt feiern konnten“, muss der Königshardter Trainer schmunzeln, der Sonntag wieder auf die zuletzt fehlenden Wojtek Musial und David Mertesacker zurückgreifen kann. „Das Hinspiel war schon eng und das wird das Rückspiel auch“, ist sich Wißel weiter sicher. Sicher ist aber nicht, wer zwischen den Pfosten steht. Nur eines ist sicher: „Ich habe mit beiden Torhütern gesprochen, beide sind gut und beide werden je dreimal noch in den verbliebenden sechs Partien spielen.“

Anstoß: 15 Uhr

RaWi

 

Hamminkelner SV (11.) - BW Oberhausen (3.)

Für die Blau-Weißen aus Lirich ist die Saison schon gelaufen. Nach oben hin sind es elf Zähler Rückstand und auch großartig in der Tabelle abfallen werden die Oberhausener nicht mehr. Nichtsdestotrotz legt BWO-Trainer Thorsten Möllmann sehr viel Wert auf Fair-Play und wird alles dafür geben, die Saison vernünftig zu Ende zu spielen und natürlich auch Schützenhilfe für die gegen den Abstieg kämpfenden Teams wie SC 20, SW Alstaden oder auch SV Fortuna Bottrop. Und da kann der Tabellendritte am Sonntag gleich mit starten, denn es geht gegen den Tabellenelften Hamminkelner SV. Der HSV ist punktgleich mit Möllmanns Ex-Klub SC 20, die jedoch noch drei Zähler abgezogen bekommen, hat aber einen beziehungsweise zwei Punkte Rückstand auf SW Alstaden, die an diesem Sonntag spielfrei haben, und auf Fortuna Bottrop.

   „Wir werden den anderen Teams aus Oberhausen und Bottrop nichts schenken. Aber wenn wir ihnen helfen können, dann wollen wir das auch machen, indem wir uns vernünftig präsentieren“, so Möllmann, der für Sonntag auf acht Spieler verzichten muss und somit auch nicht der Reserve helfen kann, die in der Kreisliga B das Spitzenspiel gegen den Zweitplatzierten Arminia Klosterhardt bestreitet und mit einem Dreier schon eine Vorentscheidung schaffen können. Unterschätzt werden darf der HSV jedoch nicht. Denn die Oberhausener sind auswärts alles andere als stabil. Fünf Niederlagen gab es bis dato in der Fremde, drei davon gegen Mannschaften, die sich momentan in der Abstiegsregion wieder finden.

Anstoß: 15 Uhr

ThIl

 

08/29 Friedrichsfeld (5.) - Arminia Klosterhardt II (4.)

Auf Nachfrage von Auf’m Platz muss Arminia-Trainer Christian Dahlbeck nicht lange zögern: „Ja, so gesehen ist das Spiel am Sonntag eines um die goldene Ananas.“ Kein Wunder, denn beide Teams sind weit von Gut und Böse entfernt, können weder auf- noch absteigen. Zudem rückt einfach ein anderes Spiel zumindest aus Sicht der Gäste in den Vordergrund: „Das Top-Spiel der Drittvertretung steht im Fokus, daher werden wir den einen oder anderen Mann abgeben. Aber wir werden schon mit elf Mann nach Friedrichsfeld reisen“, gibt „Dahli“ die Marschroute augenzwinkernd vor.

Arminen-Trainer Christian Dahlbeck ist sich sicher, dass seine Mannschaft in Friedrichsfeld punkten wird.
Arminen-Trainer Christian Dahlbeck ist sich sicher, dass seine Mannschaft in Friedrichsfeld punkten wird.

