Erst Schneider dann Schikowski – 2:1 gegen Bochum!

Der SC Rot-Weiß Oberhausen setzte am Freitagabend unter Flutlicht seine beeindruckende Serie fort und fuhr gegen die U23 des VfL Bochum den nächsten Dreier ein. Dank einer überzeugenden Leistung des Teams, bei dem Ralf Schneider mit einem Tor und einer wunderbaren Vorlage herausstach, stand es am Ende 2:1 für die Kleeblätter.

In der Startformation musste vor der Partie mal wieder ein wenig getauscht werden. Der zuletzt gelbgesperrte Patrick Bauder rückte für Robert Fleßers, der aufgrund von muskulären Problemen nicht im Kader stand, ins Team. Außerdem ersetzte Felix Haas Kevin Krystofiak in der Innenverteidigung.

 

Dem Gast aus Bochum wollte die Kunkel-Truppe von der ersten Minute an zeigen, wer Herr im Hause ist. Bereits nach zwei Minuten eröffnete Benjamin Weigelt mit einem schönen Flügelwechsel auf Rhys Tyler, der den Ball in die Mitte flankte, den Kopf von David Jansen aber verpasste (2.). Auch beim zweiten Versuch von Schikowski fehlte noch die Präzision (4.).

 

Nur eine Minute später hatte der Oberhausener „Elfer“ den Ball dann selbst auf dem Fuß zum Abschluss nach einem Fehler von Gästekeeper Felix Dornebusch. Doch ein kurzes Zögern reichte aus, um den Abwehrspielern die Möglichkeit zu geben, den Schussversuch zu blocken. Stattdessen legte Schikowski auf Ralf Schneider ab, der aber links am Kasten vorbei zielte (5.).

 

RWO bestimmte die Partie und es dauerte nur fünf weitere Minuten, ehe Patrick Bauder mit einem Pass in die Tiefe den anderen Patrick (Schikowski) ins Spiel brachte. Doch der setzte den Ball nur an den Pfosten, stand aber auch einen halben Schritt im Abseits (10.).

 

Erst nach dreizehn Spielminuten wagten sich auch die Bochumer erstmals über die Mittellinie, der Freistoß von Selim Gündüz landete aber auf dem Kopf von Benjamin Weigelt, der die Kugel klären konnte.

 

Danach ging es schnell wieder in die andere Richtung. Ein erstes Ausrufezeichen setzte Felix Haas nach einer Schneider-Flanke mit einem wuchtigen Kopfball an die Latte (21.) und nur eine Minute später versuchte es Pascale Talarski mit einem gezielten Schuss aus der Distanz, den Felix Dornebusch um den Pfosten lenkte.

 

Im direkten Gegenzug musste dann aber auch Mittelfeldspieler Ralf Schneider, der fast überall auf dem Platz zu finden war, in höchster Gefahr klären. Goalgetter Sven Kreyer hatte bei einem Konter Felix Herzenbruch überspielt, den Pass auf Maximilian Jansen hatte Schneider aber perfekt antizipiert (22.).

 

Dann kam die 26. Minute, die zur verdienten Führung für die Kleeblätter führte. Ein scharf getretener, aber als Flanke gedachter Freistoß von Ralf Schneider flog an Freund und Feind vorbei in die lange Ecke zum 1:0.

 

Es dauerte fast zehn Minuten, bis sich die Gäste langsam von dem Gegentreffer erholten und RWO sich etwas zu weit zurück zog. Daher kam der VfL zwangsläufig zu Torgelegenheiten. Erst musste Benny Weigelt mit einer langen Grätsche vor dem einschussbereiten Daniel Heber klären (34.), dann konnte Philipp Kühn einen Schuss aus der Drehung von Sven Kreyer festhalten (38.). Nur eine Minute darauf versuchte Selim Gündüz den Oberhausener Schlussmann mit einem Schlenzer zu überlisten, scheiterte aber ebenfalls (39.). Doch wieder nur eine Zeigerumdrehung darauf, brannte es erneut im Strafraum und Sven Kreyer lupfte die Kugel an den Außenpfosten (40.).

 

In dieser Phase hatten die Rot-Weißen die Partie nicht im Griff, brachten die Führung aber in die Pause. Aus dieser kamen die Kleeblätter wieder mit deutlich mehr Schwung, zunächst flankte Jansen auf Schikowski, der den Ball mit dem Rücken zum Tor annahm und aus der Drehung abschloss. Aber sein Schuss stellte kein Problem für den Bochumer Schlussmann dar (49.). Dann aber, nur eine Minute später, war Dornebusch machtlos. Ralf Schneider brachte Schikowski mit einem Traumpass in eine ideale Schussposition, die sich der Elfer nicht nehmen ließ. Es stand 2:0 (50.)!

