Sterkrade-Nord gewinnt Landesliga-Duell

Die Spvgg. Sterkrade-Nord setzte sich im Kreispokal-Viertelfinale gegen Mitaufsteiger SV Rhenania Bottrop durch und steht als zweites Team im Halbfinale des Pokal auf Kreisebene. Während sich die Elf bei den Bottropern quasi selbst aufstellte, leistete sich Nord-Trainer Lars Mühlbauer den Luxus und ließ unter anderem seinen Top-Torjäger und baldigen Oberligaspieler Daniele Kowalski zunächst auf der Bank. Nach einer ersten Halbzeit, deren Qualität zu wünschen übrig ließ, drehten die Gäste nach der Pause so richtig auf und nahmen den Sieg dann ohne Probleme und verdient mit nach Hause.

Von Thomas Illguth

Kreispokal-Viertelfinale

SV Rhenania Bottrop (Landesliga) - Spvgg. Sterkrade-Nord (Landesliga) 1:4 (1:1)

„Ich bin froh, dass das kein Meisterschaftsspiel war. Klar ist es für das Team schön weiter zu kommen, doch für mich als Trainer wäre das aufgrund unser derzeitigen Tabellensituation und den noch anstehenden englischen Wochen nicht so gut“, so SVR-Trainer Oliver Dirr, der der Mannschaft keinerlei Vorwurf für das Aus im Viertelfinale machte und für den es, was den Sieger betrifft, keine zwei Meinungen gab: „Aufgrund der zweiten Halbzeit steht Nord völlig zurecht im Halbfinale. Bei uns haben viele auf Positionen gespielt, auf denen sie nie spielen würden.“ Gäste-Coach Lars Mühlbauer stimmte seinem Gegenüber zu: „Das kann man so unterschreiben. In der zweiten Halbzeit waren wir deutlich überlegen. Der Sieg war in der Höhe verdient.“ Vielleicht ist es sogar ein gutes Omen, denn schon im letzten Jahr scheiterten die Bottroper in Runde der letzten Acht und stiegen am Ende in die Landesliga auf.

Ohne Wunschgegner für das Halbfinale: Lars Mühlbauer. Foto: Sterkrade-Nord
Ohne Wunschgegner für das Halbfinale: Lars Mühlbauer. Foto: Sterkrade-Nord

   Das einzige was Dirr übel aufstößt, ist die Verletzung von Dennis Cziuraj, einer der wichtigsten Akteure im Rhenanen-Kader. Cziuraj musste bereits in der fünften Minute mit Verdacht auf Muskelfaserriss ausgewechselt werden. „Eigentlich wollte ich ihn schonen, doch mangels Alternativen musste er spielen und das hab ich nun davon. Er wird definitiv ausfallen für Sonntag. Da hoffe ich, dass Timo Kleer und Arthur Wicslo rechtzeitig wieder mit an Bord sind“, ärgerte sich Dirr, der durch den frühen Ausfall zu Umstellungen gezwungen war und so unter anderem Stürmer Pascal Pfeifer auf der Sechs ran musste. Das hinderte Pfeifer aber nicht daran, den Führungstreffer für die Hausherren zu erzielen. Auch wenn es nur ein Elfmeter war, übernahm er die Verantwortung und traf zum 1:0 in der 23. Spielminute. Sterkrade, das in der ersten Hälfte optisch überlegen war, glich durch Stefan Tempes fünf Minuten vor dem Pausenpfiff aus. Zuvor traf Martin Biergierz nur den Pfosten. Dabei blieb es dann auch, denn ebenso wie die Bottroper nahm Mühlbauer auch einige Umstellungen vor, wodurch seine Elf nur sehr schwer in die Partie kam.

   Mit dem Anpfiff der zweiten 45 Minuten nahm das Schicksal für die Hausherren seinen Lauf. „Nord hat ordentlich Qualität eingewechselt, wodurch es zum reinen Sturmlauf kam“, begründete Dirr die drei Tore der Gäste. Den Anfang machte Pascal Wickert in der 58. Minute. Bevor es zum 3:1 durch den eingewechselten Daniele Kowalski kam, wurden den Sterkradern zwei „klare Tore“ aberkannt. „Der erste hat das Tornetz berührt und beim zweiten wurde Abseits gepfiffen, obwohl der Ball quer beziehungsweise sogar nach hinten gespielt wurde“, so Mühlbauer. Zwei Tatsachenentscheidung die nicht schön waren, aber am Ausgang der Partie nichts änderten. Zwei Minuten vor Schluss fing Hilal Ali Khan einen Fehlpass von Rhenanen-Keeper Robin Göbler ab und lupfte den Ball über Göbler zum 4:1. „Nach vier Partien ohne Dreier, war der Sieg für die Moral der Mannschaft sehr wichtig“, freute sich Lars Mühlbauer.

Tore: 1:0 Pascal Pfeifer (23./FE), 1:1 Stefan Tempes (40.), 1:2 Pascal Wickert (58.), 1:3 Daniele Kowalski, 1:4 Hilal Ali Khan (88.)

 

Die weiteren Viertelfinalpaarungen im Kreispokal:

GA Sterkrade (Kreisliga A) - BW Oberhausen (Bezirksliga) 3:8

SF Königshardt (Bezirksliga) - Dostlukspor Bottrop (Bezirksliga) *Dienstag, 8. April*

Adler Osterfeld (Bezirksliga) - SC 20 Oberhausen (Bezirksliga) *Mittwoch, 9. April*

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Kommentare: 4
  • #1

    Zuschauer (Mittwoch, 02 April 2014)

    Trotz der ganzen Ausfälle bei Rhenania sucht der Tainer nicht nach Entschuldigungen, obwohl dazu eigentlich Anlass bestand. Damit ist die Ausnahme unter seinen Kollegen, die immer nur jammern. Er ist zwar für Aussenstehende sehr speziell aber er hat schon letztes Jahr bewiesen, dass seine Entscheidungen insbesondere was den Pokal betrifft richtig waren.

  • #2

    #1 (Donnerstag, 03 April 2014 00:07)

    Was laberst du für einen Unsinn. Lies mal die spielberichte der letzten 1,5 Jahren. Nur weil er heute mal nicht jammert ist er direkt eine Ausnahme. Was für ein unsinn, es gibt mehrere Trainer die nicht über Schiedsrichter oder verletzte Spieler am jammern sind.

  • #3

    @2 (Donnerstag, 03 April 2014 12:18)

    Bei Facebook würde ich sagen.Gefällt mir aber 10fach !

  • #4

    O.D. (Samstag, 05 April 2014 01:37)

    Niemals darfst du so tief sinken, aus dem Kakao durch den man dich zieht, auf noch zu trinken!