   Neben Dyballa und Schermoly werden noch weitere Kicker demnach fehlen. „Der Trainer Marc Kallweit hat die freie Auswahl“, zeigt sich Dahlbeck sehr offen, was für ihn aber auch selbstverständlich ist. „Wir sind ein Verein, und wenn die Möglichkeit besteht, neben einem Landesliga- und einem Bezirksliga-Team noch eines in der Kreisliga A zu haben, dann ist das eine einmalige Chance, die man wahrnehmen sollte. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es so etwas schon mal hier in der Umgebung gegeben haben soll“, so Dahlbeck, der seine Aussagen weiter begründet: „So wurde und wird auch immer bei der Arminia gedacht, egal, ob es um Auf- oder Abstiegskampf ging.“ Dahlbeck will aber trotz des Knaller-Spiels der eigenen Drittvertretung zwei Etagen tiefer den Lichtkegel nicht vollends von der eigenen Mannschaft nehmen. „Ich gehe fest davon aus, dass wir Sonntag weiter punkten werden. Egal, wer momentan in welcher Mannschaft spielt: jeder hat einfach richtig Bock zu kicken. Das hat man sicherlich auch letzte Woche beim 10:0 gesehen.“ Und bei all‘ den Personaldiskussionen unterstreicht Dahlbeck die Ernsthaftigkeit: „Wir fahren Sonntag da nicht hin, um sieben Stück zu kassieren.“

Anstoß: 15 Uhr

RaWi

 

Die weiteren Partien in dieser Liga:

SV Krechting -> Spielfrei

SW Alstaden -> Spielfrei

Kreisliga A

SG Osterfeld (5.) – Arminia Lirich (2.)

Für den Tabellenzweiten der Kreisliga A, Arminia Lirich, geht es am kommenden Sonntag zur SG Osterfeld. Die Arminen wollen mit einem Sieg ihre Ausgangsposition im Kampf um den Aufstieg weiter verbessern. Für SGO geht es lediglich noch darum, den fünften Tabellenplatz zu sichern, der Abstand nach ganz oben ist zu groß.

   Drei Teams kämpfen derzeit noch um den zweiten Aufstiegsplatz in der Kreisliga A. Die besten Karten dabei hat Arminia Lirich. Drei Zähler beträgt aktuell der Vorsprung auf den Tabellendritten, SC 1912 Buschhausen, fünf sind es auf den Vierten, Sterkrade 06/07. Doch die Konkurrenz lauert auf einen Ausrutscher der Mannschaft von Trainer Christian Kinowski. Die Meisterschaft scheint derweil so gut wie vergeben. Acht Punkte Rückstand hat Lirich auf den Spitzenreiter, SV Concordia Oberhausen.

   Am Sonntag gastieren die Arminen bei der SG Osterfeld. Es ist das Duell zwischen der viert- und der drittbesten Rückrundenmannschaft. Beide Teams kamen bärenstark aus der Winterpause. Aus den neun Partien im Pflichtspieljahr 2014 konnten sowohl die SGO, als auch Lirich, ganze 21 Zähler sammeln. Geschlagen geben mussten sich die beiden Oberhausener Clubs lediglich jeweils gegen Sterkrade 06/07 und den SV Concordia. Am vergangenen Wochenende gelang Arminia Lirich ein souveräner Kantersieg gegen den Tabellenletzten. Mit 9:2 wurde der RSV Klosterhardt vom Feld gefegt. SG Osterfeld besiegte vor Wochenfrist Glück-Auf Sterkrade ebenfalls deutlich mit 5:1.

   Die Osterfelder müssen am Sonntag einige Ausfälle kompensieren. „Der Kader ist ja aber groß genug. Nach dem Erfolgserlebnis letzte Woche konnten wir wieder Selbstvertrauen tanken. Ziel muss es sein auch mal eines der vier Teams über uns zu schlagen. Wir werden sicherlich nichts verschenken und warten mal ab, wie Lirich auftreten wird“, ist SGO-Trainer Patrick Wojwod gespannt auf das Spiel gegen den Tabellenzweiten. Sein Gegenüber, Christian Kinowski, freut sich auf eine „Knallerpartie“: „SGO ist eine der besten Rückrundenmannschaften, wir haben großen Respekt. Allerdings sind wir Tabellenzweiter und wollen unsere Position verteidigen. Dafür brauchen wir am Sonntag drei Punkte.“ Verzichten muss Kinowski einzig auf Domenico Calderone.

