Derby bleibt ohne Sieger

Ein Weitschuss mit viel Drall, ein Abseitstor und ein Lupfer gegen den Torpfosten – das Landesliga-Derby zwischen den Batenbrocker Ruhrpottkickern und Blau-Weiss Fuhlenbrock hatte zwar am Ende keinen Sieger zu bieten, dafür aber vor allem in Halbzeit zwei einige spektakuläre Szenen. Und während der RSV Klosterhardt am siebten Spieltag in der Niederrheinliga die sechste Pleite kassierte, konnten sich die Kreisliga-Ladies von Rot-Weiß Fuhlenbrock über den ersten Saisonsieg freuen.

Von Nina Heithausen

Niederrheinliga

RSV Klosterhardt - TB Heißen 0:1 (0:0)

Ein spätes Tor des Turnerbunds Heißen machte die Hoffnungen des RSV Klosterhardt auf den zweiten Saisonpunkt zunichte. Lange Zeit hatte es in der Partie so ausgesehen, als würde diese mit einem torlosen Unentschieden enden. Beide Mannschaften konnten sich auf dem tiefen Rasenplatz an der Harkortstraße kaum richtige Torchancen erarbeiten. Im Vordergrund standen die kämpferischen Elemente. Bis zur 87. Spielminute. Da fand ein Schuss von Heißens Kapitänin Sarah Hake den Weg ins Gehäuse der Klosterhardterinnen, die damit weiterhin abgeschlagen mit einem Zähler am Tabellenende verweilen müssen.

Tor: 0:1 (87.)

 

Die weiteren Ergebnisse in dieser Liga:

Viktoria Krefeld - Fortuna Wuppertal 2:1

SV Jägerhaus Linde - FSC Mönchengladbach 5:1

CfR Links - SV 1910 Grefrath 5:1

Tura Brüggen - Borussia Mönchengladbach II 2:2

SV Rees - SV Budberg 0:6

SV Walbeck - SV Hemmerden 1:1

Landesliga

Batenbrocker RK - Blau-Weiss Fuhlenbrock 1:1 (0:0)

Einen Sieger gab es im Lokalderby dieses Mal nicht. 1:1 trennten sich die beiden Bottroper Kontrahenten Batenbrock und Fuhlenbrock, geschenkt haben sie sich dabei allerdings nichts. „Vom gesamten Spielverlauf her war das Remis schon in Ordnung“, sagte Batenbrocks Trainer Stefan Schulz nach dem Schlusspfiff, „auch wenn wir in der zweiten Hälfte die größeren Torchancen hatten.“ Doch der Reihe nach. Recht zerfahren hatte das Duell in Halbzeit eins ausgesehen. Beide Teams brachten wenig Konstruktives auf die Beine, Torabschlüsse waren Mangelware. Dies sollte sich allerdings in der zweiten Spielhälfte ändern. Etwa eine Stunde war gespielt, da hatten die Ruhrpottkickerinnen erstmals die Führung auf dem Fuß. BRK-Spielführerin Stefanie Bartoszek war völlig frei vor Fuhlenbrocks Keeperin Johanna Schmidt aufgetaucht, die allerdings die Ruhe behielt und parierte. Auch der Nachschuss fand in der jungen Torhüterin, die in der Sommerpause aus der U17-Regionalliga an die Jacobistraße gewechselt war, ihre Meisterin. Und nur wenige Minuten später durfte sich Johanna Schmidt erneut freuen. Denn Mannschaftskameradin Tiffany Sinner hatte einen Ballverlust der Batenbrockerinnen im Mittelfeld genutzt, um aus etwa 20 Metern aufs Tor zu zielen. Mit Erfolg. Das runde Leder drehte sich mit reichlich Effet ins lange Eck – unhaltbar für BRK-Keeperin Sabrina Großer. „Das war in dem Moment ein Schock“, befand BRK-Coach Schulz und lobte seine Elf zugleich: „Wir haben weiter Druck gemacht, frei nach dem Motto 'Jetzt erst recht'!“. Doch zunächst ohne dass Zählbares dabei herum kam. Ein Schuss von Gülser Bugday brachte nichts ein. Stefanie Bartoszeks Volleyabnahme fand zwar den Weg ins Fuhlenbrocker Gehäuse, jedoch hatte der Unparteiische Hayrettin Urtenur etwas dagegen. Abseits. Kein Tor. Anders in der 84. Spielminute. Die eingewechselte Chantal Palloch passt auf Gülser Bugday, die Stürmerin Larissa Borg bedient. Schuss, Tor, Ausgleich, 1:1. Und fast wäre den Ruhrpottkickerinnen sogar noch der Siegtreffer gelungen, doch dem Lupfer von Chantal Palloch stand der Torpfosten im Weg.

