Gruppen-Aus: Fortuna enttäuscht

Auch der zweite Tag bei den Bottroper Hallenfußball-Stadtmeisterschaften (HSM) 2014 ist gespielt. Dabei fehlte es am heutigen Samstag eindeutig an Spannung, setzten sich doch die Favoriten rund um Dostlukspor und dem VfB Bottrop mehr als souverän in ihren jeweiligen Gruppen durch. Dafür sorgte der SV Fortuna für einen echten Paukenschlag. Der Bezirksligist schied als Dritter hinter dem SV 1911 und Grafenwald bereits wie beim Jürgen Weber-Turnier vor einer Woche in der Gruppenphase aus und zeigte dabei insgesamt schwachen Hallenfußball. Trainer Marco Hofmann war restlos bedient und strich unter anderem auch eine Woche vom Urlaub.

Bottroper Hallenstadtmeisterschaft 2014

Tag 2 -> Gruppen B, C & D

Gruppe B

Den Anfang am zweiten Tag der Bottroper Hallenstadtmeisterschaft (HSM) machten Dostlukspor Bottrop, der VfB Kirchhellen, BW Fuhlenbrock, TSV Feldhausen und der SSV Bottrop. Die Spannung am frühen Morgen blieb aber aus, und wie erwartet konnten sich die beiden Gruppenfavoriten Dostlukspor Bottrop und der VfB Kirchhellen für die Zwischenrunde qualifizieren. Mit zwölf Punkten sahnte der Bezirksligist Dostlukspor in der Gruppe B alles ab und stellt mit 22:2 Toren bislang auch die beste Defensive der HSM 2014. TSV Feldhausen und der SSV Bottrop konnten ihre Außenseiter-Rollen nicht nutzen. Die größte Pleite musste der SSV hinnehmen. Die Akteure um Trainer Marco Ross beendeten die Gruppenphase mit null Punkten, und auch Feldhausen konnte nur im Spiel gegen den SSV (3:0) drei Punkte einfahren.

   Spannend wurde es hingegen im letzten Gruppenspiel der Gruppe B. Denn sowohl BW Fuhlenbrock als auch der VfB Kirchhellen hatten es in der eigenen Hand, den zweiten Platz einzunehmen und sich für die Zwischenrunde zu qualifizieren. Jedoch konnte der A-Ligist die Nerven bewahren und mit einem 4:0-Sieg belegte der VfB Kirchhellen mit neun Punkten nach dem Topfavoriten Dostluskpor Bottrop den zweiten Gruppenplatz.

Stimmen

Sebastian Stempel, Trainer Dostlukspor Bottrop:

"Insgesamt bin ich mit dem Auftritt meiner Mannschaft heute natürlich zufrieden. Wir hatten ein, zwei kleinere Schönheitsfehler drin. Die Gegentore waren vermeidbar, aber bei einer Gesamtspielzeit von 60 Minuten geht das so schon in Ordnung. Besonders spielerisch haben wir überzeugt und als Kollektiv sehr gut harmoniert."

 

Christian Gabmair, Trainer VfB Kirchhellen:

"Mit dem Weiterkommen haben wir unser Ziel erreicht. Morgen folgt dann nur noch die Kür. Wir gehen als absoluter Außenseiter in die Zwischenrunde. Heute war sehr viel Brisanz dabei, aber vor allem im entscheidenden Spiel gegen BW Fuhlenbrock haben wir eindrucksvoll gewonnen. Das war auch für die Darstellung des VfB Kirchhellen wichtig. Für uns steht der Spaß im Vordergrund, aber dennoch wollten wir mit großer Ernsthaftigkeit in diese Hallenstadtmeisterschaft gehen. Morgen lassen wir uns nicht abschlachten."

Gruppe C

In der Gruppe C ging am Samstagnachmittag alles seinen gewohnten Gang. Der VfB Bottrop wurde seiner Favoritenrolle gerecht und hatte mit seinen Gegnern keinerlei Probleme. Der Titelverteidiger, bei dem insbesondere auch der Wiederkehrer Marvin Höner wie erwartet viele Akzente setzen und gleich mehrmals treffen konnte, spulte sein Programm pflichtbewusst ab und zeigte in keinem Spiel Erbarmen. Einzig Vorwärts 08 konnte noch einigermaßen mithalten und verlor nur mit 2:5. Es war allerdings auch das letzte Gruppenspiel des Ata-Teams, das sich schon vor Anpfiff des Spiels als Gruppenerster für die Zwischenrunde qualifiziert hatte.