   Lirich geht leicht favorisiert in die Partie bei der SG Osterfeld. Will die Kinowski-Elf weiter die besten Karten im Rennen um Platz zwei behalten, muss am Sonntag möglichst ein Auswärtssieg her.

Anstoß: 15 Uhr

FeHü

 

SC 1912 Buschhausen (3.) - VfR 08 Oberhausen II (7.)

Egal welcher Gegner kommt, für den SC kann es nur eine Devise geben: Mit aller Macht gewinnen. Drei Punkte trennen den SC und den Tabellenzweiten Arminia Lirich. Am vorletzten Spieltag kommt es zum Aufeinandertreffen beider Teams und will man bis dahin noch Chancen auf den Aufstieg haben, darf man sich keinen Patzer erlauben, ausgehend davon, dass die Liricher all ihre Spiele gewinnen werden. Empfangen werden die Hausherren, die zuletzt am 15. Spieltag verloren haben, den Tabellensiebten VfR 08 Oberhausen II. Die 08er kassierten in den letzten drei Partien 14 Gegentore, was untere anderem davon kommt, dass Coach Günter Gbür wichtige Spieler zur Erstvertretung abgeben musste, die in der Bezirksliga gegen den Abstieg kämpfen.

Ist sehr zuversichtlich was den Aufstieg angeht: SC-Trainer Andre Nowak.
Ist sehr zuversichtlich was den Aufstieg angeht: SC-Trainer Andre Nowak.

Sowie auch diesen Sonntag die Brüder Andre und Marcel Finger aushelfen müssen. Zudem wird wohl Marco Becker zu ersten Mannschaft stoßen. Dafür kehren Sascha Knoblauch, Mario Brambosch und Mirco Remmerde zurück in den Kader des A-Ligisten. Doch ob Knoblauch spielen kann steht noch in den Sternen, denn er ist genauso wie Selim Richter und Jörg Kneifel angeschlagen. „Das ist natürlich eine Scheißsituation für uns. Und dann noch gegen Buschhausen. Doch für können uns die Gegner nicht aussuchen und eine einfach Aufgabe gibt es für uns eh nicht“, so Gbür, der seine Mannschaft noch nicht als gerettet ansieht: „Ich habe immer gesagt, dass man mindestens 40 Punkte haben muss. Wenn wir von vier Absteigern aus der Bezirksliga ausgehen, haben wir nur acht Punkte Vorsprung.“ Angesichts von fünf auszustehenden Partien und dem nicht gerade leichten Restprogramm (SC 1912 Buschhausen, Sterkrade-Nord II, SV Concordia, Adler Osterfeld II und Barisspor), könnte es noch einmal eng werden für die VfR-Reserve.

   Eng wird es auch für Buschhausen, das nach dem Heimspiel gegen VfR 08, zum Drittletzten SuS 21 Oberhausen muss. Danach geht es gegen Sterkrade 06/07 (4.), Arminia Lirich (2.) und SG Osterfeld (5.). Sollte man am Ende punktgleich mit der Arminia sein, dann wird es zum Entscheidungsspiel kommen. Doch zunächst muss der kommenden Gegner geschlagen werden, für SC-Trainer Andre Nowak keine leichte Aufgabe: „Wir haben uns im Hinspiel (1:1) schon schwer getan. Zudem wird VfR wohl wieder komplett sein. Wir müssen gucken, dass wir die Partie zu unseren Gunsten gestalten.“ Bei den Buschhausener wird lediglich Mike Kauf (Urlaub) nicht mit dabei sein, dafür rücken wieder A-Jugendliche in den Kader, auf die Nowak große Stücke hält: „Die Jungen bringen vielleicht neue Ideen rein, auf die wir alten nicht kommen. Ich habe volles Vertrauen zu unseren A-Jugendspielern.“

Anstoß: 15 Uhr

ThIl

 

Fortuna Alstaden (12.) - SV Concordia (1.)

