5 Fragen an ... Jürgen Kucharczyk

Seit über 45 Jahren ist er nun schon Mitglied und damit auch Teil vom SC Viktoria Bottrop. Jürgen Kucharczyk, aktuell 1. Vorsitzender, ist im Bottroper Fußball bekannt und seine Familie schon lange Teil der Gemeinschaft beim SC Viktoria. Denn schon sein Vater war Gründungsmitglied der Behinderten-Abteilung, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiern kann. Im Gespräch mit Auf´m Platz verriet er uns, was zum Jubiläum der BSG Besonderes geplant ist, wie es bei den Verhandlungen um die ersehnte Fusion mit Vorwärts läuft und was der Verein Viktoria ihm bedeutet.

Von Steffen Ludwig

5 Fragen an ... Jürgen Kucharczyk

... 1. Vorsitzender beim SC Viktoria

 

Auf´m Platz: „In diesem Tagen feiert die BSG des SC Viktoria ihr 20-jähriges Bestehen. Habt ihr schon eine große Feier geplant?“ 

Jürgen Kucharczyk: (lacht) „Nein, eine direkte Feier haben wir nicht geplant. Dafür gibt es aber dennoch etwas Besonderes. Denn wir veranstalten anlässlich des 20-jährigen Jubiläums ein Turnier. Dieses findet am ersten Februar in der Kirchhellener Halle statt. Mit dabei sind dann neben unseren eigenen Mannschaften, unter anderem unsere C-Jugend, einige besondere Gäste. So nehmen die Vertreter der Lebenshilfe Bocholt und Oberhausen sowie ein Altherrenteam vom Centro Oberhausen teil. Der renommierteste Teilnehmer ist dann wohl die Altherrenmannschaft vom ehemaligen Bundesligisten RW Oberhausen.“

 

 Auf´m Platz: „Was erwartet ihr von eurem Turnier?“ 

Kucharczyk: „Wir haben in Bezug auf die Zuschauer keine großen Erwartungen. Denn unsere BSG hat nie wirklich viele Zuschauer, das ist natürlich schade. Somit rechen wir auch beim Turnier mit keiner großen Resonanz. Aber das ist ja auch nicht unser Hauptziel. Wir wollen nämlich vor allem langjährige und engagierte Mitglieder der BSG ehren, die schon seit bis zu zwanzig Jahren dabei sind. Natürlich würden wir uns freuen, wenn sich dann noch der ein oder andere Zuschauer in die Halle verirrt.“

 

Auf´m Platz: „Welchen Stellenwert hat die BSG für euren Hauptverein?“ 

Kucharczyk: „Die BSG ist eine gleichberechtigte Abteilung. So hat sie den gleichen Stellenwert wie jedes unserer Seniorenteams. Mein Vater war vor zwanzig Jahren eines der Gründungsmitglieder und es freut uns sehr, dass die Abteilung nunmehr schon eine so lange Zeit überdauert hat. Wir hoffen natürlich, dass die BSG auch in den nächsten zwanzig Jahren und mehr ein wichtiger Teil unseres Vereins bleibt und weiterhin gute Arbeit leistet.“

 

Auf´m Platz: „Klappt es am Ende der Spielzeit mit der lang ersehnten Fusion mit Vorwärts?“ 

Kucharczyk: „Es ist sehr schwierig zu sagen, ob es schon am Ende dieser Saison funktioniert. Wir führen weiterhin Gespräche, aber der Vorstand bei Vorwärts ist ja nahezu zusammengebrochen. Außerdem wollen wir ja auch, dass sich von beiden Seiten Leute engagieren und Teil haben an diesem Projekt. Es ist nicht so, dass Viktoria einfach Vorwärts übernimmt. Zudem ist jetzt ein neues Jahr angebrochen und es muss erst wieder von der Mitgliederversammlung bestätigt werden, dass wir fusionieren wollen und dürfen. Was ich damit eigentlich damit sagen möchte, ist, dass wir uns bemühen, aber noch nichts in trockenen Tüchern ist. Es zieht sich noch etwas hin, bis es dann im grünen Bereich sein wird.“

 

Auf´m Platz: „Was bedeutet der Verein für dich?“ 

Kucharczyk: „Ich bin jetzt schon seit 45 Jahren Mitglied im Verein, denn seit 1969 bin ich spielberechtigt. Somit habe ich auch alle Höhen und Tiefen erlebt und es macht unglaublich viel Spaß. Ich gehe gerne zu unserem Platz und engagiere mich im Verein. Wenn du damit auch auf die Fusion anspielst, kann ich nur sagen, dass ich gar kein Problem damit habe, mit Vorwärts zu fusionieren. Natürlich ist Viktoria ein Traditionsverein, aber man sieht einfach immer mehr, dass es für alle kleinen Vereine schwierig ist. Gerade im Jugendbereich und wenn man dann nur einen Ascheplatz und keinen Kunstrasenplatz hat. Es gibt in Bottrop nämlich drei große Vereine. Fortuna, Rhenania und auch BW Fuhlenbrock, die alle Jugendteams im Übermaß haben. Aber man hat gegen diese Vereine einfach keine Chance, weil kein Kind und kein Jugendlicher mehr auf Asche spielen möchte. Einen Kunstrasenplatz können wir da leider nicht bieten.“

 

Wir bedanken uns bei Jürgen Kucharczyk für das Gespräch und wünschen ihm und dem SC Viktoria alles Gute für die Zukunft!

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Frag doch mal Horst (Mittwoch, 29 Januar 2014 18:25)

    Vielleicht kann Horst Schiel ja mal seine Kontakte nutzen um zum Einen die Halle mit Zuschauern zu füllen und zum Anderen eine Jugend aufzubauen. Der scheint ja sonst auch für alles im Verein, zumindest wenn es positive Meldungen gibt, verantwortlich zu sein. Also "Locke" gib Gas.