Favoriten marschieren gleichauf

Der erste Tag der Gladbecker Hallenfußball-Stadtmeisterschaften (HSM) 2014 ist gespielt. In der prall gefüllten Halle Rentfort Nord an der Enfieldstraße sahen die knapp 700 Zuschauer elf Aluminiumtreffer (so viele wie am ganzen letzten Wochenende in Bottrop nicht), 64 Treffer und aber auch nichts Überraschendes. Der Titelverteidiger SG Preußen Gladbeck sowie Topfavorit SV Zweckel marschierten leicht und locker an die Tabellenspitze ihrer Gruppen und somit in die Zwischenrunde, die am Sonntag gespielt wird. Die vermeintlichen Außenseiter SuS SB Gladbeck und auch DJK Alemannia Gladbeck konnten nicht von ihrer Rolle profitieren und mussten die Segel streichen. 

Gladbecker Hallenstadtmeisterschaft 2014

Vorrunde Erstmannschaften | Gruppe A

Der Titelverteidiger, SG Preußen Gladbeck, ging in der Vorrundengruppe eins an den Start und wurde seiner Rolle als Favorit gerecht. Die Mannschaft von Trainer Dennis Wroblewski konnte sich letztlich souverän durchsetzen und feierte den Gruppensieg. Hinter den Preußen belegte der BV Rentfort den zweiten Platz, Wacker Gladbeck wurde Dritter. Die beiden A-Ligisten lösten somit ebenfalls das Ticket für die Zwischenrunde am Sonntag. Die Segel streichen musste in der Vorrundengruppe eins hingegen SuS SB Gladbeck. Die Reimann-Elf konnte keine Punkte sammeln.

Khalid El Aidi erzielte das 25. Turniertor.
Khalid El Aidi erzielte das 25. Turniertor.

   Mit drei Erfolgen aus drei Spielen setzte sich die SG Preußen am Freitagabend als Sieger der ersten Gruppe durch. Dabei konnten die Mannen um Andre Becker überzeugen. Zum Auftakt besiegten die Schwarz-Gelben den Ligakonkurrenten Wacker Gladbeck mehr als deutlich mit 7:0. Im zweiten Vorrundenspiel gegen SuS SB Gladbeck tat sich die SGP anfangs etwas schwerer. Der B-Ligist konnte sogar in Führung gehen. Doch die Preußen-Lock konnte noch rechtzeitig den Druck erhöhen und gewann letztlich souverän mit 4:1. Im letzten Spiel der Gruppe ging es dann gegen den BV Rentfort um den ersten Platz. Die Rentforter hatten zuvor im ersten Spiel des Tages deutlich gegen Schwarz-Blau gewinnen können. Gegen Wacker Gladbeck machte es das Team von Trainer Marc Schäfer aber häufig zu umständlich und stand kurz vor einer Niederlage. Doch in der Schlussminute konnte der BVR noch ausgleichen. Im entscheidenden letzten Spiel der Gruppe konnte der BV Rentfort zwar einen frühen 0:3-Rückstand egalisieren, am Ende setzen sich die Preuß aber durch und brachten somit den verdienten Gruppensieg unter Dach und Fach. Im Spiel um den dritten Platz der Vorrundengruppe eins trafen Wacker Gladbeck und SuS SB Gladbeck aufeinander. Wacker gewann mit 1:0 und qualifizierte sich neben der SG Preußen und dem BV Rentfort für die Zwischenrunde am Sonntag. Für Schwarz-Blau war das Turnier nach der Vorrunde beendet.

 

Stimmen

Dennis Wroblewski, Trainer SG Preußen Gladbeck:

"Die Vorrunde ist natürlich super verlaufen, wir haben alle drei Spiele gewonnen und über weite Strecken auch wirklich fußballerisch überzeugt. Wenn man die ersten Minuten gegen Rentfort sieht, war das schon bärenstark, fast erschreckend. Danach haben wir aber nachgelassen und schnell die Quittung bekommen. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden, nicht nur weil wir alle drei Spiele gewonnen haben, sondern vor allem, weil wir sehr starken Fußball gespielt haben."

Marc Schäfer, Trainer BV Rentfort:

"Wir haben unser Pflichtziel erreicht und sind in die Zwischenrunde eingezogen. Im ersten Spiel war die Leistung meiner Mannschaft in Ordnung, da haben wir gute Ansätze gezeigt. Die zweite Partie gegen Wacker war schwach, mit wenig Passspiel. Wir sind über Einzelaktion gekommen und das liegt uns nicht. Die ersten Minuten gegen die SG Preußen haben wir verschlafen, sind dann aber sehr gut zurückgekommen. Dass wir dann noch verloren haben, war ein bisschen Pech, insgesamt aber verdient."

Michael Kawohl, Trainer Wacker Gladbeck:

"Das Etappenziel ist erreicht. Wir wollten eine Runde weiterkommen und haben das auch geschafft. Wenn man das erste Spiel mal ausblendet, war das sogar relativ souverän und das Unentschieden gegen Rentfort geht natürlich in Ordnung. Wir hatten zwar kurz vor Schluss die Chance zum entscheidenden Tor, aber die Rentforter hatten auch ihre Torchancen. Jetzt sind wir in der Zwischenrunde in der schweren Gruppe mit den Rentfortern und Zweckel. Mal schauen wie es weiter geht."

