Kleeblätter entführen Punkt in Essen

Der SC Rot-Weiß Oberhausen konnte am 1. März trotz arger Personalprobleme in der Verteidigung in Essen einen Punkt entführen. Am Ende stand es leistungsgerecht 0:0. Beide Teams hatten Möglichkeiten, die Partie für sich zu entscheiden, RWO vor allem mit einem Schuss von Pascale Talarski an die Unterkante der Latte, von wo aus der Ball aber wieder in das Feld sprang (38.).

In der Aufstellung musste das Trainerteam nach den verletzungsbedingten Ausfällen zahlreiche Wechsel vornehmen. Kevin Krystofiak und Felix Herzenbruch rückten für den kranken Tobias Hötte und verletzten Felix Haas in die Elf. Kapitän Benjamin Weigelt musste von der Außenverteidigerposition nach innen rücken, dafür verteidigte Felix Herzenbruch auf links. Für Kevin Krystofiak in der Innenverteidigung war es der erste Einsatz in der Regionalliga in dieser Spielzeit.

 

Die neu formierte Verteidigung brauchte ein paar Minuten, um Sicherheit zu finden, so dass Tim Hermes über den linken Flügel der Essener bereits nach drei Minuten gefährlich in den Strafraum der Oberhausener kommen konnte, aber von Christoph Caspari bravourös und fair mit einer Grätsche gestoppt werden konnte.

 

Eine Minute später suchte Robert Fleßers seinen Mittelstürmer David Jansen mit einem Lupfer, aber RWE-Keeper Daniel Schwabke war zur Stelle (4.). Es ging aber Schlag auf Schlag weiter, denn wieder nur eine Zeigerumdrehung danach setzte sich der pfeilschnelle Toptorschütze der Essener, Marcel Platzek, gegen Benjamin Weigelt durch, nahm dabei aber ein wenig die Hand zu Hilfe, fand seinen Meister dann aus spitzem Winkel aber auch in Philipp Kühn (5.).

 

Es sollte aber nicht die letzte Möglichkeit von Platzek in der Partie sein. Denn nach acht Minuten setzte er sich wieder durch, dieses Mal gegen Weigelt und Herzenbruch, seine Hereingabe konnte Holger Lemke aber nicht verwerten (8.)

 

RWO versuchte es aus einer sicheren Defensive zunächst mit schnellen Kontern, blieb aber weitestgehend glücklos, auch als Patrick Schikowski einen langen Ball erlief, dann aber nicht mehr als eine Ecke bei der Chance heraus sprang (13.).

 

Die nächste gute Gelegenheit gehörte aber wieder den Kleeblättern, die immer besser in das Spiel kamen. Aber auch der Schussversuch von David Jansen wurde abgefälscht und dadurch so entschärft, dass er kein Problem mehr für den Schlussmann dar stellte (16.). Im direkten Gegenzug war es wieder der stets gefährliche Marcel Platzek, der nach einer Einzelaktion links am Tor vorbei zielte (16.).

 

Die Hausherren hatten in der Folge einige Freistöße aus dem Halbfeld, die alle lang in den Strafraum segelten, für die Oberhausener Abwehrrecken, unterstützt durch David Jansen, aber kaum Schwierigkeiten brachten.

 

Nach 22 Minuten sprang RWE-Mittelfeldspieler Holger Lemke nach einer Standardsituation der Ball vor die Füße und der schloss aus der Drehung direkt trocken ab. Philipp Kühn sah den Ball spät, konnte ihn aber trotzdem gekonnt zur Ecke abwehren (22.).

 

Auch die Kleeblätter spielten sich immer wieder vor das gegnerische Tor, blieben aber bei den Versuchen, wie beispielsweise bei der Direktabnahme von Patrick Bauder (24.), zumeist harmlos. Auch die eigentlich gute Konterchance in Überzahl nach einer guten halben Stunde, wurde nicht präzise genug zu Ende gespielt (32.).

 

Sieben Minuten vor dem Halbzeitpfiff hätte dann aber beinahe die bereits angesprochene ganz dicke Chance von Pascale Talarski, der nach einer Herzenbruch-Flanke nur die Lattenunterkante traf, die Führung für RWO gebracht. Im direkten Gegenzug entledigte sich Ex-RWOler Markus Heppke im Zweikampf seines Gegenspielers Gideon Jung mit einem Ellbogencheck, der allerdings nicht geahndet wurde und leitete die bis dato größte Möglichkeiten der Gastgeber ein. Kevin Grund umkurvte nach Pass in die Schnittstelle den RWO-Schlussmann, wurde dabei aber soweit nach außen abgedrängt, das er das Leder nicht mehr in den Maschen unterbringen konnte (38.).

