Auf'm Platz-Analyse: Kreisliga B2

Auch in der Gruppe 2 der Bottroper und Oberhausener Kreisliga B sind 16 Spieltage absolviert. Auf'm Platz Redakteur Steffen Ludwig machte dabei zwei Teams aus, die der Kategorie "Flop der Hinrunde" zuzuordnen sind. Dem gegenüber steht natürlich die Reserve von Dostlukspor Bottrop an der Tabellenspitze und ist somit "Top".

Von Steffen Ludwig

Die Teams und ihre Platzierungen

Anmerkung: 16 von insgesamt 30 Spieltagen absolviert

Platz Mannschaft Punkte
 1. Dostlukspor Bottrop II 41
2. SV 1911 Bottrop 37
3. SF Königshardt II 35
4. RW Welheimer Löwen 35
5. Viktoria 21 Bottrop 34
6. SV Fortuna Bottrop II 31
7. Rhenania Bottrop II 28
8. Batenbrocker Ruhrpott Kicker 23
9. VfB Bottrop II 23
10. SW Alstaden II 19
11. FC Polonia Bottrop 18
12. TB Oberhausen II 14
13. SV Vorwärts 08 11
14. SV Vonderort 7
15. TSV Safakspor Oberhausen III 5
16. SuS 21 Oberhausen II 2
 

Im Aufstiegsrennen ist es wahnsininig spannend. Dostlukspor führt vermeintlich souverän, aber theoretisch könnten die ersten fünf Mannschaften den Aufstieg schaffen. So gestaltet sich vor allem für den neutralen Zuschauer hier ein Spektakel. Im Abstiegskampf kann man die Teilnehmer dagegen auf vier, höchstens fünf Mannschaften beschränken. Hier wird es trotzdem spannend.

 

Flop der Hinrunde

Trainer Erdal Balli:

"Wir haben sehr schlecht angefangen. Haüfig konnte ich für das Spiel nicht planen, weil es immer wieder kurzfristige Absagen gab. Dazu hatten wir auch im Allgemeinen Spielerprobleme, denn viele waren verletzt oder gesperrt. Aber wir haben uns etwas gefangen und das macht uns optimistisch. Im Winter wollen wir einige A-Jugendspieler einbauen und unser Team verjüngen. Wir wollen eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern finden. Es wird schwierig, aber unser oberstes Ziel ist es, die Klasse zu halten und dann können wir weitergucken. Aber um das Ziel zu erreichen, muss auch die Trainingsbeteiligung besser werden und kurzfristige Absagen darf es nicht mehr geben." 

 

Das sagt Auf'm Platz:

Sieben Punkte sind schwach. Ergebnisse wie das 1:13 gegen 1911 sind erschreckend. Häufig fallen die Niederlagen sehr deutlich aus, sodass das Torverhältnis mit -67 und 85 Gegentoren Bände spricht. Außerdem ist der Kader sehr spärlich besetzt, sodass Vonderort manchmal sogar mit einem Mann weniger starten musste. Neben den deutlichen Niederlagen müssen sich die Löwen vom Wienberg auch knapp geschlagen geben. Positiv sind bisher lediglich die zwei Siege und das Unentschieden sowie, dass die Konkurrenten Safakspor und SuS 21 noch schwächer sind. Vonderort war ein großer Verein, der immer weiter absteigt. Im Moment ist der Klassenerhalt von mehreren Faktoren abhängig. So muss Vonderort das Kaderproblem in Ordnung bekommen und auch mal die knappen Spiele für sich entscheiden. Im Abstiegskampf ist nichts entschieden, denn alle Mannschaften liegen eng beieinander. Letztlich entscheiden die direkten Duelle zwischen SuS 21, Safakspor, Vonderort und Vorwärts den Abstiegskampf. 

 

Trainer Fahrudin Kovac:

"Die Saison war bisher ganz schwer. Ich habe immer Probleme mit der Aufstellung, weil wir eine schlechte Trainingsbeteiligung haben. Langsam wird es besser, aber es reicht auch von der fußballerischen Qualität nicht, es ist zu schwach. Im bin nicht wirklich zufrieden. Man kann eher sagen, dass ich auch enttäuscht bin von den Spielern. Aber ich bin auch optimistisch für die Rückrunde, denn es kommen ein paar neue Spieler. Vier neue junge Spieler haben mir bereits zugesagt und sie werden uns weiterhelfen. Es gibt also eine Positive Energie für die Rückrunde und ich hoffe, dass sich dann auch die Trainingsbeteiligung verbessert. Wir haben jetzt auf jeden Fall Potenzial und ich will den Klassenerhalt sichern."