Tore: 0:1 Tiffany Sinner (62.), 1:1 Larissa Borg (84.)

 

Die weiteren Ergebnisse in dieser Liga:

SV Warbeyen - DJK Barlo 4:2

Eintracht Emmerich - Borussia Bocholt II 0:0

SGS Essen III - HSC Berg 2:1

DJK Hommersum/Hassum - Spvgg. Steele 03/09 1:0

DJK Adler Frintrop - GSV Moers II 4:2

Spvg. Schonnebeck (spielfrei) 

Kreisliga

Sechs Spieltage haben sie warten müssen, nun haben sie es geschafft: Die Ladies von Rot-Weiß Fuhlenbrock fuhren nach einiger Wartezeit den ersten Sieg in der Kreisliga Oberhausen/Bottrop ein und kletterten damit in der Tabelle vom vorletzten auf den drittletzten Rang. Mit 4:0 siegte die Elf von Coach Martin Schlüter beim Turnerbund Oberhausen. Janine Kamminski hatte die Fuhlenbrockerinnen bereits nach neun Minuten in Führung gebracht, eine knappe Viertelstunde später erhöhte Nadine Schmidt auf 2:0. Den Sack zu machten die Rot-Weißen dann allerdings erst kurz vor dem Schlusspfiff. Erst erzielte Janine Kamminski ihren zweiten Treffer des Tages (80.), dann legte Ramona Lobenwein mit dem 4:0 noch einen drauf (82.).

 

Zu den Top-Torjägerinnen des Spieltags avancierten zwei Akteurinnen der Spielvereinigung Sterkrade-Nord. Beim 21:0-Kantersieg über das Ligaschlusslicht SG Osterfeld war Eva Bogh sieben Mal erfolgreich, Sarah-Michelle Forster konnte sechs Treffer erzielen. Damit bleiben die Nordlerinnen weiterhin auf Tuchfühlung mit den vorderen Tabellenrängen und haben am kommenden Mittwoch zudem die Möglichkeit den Abstand zu Ligaprimus Arminia Klosterhardt auf vier Punkte zu verkürzen. Denn dann steht ab 20 Uhr das Nachholspiel bei den Sportfreunden Königshardt an. An der Ligaspitze hat sich derweil nicht viel getan. Arminia führt nach dem 4:0-Erfolg über Concordia Oberhausen weiterhin mit vier Zählern Vorsprung vor den Frauen von Grün-Weiß Holten. Diese besiegten den VfB Bottrop deutlich mit 9:0. Allerdings sei erwähnt, dass der VfB personell arg angeschlagen in die Partie gegangen war und lediglich mit sieben Spielerinnen auf dem Feld stand. Ebenfalls souverän siegte der RSV Klosterhardt gegen Blau-Weiss Fuhlenbrock im Duell der Zweitvertretungen. Für den RSV trafen Kathrin van Kampen (2), Sabrina Strunk, Nicole Beckers, Maren Pörschke und Stephanie Bretschneider.

 

Einen deutlichen Sieg feierte auch Glück Auf Sterkrade. 6:1 hieß es am Ende gegen die Sportfreunde Königshardt. Nachdem die Sterkraderinnen zur Halbzeit mit 2:0 in Front lagen, war es allen voran Alicia Celina Zenker die den Dreier unter Dach und Fach brachte. Zunächst markierte sie eine Minute nach dem Wiederanpfiff das 3:0 und stellte nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer der Sportfreunde in der 55. Spielminute den alten Abstand wieder her. Durch den Erfolg rückte Glück Auf auf Tabellenrang sechs vor. Bleibt abschließend noch die Partie zwischen dem VfR Ebel und der Zweitvertretung von Arminia Klosterhardt. Hier gewannen die Arminen, die mit Feldspielerin Carina Klingbeil im Tor antraten, mit 7:2. Für den Sieger trafen Janne Schlinker (2), Sandy Keultjes (2), Alina Pütz, Gabriele Katharina Marciniak und Lilia Kress per Strafstoß.

