Torreigen in Oberhausen

Während es im Stadtteilduell zwischen Glück-Auf und FC72 bis zu letzten Minute spannend wurde und die Entscheidung erst im Elfmeterschießen fiel, war es in der zweiten Pokalpartie erwartungsgemäß überaus deutlich. Der Landesligist Sterkrade-Nord konnte sich deutlich gegen den C-Ligisten PSV Oberhausen durchsetzen und für das Viertelfinale des Kreispokal qualifizieren.

Von Peter Piotrowski

Kreispokal - 3. Runde

GA Sterkrade (Kreisliga A) - FC Sterkrade 72 (Kreisliga A) 9:8 n.E. (0:0)

„An diesem Abend war Champions-League und das war nicht so spannend, wie dieses Spiel hier“, so 72-Cheftrainer Ahmed Mohamad. Im Stadtteilderby kamen beide Mannschaften gut ins Spiel und waren von der ersten Minute direkt im Spiel. In den ersten 45. Minuten sahen die Zuschauer gute Torchancen, doch die Torhüter stachen am Dienstagabend mit einer hervorragenden Leistung hervor. „Beide Seiten hatten gute Chancen, aber die Torhüter haben echt stark gehalten“, lobte Glück-Auf Trainer Michael Buhlmann die beiden Torhüter. Und somit blieben die Höhepunkte im ersten Durchgang aus und es ging torlos in die Halbzeitpause.

   „Wir konnten dann in Führung gehen“, so Buhlmann. Direkt nach dem Wiederanpfiff war es Benjamin Rüddel, der die Hausherren in Führung bringen konnte und das erste Tor des Abends erzielte. Doch die 72er wollten dies nicht auf sich sitzen lassen und nur zehn Minuten später egalisierte Galed Mohamad die Führung und brachte die Gäste wieder ins Spiel. Im weiteren Spielverlauf ergaben sich wieder zahlreiche Chancen für beide Mannschaften, doch die Torhüter waren aufmerksam und machten es spannend. „Wir hatten vier, fünf Chancen das Spiel zu entscheiden, aber der Torhüter von denen hat super gehalten“, lobte auch Mohamad die Torhüter.

   Und spannend wurde es in Sterkrade: Nach der regulären Spielzeit war das Spiel noch offen und es ging in die Verlängerung. „Das war Spannung pur“, so Mohamad. Und in der Verlängerung blieben die Höhepunkte auch aus und auch nach 120 gespielten Minuten fand die Partie keinen Sieger und die Mannschaften machten sich bereit zum Elfmeterschießen. „Die Mannschaften haben sich in den 120 Minuten nichts geschenkt“, erklärte Buhlmann.

   Und im Elfmeterschießen sah vorerst alles danach aus, als würden die Gäste als Sieger vom Platz gehen: „72 hatte zwei Matchbälle und hätte das Spiel hier gewinnen können“, so Buhlmann. Doch beide entscheidenden Schüsse fanden den Weg ins Tor nicht und die Hausherren trafen einmal mehr und gingen als Sieger vom Platz. „Unterm Strich haben wir das Spiel etwas glücklich gewonnen“, so Buhlmann. „Das war das erwartet schwere Derby. Doch die Jungs haben super gespielt und es hat Spaß gemacht denen zuzugucken. In dem Spiel war viel Spannung und ich kann meiner Elf keinen Vorwurf machen“, resümierte Mohamad.

Tore: 1:0 Benjamin Rüddel (46.), 1:1 Galed Mohamad (56.)

Elfmeterschützen:

GA Sterkrade: Fatih Mehmet Kocan, Dennis Kadereit, Carsten Tlolka, Benjamin Rüddel, Marvin Buhlmann, Markus Schnurer, Andre Langner, Sven Oymann.

Sterkrade 72: Oelid Mohamad, Mike Nörenberg, Mourad Oualdy, Christian Cocco, Andy Pawletta, Marco Frau

 

PSV Oberhausen (Kreisliga C) - Sterkrade-Nord (Landesliga) 1:9 (0:6)