Vorrunde Erstmannschaften | Gruppe B

Auch der Oberligist SV Zweckel griff heute an der "Enfieldroad" in Rentfort-Nord in den Kampf um den begehrten Titel des Hallenstadtmeisters. Nach zwei Jahren ohne Erfolg möchte Günter Appelt mit seinen Mannen den Pokal um beinahe jeden Preis in den Händen halten. In der Gruppe B ging es heute gegen die A-Ligisten Wacker Gladbeck und Adler Ellinghorst, sowie dem heutigen Ausrichter DJK Alemannia Gladbeck, welcher in der Kreisliga B um Punkte kämpft. 

Neu-Alemanne David Winkel erzielte das 50. Turniertor.
Neu-Alemanne David Winkel erzielte das 50. Turniertor.

Am Ende setzte sich der Favorit SV Zweckel mit neun Punkten aus drei Spielen und 15:3-Toren souverän als Gruppenerster durch. Aufgrund des Torverhältnisses konnte Adler Ellinghorst mit vier Zählern den zweiten Rang erreichen. Dritter wurde der FC Gladbeck. Nichts, naja fast nichts zu holen, gab es für die DJK Alemannia. Lediglich das 50. Turniertor konnte die DJK Alemannia Gladbeck feiern. David Winkel, der im Übrigen fünf der sechs Treffer für die Gelb-Blauen erzielte, traf zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer gegen den Oberligisten und sicherte sich damit ein 5l-Stauder Fässchen. 

   Bereits vor dem letzten Gruppenspiel standen die "Gewinner des Abends" fest. Während die Appelt-Elf schon sicher als Tabellenerster für die Zwischenrunde qualifiziert war, mussten Adler und FC um den Platz Zwei und Drei im letzten Spiel des heutigen Abends antreten. Am Ende setzte sich in dieser Partie auch hier niemand durch. 1:1 hieß es nach 15 Minuten und die Adleraner sicherten sich den zweiten Platz. Einfluss auf die Gruppe hatte dies aber nichts. Beide Teams treffen in der Zwischenrunde erneut aufeinander. DJK Alemannia war dennoch stolz: ''Ich finde wir haben uns hier super präsentiert. Wir haben in einer wirklich starken Gruppe immerhin vier Punkte geholt und sind nur knapp aufgrund der schlechteren Tordifferenz ausgeschieden. Nur die wenigsten haben uns etwas zugetraut, umso schöner, dass wir zeigen konnten, dass wir in der Lage sind für Überraschungen zu sorgen'', so Trainer Ahmed Semmo.

 

Stimmen

Ulrich Wloch, 1. Vorsitzender SV Zweckel:

"Das Wichtigste ist, dass sich keiner verletzt hat. Wir haben die Zwischenrunde erreicht, und das zählt. Da geht es nicht darum, ob wir vielleicht fünf Tore noch mehr hätten schießen können. Wenn sich von acht Mannschaften eh sechs qualifizieren, ist es sowieso nicht schwierig weiterzukommen. Über den Sinn kann man hier vielleicht diskutieren, aber so eine Entscheidung wurde sicherlich auch nicht einfach nur so getroffen. Die Mannschaft kann sicherlich besser in der Halle spielen, als es heute der Fall war. Sie stand für meinen Geschmack zu oft im Raum und hat sich zu wenig bewegt. Dennoch hat man immer gemerkt, dass wenn sie wollte oder musste, sie auch einen Gang höher schalten kann. Jetzt stehen wir in der Zwischenrunde und sind somit unserem Ziel, Hallenstadtmeister zu werden, natürlich näher gekommen."

 

Simon Kokoschka, Co-Trainer Adler Ellinghorst:

"Wir sind weiter, es ist alles gut bei uns. Spielerisch war das teilweise auch ganz ansehnlich und wir werden uns in der Zwischenrunde auf keinen Fall verstecken. Ein Halbfinaleinzug wäre natürlich schön und dafür kämpfen wir auch. Wir möchten weiterkommen. In der Halle ist alles möglich. Ich bin gespannt auf die Spiele am Sonntag und freue mich jetzt schon darauf."

Klaus Kokott, Trainer FC Gladbeck:

"Der SV Zweckel war in unserer Gruppe natürlich der haushohe Topfavorit auf Platz eins, was sie dann in den Spielen auch eindrucksvoll untermauert haben. Wir hatten uns als Ziel die Zwischenrunde gesetzt, und das haben wir erreicht. Am Ende war es natürlich egal, ob wir Zweiter oder Dritter werden, da beide in dieselbe Zwischenrunden-Gruppe kommen. Ich bin bis hier hin ganz zufrieden, das Wichtigste war, dass sich keiner verletzt hat. Mir haben ausgerechnet heute Spieler gefehlt, die sonst gerade in der Halle gut zu gebrauchen sind. Aber mal schauen, Sonntag wird denke ich der ein oder andere dazustoßen können. Wir legen aber nach wie vor den Fokus auf die Meisterschaft, wo wir noch einige Siege in der Rückrunde erzielen wollen. Nichtsdestotrotz wollen wir jetzt auch das Halbfinale erreichen, und werden dementsprechend am Sonntag versuchen, die Begegnungen für uns zu entscheiden."

