Lichtendahl ist wieder zurück

Neues Trainergespann, neue Spieler, noch mehr Elan. Die Reserve von SW Alstaden hat in der Winterpause der Mannschaft zwar kein neues Gesicht verpasst, weil es keinen einzigen Abgang zu verzeichnen gibt. Dennoch hat der Oberhausener B-Ligist aufgerüstet. Doch zum einen nicht nur, um als Aufsteiger den anvisierten Klassenerhalt in den nächsten Monaten frühzeitig zu packen. Sondern zum anderen auch, um bereits die ersten Grundsteine für die neue Spielzeit zu legen.

Von Raphael Wiesweg

Was war das für ein wilder Sommer an der Kuhle. Erst der gefeierte Aufstieg von der Kreisliga C in die Kreisliga B. Und dann der Nackenschlag kurz vor Saisonbeginn: Trainer Andre Braun warf nach Unstimmigkeiten mit dem Verein die Brocken hin. „Ihm fehlte die Unterstützung“, blickt Rafael Wagner zurück. Wagner war es dann, der als Spieler zunächst die Verantwortung übernahm. Aus dem Übergang wurde allerdings sogar eine Dauerlösung – zumindest bis in die jetzige Winterpause hinein. „Die ersten zwei Saisonspiele war ich auch noch aktiv. Wir haben aber alle gemerkt, dass die Distanz zur Mannschaft nicht dieselbe war, weswegen wir uns eigentlich alle relativ schnell einig waren, nach einer anderen Lösung gucken zu müssen. Dennoch haben wir dann noch eine gute Hinrunde gespielt“, zieht Wagner rückblickend ein insgesamt positives Fazit. Das tat er auch schon vor knapp zwei Wochen in der Auf’m Platz-Analyse zur Kreisliga B. „Vielleicht könnten wir noch zwei Plätze besser dastehen, als jetzt. Doch für die Umstände ist unser Tabellenstand schon in Ordnung.“ Platz zehn ist es geworden, 19 Punkte, und ein gutes Polster zu den Abstiegsrängen. Nichtsdestotrotz kündige Wagner in unserer Analyse schon an, dass man in der Winterpause personell nachrüsten will. Und tatsächlich: Die wichtigste Personalie konnte geklärt werden.

Zwei neue Trainer für SW Alstaden II

Jörg Lichtendahl, in Alstaden ein alter Bekannter, übernimmt mit sofortiger Wirkung das Amt des Cheftrainers. „Er hat Oberliga gespielt, war hier schon einmal Trainer, er kennt die Strukturen des Vereins und kennt auch noch den einen oder anderen Spieler der Mannschaft. Zudem spielt er auch für die Alt Herren von Alstaden“, gibt Wagner zu Protokoll und zeigt damit unmissverständlich auf, dass Lichtendahl die Lösung ist, nach der die Oberhausener gesucht haben. Wagner wird der verlängerte Arm des Cheftrainers auf dem Feld sein. Dabei erfährt Lichtendahl auch noch weitere Unterstützung. Mit Stefan Clemens (32) hat der Aufsteiger auch einen neuen Co-Trainer. „Ich kann mich jetzt wieder voll auf das Spielen konzentrieren“, freut sich auch der bisherige „Übergangs-Trainer“, der mit seinen ebenfalls 32 Lenzen alles andere als die Fußballschuhe schon an den Nagel hängen muss. Doch damit nicht genug. Die neuen Trainer können ab sofort auch auf eine noch besser aufgestellte Mannschaft zurückgreifen. „Bislang hatten wir immer 15 bis 17 Spieler im Kader. Da wir aber viele Kicker haben, die schon gestandene Berufstätige sind, hatten wir teilweise nur acht Leute beim Training. Mit neuen Spielern wollen wir jetzt bewusst den Konkurrenzdruck erhöhen und somit auch mehr Möglichkeiten für die Meisterschaftsspiele schaffen“, erklärt Wagner die Wintertransfers. Vier neue Spieler sind es direkt geworden.