Vier Punkte fehlen dem Spitzenreiter SV Concordia Oberhausen noch, damit der Aufstieg auch rechnerisch feststeht. Wirklich dran glauben, dass man es noch verpatzen könnte, tut keiner mehr. Dafür ist der Tabellenführer in dieser Saison einfach zu konstant. Läuft alles optimal, kann man am nächsten Sonntag zu Hause gegen GA Sterkrade den Aufstieg feiern. Doch zunächst muss erst Aufsteiger Fortuna Alstaden besiegt werden. Und da gibt es ja aus dem Hinspiel was wieder gut zu machen, denn der Aufsteiger gewann in Concordia mit 2:0 und sorgte so für eine der bis dato drei Saisonniederlagen der Häse-Elf. „Das war sehr eindeutig. Da hätten wir noch zwei Tage spielen können und hätten keine Tor erzielt“, erinnerte sich Coach Michael Häse nur ungerne. Personell kann Häse gegen Alstaden aus dem Vollen schöpfen.

   Und während Concordia kurz vor dem Aufstieg steht, stecken die Hausherren mit im Abstiegskampf. Zwei Siege und acht Niederlagen aus der Rückrunde ließen die Fortunen da reinrutschen und gute Hinrunde wurde damit zu nicht gemacht. Sechs Punkte Vorsprung hat man nun auch auf einen Abstiegsplatz, geht man von vier Bezirksligaabsteigern aus, sind es sogar nur zwei. Für Sonntag ist Zwangsoptimismus angesagt bei Coach Yusuf Kücük: „Das wird die leichteste Aufgabe sein für uns. Im Hinspiel haben wir verdient gewinnen und auch jetzt kann was drin sein. Ein Punkt gegen uns und dann kann Concordia nächsten Sonntag mit einem Sieg den Aufstieg perfekt machen.“

Anstoß: 15 Uhr

ThIl

 

Die weiteren Partien in dieser Liga:

GA Sterkrade - Sterkrade 06/07 *Verlegt auf Mi, 30. April*

TSV Safakspor - Sterkrade-Nord II

RSV Klosterhardt - SuS 21 Oberhausen

FC Sterkrade 72 - Barisspor Bottrop

VfR Ebel - Adler Osterfeld II

Kreisliga B - Gruppe 1

Arminia Klosterhardt III (2.) - BW Oberhausen II (1.)

Mehr Spitzenspiel geht nicht! Das Derby zwischen Arminia Klosterhardt III und BW Oberhausen II stellt an diesem Wochenende wirklich alles in den Schatten und elektrisiert eine ganze Stadt. Kein Wunder: Denn der Sieger des Duells Zweiter gegen Erster dürfte mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit am Ende der Saison den Aufstieg in die Kreisliga A feiern. Ganz nebenbei sorgen die Reserve-Teams ihrer Klubs auch für Kettenreaktionen in ihren anderen Seniorenmannschaften. Durch Spielerverschiebungen könnte am kommenden Sonntag auch in den anderen Ligen durchaus Überraschendes passieren. Man muss kein großer Prophet sein oder um den heißen Brei drum herum reden: Sowohl der Zweitplatzierte aus Klosterhardt als auch der Spitzenreiter aus Lirich werden mit Verstärkungen auflaufen. Auf Seiten der Gäste würde es wohl nur wenige überraschen, wenn Ümit Ertural und die beiden Möllmann-Brüder Sascha und David aus der Bezirksliga-Mannschaft aushelfen, sofern alle drei fit sind. Beim Gastgeber verstärkten zuletzt unter anderem schon Marius Dyballa und Kevin Schermoly die Mannschaft von Trainer Marc Kallweit. Kicker wie Robert Trimborn oder Sebastian Czajkowski sind auch alles andere als nur Kreisliga-Spieler, werden aber ebenso schon öfter eben dort eingesetzt und werden dies auch wie Dyballa und Schermoly erneut im Spitzenspiel tun. Kallweit wird aber wohl noch ein oder zwei Defensivspieler dazu holen. „Ich gehen schwer davon aus, dass Ertural und die beiden Möllmänner bei BW Oberhausen II mitspielen werden, so dass unser Hauptaugenmerk auf der Defensive liegen wird. BWO ist sowieso schon - ähnlich wie wir - sehr offensivstark.“

