Königshardt: Langer Kampf fürs Halbfinale

Die starke Kreispokal-Saison von Dostlukspor Bottrop hat am späten Dienstagabend ein Ende gefunden. Im Bezirksliga-Duell bei den SF Königshardt verloren die Gäste im Viertelfinale des diesjährigen Kreispokals mit 1:3 nach Verlängerung. Dabei verzichteten heute beide Seiten auf einige Stammkräfte, was sich dann auch im Niveau etwas widerspiegelte. Dostlukspor fehlte am Ende die Physis, in Unterzahl dem Favoriten ein Bein zu stellen, der wiederum im Halbfinale auf BW Oberhausen trifft.

Von Raphael Wiesweg

Kreispokal-Viertelfinale

SF Königshardt (Bezirksliga) - Dostlukspor Bottrop (Bezirksliga) 3:1 n.V. (1:0, 1:1)

Beide Trainer hatten es vorher angekündigt, beide Trainer setzten es auch in die Tat um: Sowohl die Oberhausener als auch die Bottroper verzichteten im Viertelfinale des Kreispokals auf einige Stammkräfte und gaben den vermeintlichen Reservisten eine Chance. So feierte unter anderem auf Seiten von Königshardt Kevin Luft nach schwerer Verletzung und monatelanger Pause sein Comeback im Tor und hinterließ gleich einen guten Eindruck. 

Kevin Luft feierte bei den SF Königshardt ein gutes Comeback.
Kevin Luft feierte bei den SF Königshardt ein gutes Comeback.

   Sowohl Königshardt-Trainer Dirk Wißel als auch Dostlukspor-Trainer Sebastian Stempel waren sich heute nach dem späten Abpfiff nach 22 Uhr in allen Punkten in der Analyse einig. So waren es die Gäste, denen die erste Halbzeit, insbesondere die ersten 20 Minuten gehörten. "Das 1:0 kam aus dem Nichts", so Stempel. Und auch Wißel gab zu: "Wir waren in Halbzeit eins sehr effektiv. Mit der ersten Chance haben wir gleich das erste Tor gemacht." Es war David Reuschenbach, der die Gastgeber bei nasskaltem Wetter und auf rutschigem Geläuf in Führung schoss. Beinahe hätte es noch vor dem Pausentee aber auch 2:0 heißen können. "Leider hält Marc Skowronek noch seinen Schuh dahin, so dass das Tor vollkommen zu Recht wegen Abseits nicht anerkannt wurde", ärgerte sich sein Trainer Wißel über die Aktion seines Stürmers. "Unsere erste Halbzeit war wirklich mäßig und Dostlukspor war besser", gab der Oberhausener Übungsleiter daher auch völlig unumwunden zu.

   In Halbzeit zwei wendete sich das Blatt etwas und dennoch glaubte eigentlich niemand mehr ernsthaft an eine Verlängerung. Bis, ja bis Sebastian Murasch in der allerletzten Sekunde der Nachspielzeit noch zum 1:1-Ausgleich traf. "Unter dem Strich war das Unentschieden nach 90 Minuten sicherlich ok", befand Stempel, der sich aber auch schon zuvor über Tacettin Senyüz ärgerte, der in einer Eings-gegen-Eins-Situation nicht die Nerven behielt und lupfen, statt einfach schießen wollte und somit an Schlussmann Luft scheiterte. Als die Verlängerung angebrochen war, war bei Dostlukspor innerhalb von Minuten auch der Wille und die Kraft gebrochen. Innerhalb von wenigen Minuten kassierten die Gäste zunächst das 1:2 und danach "einen dummen Platzverweis wegen Handspiels", wie Stempel zu Protokoll gab. Als Samet Güldü nach knapp 110 Minuten frühzeitig zum Duschen gehen durfte, ging den Gästen die Puste aus. "Am Ende könnte die Physis wirklich ausschlaggebend gewesen sein", glaubte auch Wißel, der sich nach dem 2:1 durch Skowronek auch noch über das 3:1 von Nurtekin Bulut freuen konnte. "Am Ende war die Luft raus, aber die Mannschaft hat alles gegeben. Von daher ist man natürlich schon enttäuscht, wenn man 120 Minuten spielt und dann doch verliert. Aber am Ende können wir sehr zufrieden mit der Kreispokal-Saison sein. Wir haben zwei Landesligisten ausgeschaltet und gegen den Bezirksliga-Spitzenreiter erst nach Verlängerung verloren", zog Stempel ein positives Fazit. Dirk Wißel blickte schon etwas auf das Halbfinale gegen BW Oberhausen voraus. "Der Reiz in diesem Duell besteht einzig und allein darin, dass der Sieger nicht nur im Finale steht, sondern dadurch dann auch im Niederrheinpokal antreten darf. Alles andere ist mir egal."

Tore: 1:0 David Reuschenbach (17.), 1:1 Sebastian Murasch (90.+4), 2:1 Marc Skowronek (96.), 3:1 Nurtekin Bulut (114.)

Bes. Vorkommnis: Gelb-Rote Karte Samet Güldü (Dostlukspor/110./Handspiel)

 

Die weiteren Viertelfinalpaarungen im Kreispokal:

GA Sterkrade (Kreisliga A) - BW Oberhausen (Bezirksliga) 3:8

SV Rhenania Bottrop (Landesliga) - Sterkrade-Nord (Landesliga) 1:4

Adler Osterfeld (Bezirksliga) - SC 20 Oberhausen (Bezirksliga) *Mittwoch, 9. April*

 

Folgende Halbfinal-Begegnungen finden damit am 7. Mai statt:

SF Königshardt (Bezirksliga) - BW Oberhausen (Bezirksliga)

Sieger Adler Osterfeld/SC 20 Oberhausen (Bezirksliga) - Sterkrade-Nord (Landesliga)

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Kommentare: 4
  • #1

    Oberhausener (Mittwoch, 09 April 2014 09:04)

    Möllmann gegen Wißel die dritte!

  • #2

    Der Norden (Mittwoch, 09 April 2014 10:28)

    @1 Nein, Königshardt gegen BWO die Dritte. ;-)

  • #3

    Mehr (Mittwoch, 09 April 2014 14:41)

    "was sich dann auch im Niveau etwas widerspiegelte."
    Es ging rauf und runter, rauf und runter... , das hätte man wenigstens auch mal erwähnen können, trotz der vielen Fehler und Fehlpässe war es auf keinen Fall ein langweiliges Spiel! ; )

  • #4

    Nordler (Mittwoch, 09 April 2014 14:45)

    Ein Pokalfinale Nord-Königshardt wäre doch was feines.