5 Fragen an ... Simon Kokoschka

Es ist derzeit die Mannschaft der Stunde in der Kreisliga A: Adler Ellinghorst. Schon vor der Saison war man bei vielen Kritikern bereits abgestiegen und man musste viel Hohn und Spott einstecken. Trainiert wird diese Mannschaft seit dieser Saison vom Trainergespann um Juan Perez und Simon Kokoschka. Im Gespräch mit Auf'm Platz verriet Simon Kokoschka, warum man es all diesen Kritikern gezeigt hat und auch, dass noch lange nicht Schluss ist. Auch will man die Sektkorken zum Nichtabstieg bereits vor dem letzten Spieltag knallen lassen.

Von Ben Tautz

5 Fragen an ... Simon Kokoschka

Co-Trainer Adler Ellinghorst

Auf'm Platz: Hallo Simon! Viele Kritiker sahen euch schon bereits vor der laufenden Saison abgestiegen. Nun belegt ihr den elften Tabellenplatz mit 16 Punkten und es sind noch drei weitere in dieser Hinrunde zu holen. Bereits fünf Siege stehen zu Buche und man konnte dem ein oder anderen Aufstiegskandidat schon ein Beinchen stellen. Der Wahnnsinn, was bei euch passiert, oder?

Kokoschka: Es ist der absoluter Hammer. Es steckt einfach unglaublich viel Potenzial in dieser Mannschaft und ich glaube, dass wir es vielen Kritikern schon gezeigt haben und die kritischen Stimmen um uns herum auch total ruhig geworden sind. Die Ergebnisse sprechen für sich, lediglich die 0:10-Niederlage gegen Preußen kann ich mir immer noch nicht erklären. Eigentlich haben wir uns gegen die Gegner von oben immer recht gut verkauft. Sei es das Unentschieden gegen Rentfort I oder bei Spielen wie gegen Beckhausen oder Horst. Da hätte man auch immer einen Punkt mitnehmen können.

 

Auf'm Platz: Hand aufs Herz: Hättest du selber damit gerechnet? Im Gespräch mit deinem Mit-Trainer Juan Perez vor der Saison wurde schnell klar, dass er euch nicht als Abstiegskandidat ansieht und sich einige noch wundern werden.

Kokoschka: Wir haben immer an die Mannschaft geglaubt und der Erfolg gibt uns glaube ich Recht. Auch die letzten kritischen Stimmen werden noch erlischen und man wird sich noch wundern. Wir sind einfach eine große Einheit geworden. Das war am Anfang der Saison noch nicht so, es kannten sich noch nicht alle, aber mit der Zeit wurde es halt immer besser. Und das ist es, was uns aus macht. Ich müsste lügen, wenn ich sage, dass alle Spieler Kreisliga A-Niveau haben. Aber es kämpft einfach jeder für jeden, keiner gibt einen Ball verloren und so gewinnt man die Spiele.

 

Auf'm Platz: Gerade euer Verein ist dafür bekannt, dass die Absprache zwischen Vorstand und Umfeld eigentlich immer passt. Gerade auch in den Zeiten, wo es nicht so läuft. Erst hieß es ja auch, die erste Mannschaft soll in der Kreisliga C an den Start gehen. Stand der Vorstand komplett hinter euren Entscheidungen?

Kokoschka: Wir haben das vollste Vertrauen des Vorstands und als der Vorstand am Anfang der Saison auf uns zu kam, haben wir auch nicht lange überlegt. Wir wollten in der Kreisliga A an den Start gehen, auch wenn es eigentlich eine Kreisliga B oder C-Mannschaft ist. Schließlich machen wir ja keine halben Sachen. Und sind wir mal ehrlich: In der Kreisliga C wäre diese Mannschaft absolut unterfordert. Unsere Zweitvertretung spielt ja dort und da konnte ich mir schon das ein oder andere Bild machen. 

 

Auf'm Platz: Am kommenden Sonntag endet bekanntlich die Hinrunde mit einem Derby am Kröger-Park. Zeit gegen Zweckel II die Hinrunde mit dem dritten Derbysieg im Laufe dieser Saison abzuschließen?

Kokoschka: Ein Sieg zum Abschluss der Hinrunde wäre natürlich das Schönste. Zweckel II spielt eigentlich unter ihren Möglichkeiten beziehungsweise läuft man der Zielsetzung hinterher und bei uns zu Hause ist es eigentlich für jeden Gegner schwer. Die Europhie ist da. Sie ist fast schon so, dass man sie bremsen muss, aber wie gesagt wir treten als Einheit auf, das macht uns aus und das wird uns auch weiter ausmachen. 

 

Auf'm Platz: Steigt am 8. Juni, dem letzten Spieltag der Saison, die große Nichtabstiegsfeier oder anders gesagt: Packt ihr den Klassenerhalt? Die Saison ist schließlich noch lang.

Kokoschka: Davon bin ich felsenfest überzeugt, sonst könnte ich schon morgen meinen Trainerposten hinwerfen. Ich gehe sogar so weit und sage, dass wir die Sektkorken schon vor dem 8. Juni knallen lassen und wir mit dem Abstieg gar nichts zu tun haben. Wer weiß, vielleicht kommt noch der ein oder andere Neuzugang in der Winterpause, der uns weiterhelfen kann. Wir sind eine offene Mannschaft, wo jeder herzlich Willkommen ist und man menschlich auf jeden Fall gar keine Probleme hat. Um das Spielerische kümmern Juan und ich uns dann (lacht). 

 

Wir bedanken uns bei Simon Kokoschka für das Gespräch und wünschen ihm und Adler Ellinghorst alles Gute für die Zukunft! 

 

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Kommentare: 2
  • #1

    erstaunt (Freitag, 15 November 2013 08:45)

    Woher will ein Herr Kokoschka was von der Zielsetzung des SV Zweckel II wissen?!

  • #2

    torwatt (Freitag, 15 November 2013 11:50)

    Sympathisch.