 

Und wie erging es dem VfL Grafenwald im Topspiel der Kreisliga Gelsenkirchen? Nicht so gut wie zumindest von Trainer Bernd Kroker erhofft. 0:4 unterlag seine Elf dem Tabellenzweiten DJK BW Gelsenkirchen. Dabei hatte der VfL direkt zu Beginn eine gute Gelegenheit zur Führung gehabt. Doch Daniela Granic schaffte es nicht das runde Leder im Gehäuse unterzubringen. Ebenso wie die Grafenwälder Abwehr es wenige Minuten später nicht fertig brachte, den Ball aus der Gefahrenzone heraus zu katapultieren, was der Gegner zum 1:0 ausnutzte. In Halbzeit zwei hatten die Vflerinnen nicht mehr viel entgegen zu setzen und kassierten die Gegentreffer zwei, drei und vier.

 

Die Ergebnisse in der Kreisliga:

SV Concordia Oberhausen - Arminia Klosterhardt 0:4

GW Holten - VfB Bottrop 9:0

VfR Ebel - Arminia Klosterhardt II 2:7

TB Oberhausen - Rot-Weiß Fuhlenbrock 0:4

RSV Klosterhardt II - Blau-Weiss Fuhlenbrock II 6:0

VfL Grafenwald - BW Gelsenkirchen 0:4

Spvgg. Sterkrade-Nord - SG Osterfeld 21:0

SF Königshardt - Glück Auf Sterkrade 1:6 

Zugeschickter Spielbericht von GW Holten

Am siebten Spieltag der Saison gab es eine Partie zwischen den Damen von GW Holten und dem VfB Bottrop. Wie auch in der letzten Woche sahen sich die Holtenerinnen einer Mannschaft gegenüber, die nur in Unterzahl antreten konnte. Gleich nach dem Anpfiff war klar, dass die Gäste aus Bottrop nur das Ziel hatten nicht unterzugehen und mauerten hinten. So konnten die Fans der Grün-Weißen über 90 Minuten ein Spiel beobachten, das ausschließlich in einer Hälfte und nur auf das Tor des VfB stattfand. Die Grün-Weißen waren von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft, die versuchte durch Kombinationsfußball die Reihen der Bottroperinnen zu überwinden. Dies gelang erst in der 12. Minute durch Desiree Walter nach einer Umstellung des Trainers. Zwei weitere Tore, durch Desiree Walter (20.) und Jennifer Müller (38.), brachten den Halbzeitstand von 3:0 ein. Das Fazit des Trainers Mike Wilhelms zur Pause lautete: „Das Zusammenspiel stimmt. Es fehlt der letzte tödliche Pass, um die kompakt stehenden Bottroperinnen häufiger zu überwinden.“ 

   Mit dem Ziel das Torverhältnis weiter aufzubessern ging es in die zweite Halbzeit. Bereits kurz nach dem Anpfiff konnte Imke Busch nach einem guten Pass in die Schnittstelle der Abwehr zum 4:0 einnetzen (55.).Vor allem über die rechte Seite der Grün-Weißen gab es immer wieder gute Kombinationen und so belohnte sich Abwehrspielerin Angela Böhm durch einen super Einsatz und Schuss aus spitzem Winkel mit dem 5:0 (60.). Ihre Gefährlichkeit zeigten die Damen von GW Holten auch nach Standardsituationen. So konnte Denise Stahl, die bereits in der letzten Woche ein schönes Freistoßtor erzielte, nach einer Ecke und anschließender Kopfballverlängerung auf 6:0 erhöhen (71.). Den Abschluss machten Denise Stahl (77.) und Imke Busch mit einem Doppelpack (86./90.) zum Endstand von 9:0. GW Holten konnte mit diesem Sieg den zweiten Tabellenplatz festigen. Zwei wichtige Spiele in den nächsten Wochen werden zeigen, ob der Angriff auf Tabellenrang eins gelingt.

