Wacker wackelt weiter

Wie Auf'm Platz bereits am gestrigen Sonntag schrieb, ist Sebastian Schwarz bei Wacker Gladbeck II am Freitag als Trainer zurückgetreten. Damit finden die Unruhen rund um die Burgstraße weiterhin kein Ende, nachdem bereits im Winter zahlreiche Spieler der Erstvertretung dem ehemaligen Wacker-Gönner Ufuk Ciger zum Konkurrenten FC Gladbeck gefolgt waren und vor wenigen Wochen dann auch noch das Trainer-Duo Kawohl/Gomes beim A-Ligisten zurücktrat. Auf'm Platz sprach mit Alexander Jagielski, sportlicher Leiter und aktuell nun sogar Interimstrainer der Reserve, über die prekäre Lage und mit Schwarz über seine Beweggründe zum Rücktritt beim abstiegsbedrohten B-Ligisten.

Von Ben Tautz

Der neue Trainer der Butendorfer stand bereits vergangenen Sonntag bei der 15. Saisonpleite an der Seitenlinie. Alexander Jagielski, sportlicher Leiter, übernimmt das Team bis zum Saisonende. "Was soll ich mir da die Mühe machen und noch einen Trainer für die paar Spiele suchen. Bis zum Sommer mache ich das dann eben", spricht Alexander Jagielski gegenüber Auf'm Platz.

Sebastian Schwarz.
Sebastian Schwarz.

   Nachdem sich Sebastian Schwarz' Mit-Trainer Ümit Uluc bereits im Winter aus privaten Gründen zurückzog, war für Schwarz nun der Zeitpunkt gekommen, wo er seinen Rücktritt bekannt geben musste. "So habe ich mir das natürlich alles nicht vorgestellt, aber irgendwann kommen so viele Faktoren zusammen, dass es einfach nicht mehr weiter geht", erklärt der Ex-Trainer seine Gründe fürs Aufhören. "Es sind viele Dinge vorgefallen, die einfach nicht in die Öffentlichkeit gehören, aber ich wünsche der Mannschaft natürlich viel Erfolg im Kampf um den Nichtabstieg", so Schwarz weiter.

   Sein Nachfolger Alexander Jagielski indes hat eine verdammt schwere Aufgabe vor der Brust. Denn neben der Erstvertretung, welche in der Kreisliga A um den Nichtabstieg spielt und derzeit den letzten Tabellenplatz belegt, ist auch die Reservemannschaft Abstiegskandidat Nummer eins in der Kreisliga B. Mit gerade einmal zehn Zählern aus 19 Partien belegt die Jagielski-Elf den letzten Tabellenplatz. Grund zur Sorge? Natürlich! Aber aufgeben? Niemals! Schließlich sind es für die Butendorfer nur zwei Punkte Rückstand auf einen wahrscheinlich rettenden 14. Tabellenplatz und nur vier Zähler auf Platz 13. "Wir werden alles dafür tun, dass wir die Klasse halten", ist Jagielski guter Dinge. Dafür müssten aber schnellstmöglich Punkte folgen. Am besten schon am kommenden Sonntag beim Heimspiel gegen den TSV Feldhausen. Eine Fortsetzung folgt mit Sicherheit.

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