   Sowohl Vonderort als auch Polonia konnten ihre Außenseiter-Rolle nicht nutzen und waren am Ende zu schwach. Polonia schloss den Samstag mit null Punkten ab. Vonderort konnte immerhin im Duell gegen den späteren Tabellenletzten dreifach punkten (4:2). Spannend wurde es in der Gruppe C im letzten Gruppenspiel, in dem sowohl Barisspor als auch Vorwärts Tabellenplatz zwei noch aus eigener Kraft erreichen konnten. Dabei hatte Barisspor um das Trainer- und Bruder-Duo Kaplangiray die etwas besseren Karten, ging man doch aufgrund des besseren Torverhältnisses schon als Gruppenzweiter in diese Partie. Ein Unentschieden hätte also bereits gereicht. Der A-Ligist ließ beim Budenzauber dann auch wenig anbrennen und führte nach wenigen Sekunden durch ein Kilic-Tor mit 1:0. Die Führung gab man zu keinem Zeitpunkt aus der Hand. Dennoch lebte die Partie von der Spannung, die auch bis unter das Hallendach zu spüren war. Ein seltener Moment an dem eher durchwachsenen Hallen-Samstag. Am Ende gewann Barisspor das Spiel mit 4:2 und zog damit wie auch der Landesligist aus dem benachbarten Jahnstadion in die morgige Zwischenrunde ein.

Stimmen

Mevlüt Ata, Trainer VfB Bottrop:

„Richtig zufrieden bin ich nicht. Wir haben zu oft Standfußball gespielt und werden uns Sonntag steigern müssen, wenn wir den Titel verteidigen wollen. Das ist und bleibt natürlich unser Anspruch. Zwar sah es nach dem heutigen Samstag in der Tabelle dann sehr deutlich aus. Aber man muss auch bei allem Respekt sehen, gegen wen wir gespielt haben. Die Teams aus unserer Gruppe haben ja ganz andere Ansprüche. Wir müssen den Ball schneller laufen lassen, auch öfter noch mit einem Kontakt spielen. Aber ich weiß, dass das aktuell Meckern auf hohem Niveau ist. Aber mich kann man nie zufrieden stellen. Am Sonntag warten andere Kaliber auf uns, da müssen wir uns einfach steigern.“

 

Cem Kaplangiray, Trainer Barisspor Bottrop:

„Der VfB Bottrop war in unserer Gruppe der haushohe Favorit für den Gruppensieg. Aber gleich danach konnte man eigentlich von uns erwarten, dass wir Platz zwei belegen und das haben wir auch geschafft. Somit haben wir unser Soll erfüllt. Jetzt wird es natürlich sehr schwer in der Zwischenrunde. Dennoch wollen wir versuchen, uns achtbar aus der Affäre zu ziehen. Trotz alledem ist die Endrunde natürlich unser Ziel, schließlich werden wir uns nicht schon vorher kampflos ergeben. Wir wissen aber auch, dass alles, was jetzt kommt, Zubrot ist. Unser Ziel Zwischenrunde haben wir erreicht, von daher haben wir am Sonntag keinen Druck. Wichtig wird sein, dass sich auch morgen von den Jungs keiner verletzt. Favorit auf den Turniersieg bleibt für uns der VfB Bottrop, der einfach sehr guten Hallenfußball spielt. Da macht es schon fast Spaß, zuzugucken.“

Gruppe D

Die Gruppe D war durchweg spannend. Erst in den letzten beiden Spielen konnten die beiden Gruppenersten ermittelt werden. Und zur Überraschung vieler, zählte der Bezirksligist SV Fortuna nicht zu den Qualifikanten für die Zwischenrunde. Bereits im internen Teamsport Philipp Duell gegen den VfL Grafenwald unterlagen die Fortunen mit 1:2. Das zweite Spiel konnte die Elf von Trainer Marco Hoffmann zwar gewinnen, doch gegen den SV 1911 reichte es nur zu einem 1:1, so dass der SV Fortuna auf Schützenhilfe angewiesen war.

   Doch diese bekam der SVF nicht von den Batenbrocker Ruhrpott Kickern, die im vorletzten Spiel dem SV 1911 deutlich mit 1:8 unterlagen, wodruch das Ausscheiden des Favoriten besiegelt wurde. Die Elfer selbst konnten durch den Sieg die Tabellenspitze einnehmen. Begleitet werden die Elfer vom VfL Grafenwald. Das Team von Trainer Sven Koutcky setzte sich als Gruppenzweiter durch. Doch auch die Batenbrocker hatten zwischenzeitlich Chancen auf das Weiterkommen, doch im Spiel gegen Grafenwald kassierte das Team von Trainer Dirk Schulz kurz vor Schluss zwei Gegentore, wodurch die 2:3-Niederlage besiegelt wurde. Damit waren die Chancen der Batenbrocker aufs Weiterkommen auf den Nullpunkt gesunken. Die Hobbyliga Bottrop, die BW Vonderort ins Rennen schickte, stand am Ende mit null Punkten dar und kassierte in den vier Partien 22 Gegentreffer. Die Überraschung dieser Gruppe ist definitiv das Ausscheiden des SV Fortuna.