 

 

Hier geht es zu den Ergebnissen und Torschützen inklusive dem Liveticker zum Nachlesen!

 

 

Bilder vom ersten Tag der Hallenstadtmeisterschaften 2014 findet ihr hier!

 

 

Bereits am morgigen Samstagmorgen geht es ab 11 Uhr bei den Gladbecker HSM 2014 weiter. Wenn die Reserveteams ins Geschehen eingreifen, ist auch euer Auf'm Platz-Team wieder vor Ort!

 

Splitter

Rühr-Brüder wechseln zur DJK Alemannia

Neue Gesichter gab es am heutigen Sonntag auf dem Parkett der Sporthalle in Rentfort-Nord bei der DJK Alemannia Gladbeck zu sehen. Sowohl Dennis Rühr als auch sein Bruder Marcel wechselten im Winter an den Krusenkamp. Grund dafür sei, dass beide die Neffen vom Trainer Andy Jaudt sind. Auch Sven Schild von Spannenberg kickt nun für die Blau-Gelben und versucht den Kasten sauber zu halten.

Von Vonderort zur Alemannia

Ebenfalls neu am Gladbecker Krusenkamp ist David Winkel. Der Offensivspieler war zuletzt beim Bottroper B-Ligisten SV Vonderort aktiv. Im Gespräch mit Auf'm Platz schilderte er die Gründe für den Wechsel: "Ich bin berufsbedingt gewechselt und weil ich noch einmal mit meinem Brude zusammenspielen wollte. Ein weiterer Aspekt war die Erfolgslosigkeit und die fehlende Perspektive beim SV Vonderort. Dort wurde sogar Leuten Geld gezahlt, die beim Torschuss mit der Pike schießen. Bei Alemannie spiele ich umsonst und habe Spaß, das ist die Hauptsache."

Adler verstärkt sich mit drei Zweckelern

Marcel Dörnemann, Jens Dreger und Christopher "Winni" Jungnickel (alle SV Zweckel) tragen ab dem morgigen Samstag das rote Trikot von Adler Ellinghorst. Ebenso neu dabei ist Phillip Wachowiak von SuS Schwarz-Blau Gladbeck, Mathias Fabri von Hansa Scholven und Marcel Glauber wurde reaktiviert. Alle kamen am ersten Turniertag noch nicht zum Einsatz. Adler Co-Trainer Simon Kokoschka dazu: "Das sind die einzigen Spieler, die bei unserer zweiten Mannschaft aushelfen können. Die spielen dann da."

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Kommentare: 6
  • #1

    Frage (Samstag, 11 Januar 2014 10:35)

    Warum sind die ex Spieler von Wacker (FC) nicht gesperrt ?????

  • #2

    Besucher (Samstag, 11 Januar 2014 10:57)

    War der Trainer von Wacker Gladbeck in der falschen Halle? Wenn ich schon lese "relativ souverän" da fällt mir ein Ei aus der Hose. Grottenschlecht waren sie genauso wie 2-3 andere Mannschaften auch. Bin schon auf die nächsten Aussagen gespannt.

  • #3

    hansa-pilzsz (Samstag, 11 Januar 2014 12:36)

    frage an die auf´m Platz redaktion : wie hoch ist das fassungsvermögen der halle eigentlich ?

  • #4

    Werner (Samstag, 11 Januar 2014 16:42)

    Von dem zu erwarteten Hallenspektakel waren alle Mannschaften doch ein
    Stück entfernt.Leider ist der Funke auch nicht auf die " 700 Zuschauer "
    rüber gesprungen ! Erwarte beim Endspiel SG Preußen vs. SV Zweckel
    den erhofften Budenzauber und die immer frenetische Stimmung auf den
    Rängen.Anfeuern ist erlaubt, ohne dabei ausfallend zu werden ! Also bis
    Sonntag ! Mit sportlichem Gruß , Werner

  • #5

    Mike Groth (Samstag, 11 Januar 2014 19:59)

    Hallo Fragender Nr.1
    Stadtmeisterschaftsspiele zählen als Freundschaftsspiele und nach einem Vereinswechsel ist man für Freundschaftsspiele freigestellt, sofern keine Verbandsstrafe besteht.

  • #6

    Beobachter (Samstag, 11 Januar 2014 21:11)

    zu Frage,es sind nur Freunschaftsspiele und dafür sind sie spielberechtigt!
    Aber du hast Recht,waren grottenschlecht.Die Aussagen der Trainer-sind fast alle nur Übunngleiter für Breitensport sind grösstenteil lächlich.Richtige Trainer sind so Leute wie Appelt,Kokott-aber deren Zeit ist sehr lange abgelaufen,Knappmann.