 

Im Anschluss waren die Kleeblätter dem dritten Treffer deutlich näher, als die Bochumer dem Anschlusstreffer. Erst klärte Fabian Holthaus einen Haas-Kopfball auf der Linie (57.), dann hätte Ralf Schneider seine Leistung mit dem zweiten Tor krönen können, scheiterte aber im direkten Duell mit Dornebusch (61.)

 

Auch in der Folge kombinierten sich die Kleeblätter ein ums andere Mal in den Strafraum der Gäste, der dritte Treffer wollte aber nicht fallen. Aber auch die Bochumer wollten sich nicht aufgeben und suchten weiter den Weg Richtung Tor. Das hätte der Torjäger vom Dienst, Sven Kreyer, in der 63. Minute auch fast gefunden, als er es mit Haas und Weigelt aufnahm und erst von Ralf Schneider aufgehalten werden konnte.

 

Es gab Möglichkeiten hüben wie drüben, die mal mehr, mal weniger gefährlich waren. In der 68. Minute scheiterten Talarski und Tyler mit Freistoß und Nachschuss, auf der Gegenseite versuchte es der aufgerückte Schorch mit einem Kopfball (70.). Eine Minute später brachte Daniel Heber Ralf Schneider im Sechzehnmeterraum zu Fall, der Elfmeterpfiff blieb aber aus (71.).

 

Dann zeigte Sven Kreyer seine ganze Klasse, als er aus gut 25 Metern sah, dass Philipp Kühn einen Schritt vor seinem Kasten stand und es daher mit einem Schuss versuchte. Der Ball klatschte vor die Latte und sprang zurück ins Feld, traf dabei Kühn so, dass er vor der Linie liegen blieb. In dieser Szene hatte der Oberhausener Schlussmann das Glück des Tüchtigen (75.).

 

Aber nur drei Minuten später schloss der nächste VfLer aus etwa derselben Entfernung ab und dieses Mal zappelte der Ball im Netz. Der Schuss von Ridvan Balci schlug im rechten oberen Eck ein (78.). Ähnlich wie in Gladbach am vergangenen Wochenende musste jetzt mit einer hitzigen Schlussphase gerechnet werden. Außer einem Drehschuss von Kreyer kam aber von den Gästen aus Bochum nicht mehr viel und es blieb beim 2:1.

 

Stimmen:

Peter Kunkel (Trainer RWO): „Wir mussten vor der Partie mit Robert Fleßers wieder einen wichtigen Spieler ersetzen. Er hatte sich im Abschlusstraining verletzt. Das hat aber gut geklappt und wir haben in der ersten halben Stunde richtig gut gespielt, dann haben wir das Fußballspielen allerdings auch weitestgehend eingestellt. In der Halbzeit haben wir deutliche Worte gefunden, so dass wir wieder gut aus der Pause gekommen sind und so agiert haben, wie am Anfang. Da hätten wir durchaus auch höher führen können, dann hätten wir am Schluss nicht wieder zittern müssen. Trotzdem haben wir das Ergebnis letztlich gut verteidigt und über die Zeit gerettet.“

 

Thomas Reis (Trainer VfL Bochum U23): „Wir waren am Anfang sehr schlafmützig und bekommen aus einer ganz blöden Freistoßsituation heraus das Gegentor. Danach kamen wir immer besser in die Partie und hatten Chancen, selbst Tore zu erzielen. Die zweite Hälfte ging dann wieder genauso los wie die erste und daher gehen wir am Ende als Verlierer vom Platz. Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass wir die Klasse halten werden.“

 

 

Aufstellungen

 

RWO: Kühn, Tyler, Herzenbruch, Haas, Weigelt, Schneider, Jung, Bauder (90. Krystofiak), Talarski (72. Pollasch), Schikowski (86. Smykacz), Jansen

 

VfL Bochum U23: Dornebusch, Holthaus, Mengert, Acquistapace, Gündüz, Kreyer, Maerz (56. Balci), Silaj (66. Reinholz), Jansen, Heber (76. Tünte), Schorch

 

 

Schiedsrichter/Assistenten: Wollenweber – Droste, Hoff

 

Tore: 1:0 Schneider (26.), 2:0 Schikowski (50.), 2:1 Balci (78.)

 

Karten: Herzenbruch (Gelb, 65.), Schneider (Gelb, 86.) – Jansen (Gelb, 77.)

 

Zuschauer: 2040 

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