Gladbeck knackt den Zuschauer-Rekord

Die Gladbecker Hallenfußball-Stadtmeisterschaften (HSM) 2014 sind vorbei, und die Verantwortlichen sind vollkommen zufrieden. Warum? Aus unterschiedlichsten Gründen. Denn nicht nur, dass erstmals über 2.000 Zuschauer an drei Tagen in die Halle Rentfort-Nord pilgerten. Auch die Organisation ist voll aufgegangen, so dass alles reibungslos lief. Neben den souveränen Ausrichtern um DJK Alemannia Gladbeck (Freitag & Samstag) sowie SuS SB Gladbeck (Sonntag) zeigten sich am Ende des Sonntags vor allem die gegnerischen Spieler als Einheit. Ein Schnappschuss aus der Kabine fasst eigentlich die ganze Stimmung vom Wochenende wunderbar zusammen. Doch schaut doch einfach selbst...

Gladbecker Hallenstadtmeisterschaft 2014

Von Raphael Wiesweg

Das starke Dreigestirn

Der eine ist für alles verantwortlich, hat den Vorsitz der Fachschaft, hatte ebenso am Sonntag Geburtstag und feierte zudem dann auch noch als Trainer mit den A-Junioren vom BV Rentfort den Hattrick bei den Gladbecker Hallenstadtmeisterschaften. Der nächste war für alles rund um die Organisation zuständig und dürfte erleichert sein, dass dieses Wochenende nun vorbei ist. Und der nächste ist der stille Mann aus dem Hintergrund, der graphisch alles aufbereitet. Es sind die sogenannten wichtigen Helfer aus dem Hintergrund, ohne die solch große Turniere nicht möglich wären. Dabei stehen diese drei auch nur für einen Teil eines großen Teams. "Vier Wochen haben wir uns intensiv darauf vorbereitet", so Holger Zilcher (m.), der Organisator. Andreas Knittel (r.), der "Graphik-Mann", pflichtet seinem Kollegen bei: "Es steckt sehr viel Arbeit dahinter, die man ehrenamtlich macht. Viele können sich nicht vorstellen, wie viel Arbeit dahinter steckt. Aber die Resonanz war am Wochenende hervorragend, so dass man sicherlich sagen kann, dass wir Vieles richtig gemacht haben." In der Tat: Bereits Freitagabend waren alle positiv überrascht, wie viele Zuschauer an die Enfieldstraße in Rentfort-Nord strömten. Satte 700 Zuschauer pilgerten nach Gladbeck, und erstmals keimte bei den Verantwortlichen die Hoffnung auf, die magische 2.000-Zuschauer-Grenze an einem Wochenende zu überschreiten. "Wir können sicherlich nicht mit Bottrop mithalten. Aber das war bereits Freitagabend ein toller Auftakt", äußerte sich Knittel schon am Samstag zur Resonanz. Der Samstag lief durchwachsen, "nur" 550 Zuschauer kamen. Und dennoch verkündete Fachschaftsleiter Volker Dyba am Sonntagabend kurz vor den Siegerehrungen stolz: "Wir haben einen neuen Zuschauerrekord aufgestellt. Es sind über 2.000 Zuschauer gekommen." Applaus brannte in der Halle los und auch Dyba wusste - an seinem 47. Geburtstag - dass es die Bestätigung für wochenlange Vorbereitung war. "Wir haben nur zwei rote Karten gesehen, guten Hallenfußball und eine gesunde Rivalität. Wir können zufrieden sein", so Dyba. Dem stimmte Bürgermeister Ulrich Roland, der für die Endrunde wie auch der Kreisvorsitzende Peter Schywek in die Halle gekommen war, am Sonntagabend bei der Siegerehrung ebenfalls zu: "Gladbeck hat faire Spiele mit vielen Toren und verdienten Stadtmeistern gesehen. Die Stadt und alle Vereine sind Gewinner dieses Wochenendes und können alle froh und stolz sein." Stolz kann auch die Auf'm Platz-Redaktion sein, denn in einem Punkt waren sich auch alle drei Musketiere (siehe Fotos) nach dem Ende einig: "Wir hatten von Auf'm Platz den besten Hallensprecher Nordrhein-Westfalens und wir hatten auch ein solch erfolgreiches Wochenende dank des gesamten Auf'm Platz-Teams. Wir können uns nur recht herzlich bei jedem für diese tolle Arbeit bedanken und freuen uns schon auf das nächste Jahr." 

 

An dieser Stelle möchte sich das gesamte Auf'm Platz-Team für die sehr gute Zusammenarbeit bedanken. Insbesondere geht auch unser Dank an die Ausrichter von DJK Alemannia Gladbeck und SuS SB Gladbeck, die das gesamte Wochenende für unser leibliches Wohl sorgten. Vielen Dank!