 

Aufstellung: Nadine Grund, Jaqueline Lukas, Angela Böhm, Denise Stahl, Sabrina Kollmann (35. Michelle Feldkamp), Jennifer Müller, Jessica Kalthoff, Desiree Walter, Eva Lindemann, Christiane Kanz, Stephanie Pausch (35. Imke Busch)

 

Tore: Desiree Walter (12./20.), Jennifer Müller (38.), Imke Busch (55./86./90.), Angela Böhm (60.), Denise Stahl (71. /77.)

 

Um auch in der Rückrunde das Ziel Aufstieg umsetzen zu können, suchen die Holtener Damen weiterhin Unterstützung, um das vorhandene Team noch zu stärken und würden sich über Zuwachs sehr freuen. 

Zugeschickter Spielbericht von RW Fuhlenbrock

Endlich konnten die Anhänger der rot-weißen Damen ausgiebig jubeln. Mit einem klaren und verdienten 4:0-Erfolg über TB Oberhausen hatten Trainer und Mannschaft Grund zu feiern und ließen keine Zweifel daran, dass eine geschlossene Mannschaftsleistung zum Erfolg verhilft. „Ich bin zufrieden“, sagte Trainer Martin Schlüter nach dem Spiel. „Wir haben uns gut präsentiert. Alle 13 Spielerinnen haben heute eine grandiose Leistung abgerufen und überzeugt. Vor allem haben Sie auch für die restlichen schmerzlich vermissten Damen diesen Sieg erarbeitet“, so Schlüter weiter. Nachdem zu Anfang der Saison das erste Spiel aufgrund Spielermangel abgesagt werden musste und die Liste der Verletzten immer länger wurde, war die Situation für Mannschaft und Trainer nicht einfach. Doch am vergangenen Sonntag besiegte eine schlagfertige Truppe den Ortsnachbarn aus Oberhausen und zeigte was möglich ist. „Was für eine Erleichterung! Die Mädels sind einfach Klasse. Wir glauben an uns und wollen noch einige Punkte holen. Wir sind derzeit in einer unglücklichen Lage und versuchen das Beste daraus zu machen.

Doch nach Sonntag spüre ich einen Aufwärtstrend“, erfreute sich Jennifer Wengelnik, die mit Ihren Torvorlagen alle vier Treffer einleitete. Besonders über den Treffer zum 2:0 durch Nadine Schmidt freuten sich Mannschaft und die Mitgereisten. „Ich habe endlich ein Tor geschossen. Das ist wirklich ein tolles Gefühl“, beschrieb eine strahlende Nadine Schmidt ihre Emotionen. Auszeichnen konnte sich auch die Torhüterin Jessica Pötter. Mit einem glänzend gehaltenen Elfmeter krönte sie am Ende des Spiels die mannschaftliche Leistung. „Nicht dsas ich während des Spiel nix zu tun gehabt hätte. Aber diese Szene wünscht sich doch jede Torhüterin. Einen Elfer zu parieren ist schon cool“, kommentierte Pötter dieses Ereignis. „Wir wünschen uns nichts mehr, als weiterhin solch tollen Einsatz. Wenn Sie es sich so verinnerlichen und vernünftig miteinander arbeiten, dann können wir noch so einiges an Punkte holen. Ich drücke auch von dieser Stelle Mandy, Sandra, Daniela, Riccarda, Chantal und Nadine ganz feste die Daumen, dass Sie gesundheitlich schnellstmöglich wieder auf die Beine kommen“, sagte der Vorsitzende Sascha Haberstroh.

 

Aufstellung: Jessica Pötter – Carina Treis, Lisa Miriam Weißenfels, Vanessa Knott, Sabrina Dörr – Michele Eckert, Jennifer Wengelnik, Melanie Smit – Nadine Schmidt, Janine Kamminski, Ramona Lobenwein

 

Einwechselung:

Nina Runkler für Melanie Smit

Sabine Hirsch für Nina Runkler

Melanie Smit für Sabine Hirsch

 

Tore: 

1:0 Janine Kamminski (14./Jennifer Wengelnik)

2:0 Nadine Schmidt (37./Jennifer Wengelnik)

3:0 Janine Kamminski (72./Jennifer Wengelnik)

4:0 Ramona Lobenwein (76./Jennifer Wengelnik)

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