Richardt, Kaponig, Marth und Cecala neu an der Kuhle

Zum einen Thorsten Richardt, der zuletzt zwei Jahre lang nichts mehr gemacht hat. „Vorher hat er bei den SF Königshardt gespielt, ist ein groß gewachsener Stürmer, dessen Bruder Christian auch schon bei uns spielt“, erklärt Wagner. Zwar müsse T. Richardt noch Kondition aufbauen. „Doch das ist einerseits nicht verwunderlich, wenn man zwei Jahre lang nichts gemacht hat. Und andererseits ist er auch dazu gewillt, an sich zu arbeiten. Zudem passt er wie auch die anderen Neuzugänge menschlich super in die Truppe, was uns sehr wichtig ist und zu unserer Philosophie passt“, führt der 32-Jährige weiter aus. Insgesamt fällt sowieso auf, dass SW Alstaden II insgesamt drei offensive Spieler verpflichtet hat. „Wer sich unsere Torstatistiken anschaut, weiß, wo uns vielleicht am ehesten der Schuh drückt.“ 34 erzielte Treffer in 16 Spielen sind nicht furchteinflößend. Nur fünf Teams sind in der Kreisliga B harmloser als die Jungs von der Kuhle. Neben T. Richardt verstärkt noch Andre Kaponig das Team. Kaponig hat zuletzt studiert, spielte davor aber auch noch in Alstaden – übrigens unter Guido Contrino in der Erstvertretung. „Ein Allrounder für das Mittelfeld, der sich von sich aus bei uns gemeldet hat“, so Wagner. Zudem verpflichteten Wagner und Co. noch zwei Spieler vom A-Ligisten Adler Osterfeld II. „Nino Marth und Ricardo Cecala waren Dienstag beim Trainingsauftakt und haben einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Jetzt wollen wir mit Adler noch sprechen, dass die Freigabe für die Rückrunde noch klappt“, gibt Wagner zu Protokoll, der insbesondere Cecala noch gut kennt. „Ich war ja 20 Jahre lang bei Arminia Lirich aktiv, und habe Cecala in der A-Jugend trainiert. Und durch ihn entstand der Kontakt zu Nino, der auch wechseln wollte“, so Wagner, der mit den neuen Trainern eine ambitionierte Vorbereitung zusammengestellt hat. „Wir trainieren viermal die Woche und haben insgesamt acht Testspiele vereinbart.“

Vier Einheiten pro Woche, insgesamt acht Testspiele

So spielt SW Alstaden II gegen den Dümptener TV (14. Januar, 20 Uhr, Auswärts), SG Kaprys (19. Januar, Heim), Arminia Lirich (26. Januar, Auswärts), Arminia Lirich II (2. Februar, Auswärts), FC Sterkrade 72 (5. Februar, Heim), SV Concordia II (9. Februar, Auswärts), SF Königshardt III (12. Februar, Heim) und gegen den SV Duissern (16. Februar, Heim), ehe am 23. Februar die Rückrunde startet.

 

Dabei soll die anstehende Rückrunde nicht nur für diese Saison helfen. „Es wird auch irgendwo schon eine Vorbereitung für die neue Spielzeit sein. Wir werden alle noch besser zusammenwachsen. Beim Auftakt am Dienstagabend waren wir 17 Spieler, fünf haben sich abgemeldet und konnten nicht. Das ist aber vielversprechend. Ich denke, dass wir nicht viel mit dem Abstiegskampf zu tun haben werden, so dass wir sehr positiv vorausblicken. Die Strukturen stimmen und die Zusammenarbeit mit Guido Contrino und der Erstvertretung klappt wunderbar“, zieht Wagner ein rundum gelungenes Fazit.

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Kommentare: 1
  • #1

    Kenner (Mittwoch, 08 Januar 2014 13:40)

    Thorsten Richard ist ein super Typ. Wird Alstaden definitiv verstärken.