 

Die Aktion mit dem Ellbogenschlag gegen Gideon Jung brachte hingegen RWO Co-Trainer Dirk Langerbein so in Rage, dass er von Schiedsrichter Florian Steuer auf die Tribüne geschickt wurde. Nach dieser Aufregung auf beiden Seiten passierte außer einem geblockten Schussversuch von Pascale Talarski und einer vertanen Chance von Markus Heppke nicht mehr viel Nennenswertes auf beiden Seiten bis zur Pause.

 

Aus der kamen die Hausherren mit etwas mehr Schwung und hätten direkt die erste Möglichkeit beinahe zur Führung genutzt. Wieder war es Marcel Platzek, der nach einer Flanke mit dem Kopf an den Ball kam und die Kugel gegen den Pfosten bugsierte (48.). Nach Aluminium-Treffern stand es somit also 1:1.

 

Acht Minuten später versuchte es David Jansen nach einem Weigelt-Freistoß ebenfalls mit dem Kopf, konnte mit seinem Abschluss aber Daniel Schwabke nicht gefährlich werden (56.). Auf der anderen Seite setzte sich Holger Lemke auf dem Flügel durch und flankte zur Mitte, wo der Versuch von Marcel Platzek aber nur deswegen gefährlich wurde, weil Patrick Bauder weggerutscht war (59.).

 

Nach 62 Minuten hatte völlig unerwartet RWOs Mittelstürmers David Jansen die nächste Einschussmöglichkeit. Torhüter Schwabke war bei einem Klärungsversuch am Ball vorbei geflogen, Jansen selbst war aber etwas zu überrascht, um die Kugel zu verwerten (62.). Auch die unmittelbar nächste Situation führte zu einer Chance für die Kleeblätter, als Robert Fleßers auf Pascale Talarski ablegte, dieser den Ball aber nicht richtig traf.

 

Keine fünf Minuten später hatten die fast 2000 mitgereisten RWO-Anhänger den Torjubel schon auf den Lippen, nachdem ein Kopfball von Robert Fleßers zunächst in höchster Not geblockt und der anschließende Schuss von David Jansen auf der Linie geklärt werden musste. (67.).

 

Auch die Hausherren wollten sich mit dem Ergebnis noch nicht zufrieden geben und suchten ihr Heil weiter in der Offensive. Doch sowohl die Abschlüsse von Platzek (71.), als auch Hermes mit einer Doppelchance (73.) konnten Philipp Kühn im Kasten der Oberhausener nicht wirklich in Gefahr bringen.

 

In den letzten zehn Minuten schienen sich beide Teams langsam mit einem Remis abgefunden zu haben und waren in erster Linie darauf bedacht, hinten nichts mehr anbrennen zu lassen. Erst in der allerletzten Minute wurde es noch einmal richtig hektisch. Zunächst schoss Essens Mittelfeldmotor Wingerter aus gut 20 Metern knapp über den Kasten, im Gegenzug wurde Patrick Bauder nach einer Körpertäuschung im Strafraum durchaus elfmeterreif gelegt, erhielt den Strafraum aber nicht (90.). Daher blieb es am Ende bei der Punkteteilung.

 

 

Aufstellungen

 

RWE: Schwabke, Hermes, Lemke (79. Limbasan), Wingerter, Grund, Platzek, Propheter, Heppke, Nakowitsch, Dombrowka, Arenz (64. Langlitz)

 

RWO: Kühn, Caspari, Herzenbruch, Krystofiak, Weigelt, Jung, Fleßers, Talarski (80. Landers), Schikowski (74. Smykacz), Bauder (90. Schmidt), Jansen  

 

 

 

Schiedsrichter/Assistenten: Steuer – Pelgrim, Schäfer

 

Tore: Keine

 

Karten: Grund (Gelb, 57.), Dombrowka (Gelb, 60.), Propheter (Gelb, 65.) – Bauder (Gelb, 90.)

 

Zuschauer: 10007

 

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