Derbys haben ihre eigenen Gesetze…

Es gibt doch wirklich interessante Wettbewerbe! Durch das Engagement der Internetseite StadiumDB.com wurden  die User aufgerufen, für das Stadion des Jahres 2013 abzustimmen. Sechzehn, meist architektonisch interessante und vor allen Dingen sündhaft teure Arenen standen da zur Auswahl. Neben den flammneuen Spielstätten im russischen Kazan oder dem Nationalstadion in Brasilia, denen man erst auf den zweiten Blick die Nutzung als sportliches Betätigungsfeld ansieht, stach ein Stadion durch seine klaren Strukturen und vor allen Dingen seine vergleichsweise günstigen Baukosten hervor: Das neue Stadion an der Essener Hafenstraße. Am Ende reichte es für das Stadion Essen zum achten Rang in der Wertung, Platz 1 ging an die Ghelamco-Arena des KAA Gent aus Belgien.

Von der „architektonischen Schönheit“ des RWE-Stadions können sich die RWO-Fans am kommenden Samstag selbst ein Bild machen. Die Begegnung der Kunkel-Truppe gegen das Team von Coach Waldemar Wrobel wird dort um 14:00 Uhr angepfiffen.

 

Gerade der Trainer stand bei den Fans unseres östlichen Nachbarn zuletzt sehr stark in der Kritik. Dabei ging es mit dem 44-Jährigen an der Seitenlinie nach der Insolvenz 2010 erst einmal kontinuierlich aufwärts. Da ließ der 4. Platz aus der Vorsaison allerdings nicht mehr viel Spielraum nach oben. Rein tabellarisch gesehen wäre da mindestens Rang 3 die logische Konsequenz einer kontinuierlichen Steigerung gewesen. Doch so funktioniert sportlicher Erfolg nun mal nicht immer, das mussten die immer noch zahlreichen Zuschauer an der Hafenstraße gerade in den vergangenen Monaten feststellen. Hinter den Kulissen setzt man da eher auf die Verbesserung der Strukturen, um sich dann mittel- bis langfristig auch sportlich wieder dem zweitligareifen Umfeld anzunähern. Dafür wurde mit dem ehemaligen Werder-Profi Dr. Uwe Harttgen ein neuer Sportvorstand installiert. Der promovierte Psychologe soll gemeinsam mit Dr. Michael Welling die sportliche Ausrichtung noch zielstrebiger organisieren.

 

Da kam der sportliche Rückrundenauftakt der Regionalliga-Mannschaft relativ ungelegen. Nach einem beachtlichen 2:2-Remis bei Viktoria Köln, setze es drei Niederlagen in Folge. Gerade das 2:3 gegen den SC Wiedenbrück erhitzte die Gemüter an der Hafenstraße doch ziemlich. Für etwas Ruhe sorgte dagegen die Galavorstellung gegen Fortuna Düsseldorf II. Dabei war man vor der Begegnung mit den Landeshauptstädtern schon ein wenig enttäuscht von der Resonanz. Bei ekeligem Dauerregen und nach zuletzt eher mäßigen Leistungen pilgerten „nur“ noch gut 6100 Zuschauer ins Stadion. Und die betrachteten das Geschehen auf dem Rasen auch noch äußerst kritisch. Selbst nach dem Führungstreffer, skandierten einige Fans auf der West-Tribüne noch „Wrobel-Raus.“ Doch auch die sollten nach dem mehr als deutlichen 5:0-Erfolg verstummen.    

 

Doch wie gewonnen, so zerronnen, lief es nur eine Woche später bei der Auswärtsaufgabe in Aachen wieder alles andere als optimal. Am Ende feierten die ebenfalls nicht gerade erfolgsverwöhnten Fans der Alemannia einen 3:0-Erfolg gegen die Rot-Weissen.