Ehrungen

Wie schon im letzten Jahr durfte die Auf'm Platz-Redaktion gleich mehrere Ehrungen vornehmen und auch aussprechen. Neben den Titeln für die neuen Hallenstadtmeister wurden somit auch einzelne Spieler mit herausragenden Leistungen hervorgehoben und gekrönt. Dabei wurden alle Spieler der Seniorenmannschaften in einen Topf geworfen und bewertet. Keinen Einfluss hatte unsere Redaktion natürlich auf den Torjäger der HSM 2014. Tim Heinsen (links) sicherte sich die Kanone als bester Schütze mit insgesamt sieben Treffern und hatte somit wenigstens einen Trostpreis nach dem verlorenen Finale für seine private Sammlung. Sein Teamkollege Marcel Hutsch (mittleres Foto mit seinem Sohn) wurde bester Torhüter. Dabei war - so viel darf gesagt werden - zunächst Markus "Kaki" Weiß vom FC Gladbeck für diese Ehrung vorgesehen. Doch Hutsch hielt im Finale außergewöhnlich, überragend, einfach nur sensationell stark und trug entscheidenden Anteil daran, dass sein Team es bis ins Neunmeterschießen gegen den Oberligisten SV Zweckel schaffte.

   Fehlt nur noch der beste Spieler des Turniers. Und die Auf'm Platz-Redaktion entschied sich nicht für einen Spieler aus dem Finale, sondern für Kevin Klein (rechts) von SG Preußen Gladbeck. Der Titelverteidiger war im Halbfinale gegen Zweckel ausgeschieden, doch Klein wusste das gesamte Wochenende mit vielen Kabinettstückchen und auch einigen Toren zu überzeugen. Dank ihm gewann das Wort Hallenfußball in diesen Tagen mehr an Bedeutung, wovon wir uns eigentlich noch mehr versprochen hatten. 

Splitter rund um die Hallenstadtmeisterschaft

Zehn Neue für Kokott

Der FC Gladbeck hat wie bereits angekündigt in der Winterpause kräftig auf dem Transfermarkt zugeschlagen.Trainer Klaus Kokott kann sich über folgende Neuzugänge freuen: Vetim Dana, Tim Messinger, Harun Cura, Omar Chamdine, Bünyamin Demir, Serhan Sarica (alle Wacker Gladbeck), Marcel Schulz, Ender Cambaz (beide TuS 84/10 Bergeborbeck), Ayyoub Affani und Dominik Werthmann (beide Adler Ellinghorst).

 

Fußball-Gladbeck hat gewonnen

Schiedsrichter S. Tendyck (vorne links) und Spieler von allen vier Halbfinalisten feierten gemeinsam.
Schiedsrichter S. Tendyck (vorne links) und Spieler von allen vier Halbfinalisten feierten gemeinsam.

Da hat sich selbst der Final-Schiedsrichter Stefan Tendyck (vorne links) nicht lumpen lassen. Die Gladbecker Hallenstadtmeisterschaften waren vorbei und auf dem Feld waren alle mal mehr mal weniger große Rivalen. Doch eigentlich kennen sich alle untereinander sehr gut und zeigen das auch nach außen. So feierten am Sonntagabend wie hier beispielsweise Spieler von allen vier Halbfinal-Teams gemeinsam und auch FC-Torwart Markus "Kaki" Weiß (hinten, 2.v.l.), der beinahe Torhüter des Turniers geworden ist, schlich sich auch noch mit auf das Foto. FC Gladbeck, BV Rentfort, SG Preußen Gladbeck und SV Zweckel feiern gemeinsam. Was gibt es Schöneres, liebes Fußball-Gladbeck?

 

Fair-Play-Preis für den SV Zweckel

Sowohl Zweckel-Spieler und auch Torhüter Dennis Grüger (graues Trikot) sowie Preußen-Spieler wollen den Schiedsrichter C. Tendyck überzeugen, dass eine Zwei Minuten-Strafe gegen Artur Drzisga reicht.
Sowohl Zweckel-Spieler und auch Torhüter Dennis Grüger (graues Trikot) sowie Preußen-Spieler wollen den Schiedsrichter C. Tendyck überzeugen, dass eine Zwei Minuten-Strafe gegen Artur Drzisga reicht.