BWO-Trainer Carsten Kemnitz: „Wir sind selbstbewusst und haben eine schlagkräftige Truppe.“
BWO-Trainer Carsten Kemnitz: „Wir sind selbstbewusst und haben eine schlagkräftige Truppe.“

   In der Tat: Beide Teams brannten in bisher 25 Saisonspielen ein wahres Feuerwerk ab. Die Arminia traf 104 Mal, BWO traf 105 Mal. Doch auch die Abwehrreihen beider Mannschaften konnten bislang glänzen. Der Zweitplatzierte vom Hans-Wagner-Weg kassierte 31 Gegentreffer, die Gäste von der Tulpenstraße sogar mit 27 kassierten Toren noch vier weniger. Kein Wunder also, wenn auch BWO-Trainer Carsten Kemnitz es einfach auf den Punkt trifft: „Sonntag treffen zwei Teams auf Augenhöhe aufeinander. Alle freuen sich auf ein tolles Fußballspiel und ich werde - ganz egal, wie das Spiel ausgeht - mit meinem Trainerkollegen hinterher ein Kaltgetränk trinken. Das Wichtigste ist, dass alles fair abläuft und die Spieler sich nach Spielschluss die Hand geben.“ So freundlich und diplomatisch wird es in den 90 Minuten zuvor aber nicht zugehen. Es dürfte ähnlich eng und spannend wie schon im Hinspiel werden, als sich beide Teams 2:2-Unentschieden trennten. Somit sind beide auch nach wie vor noch ungeschlagen. Da die Arminia aber einmal öfter Unentschieden gespielt hat, reisen die Gäste mit einem kleinen Polster von zwei Punkten Vorsprung nach Klosterhardt an. „Für uns zählt nur ein Sieg, alles andere würde die ganze Saison kaputt machen“, baut Kallweit unverblümt Druck auf. Doch auch er schiebt natürlich schnell hinterher: „Selbst bei einem Heimsieg bleibt es spannend, weil wir dann nur einen Punkt Vorsprung hätten.“ Doch den sieht der scheidende Trainer der Drittvertretung auch noch nicht eingetütet. „BWO ist wie wir vor allem in der Offensive ähnlich stark besetzt. Am Sonntag wird die Tagesform entscheiden, wer das Spiel gewinnt.“ Sein Gegenüber sieht das ganz naturgemäß entspannter. Kein Wunder, führt man die Tabelle doch schließlich mit zwei Punkten Vorsprung an. „Der Druck liegt bei Arminia. Nicht nur, weil wir zwei Punkte Vorsprung haben, sondern auch, weil bei uns vor der Saison doch überhaupt gar keiner nur im Entferntesten daran gedacht hat, dass wir aufsteigen können. Wir hatten vor der Saison fast gar keine Mannschaft und dann hat sich immer mehr eine super Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern herauskristallisiert, die dafür gesorgt hat, dass wir jetzt dort ganz oben stehen. Dafür kann ich einfach noch einmal der ganzen Mannschaft nur ein großes Lob aussprechen. Ich wäre daher mit einem Punkt am Sonntag bereits hochzufrieden, was aber nicht heißt, dass wir auf diesen spielen werden. Denn das geht in die Hose und wir fahren schließlich auch sehr selbstbewusst dorthin“, fasst Carsten Kemnitz die aktuelle Lage zusammen.

Arminia-Trainer Marc Kallweit freut sich darauf, aus den anderen Seniorenteams sich die „Rosinen rauspicken“ zu können.
Arminia-Trainer Marc Kallweit freut sich darauf, aus den anderen Seniorenteams sich die „Rosinen rauspicken“ zu können.

