5 Fragen an ... Dennis Rühe

Tobias Spitzer vom SC Kuhbach-Reichenbach brachte es in der abgelaufenen Saison auf 72 Tore in 24 Partien. Damit war er treffsicherster Schütze aller Verbände im Amateurbereich. Dennis Rühe hat bis dato halb so viele Spiele absolviert, traf aber schon 43-mal. Damit liegt er in der aktuellen Statistik auf dem sechsten Rang. Für seine Mannschaft, die Drittvertretung des SC 1912 Buschhausen, ist er damit Gold wert. Die Rede ist vom 28-jährigen Dennis Rühe. Nach einer einjährigen Schaffenspause hat er sich gegen Ende der letzten Saison den Buschhausenern angeschlossen und schon die Relegation mitgemacht. Im Gespräch mit Auf’m Platz verriet Dennis wie es beim SC nach dem gescheiterten Aufstieg aussah und was er sich als persönliches Ziel gesetzt hat.

Von Thomas Illguth

5 Fragen an ... Dennis Rühe

... Spieler SC 1912 Buschhausen III

Auf’m Platz: Hallo Dennis, du bist zu Relegation dazu gestoßen. Zuvor gab war ja einiges Los bei deinem Club. Wie hast du die ganze Geschichte rund um den Punktabzug miterlebt?

Rühe: „Die Stimmung in der Mannschaft war natürlich nicht die beste. Es ging ja in erster Linie um die Schuldfrage. Alle haben sich die Frage gestellt: Hätten wir es wissen müssen mit der Regel vom fünftletzten Spieltag? Da war die Anspannung sehr groß. Der Aufstieg war ja so gut wie fest und dann kam sowas. Dann hatten wir ja noch die Chance über die Relegation aufzusteigen.“

 

Auf‘ Platz: Dort gab es ein 2:2 gegen SV Fortuna III und ein 0:4 gegen SV Rhenania III. Woran lag es, dass ihr gescheitert seid?

Rühe: „Das hatte zwei Gründe. Zum einen wurden uns im Zuge des Einspruchs von TSV Safakspor III und der darauffolgenden Urteilssprechung nicht nur sechs Punkte abgezogen, sondern mit unserem Kapitän Daniel Heckoff und unserem Torjäger Dominik Pasierbek zwei wichtige Spieler beziehungsweise Leistungsträger gesperrt. Dominik hatte immerhin im Laufe der Saison 30 Tore geschossen. Und zur Wichtigkeit eines Kapitäns braucht man ja nichts mehr sagen. Des Weiteren fehlte auch die Einstellung in der Relegation. Keiner hat mehr an sich beziehungsweise an den Aufstieg geglaubt und auch den Ernst der Lage nicht erkannt.“

Auf’m Platz: Wie lange habt ihr die Last mit euch rumgetragen?

Rühe: „Das hat sich relativ schnell gelegt. Mit der Vorbereitung auf die neue Saison war das schon vergessen. Unser Ansporn war, es in dieser Saison aus eigener Kraft zu schaffen. Wir wollen das so schnell wie möglich vergessen aus unseren Köpfen kriegen und das geht nur, wenn wir aufsteigen.“

 

Auf’m Platz: „Mit 15 Siegen und zwei Unentschieden führt ihr derzeit die Liga an. Trotz eures überragenden Torverhältnisses von 113:14 habt ihr nur zwei Zähler Vorsprung. Wie fällt dein Fazit für die Hinrunde aus?

Rühe: „Das fällt sehr positiv aus. Leider haben wir gegen VfR 08 Oberhausen und unseren engsten Konkurrenten zwei bittere Niederlagen einstecken müssen. Insbesondere die gegen VfR 08 Oberhausen war unnötig. Wir sind schon in der ersten Minute in Führung gegangen, haben dann aber die restlichen 44 Minuten der ersten Halbzeit verschlafen und lagen dann mit 3:1 zurück. Aber ich denke, der Aufstieg geht nur über uns. Wir sind eine kompakte, spielstarke und disziplinierte Mannschaft. Aber da ist natürlich noch Luft nach oben. Dank unserem Trainer Bernd Kammler sind wir vielen Teams auch konditionell überlegen. Während andere in der zweiten Halbzeit schlapp machen, drehen wir erst so richtig auf. Da wir außerhalb des Teams auch alle sehr gut mit einander befreundet sind, sind wir schnell zu einer Einheit zusammen gewachsen. Eine Einheit, die unbedingt aufsteigen will und ohne jetzt überheblich zu wirken, bin ich der Meinung, dass wir qualitativ zu gut für die Kreisliga C sind.“

 

Auf’m Platz: Du führst mit 43 Toren souverän die Torschützenliste der Kreisliga C Gruppe 3 an. Sind die Gegner zu schwach oder bist du zu gut und wo willst du noch hin? Und sind andere Teams schon auf die aufmerksam geworden?

Rühe: „Mein persönliches Ziel waren vor der Saison 30 Tore. Jetzt wo ich bei 43 bin, hoffe ich, dass in der Rückrunde noch mindestens 20 hinzukommen. Die Tore habe ich aber nicht alleine geschossen, sondern mit der ganzen Mannschaft. Mit unserem druckvollen Spiel kommen viele Gegner nicht klar. Viel wichtiger als die Torjägerkanone ist für mich jedoch der Aufstieg. Und zum Thema Anfragen, da hat sich noch nichts ergeben. Auch nicht aus der Ersten oder Zweiten. Wenn Not am Mann ist, würde ich auch aushelfen, aber ein Wechsel innerhalb unseres Vereins kommt für mich nicht in Frage. Die dritte Mannschaft hat für mich oberste Priorität."

 

 

Wir bedanken uns bei Dennis Rühe für das Gespräch und wünschen ihm und dem SC 1912 Buschhausen alles Gute für die Zukunft!

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Bingobongo11 (Dienstag, 31 Dezember 2013 14:00)

    Ihr seid doch nur ein Verein im Verein, mehr nicht und bleibt irgendwann mal der Erfolg aus, dann seid ihr alle weg. Da hört es auf Spaß zu machen.Alleine der Satz "Ich helfe mal gerne in der 1. oder 2. aus " ist Wahnsinn, wenn einer der beiden um den Aufstieg oder Abstieg spielt, dann müßen die Besten in diese Mannschaft. Nichts für Ungut und viel Erfolg noch im nächsten Jahr

  • #2

    svr (Samstag, 04 Januar 2014 00:15)

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