 

Das alles dürfte aber zumindest am Samstag unmittelbar vor Anpfiff vergessen sein, wenn das Rot-Weiße Derby vor einer ansehnlichen Kulisse ansteht. Beide Teams wurden zuletzt arg vom Verletzungspech gebeutelt, RWE muss definitiv weiterhin auf die Langzeitverletzten Cebiou Soukou, Vincent Wagner und Maik Rodenberg verzichten. Auf Seiten der Kleeblätter, die mit neun Punkten aus drei Partien im Gegensatz zum Essener Nachbarn einen optimalen Start hingelegt haben, aber zuletzt aufgrund der Flutlichtproblematik pausieren mussten, scheint innerhalb von knapp zwei Wochen praktisch die gesamte etatmäßige Innenverteidigung  weg gebrochen zu sein. Jörn Nowak zog sich im letzten Auswärtsspiel einen Kreuzbandriss und einen Meniskusschaden zu, Felix Haas zog sich einen Faserriss im Oberschenkel zu und Tobias Hötte konnte mit fiebriger Erkältung in dieser Woche noch nicht trainieren.

 

So oder so werden aber alle 22 Akteure, die am Samstag den Platz betreten, heiß sein wie
„Frittenfett“. Damit dürfte ein Kampf um jeden Meter vorprogrammiert sein!

 

U19: Wechsel auf der Trainerbank

 

Hüfner und Tullberg übernehmen als Trainerteam

 

Der SC Rot-Weiß Oberhausen und U19-Trainer Gerhard Gotsche gehen ab sofort getrennte Wege. Nach dem verpatzten Start in die Rückrunde und den Niederlagen gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf haben sich Vorstand und Trainer darauf geeinigt, im Sinne des Vereins die letzte Option des Trainerwechsels zu ziehen, um somit noch einmal Impulse für die Mannschaft zu setzen. Für den Rest der Saison 2013/14 haben Thomas Hüfner und Mike Tullberg die Verantwortung für das Team.

 

Der Vorstand, in Person von Hajo Sommers, bedankt sich bei Gerhard Gotsche für seine Arbeit in den letzten eineinhalb Jahren in der U19: „Gerd hat das Team im Sommer 2012 in einer ganz schwierigen Situation unmittelbar vor Saisonstart übernommen und im darauffolgenden Jahr sehr frühzeitig den Klassenerhalt in der A-Junioren-Bundesliga geschafft. Das war eine großartige Leistung, für die wir uns noch einmal ausdrücklich bedanken wollen.“

 

Im Zuge des Wechsels im Trainerteam wird auch Co-Trainer Andreas Weinberger den Verein verlassen. Auch ihm gilt der Dank für die geleistete Arbeit in der U19.

 

Sechs Sponsoren haben in dieser Woche für kommende Saison verlängert

 

Business-Partner halten RWO die Treue

 

Die Planungen für kommende Saison sind in vollem Gange, sowohl sportlich als auch im Sponsoringbereich. In den vergangenen Wochen wurde der Kontakt zu den aktuellen Partnern aufgenommen, um die Weichen für die Zukunft stellen zu können. Dabei zeigte sich schnell, dass die Bereitschaft, auch zukünftig dem Club die Treue zu halten und ein Teil der RWO-Familie zu bleiben, bei den aktuellen Sponsoren ungebrochen groß ist.

 

In schweren Zeiten haben Fans und Sponsoren genauso zum Verein gestanden wie in guten Zeiten. Nachdem der Fahrstuhl, der lange Zeit nur nach unten gefahren ist, gebremst wurde und mittlerweile wieder den Weg nach oben nimmt, haben in dieser Woche zahlreiche Business-Partner signalisiert, den zuletzt erfolgreichen Weg mit den Kleeblättern weiterzugehen, auch über den Sommer hinaus.

 

Ihre Verträge um ein bzw. zwei Jahre verlängert haben dabei bereits folgende sechs Business-Partner: BECKERfrance mobile, Blumen Jörgens, Obst & Gemüse Frischepartner, die Mark Jankowski Bauunternehmung GmbH und Co. KG, die Wilhelm Timm Keramik, Fliesen und Naturstein GmbH und die Hans-Georg Volbracht GmbH.

 

Wir freuen uns, mit diesen Partnern auch für die kommende Saison planen zu dürfen.

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