Auf'm Platz-Analyse: Kreisliga A

Auch in der Bottroper und Oberhausener Kreisliga A ist mächtig Spannung. Der RSV Klosterhardt ist zwar abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz, doch dafür ist es im Aufstiegskampf umso spannender. Auf'm Platz präsentiert euch die Tops und Flops der Hinrunde, die Überraschungsmannschaften sowie eine Analyse der beiden Aufsteiger.

Von Peter Piotrowski

Die Teams und ihre Platzierungen

Anmerkung: 16 von insgesamt 32 Spieltagen absolviert

Platz Mannschaft Punkte
1. Concordia Oberhausen 37
2. Sterkrade 06/07 36
3. Arminia Lirich 33
4. SC 1912 Buschhausen 30
5. Barisspor Bottrop 28
6. Fortuna Alstaden 26
7. GA Sterkrade 26
8. VfR 08 Oberhausen II 23
9. Sterkrade-Nord II 22
10. SG Osterfeld 19
11. VfR Bottrop Ebel 19
12. SV Adler Osterfeld II 16
13. TSV Safakspor 16
14.

        Sterkrade 72

     16
15.

   SuS 21 Oberhausen

14
16.

     RSV Klosterhardt

2

Top sind die Leistungen von Stekrade 06/07 und Concordia Oberhausen, doch die entsprechen auch komplett den Erwartungen und es ist jetzt keine große Überraschung das diese beiden Mannschaften die Liga anführen, denn schon vor dem Ligastart wurde sowohl Concordia als auch Sterkrade als Favorit gehandelt. Doch noch ist an der Spitze der Liga nichts entschieden und auch Arminia Lirch kann noch angreifen. Anders hingegen sieht es im Keller der Tabelle aus. Mit zwei Punkten wird RSV schon als erster Absteiger gehandelt und von Platz 12 bis 14 haben alle Mannschaften 16 Zähler auf dem Konto und es bleibt weiter eng und spannend.

 

Flop der Hinrunde

Trainer Bodo Flamme:

"Wenn man den Blick nur auf die Tabelle wirft braucht man eigentlich kein Fazit ziehen. Aber das ist einfach der Mangel an Training und zudem haben wir unheimlich viele Verletzte. Wir werden jetzt alles versuchen aber wenn man guckt wo wir stehen ist es natürlich schwer Spieler hier hin zu bekommen, aber wir werden alles geben und wir nehmen auch den Abstieg aus der Kreisliga A hin und werden dort neu anfangen. Wir stellen aber auf jeden Fall eine Mannschaft."

 

 

Das sagt Auf'm Platz:

Eine katastrophale Hinrunde hat der RSV nun hinter sich und es wird nicht einfacher. Das Problem liegt nicht nur bei dem spielerischen. Oftmals steht es in den Sternen, ob der RSV antreten kann oder wer für die Mannschaft aufläuft. Doch die Gerüchte haben die Verantwortlichen nun aus der Welt geschaffen und auch in der Rückrunde wird eine Mannschaft von Klosterhardt in der Kreisliga A auflaufen. Ein Strukturproblem steckt in dem Verein und in der Mannschaft und in schwierigen Zeiten sollte man zusammen stehen. Doch der Mannschaftszusammenhalt in Klosterhardt lässt zu wünschen übrig. Nach dem neunten Spielt trat der ehemalige Trainer Jörg Salamon zurück und Bodo Flamme übernahm das Kommando, doch auch der Trainerwechsel trägt derzeit keine Früchte. Wer mit zwei Punkten aus sechszehn Spielen geht hat grundsätzlich etwas falsch gemacht und der erste Absteiger steht mit Klosterhardt schon fest. Denn wenn jetzt kein Fußballwunder geschieht, dann steigt der RSV sang und klanglos ab.