 

Das sagt Auf'm Platz:

Vorwärts hat sechs Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, aber das heißt nicht, dass sie schon sicher in der Liga bleiben. Insgesatm sind diese elf Punkte eine schwache Ausbeute für einen Absteiger. Natürlich haben sie mit einigen Abgängen zu kämpfen gehabt, aber trotzdem geht der Fall des Vereins stetig weiter. In der Defensive liegen sie im Vergleich zu den Konkurrenten vorne. Natürlich sind die 59 Gegentore viel, aber die Kontrahenten haben noch mehr Tore kassiert. Arbeiten müssen die Bottroper vor allem an der Offensive, denn die Torausbeute von 18 Treffern ist nicht zufriedenstellend. Mit einige Neuzugängen können die Verantwortlichen realistisch in die Rückrunde blicken. Am Ende steht für Vorwärts zwar der Klassenerhalt, aber im letzten Jahr spielten sie noch in der Kreisliga A und man sieht, dass der Verein in einer äußerst schwierigen Situation ist.

 

Top in der Hinrunde

Trainer Sadettin Senyüz:

"Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft, denn die gesamte Hinrunde war klasse. Wir wollen auf jeden Fall unser großes Ziel, den Aufstieg, erreichen. Aber dafür müssen wir genauso gut weiterspielen wie bisher und niemals aufhören. Ein großer Vorteil für uns ist die gute Kommunikation mit der ersten Mannschaft. Es gibt einige Spieler, die zwischen den beiden Teams pendeln, aber dabei gibt es keinerlei Probleme. Wir wollen in der Rückrunde wieder versuchen, jedes Spiel zu gewinnen, um dann den Weg in die Kreisliga A zu bahnen. Ich freue mich auch, dass die Jungs mit großem Ehrgeiz und einer guten Einstellung an die Sache gehen. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir auch am Ende der Saison auf dem ersten Platz stehen werden."

 

Das sagt Auf'm Platz:

Dostlukspor spielt eine starke Serie. Als Zweitvertretung dominieren sie vermeintlich die zweite Gruppe der Kreisliga B. Sie konnten neben der einen Niederlage und den zwei Unentschieden alle Spiele gewinnen. Besonders hervorheben muss man die Konstanz, denn die Bottroper haben nur sieben Punkte nicht geholt und haben selbst auf 1911 vier Punkte Vorsprung. Allerdings war der SV 1911 auch die Mannschaft, die Dostlukspor schlagen konnte. Somit ist der Kampf um den Aufstieg keineswegs entschieden. 66 geschossene Tore sind der Topwert in der Liga und auch mit nur 16 Gegentoren stehen sie sehr gut da. Das Ziel muss es nun sein, die Verfolger lange auf Abstand zu halten und vor allem die direkten Duelle für sich zu entscheiden. Wenn Dostlukspor weiter diese Dominanz behält und konstant ihre Siege einfährt, dann steht am Ende der Saison der Aufstieg in die Kreisliga A. Besonders brisant wird das Duell mit 1911, das auf jeden Fall zugunsten von Dostlukspor entscheiden kann. Der Aufstieg ist letztlich das ausgegebene Ziel, das auch erreichbar ist.

 

Trainer Ralf Quabeck:

"Wir haben eine tolle Hinrunde gespielt. In der gesamten Halbserie haben wir nur ein einziges Mal verloren und eine riesig lange Serie an Spielen unseren Kasten sauber gehalten. Wir wussten, dass unsere Stärken in der Defensive liegen und das haben wir ja auch sehr gut umgesetzt. Auch im offensiven Bereich waren wir sehr gut und haben uns verbessert. Die Topspiele gegen Dostlukspor und Co. haben wir gewonnen, doch es ärgert mich, dass wir einige ärgerliche Punktverluste hinnehmen mussten. Wir wollen weiter oben mitspielen und stark bleiben. Dann hoffen wir, dass auch Dostlukspor mal eine Schwächephase hat. Ich bin stolz darauf, was wir bisher geschafft haben, denn wir spielen eine bärenstarke Serie. Dabei muss man vor allem unsere Möglichkeiten überdenken."

 

Das sagt Auf'm Platz:

Die Elfer spielen konstant eine gute Hinrunde. So steht bisher nur eine einzige Niederlage zu Buche und auch das direkte Duell mit Dostlukspor konnten zu ihren Gunsten entschieden werden. Somit bleibt der Aufstiegskampf spannend. Zudem stellt der SV 1911 mit nur 14 Gegentoren die beste Defensive der Liga, was eine äußerst gute Zahl ist. Dies bestätigt auch, dass 1911 immer von hinten heraus überragend spielt.Um an das Torverhältnis von Dostlukspor zu kommen, müsste die Offensive noch torgefährlicher werden. Dabei steht mit 55 geschossen Toren wirklich kein schlechter Wert. In der Rückrunde kann 1911 nocheinmal angreifen. Spielen sie weiter konstant und defensiv geordnet und sicher, so kann man an Dostlukspor vorbeiziehen. Durchaus interessant ist hierbei das direkte Duell. Allerdings sollten die Elfer keinesfalls die Verfolger aus dem Blick verlieren.