   Gerade die Entwicklung in dem eigenen Team sieht Kemnitz auch primär, wenn er an mögliche Verstärkungen aus der Erstvertretung denkt. „Nicht, dass man mich falsch versteht: Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn Spieler zwischen den Seniorenmannschaften verschoben werden und die Arminia kann es ruhig machen, das ist ihr gutes Recht. Nur würde ich es nicht in dem Ausmaße tun, weil man doch den eigenen Spielern dann vor den Kopf stößt.“ Bei seinem Team sieht Kemnitz das Problem nicht gegeben, wenn drei Spieler aus der Bezirksliga dazukommen. „Wir haben so eine dünne Personaldecke, da macht es gar nichts aus. Da rutsch ich dann, der sowieso quasi ohne Training ist, eben aus der ersten Elf wieder raus.“ Marc Kallweit hingegen geht auch sehr offen mit dem Thema um. „Ich habe mich natürlich auch damit beschäftigt und es würde mir arge Kopfschmerzen bereiten, wenn ich jemanden auf die Bank setzen müsste, der vorher monatelang immer gespielt hat. Also habe ich die Mannschaft entscheiden lassen und sie hat sich dazu entschieden, auf Verstärkungen zurückgreifen zu wollen. Somit trete ich also auch auf keinen Schlips.“ Und Kallweit kann sich glücklich schätzen. Denn Christian Dahlbeck, Trainer der Zweitvertretung von Arminia Klosterhardt, kündigte schon an: „Marc entscheidet am Freitag, wen er haben will. Er kann sich nehmen, wen er will.“ Der freut sich natürlich dementsprechend. „Das macht einen natürlich froh, wenn man sich die Rosinen rauspicken darf.“ 

   Am Sonntag werden einige Rosinen auf’m Platz sein. Kemnitz selbst schwärmt davon, wenn er von seinem Abwehrbollwerk um Sanchez, Puszamzies, Cakmak und den Abräumern davor mit Kücükarslan und Kaya spricht. Kallweit rechnet auch damit, dass die „Hütte voll ist“. Trotz der „normalen“ Anstoßzeit am Sonntag um 15 Uhr, wenn diverse andere Mannschaften auch spielen. „Wir haben gar nicht wirklich über eine Spielverlegung nachgedacht, wenn ich ehrlich bin. Das würde bei uns aber auch nicht viel Sinn machen, weil einige samstags beruflich verhindert sind. Es ist natürlich schade, für den einen oder anderen Fußballer, aber sicherlich keine Böswilligkeit von uns.“ Böse endet nur die Meisterschaft für ein Team, glaubt Kemnitz. „Wenn man mal davon ausgeht, dass beide Teams die Spiele danach auf jeden Fall alle gewinnen werden, wird ein Team mit über 80 Punkten nicht aufsteigen. Das ist der Wahnsinn und sogar traurig.“

Anstoß: 15 Uhr

RaWi

 

Die weiteren Partien in dieser Liga:

SC Buschhausen II - SG Oberhausen

TSV Safakspor II - SV Rhenania Bottrop III

GA Sterkrade II - Sterkrade 06/07 II *Verlegt auf Di, 29. April*

BW Fuhlenbrock - SV Concordia II

BV Osterfeld - Arminia Lirich II

Adler Oberhausen - TuS Buschhausen

Post Oberhausen - TB Oberhausen

Kreisliga B - Gruppe 2

Dostlukspor Bottrop II (1.) - SuS 21 Oberhausen II (16.)

Sechs Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten SF Königshardt II, so lautet die aktuelle Tabellensituation der Reserve von Dostlukspor Bottrop. Bei nur noch fünf ausstehenden Spielen wird sich die Mannschaft von Trainer Sadettin Senüz auf dem Weg zum Aufstieg in die Kreisliga A wohl nicht mehr aufhalten lassen. Oder doch? Mit SuS 21 Oberhausen II reist am kommenden Sonntag der Tabellenletzte in den Batenbrocker Volkspark. Kaum einer dürfte auch nur einen Penny auf die Oberhausener setzen. "Für uns ist es das einfachste Spiel der Saison. Jeder rechnet mit einer Niederlage von uns. Dostlukspor sicher auch", so SuS-Trainer Dirk Bollmann.

Dostlukspor-Trainer Sadettin Senyüz, hier noch im alten Viktoria-Dress.
Dostlukspor-Trainer Sadettin Senyüz, hier noch im alten Viktoria-Dress.

