Arminia im Spitzenspiel siegreich

Arminia Klosterhardt III bleibt in der Kreisliga B das Maß aller Dinge. Der ungeschlagene Tabellenführer gewann auch am Freitagabend im vorgezogenen Spitzenspiel beim Tabellendritten Post SV Oberhausen und distanzierte damit den Kreisliga A-Absteiger vom Aufstiegsrennen. Beim 2:0-Auswärtssieg war bereits nach 22 Minuten alles entschieden, auch wenn noch gar keine Tore gefallen waren und Post-Keeper Philipp Czwick einen Foulelfmeter hielt. In einem rassigen, teils überharten Derby fehlte es Post am Ende an Kraft und Genauigkeit. Kein Wunder, musste man doch schließlich fast 70 Minuten in Unterzahl spielen.

Von Raphael Wiesweg

Kreisliga B | Vorgezogener 18. Spieltag

Post SV Oberhausen - Arminia Klosterhardt III 0:2 (0:1)

Geschätzte 100 Zuschauer hatten den Weg zur Herderstraße gefunden und sahen, wie die Gäste mit Verstärkung angerückt waren. So spielte Kositz aus der Landesliga- und Cin aus der Bezirksliga-Mannschaft mit, die dem Spiel der eigenen Mannschaft eindeutig mehr Qualität und Stabilität verliehen. Die Drittvertretung vom Hans-Wagner-Weg war sich der Bedeutung des Spiels also vollkommen bewusst. Dennoch waren es die Gastgeber, die die erste Viertelstunde eindeutig den Ton angaben, ohne aber zunächst klare Tormöglichkeiten herauszuspielen.

Post-Trainer Jörg Hetkamp war von Arminia enttäuscht.
Post-Trainer Jörg Hetkamp war von Arminia enttäuscht.

   Es dauerte bis zur 22. Spielminute, ehe das Spiel interessanter und auch vor allem für Schiedsrichter Florian Nakot hektischer wurde. Sven Eichhorn foulte im eigenen Strafraum den Klosterhardter Oktay Cin - dummerweise auch noch als letzter Mann. Die Konsequenz: Rot wegen Notbremse und Elfmeter für den Tabellenführer. Doch der Post SV war außer sich. Dem Steilpass auf Cin aus der eigenen Hälfte ging ein Handspiel voraus und auch der später Gefoulte stand, wenn auch hauchdünn und für den Unparteiischen sehr schwer zu erkennen, im Abseits. Den fälligen Strafstoß gab es natürlich trotzdem. Doch David Stolte scheiterte mit seinem schwach geschossenen Elfmeter am heute aber auch starken Czwick. Der Elfmeter erinnerte an den verschossenen von Mesut Özil vor wenigen Wochen im Champions League-Spiel gegen Bayern München. Der Drittplatzierte blieb also im Spiel, musste aber dennoch fortan in Unterzahl agieren. Arminia Klosterhardt III nahm das Spiel damit automatisch in die Hand und spielte teilweise sehr clever. In Minute 34 wurde man belohnt. Zunächst wurde Daniel Hagenow auf der linken Außenbahn steil geschickt. Sein Querpass fand dann ausgerechnet David Stolte, der seinen verschossenen Elfmeter wieder gut machte und locker zum 0:1 einschob. Es war der gleichzeitige Halbzeitstand, wenn auch die ein oder andere Szene noch für Aufregung gesorgt hatte. Denn so konnte Post-Spieler Dustin Böhmfeldt von Glück reden, dass der Schiedsrichter sein Nachtreten nicht sah. Vorher hatte er Kevin Janko sogar noch mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen, der kurzzeitig blutend vom Platz gehen und behandelt werden musste.

Co-Trainer Guiseppe Minnella stellte seiner Mannschaft ein gutes Zeugnis aus.
Co-Trainer Guiseppe Minnella stellte seiner Mannschaft ein gutes Zeugnis aus.