 

Top in der Hinrunde

Trainer Christian Kinowski:

"Wir sind sehr zufrieden und sind besser als erwartet. Wir wollten anfangs einen einstelligen Tabellenplatz und sind jetzt sogar noch besser. Ich bin mit der Leistung sehr zufrieden und auch der Vorstand und der sportliche Leiter sind zufrieden. Doch unser Ziel bleibt bestehen, wir wollen jedoch so lange wie möglich oben mitspielen, denn das macht natürlich mehr Spaß. In den letzten Jahren hatten wir immer Spiele um den Abstieg da oben ist dann auch die Motivation besser und auch die Spitze lässt mal Punkte liegen."

 

Das sagt Auf'm Platz:

Erst seit dem Sommer ist Christian Kinowski der Chef an der Seitenlinie der Liricher und seine Arbeit trägt derzeit schon saftige Früchte. Denn die Liricher starteten mit Außenseiterchancen in die laufende Spielzeit und das war auch ihnen bewusst. Doch sie sorgten öfter für Überraschungen und entwickelten sich vom Außenseiter zum Favorit und zu einem unangenehmen Gegner, der in der Hinrunde mit gutem Fußball überzeugt hat und verdient auf dem dritten Tabellenplatz steht. Und die Kinowski-Elf ist lediglich drei Punkte von dem Tabellenzweiten entfernt und mit etwas Glück und einer konstanten Mannschaftsleistung könnten die Liricher noch in den Zweikampf von Sterkrade 06/07 und Concordia Oberhausen eingreifen und die Aufstiegsfrage noch spannender machen.

 

Überraschung der Hinrunde

Trainer Cem Kaplangiray:

"Rundum können wir mit der Hinrunde zufrieden sein, denn anfangs lautete das Ziel Klassenerhalt, denn die vergangene Saison war sehr schwierig für uns. Doch jetzt stehen wir auf Platz Fünf und das ist absolut super. Es ist überraschend, weil die Jungs alle noch relativ jung sind, doch das was wir gespielt haben war gut. Und das ganze Paket stimmt einfach, das Mannschaftsgefühl, die Trainingsbeteiligung, es macht einfach Spaß. Doch wir bleiben auch jetzt bei unserem Ziel und wollen schnell die 40 Punkte erreichen und je früher wir das Ziel erreichen, desto besser." 

 

Das sagt Auf'm Platz:

In der vergangene Saison sah alles danach aus, als würde Barisspor heute in der Kreisliga B spielen, doch im letzten Moment haben sie noch die Kurve bekommen und konnten die Klasse halten. Von vielen wurden die Bottroper dann vielleicht unterschätzt, denn jetzt stehen sich nach der gespielten Hinrunde überraschend auf dem fünften Tabellenplatz und haben 28 Zähler auf ihrem Punktekonto. Sie profitieren aus der Außenseiterrolle und auf Grund der brisanten Lage in der vergangenen Lage in der vergangenen Saison wurden sie von viele abgestempelt. Doch in der Hinrunde haben sie überzeugt und sie stehen verdient unter den ersten Fünf. In schwierigen Momenten konnten die Elf von den Kaplangiray Brüdern die Nerven bewahren und öfters sorgten die Bottroper für eine Überraschung. Sie werden nichts mehr anbrennen lassen und mit dem Abstiegskampf in dieser Saison nichts am Hut haben.

Trainer Johann Wüst:

"Wir sind positiv überrascht. Neue Trainer, neue Mannschaft und die schlechte Vorbereitung und dann auch nach fünf Spieltagen der schlechte Saisonstart. Aber wir haben und extrem gut gesteigert. Wir wollen uns jetzt stabilisieren und unser Ziel, den einstelligen Tabellenplatz halten. Wir gucken wie sich das entwickelt müssen uns aber stabilisieren und konstant gute Leistung bringen, denn es geht schneller als man gucken kann und man steht wieder da unten. Und ich glaube die Rückrunde wird noch schwieriger als die Hinrunde. Doch ich bin guter Dinge und wenn wir am Ende da stehen, wo wir stehen, dann können wir zufrieden sein.