   "Wir haben unser Ziel vor Augen und auch am Sonntag werden wir Vollgas geben. Ich denke es sollte eine machbare Aufgabe sein", so Dostlukspors Trainer Sadettin Senyüz. Bereits im Hinspiel war die Dostlukspor-Reserve eine Nummer zu groß für die SuS'ler, die im November dem Ligaprimus mit 0:9 unterlagen. "Wir werden so spielen wir immer", betont Senyüz, der den 21. Saisonsieg einheimsen will. Personell gesehen kann Dostlukspors Trainer nahezu aus dem Vollen schöpfen, lediglich Merdan Senyüz wird beruflich verhindert sein. 

   "Alles andere als eine Niederlage wäre ein Traum", erklärt Oberhausens Trainer Dirk Bollmann, der sich über die Ergebnisse der Konkurrenzen ärgerte: "Batenbrock und TBO II verlieren gegen Vorwärts und Safakspor III. Ist doch klar, dass wir uns darüber ärgern." Trotz der mittlerweile zehn Punkte Rückstand auf den Tabellen-14. Vorwärts 08, denkt Bollmann nicht ans Aufgeben: "Ich bin ein Optimist und ein Kämpfer." Dabei zeigt die Tabelle die bittere Wahrheit: Der Klassenerhalt ist nur noch theoretisch möglich. Um die Hoffnungen auf diesen wahren zu können, bräuchte SuS 21 am Sonntag ein Sieg. Doch daran glauben wohl die wenigsten.

Anstoß: 13 Uhr

DaWi

 

SV Rhenania II (7.) - SF Königshardt II (2.)

"Nach den vergangenen beiden Wochen ist die Luft bei uns raus", gibt Königshardts Trainer Ralf Meseck zu, der Dostlukspor II trotz noch fünf ausstehender Spiele als Aufsteiger ansieht: "Am Ende der Saison wird Dostlukspor verdient aufsteigen." Mesecks Gegenüber am Sonntag, Ralf van Niersen, Trainer des SV Rhenania II, sieht den Aufstiegskampf noch nicht als endgültig entschieden an: "Ich denke, dass Königsshardt am Sonntag seine letzte Chance hat. Wenn sie gegen uns nicht gewinnen, dann war das die Entscheidung." Zudem erinnert sich van Niersen an die Saison 2012/2013 zurück: "Ich denke, dass Königshardt noch eine offene Rechnung mit uns hat und mit Wut im Bauch kommen wird. In der letzten Saison haben wir denen quasi den Aufstieg versaut, als wir hier mit 1:0 gewonnen haben." Durch diese Niederlage der Sportfreunde schmolz der Vorsprung von fünf auf zwei Punkte und im letzten Saisonspiel verlor Königshardt dann im direkten Duell um den Aufstieg gegen den FC Sterkrade 72.

Rhenania-Trainer Ralf van Niersen.
Rhenania-Trainer Ralf van Niersen.

   "Wir haben da keinerlei Revanchegelüste oder dergleichen. Dass wir am Ende nicht aufgestiegen sind, lag allein an uns", stellt Meseck klar, der es sich nicht vorstellen kann, dass die Dostlukspor-Reserve ein ähnliches Schicksal erleiden könne, wie Königshardt in der Vorsaison, als man trotz fünf Punkten Vorsprung bei noch zwei ausstehenden Spielen nicht aufgestiegen ist: "Im letzten Jahr war die Liga viel ausgeglichener. Das ist sie dieses Jahr nicht. Dostlukspor spielt noch gegen drei Mannschaften von unten und wird daher am Ende auch aufsteigen." Dabei spricht Ralf Meseck von verpassten Zielen: "Wir haben die Meisterschaft als Ziel ausgerufen. Ob ich am Ende Zweiter oder Achter werde ist dann auch egal. Alles unter Platz Eins ist nichts wert. Wir hatten Ziele und haben diese aus vielen Gründen nicht erreicht", erklärt Ralf Meseck. Nichtsdestotrotz habe man "sich eingeschworen, die letzten Spiele vernünftig über die Bühne zu bringen". Dabei werden die Sportfreunde am Sonntag mit einer dünnen Personaldecke anreisen: "Wir unterstützen unsere dritte Mannschaft, die sich noch im Aufstiegskampf befindet. Sowas finde ich selbstverständlich", so Meseck, dessen Zukunft noch nicht geklärt ist: "Bis zum Dostlukspor-Spiel habe ich erst einmal alle Anfragen abgeblockt. Bislang kam der Verein auch noch nicht auf mich zu. Die Tendenz ist also komplett offen."