Spannung war in der zweiten Partie am Dienstagabend nicht zu sehen. Wie erwartete setzte sich der Landesligist Sterkrade-Nord deutlich gegen den Gastgeber PSV Oberhausen durch und löste das Ticket für das Viertelfinale. Von der ersten Spielminute an bestimmten die Gäste die Partie und spielten den C-Ligisten sprichwörtlich an die Wand. Die Nordler erspielten sich eine Torchance nach der anderen und bereits zur Halbzeitpause lagen die Gäste mit 0:6 zurück. „Der Gegner stand tief hinten drin und wir haben uns die Räume erspielt. Die ersten Halbzeit war sehr gut“, so Sterkrade-Trainer Lars Mühlbauer.Nach dem Seitenwechsel gestaltete sich das Spiel weiterhin einseitig und kaum standen die beiden Mannschaften auf dem Platz schon erzielten  die Gäste das 7:0. Doch einen Ehrentreffer ließen sich die Hausherren nicht nehmen und sie erzielten in der 55. Minute das 1:7. „Es gab da auch ein Gegentor, was gegen so einen Gegner eigentlich nicht passieren darf“, so Mühlbauer. Doch darauf hatten die Gäste wieder die richtige Antwort und erzielten in weiteren Spielverlauf noch zwei weitere Treffer und gingen somit mit einem deutlichen 9:1 Sieg vom Platz. „In der zweiten Halbzeit haben wir ein wenig schleifen lassen, aber was soll man dazu noch sagen, wir sind weiter und das zählt“, so Mühlbauer abschließend. 

Tore: 0:1 Stefan Tempes (5.), 0:2 Daniele Kowalski (17.), 0:3 Pascal Wickert (21.), 0:4 Timm Wüsten (31.), 0:5/0:6 Christian Müller (34./45.) 0:7 Daniele Kowalski (50.), 1:7 (55.), 1:8 Fabian Roth (69.), 1:9 Adin Alagic (80.)

 

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Kommentare: 6
  • #1

    Ramos (Mittwoch, 23 Oktober 2013 11:26)

    @: Ahmed Mohamad
    Wie spielt es sich auf dem neuen Kunstrasen ?

  • #2

    M.F. (Mittwoch, 23 Oktober 2013 11:45)

    Ein wirklich sehr unterhaltsamer Fußballabend. Ich denke die 72er Jungs haben gezeigt, dass sie mit kostanten Leistungen in der Meisterschaft im oberen Drittel mitspielen können. Einen Sieger hatte dieses Spiel nicht verdient. Aber natürlich Glückwunsch an Bulli. Irgendwie fühle ich mich als Gewinner, denn die 72er haben endlich mal wieder gezeigt, was sie drauf haben und waren über weite Strecken die tonangebende Mannschaft und zum anderen freue ich mich natürlich immer, wenn der Verein SC Glück-Auf Sterkrade präsent ist. An dieser Stelle Gruß an beide Vereine und danke für den sehr fairen Umgang miteinander ;-)

  • #3

    Beobachter (Mittwoch, 23 Oktober 2013 15:16)

    Torwart Frank Fehder - Man of the Match!!!

    Seit Wochen ÜBERRAGEND. Nur 6 Gegentore in 10 Spielen. Einer bzw. der beste Torwart im Kreis Oberhausen/Bottrop!!!

  • #4

    Sterkrader Zuschauer (Mittwoch, 23 Oktober 2013 15:37)

    Die Spiele im TV waren nicht so spannend wie das in Sterkrade gestern Abend. Wirklich ein Spiel das Werbung für den Fussball in der Kreisliga machte und wir uns glücklicherweise entschlossen haben so zahlreich uns das Spiel anzusehen. Eine Mannschaft hat zwar ein Tor mehr geschossen aber einen wirklichen Verlierer gab es gestern Abend nicht. 120 Minuten Unterhaltung pur. Ich kann dem Vorredner nur zustimmen, es war ein sehr fairer Umgang in einen Stadtteilderby! Allerdings muss auch gesagt werden dass der Mann in schwarz auch einen Löwenanteil an diesem fairen Spiel hatte. Der Umgang mit den Spielern und dem Spiel hat mir und meinen Kollegen sehr gut gefallen. So etwas würden wir uns öfter wünschen. Für alle 23! Beteiligten hieß es gestern Abend: prädikat besonders wertvoll!

  • #5

    M. Z. (Mittwoch, 23 Oktober 2013 15:41)

    Pascal Wickert Fussballgott!

  • #6

    C.C. (Mittwoch, 23 Oktober 2013 16:26)

    Ich kann mich dem "Sterkrader Zuschauer" nur anschließen... Der Schiedsrichter war extrem gut. Immer auf der Höhe und hatte das Spiel zu jeder Zeit im Griff. Respekt!