 

Überraschung der Hinrunde

Trainer Thomas "Netzer" Ochojski:

"Es ist schwierig den gesamten Saisonverlauf zu bewerten. Wir sind unseren Zielen gut nachgegangen und standen zeitweise sogar auf Platz eins. Aber es wurde auch deutlich, dass wir das Fehlen von einem oder mehreren Leistungsträgern nicht verkraften können. Desahlb haben uns die Ausfälle einige Punkte gekostet, das ist unglücklich. Wir wurden immer wieder nach hinten geworfen. Wir könnten also noch weiter oben stehen, wenn wir einige Punkte nicht liegengelassen hätten. Wir hoffen, dass zum Rückrundenstart wieder alle fit sind und direkt zu Beginn haben wir das entscheidende Spiel gegen Dostlukspor. Wir haben ja nichts mehr zu verlieren und wollen angreifen und offensiv auftreten, aber wenn wir da verlieren, brauchen wir nicht mehr Richtung Aufstieg schauen."

 

Das sagt Auf'm Platz:

Die Löwen sind ganz oben dabei und halten mit sechs Punkten den Rückstand auf Tabellenführer Dostlukspor klein.35 Punkte sind eine gute Ausbeute, zumal man lediglich in fünf Spielen Punkte abgeben musste. Schon mehrere Male hatten die Welheimer angekündigt, oben dabei sein zu wollen, doch in diesem Jahr sind sie so nah dran wie noch nie. Zwar ist die Konkurrent groß, doch die Löwen haben Potenzial. 55 geschossene Tore und 25 Gegentore sind beides gute Werte, die aber noch verbessert werden müssen, um um den Aufstieg mitzuspielen. Am Ende werden die Welheimer zwar eine gute Rolle spielen, doch es reicht nicht für den Aufstieg. Ab Platz zwei ist alles drin, zumal die Bottroper schon öfters verschiedene Phasen hatten. Zwischenzeitlich standen sie sogar auf Platz eins. Insgesamt also eine gute Rolle, aber mehr nicht. Die Löwen könnten aber trotzdem den Kampf um den Aufstieg entscheiden, indem sie die Favoriten ärgern.

 

Die Aufsteiger

Trainer Cihan Atik:

"Als Aufsteiger hat man es immer sehr schwer. Wir wollten uns in der neuen Liga zurechtfinden und der Klassenerhalt war unser großes Ziel. Allerdings hatten wir keine einfachen Umstände, denn wir hatten großes Verletzungspech. Unser Torwart war nahezu die gesamte Hinrunde verletzt und immer mal wieder sind Spieler für zwei, drei Wochen ausgefallen. Außerdem sind noch drei Leute zur Ersten gegangen. Dafür, dass wir mit einem Feldspieler im Tor gespielt haben, können wir froh sein, dass wir noch die Chance haben, die Klasse zu halten. Wir wollen dann in der Rückrunde angreifen. Erstmal ziehen wir die Vorbereitung durch und dann hoffen wir, dass die Verletzten zurückkommen, wie unser Torhüter. Dann ist der Klassenerhalt weiter schwierig, aber möglich."

 

Das sagt Auf'm Platz:

Die fünf Punkte sind eine schwache Ausbeute und somit steht Safakspor auch berechtigt auf einem Abstiegsplatz. Natürlich ist es schwierig als Aufsteiger, sich in der neuen Liga zurechtzufinden und Punkte zu sammeln, doch mehr als fünf Zähler sollten trotzdem herauskommen. Auffällig ist aber auch, dass die Oberhausener im Vergleich zu den Kontrahenten im Abstiegskampf ein relativ gutes Torverhältnis haben. Sie haben nicht viele Tore geschossen, aber 25 sind beispielsweise mehr als alle drei anderen Konkurrenten, ebenso ähnlich sieht es bei den Gegentreffern aus. So sieht man auch, dass die Spiele nicht allzu deutlich ausfallen und Safakspor doch gut mithalten kann. Das Ziel für den TSV muss es sein, mehr Punkte aus den knappen Spielen mitzunehmen. Wenn man sich in der Offensive noch etwas gefährlicher und in der Defensive etwas kompakter zeigt, dann ist es möglich, die Klasse zu halten.