Stimmen

Ralf Quabeck, Trainer SV 1911 Bottrop:

„Ich bin rundum zufrieden. Uns hatte keiner auf der Rechnung, alle sprachen nur vom SV Fortuna und Grafenwald. Dass wir am Ende sogar Gruppenerster sind, ist natürlich umso schöner. Das Spiel gegen Fortuna war hochintensiv und der Sieg gegen Grafenwald verdient. Vor dem letzten Spiel gegen Batenbrock wussten wir, dass wir bei einem Sieg Gruppenerster sein werden. Das hat uns natürlich angestachelt, wobei es am Ende ein leichter Sieg war. Insgesamt gesehen haben wir heute Werbung für den SV 1911 gemacht.“

 

Sven Koutcky, Trainer VfL Grafenwald:

„Wir haben uns heute mit Sicherheit nicht mit Ruhm beckleckert, aber wir sind weiter; im Gegensatz zu meinem Arbeitskollegen von Teamsport Philipp Marco Hoffmann. Als Favorit sind wir mit Sicherheit nicht in diese Gruppe gegangen, aber wir haben es eigentlich ganz gut geschafft. Wir freuen uns aus morgen, vor allem aber auf das Derby gegen den VfB Kirchhellen.“

Marco Hoffmann, Trainer Fortuna Bottrop:

„Wir verstecken uns nicht und nehmen morgen die Zuschauerrolle an. Wir haben uns noch in der Halle zusammengesetzt und aufgearbeitet, wie schlecht wir uns präsentiert haben. Nach der Führung gegen Grafenwald dachte ich es läuft besser als beim Jürgen Weber-Turnier, aber wir sind unter unseren Erwartungen geblieben und sind schon enttäuscht. Enttäuscht, weil wir in der Halle ganz einfach gerne weiter dabei gewesen wären, aber das was wir gezeigt haben, hat nicht gereicht und 1911 und Grafenwald sind verdient weitergekommen, weil sie einfach mehr investiert haben. Bei uns hat es einfach den Anschein gemacht, als würden wir die Vorrunde locker überstehen, aber mir hat die Power einfach gefehlt. Eigentlich zeichnet es uns aus, dass wir immer noch hochfahren, doch zu keiner Zeit war der Biss da. Und so haben die Jungs es sich selber zuzuschreiben, dass wir die Vorbereitung eine Woche vorverziehen.“

Die Torjägerliste nach dem 2. Tag
Stadtmeisterschaft- Tor-Statistik.pdf
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Der Spielplan aktualisiert mit allen Ergebnissen und Tabellen nach der Vorrunde
Spielplan HSM 2014.pdf
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So sieht die morgige Zwischenrunde aus:

Gruppe E

SV Rhenania

VfB Kirchhellen

VfB Bottrop

VfL Grafenwald

Gruppe F

Dostlukspor Bottrop

RW Welheimer Löwen

SV 1911 Bottrop

Barisspor Bottrop


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Kommentare: 6
  • #1

    latte (Samstag, 04 Januar 2014 22:15)

    Tolles turnier bis jetzt.leider finde ich rs nicht toll das kinder auch bezahlen mussten.2 kids haten kein geld bei und sind nicht rein gekommen.habe immer gedacht das jugend in bottrop was zahlt

  • #2

    Fair (Sonntag, 05 Januar 2014 09:46)

    @ Latte
    Mit dem Eintrittsgeld für Kinder bis zu einem bestimmten Alter, sollte man den Eintritt wegfallen lassen.
    Du (Latte) hättest aber in dem Fall eine gute Tat verbringen können und für die beiden den Eintritt bezahlen können. Die hätten sich bestimmt über deine Großzügigkeit gefreut und du hättest ein Herz für Kinder gehabt.

  • #3

    latte (Sonntag, 05 Januar 2014 21:47)

    Ja hatte ich auch gemacht.aber das hat schon ein andere sportsmann gemacht..also bis15 jahre frei.

  • #4

    manni (Montag, 06 Januar 2014 08:44)

    Habe auch draussen mit bekommen.wir sich leute druber unterhalten haben.wegen eintritt fur kids.kann ich auch verstehen das geht gar nicht.jugendlich geld abzunehem.und es waren viele kinder da.die sparte sollte selbst mal 500spenden so viele kindet warenn bestimmt da in 3tage

  • #5

    ?? (Montag, 06 Januar 2014 10:14)

    Ich würde gerne wissen woher das Wort "vorverziehen" kommt.

  • #6

    ?? (Mittwoch, 08 Januar 2014 15:28)

    Mit etwas Grips einschalten wüsste man das es vorziehen heißen soll.