   Ralf van Niersen erwartet am Sonntag ein anderes Gesicht seiner Mannschaft als in der Vorwoche, als man dem SV Vonderort mit 2:6 unterlag. "Wenn wir uns gegen Königshardt so präsentieren wie gegen Vonderort, dann verlieren wir zweistellig." Dabei führten die Rhenanen bereits mit 2:0 gegen die Vonderorter, verloren dann am Ende aber doch noch deutlich. "Als wir 2:0 geführt haben, hat jeder Spieler 20 Prozent weniger gemacht. Vonderort ist dann über sich hinausgewachsen und hat auch dank individueller Fehler gewonnen", so van Niersen, der am Sonntag auf Leroy Asamoah und Rafael Jankowski verzichten muss.

Anstoß: 13 Uhr

DaWi

 

Die weiteren Partien in dieser Liga:

VfB Bottrop II - Batenbrocker Ruhrpott Kicker

SW Alstaden II - FC Polonia Bottrop

SV Vorwärts - SV Fortuna II

SV Vonderort - SC Viktoria

RW Welheimer Löwen - TB Oberhausen II

TSV Safakspor III - SV 1911 Bottrop

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Kommentare: 5
  • #1

    Oberhausener (Freitag, 25 April 2014 15:21)

    Einfach lächerlich das die Reserve mannschaften sich von oben verstärken. Dann braucht bwo1 doch gar nicht nach hamminkeln fahren. Man hört ertural wird Trainer bei sc20. Da schiesst er doch lieber hamminkeln ab und ist nächstes Jahr Trainer in der Bezirksliga. Und vor allem ist das ein Schlag ins Gesicht für die Spieler die sich in den zweit und dritt Mannschaften den Allerwertesten aufgerissen haben und jetzt bei diesem Top Spiel auf die Bank oder Tribüne müssen.

  • #2

    Lavdim Lauri Ramadanovic (Freitag, 25 April 2014 21:28)

    Hallo zusammen,
    zunächst einmal ein Kompliment an das Auf´m Platz Team, dass für ein KL B Spiel so geworben wird, finde ich echt Klasse von euch und jetzt zum Spiel selbst, finde ich wie Carsten schon gesagt hat, dass die Fairness, egal wie das Spiel ausgeht, nicht verloren gehen darf, da beide Teams eine hervorragende Saison gespielt haben und es wirklich schade ist, dass einer davon "leider" in die Röhre gucken muss, aber vielleicht kommt ja mal der Tag, dass zumindest der 2. ein Religationsspiel machen darf, von mir aus auch gegen einen von der höheren Klasse, damit sich die Mühen, der zweitplatzierten, auch mal bezahlt machen und nicht nur um die goldene Ananas spielen!!!

    Lg Lauri

  • #3

    fonif (Freitag, 25 April 2014 23:20)

    Sterkrade 72 m7t neuen trainer :-)

  • #4

    Beobachter (Samstag, 26 April 2014 09:25)

    Es wird alles auf den Schiedsrichter ankommen. Auf dem Platz wird es heiß zugehen. Die Zuschauer werden ihren Teil dazu geben. Glaube aber Blau Weiß ist besser aufgestellt.

  • #5

    @ Dahlbeck (Samstag, 26 April 2014 12:31)

    „Wir sind ein Verein, und wenn die Möglichkeit besteht, neben einem Landesliga- und einem Bezirksliga-Team noch eines in der Kreisliga A zu haben, dann ist das eine einmalige Chance, die man wahrnehmen sollte. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es so etwas schon mal hier in der Umgebung gegeben haben soll“

    Adler Osterfeld spielte sogar mal Oberliga, Landesliga und Kreisliga A! Ganz in der nähe und nicht nur in der Umgebung.