   Sportlich ging es dann aber zunächst interessanter weiter. Erst scheiterte David Stolte in der 48. Spielminute mit einem Heber an Post-Torwart Czwick und der Latte, ehe auch Dirk Isnig keine 180 Sekunden später nach ganz feiner Ballannahme und seiner Volleyabnahme ebenfalls am Aluminium, an der Latte, scheiterte. In der 57. Minute aber machte Marcel Kositz, Innenverteidiger aus der Landesliga-Mannschaft, den vermeintlichen Deckel auf das Spiel. Zwar schoss er volley nach einem Freistoß aus dem Halbfeld auch gegen die Unterkante der Latte. Doch von dort aus ging der Ball ins Tor. Post, das in der Halbzeit taktisch und personell umgestellt hatte, spielte nun vorsichtiger. Hinten stand der Gastgeber sicher, was allerdings der Offensive alles andere als wirklich half. Die Arminia schlug aus ihrem Platz aber kein weiteres Kapital, so dass die Partie von Spannung und auch weiterer Hektik geprägt war. So wandelten auch Marvin Lettau und Claudio Miranda haarscharf an Ampelkarten, und Jeremy Müller versuchte vorne mit einigen feinen Kabinettstückchen, wie man es schon von der Hallenstadtmeisterschaft von ihm kannte, im Sturm für Entlastung zu sorgen. Allerdings mit wenig Raumgewinn, geschweige denn viel Erfolg.

   Der Kreisliga A-Absteiger kam erst in den Schlussminuten dann noch einmal zu zwei guten Chancen. Doch erst schoss Kapitän Kevin Böhmfeldt mit links auch knapp links am Tor vorbei (81.), ehe drei Minuten vor dem Ende auch Jeremy Müller mit einem starken Kopfball nach einem Eckball in Torwart Sven Emming seinen Meister fand. Am Ende blieb es beim 0:2 für den alten und neuen Spitzenreiter, der damit im 18. Spiel zum 16. Mal gewann und weiterhin ohne Niederlage bleibt. Post SV Oberhausen liegt hingegen nun satte zwölf Punkte dahinter auf Platz drei. „Klar sind wir enttäuscht. Mich ärgert es aber vor allem, dass Arminia hier mit Verstärkung aus den höheren Mannschaften gekommen ist. Da sieht man dann einfach in einigen Szenen den qualitativen Unterschied. Und die frühe rote Karte war natürlich unser Genickbruch. In Unterzahl hatten wir es dann enorm schwierig. Dafür dann aber „nur“ 0:2 zu verlieren, war von der Mannschaft stark, der ich überhaupt keinen Vorwurf machen kann. Alle haben klasse gekämpft. Der Aufstiegszug dürfte für uns jetzt sehr wahrscheinlich abgefahren sein. Das wird schon schwierig“, urteilte Post-Trainer Jörg Hetkamp nach dem Derby.

 

Sein Gegenüber, der heute aus Krankheitsgründen nicht Marc Kallweit, sondern Guiseppe Minnella (Co-Trainer) hieß, war natürlich zufrieden. „Wir hatten die Bürde des Favoriten und mussten auf dem nicht so guten Ascheplatz spielen. Dafür hat die Mannschaft aber alle Dinge umgesetzt, die wir ihr vorher auch schon im Training mitgegeben haben und sie hat gut Gas gegeben. Nach der roten Karte gegen Post hatten wir natürlich mehr Platz, den wir dann auch gut genutzt haben. Wir hatten auch die besseren Chancen, wenn ich allein an die zwei Aluminium-Treffer zurückdenke. Die Qualität bei Oktay Cin und Marcel Kositz hat man natürlich gesehen. Wir freuen uns jetzt über den Sieg und jetzt läuft es auf einen Zweikampf mit BW Oberhausen II für den Aufstieg hinaus.“

Tore: 0:1 David Stolte (34.), 0:1 Marcel Kositz (57.)

Bes. Vorkommnisse: Rote Karte Sven Eichhorn (Post/22./Notbremse), Philipp Czwick (Post SV Oberhausen) hält Foulelfmeter von David Stolte (23.)

Kommentar schreiben

Kommentare: 4
  • #1

    Dirk Ising (Samstag, 01 März 2014 10:55)

    Um den Herrn Czinczoll zu loben, war er es mit der perfekten Ballannahme und dem wunderschönen Volleyschuss, der leider nicht belohnt wurde! Hut ab czinne, hätte ich dir so nicht zugetraut ;-)

  • #2

    kenner (Samstag, 01 März 2014 18:01)

    Post ist weg waren nur sprüche Miranda nicht zu sehen Lettau war stark.

  • #3

    Papalapap (Samstag, 01 März 2014 18:57)

    Sorry Aber Arminia Hatte keine 11 Spieler aus der ERSTEN auf dem Platz!!!!
    Herr Hettkamp!!!
    Achso sorry " Sarkasmusmodus AUS "

  • #4

    Trainer (Montag, 03 März 2014 16:26)

    Hat auch keiner gesagt. Erst lesen dann sprechen. Arminia hat unterm strich verdient gewonnen keine frage.