Etappenziel zum Greifen nah

Alle Fußballer haben am Wochenende spielfrei. Alle? Nein, ein gallisches Dorf arbeitet weiterhin fleißig und trotzt den kalten Temperaturen. Der SV Zweckel spielt am morgigen Samstag in der Oberliga und startet damit auch zeitgleich schon in die Rückrunde. Und nach der Hälfe der Saison ist die Überraschung zum Greifen nach. Der Klassenerhalt ist alles andere als eine Utopie für den krassen Außenseiter und Aufsteiger. Die Mannschaft von Cheftrainer Günter Appelt steht momentan auf einem guten Mittefeldplatz. Mit einem Heimsieg Samstagnachmittag über TuS Erndtebrück kann man eben diesem derzeitigen Neuntplatzierten mehr als nur auf die Pelle rücken. 

Von Raphael Wiesweg

Oberliga | 16. Spieltag

SV Zweckel (12.) - TuS Erndtebrück (9.)

Hinspiel: 0:1

Dass der SV Zweckel aber gerade mit diesem Klub punktetechnisch gleichziehen kann, das haben nun wirklich nur wenige vor der Saison gedacht. Für Zweckels Cheftrainer Günter Appelt war Erndtebrück vor der Saison einer der Meisterschaftsfavoriten. Prinzipiell hat sich auch an dieser Meinung nichts geändert. „Erndtebrück hat eine enorme Qualität im Kader und viele Oberligaerfahrene Spieler in den eigenen Reihen. Sie haben nicht umsonst schon letzte Saison um den Aufstieg für die Regionalliga mitgespielt“, so Appelt im Vorfeld der Partie, die bereits am morgigen Samstag stattfindet!

   Aber Appelt kann sich auch noch sehr gut an das Hinspiel erinnern, in dem man schon nur 0:1 und dazu auch noch ärgerlich verloren hat. „Ja, daran können wir uns alle noch sehr gut erinnern. Da war wesentlich mehr drin“, so Appelt, der aber dennoch eine klare Meinung vor dem morgigen Duell hat. „Wir sind krasser Außenseiter in diesem Heimspiel, auch wenn es ganz schwer ist, Erndtebrück einzuschätzen, weil sie scheinbar sehr schwankende Leistungen haben. Aber sie haben vor kurzem Rödinghausen 4:0 geschlagen, das sagt doch eigentlich alles“, so Appelt. In der Tat. Der Tabellenzweite kassierte erst 14 Gegentreffer und auch nur zwei Niederlagen. Doch dafür musste Erndtebrück zuletzt in Beckum eine 1:2-Niederlage beim Tabellenvierten hinnehmen. „In Beckum darf man ruhig verlieren, Beckum ist zu Hause eine Macht“, so Appelt. Sehr treffend. Denn Beckum ist das heimstärkste Team der Liga. Was kommt mit Erndtebrück also tatsächlich auf die Gladbecker zu? Schwer einzuschätzen für den Zweckeler Übungsleiter, der diese Woche etwas dosierter trainieren ließ – natürlich wieder auf Asche, damit morgen der Rasenplatz überhaupt bespielbar ist. „Wir sind in jedem Spiel über unser Maximum hinausgegangen und haben jetzt noch drei Spiele vor der Winterpause vor der Brust. Da müssen wir gut auf unsere Kräfte schauen. Nichtsdestotrotz wollen wir natürlich versuchen zu gewinnen. Denn dann hätten wir uns Jahres-Ziel, 21 Punkte, bereits vorzeitig geschafft“, so Appelt abschließend. Personell ist der SV Zweckel so aufgestellt, wie zuletzt auch. Weitere Blessuren sind nicht dazu gekommen.

Anstoß: Bereits Samstag, 23. November, 15 Uhr

Kommentar schreiben

Kommentare: 6
  • #1

    Gladbecker (Freitag, 22 November 2013 14:41)

    Dass auch immer wieder betont werden muss, dass man auf Asche trainiert. Der SVZ soll doch froh sein, dass man zwei Plätze hat..

  • #2

    @Gladbecker (Freitag, 22 November 2013 15:18)

    Ja natürlich ist das durchaus immer eine Erwähnung wert. Wir sprechen hier schließlich von der Oberliga und nicht der Kreisklasse. Wo gibt es schließlich sonst noch solche Voraussetzungen. Hier wird damit aber keiner angegriffen, ist aber eine Information, die meiner Meinung nach einfach dazu gehört.
    Sportliche Grüße aus Oberhausen

  • #3

    wolf dieter poschmann (Freitag, 22 November 2013 15:24)

    ich denke das mogen der svz gewinnt die tore werden schiessen

    RAMADAN IBRAHIM joker

  • #4

    @Oberhausener (Freitag, 22 November 2013 15:31)

    Vielen Dank für Dein Feedback, endlich mal ein "Fremder" der die Problematik in Zweckel versteht, das dieser Zustand nicht Oberligatauglich ist, aber das allerbeste daraus gemacht wird, siehe schon die vorgegebene Jahres-Punktzahl, mit dem niedrigsten Etat aller Oberliga-Vereine!

    Aber dieses neidzerfressende Gladbeck sucht immer einen Satz aus Statements von Günter Apppelt raus, um irgendeinen vollkommen überflüssigen Post hier zu platzieren...

  • #5

    hansa-pilzsz (Samstag, 23 November 2013 12:07)

    gladbecker hat recht. kein verein in der oberliga hat solch schlechte voraussetzungen. schon in der landes- und westfalenliga hatten fast alle vereine bessere bedingungen. gut der SVZ könnte im stadion spielen, das ist aber eine andere sache. wenn der klassenerhalt trotzdem - hoffentlich - geschafft wird , dann prost und noch mehr. ihr schafft das.

  • #6

    hansa-pilzsz (Samstag, 23 November 2013 17:43)

    wunderbar SVZ . 4:0. auf jedes tor eine kiste hansa. nee lieber doch nicht. ein halber liter pro tor reicht.