 

 Das sagt Auf'm Platz:

Nach einem katastrophalem Start in die neue Spielzeit fand die Spielvereinigung dann aber in die richtige Spur und steht derzeit auf dem neunten Tabellenplatz. Sie wurden schon als Absteiger abgestempelt, überraschten dann aber und konnten aus ihrem Tief herauskommen und die Rolle des Außenseiters ein wenig ablegen. Großen Einfluss auf die Wende hat auch der Trainer Johann Wüst der die Mannschaft motiviert und immer die passenden Worte findet und viel Arbeit und Zeit in das Team steckt. Mit 22 Zählern steht die Spvgg. zwar im Mittelfeld der Tabelle doch auch die Abstiegsplätze sind in naher Ferne. Allerdings überzeugte die Wüst-Elf in den vergangenen Wochen durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und erspielte sich nach dem erschreckenden Start dann auch endlich was Zählbares und den aktuell neunten Tabellenplatz hat man sich in Sterkrade mehr als verdient und hart erarbeitet.

 

Die Aufsteiger

Trainer Ahmed Mohamad:

"Die Hinrunde ist jetzt nicht so ganz nach unserem Plan gelaufen. Hätten wir sechs Punkte mehr erspielt, dann wäre es eine ordentliche Hinrunde und wir hätten ein Ziel erreicht. Und deshalb bin ich im Großen und Ganzen noch nicht so ganz zufrieden. Aber wir gehen mit neuem Schwung in die Rückrunde und haben jetzt schon vier Neuzugänge und wollen unser Ziel, den Klassenerhalt, mit viel Arbeit und Herz erreichen."

 

 Das sagt Auf'm Platz:

Neue Liga, neue Gegner, neues Glück. Der Aufsteiger hat eine durchwachsene Hinrunde hinter sich und überwintert auf dem 14. Tabellenplatz. Die gesteckten Ziele konnten bislang nicht erreicht werden und die 72er stehen derzeit mit einem Bein wieder in der Kreisliga B, denn es sind lediglich zwei Punkte, die den Aufsteiger von einem Abstiegsplatz trennen. Somit steht für die Mohamad-Elf eine harte Rückrunde an und sie werden bis an ihre Grenzen gehen müssen, um ihr Ziel, den Klassenerhalt, erreichen zu können.

 

Trainer Yusuf Kücük:

"Ich bin mit der Leistung sehr zufrieden. Unser Ziel ist der Nichtabstieg und wir wollten aber nie unten mitspielen sondern im Mittelfeld. Jetzt zurzeit bin ich sehr zufrieden. Für einen Aufsteiger ist der sechste Platz mit 26 Punkten nicht schlecht und lässt keine Wünsche offen. Wenn wir am Ende auch so da stehen dann bin ich auch zufrieden."

 

Das sagt Auf'm Platz:

Platz Sechs als Aufsteiger. Fortuna Alstaden muss sich nicht verstecken. Mit 26 erspielten Punkten lief es für Alstaden als Aufsteiger deutlich besser als für Sterkrade 72. Alstaden ist in der Kreisliga A gut angekommen und das Ziel längerfristig in der Liga zu bleiben ist zumindest für die laufende Saison in greifbarer Nähe. Nicht zuletzt durch den Fußball, aber auch durch den Zusammenhalt und den Kampf erspielte sich der Aufsteiger Punkte und steht absolut verdient auf dem sechsten Tabellenplatz und wenn sie in der Rückrunde nicht deutlich nachlassen sollten sie nicht mehr in den Abstiegskampf kommen, im Gegenteil: Es ist noch viel Luft nach oben.

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Fernandes4 (Sonntag, 29 Dezember 2013 20:24)

    Safakspor wird in der Rückrunde richtig zulegen. Die meisten Spiele in der Hinrunde unglücklich verloren (Lirich, Sterkrade 72, Fortuna Alstaden) und beim letzten Spiel in der Hinrunde gezeigt, was die Mannschaft aus sich rausholen kann. Eine sehr junge Mannschaft, hat nicht viel Erfahrung, aber als Team sehr stark und ich bin davon überzeugt, das die anderen Mannschaften in der Liga noch einiges zu sehen bekommen.

    Halá Safak !