Es war DER Aufreger schlechthin im Halbfinale der Erstmannschaften zwischen SG Preußen Gladbeck und SV Zweckel. Preußen-Torwart Artur Drzisga kommt aus seinem Tor geeilt, weil Zweckel-Spieler Fabio Sardini alleine auf ihn zuläuft. Letzter fädelt clever ein und stürzt. Der sonst so gute Schiedsrichter Christian Tendyck pfeift - nicht einmal falsch. Doch er greift auch sofort an die Gesäß-Tasche und ein jeder weiß, welche A-Karte man dann bekommt. Sofort rennen auch Zweckel-Spieler zum Schiedsrichter und fordern vom Schiedsrichter statt des roten Kartons nur zwei Minuten für den Ex-Zweckeler. Doch zu spät: Drzisga muss das Spielfeld verlassen, weil er den Platzverweis kassiert. Dennoch sprechen weiterhin alle Spieler auf den Unparteiischen ein, völlig egal, zu welchem Klub sie gehören. Auch die Zuschauer-Tribüne ist außer sich und setzt zum gellenden Pfeifkonzert an. Doch Tendyck revidiert seine Entscheidung nicht, bleibt knallhart und wertet das Tackling als Notbremse. Sardini wäre sehr wohl vor dem leeren Tor gewesen. Doch Tendyck machte sich mit dieser Entscheidung wahrlich keine Freunde in der Halle. Ganz anders der SV Zweckel, der nicht nur wegen seiner großen Favoritenstellung jedes Jahr sowieso schon immer 90 Prozent der Zuschauer gegen sich hat. Doch diese Geste, auch wenn sie am Ende dem Gegner SG Preußen Gladbeck nichts mehr eingebracht hat, hat große Anerkennung verdient und könnte eine Signalwirkung für die Zukunft haben. Der Fair-Play-Preis geht auf alle Fälle dieses Jahr schon an die Dorstener Straße!

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Kommentare: 9
  • #1

    TUDDY (Sonntag, 12 Januar 2014 23:08)

    Hammer Leistung vom Volker Dyba,Holger Zilcher,und Andreas Knittel,Auch das Aufm Platz Team hat wohl ihre Besten geschickt,super Arbeit abgeliefert.Aber auch das kleine Alemannia und SB Gladbeck haben gezeigt,das sie auch grossen Herrausforderungen gewachsen sind,alles gut organisiert,klasse Arbeit von allen!Viele Zuschauer,gute Stimmung,viele Tore,verdiente STM,Fussballherz,was will man mehr!Allen Vereine eine gute Vorbereitung,und viel Glück in der Meisterschaft.

  • #2

    Rolf Sanders (Montag, 13 Januar 2014 00:00)

    Ein großes Kompliment an die Organisation und die beiden Ausrichter. Die Halle proppenvoll, Stimmung super und die Berichterstattung vom Aufm Platz immer aktuell. Nur eine Anmerkung ans Redaktionsteam: Markus Kaki Weiß spielt bei FC Gladbeck.

  • #3

    REDOK (Montag, 13 Januar 2014 01:46)

    ALemannia 2 hat sich super schön präsentiert und finde das sie super gespielt haben

  • #4

    Wacker (Montag, 13 Januar 2014 12:52)

    Wenn ich das von FC lese,Ziel erreicht,kann ich mich kaputtlachen.Kaufen ganz Gladbeck lehr,schaffen gerade Siege gegen Adler-was nicht so schwer iss,.Sollten mal mit System einkaufen,nicht blind alle Söldner die Taschengeld brauchen von der Strasse holen.Für keinen von den10,hätte ein Verein ein E ausgegeben.Und in der Halle wollten die noch mehr nach FC holen

  • #5

    Dirk (Montag, 13 Januar 2014 17:32)

    @Wacker, dir ist schon bewusst das du mit solchen ständigen Äußerungen hier, den Ruf von Wacker, weiter verschlechterst?!? Sei doch endlich mal ein Mann und schreibe nicht unter irgend einen Pseudonym, sondern nenne dich beim Namen. Denke an den Verein!

  • #6

    Maco (Montag, 13 Januar 2014 23:40)

    Klar gerade so Siege ! Nach dem Abgang von knapmann gerade so Siege! Mit alten Herren kein wunder! Aber stehen doch noch gut da! In der Hinrunde oft zu elft aber nicht abgeschlagen! Jetzt kann auch ich mit 38 Wieder alt Herren spielen!

  • #7

    Wacker (Dienstag, 14 Januar 2014 23:28)

    Dirk ich glaube der von Wacker ist besser als euer von FC.
    Maco,bleib lieber in dem Kokott Mannschaft,wirst bei den Neuen in der Rückrunde Stammspieler

  • #8

    Eichhörnchen (Donnerstag, 16 Januar 2014 00:37)

    ja klar gegen Adler ein Sieg ist nicht schwer -siehe Meisterschaft!!! Wacker ist Tot!!! Tja und was munkelt man Kokott weg-Carlos übernimmt!!!! Wette gilt!!!!

  • #9

    Moderator (Donnerstag, 16 Januar 2014 11:32)

    Ich Wette dagegen! Carlos ist dieses wie letztes Jahr beruflich nur unterwegs, kann also gar nicht übernehmen. Was ist jetzt Eichhörnchen Schlaumeier. Wette wirst du verlieren.
    Das der Kokott nur eine Notlösung war ist doch wohl auch klar oder ?