 

Trainer Rafael Wagner:

"Wir hatten uns vorgenommen, die Klasse zu halten. Am Anfang haben wir uns vor allem mit den Umstellungen schwer getan, weil wir in der Kreisliga C nicht wirklich gefordert waren. Aber mit dem jetzigen Platz bin ich wirklich zufrieden, gerade wenn ich an die schwierige Anfangszeit denke. Wir wollen uns von den Abstiegsrängen fernhalten und in der Rückrunde einen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Wir werden den Kader etwas erweitern, um für einen größeren Konkurrenzkampf zu sorgen.Wir wollen am Konzept festhalten und ich sehe der Rückrunde positiv entgegen. Unsere neuen Ziele sind gut zu schaffen und ich freue mich, wenn wir am Ende auf einem einstelligen Rang stehen."

 

Das sagt Auf'm Platz:

Das Ziel, der Klassenerhalt, wurde gut umgesetzt. 19 Punkte sind für einen Aufsteiger keine schlechte Ausbeute, zumal sich die Schwarz-Weißen zu Beginn sehr schwer taten. Allerdings kann man auch sagen, dass der Platz im Mittelfeld gesichert ist. Nach oben ist nichts mehr möglich und auch aus dem Abstiegskampf werden sich die Oberhausener raushalten. Das Torverhältnis ist äußerst ausgeglichen, denn sowohl die Treffer als auch die Gegentreffer sind durchschnittliche Werte. Wenn man Punktverluste wie beim 3:3 gegen Safakspor abstellt und auch in knappen Spielen gegen die oberen Gegner punktet, sollte nicht mehr viel passieren. Die Oberhausener sollten etwas an ihrer Torausbeute arbeiten und die Gegentrefferzahl noch geringer halten. Wenn die Alstadener, durch Neuzugänge gestärkt, keine großartige Schwächephase durchlaufen, dann ist das Ziel, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen gut möglich.

 

Trainer Andreas Temming:

"Wir haben echt gut angefangen, aber nach und nach mehr Spiele unglücklich verloren. Auch zum Ende haben wir gegen gute Gegner verloren, wo wir nicht verlieren durften. Wir hatten zudem Verletzungspech und wir können die Ausfälle nicht auffangen. Unser gestecktes Ziel, unter den ersten Sechs zu sein, haben wir noch nicht erreicht. Aber in der Rückrunde wollen wir angreifen und uns vor allem aus dem Abstiegskampf raushalten. Wir warten die ersten Spiele ab und schauen, ob wir dann Unterstützung von der Ersten bekommen. Wir haben auch Kontakt zu Spielern, aber wegen der Ablöse können wir sie noch nicht fest einplanen. Wir wollen schon anfangen, den Kader fürs nächste Jahr zu planen. Aber vorerst wollen wir die Saison vernünftig zu Ende bringen."

 

Das sagt Auf'm Platz:

Die Oberhausener sind mit neun Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze vermeintlich weit weg vom Abstiegskampf. Für einen Aufsteiger kann man sich über die Punktausbeute nicht beschweren, obwohl man sich in Turnerbund über den einen oder anderen Punkt mehr sicherlich nicht beschweren würde. Allerdigs verlieren die Oberhausener, wenn sie verlieren, meist deutlich. Damit lassen sich dann auch die vielen Gegentore erklären, denn in vielen Spielen standen am Ende fünf oder sogar sechs Gegentreffer für TBO. Das ist der eindeutige Schwachpunkt von TBO. Diese vielen Gegentore gilt es abzustellen. Aber eine Medaille hat immer zwei Seiten und so darf man auch nicht vergessen, dass dafür die Offensive der Oberhausener umso besser ist. Diese Stärke gilt es dann in der Rückrunde noch weiter auszunutzen, um auch das Torverhältnis aufzubessern. Am Ende steht für TB Oberhausen der sichere Mittelfeldplatz, weil sie sich nicht in den Abstiegskampf hineinziehen lassen. Man darf nicht vergessen, dass wohl zudem einige Spieler aus der ersten Mannschaft mithelfen werden.

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Kommentare: 3
  • #1

    Dsb (Mittwoch, 25 Dezember 2013 19:04)

    Klasse arbeit aufmplatz team!!

  • #2

    Hmmmm .,,. (Donnerstag, 26 Dezember 2013 23:45)

    Fehlen da nicht noch einige von den Top 10 dieser Liga?

    Oder ist das hier eine Lobby Berichterstattung?

  • #3

    @Hmmmm (Samstag, 28 Dezember 2013 22:37)

    Wie bei allen anderen Berichten werden nur die Tops und Flops genannt und nicht die Top 10! Traurig das deine Mannschaft nicht dabei ist? Odet was soll der Kommentar? Das Team hier leistet super Arbeit!