5 Fragen an ... Jens Szopinski

Seit Anfang November 2012 ist Jens Szopinski Co-Trainer der U23 von Rot-Weiß Oberhausen. Es ist nach Sterkrade 06/07 seine erst zweite Trainerstation. Der erst 37-Jährige wäre beinahe nicht beim Oberligisten gelandet. Schließlich schlug er bereits schon einmal ein Angebot von RWO aus. Nun, knapp einem Jahr nach seinem Wechsel, sprach Auf’m Platz mit Szopinski über seine neue, über seine alte Mannschaft und auch darüber, wie er sich selbst bei eigenen Spielen auf dem Laufenden hält, wie es bei 06/07 steht.

Von Raphael Wiesweg

5 Fragen an ...

... Jens Szopinski, Co-Trainer RW Oberhausen U23

 

Auf'm Platz: „Hallo Jens, dein Wechsel von der Bezirks- in die Oberliga ist nun bald ein Jahr her. Kein gewöhnlicher, was?“

Jens Szopinski: „Richtig. Nach meinem Rücktritt bei 06/07 wollte ich mich eigentlich endlich mal in Ruhe um meine Frau und meine Kinder kümmern. Nach fast sechs Jahren Trainerdasein am Dicken Stein mit all den Höhen und Tiefen, wollte ich mir einfach eine Auszeit nehmen. Aber nur drei Wochen später fand ich mich bei Rot-Weiß Oberhausen wieder, auch wenn ich nach der Anfrage zunächst überlegen musste.“

 

Auf'm Platz: „Und trotzdem bist Du gewechselt. Wie kam es, noch dazu ausgerecht wirklich gleich ein paar Ligen höher, dazu?“

Szopinski: „Im Dezember 2009 habe ich mal für 14 Tage unter dem damaligen Trainer Jürgen Luginger hospitiert und habe in diesem Zusammenhang auch Frank Kontny kennengelernt. Damals war Frank Trainer der U23, heute ist er der Sportliche Leiter. Wir haben dann immer wieder Testspiele vereinbart, so dass der Kontakt auch nie abgerissen ist. Im Frühjahr 2012 hat mich RWO schon das erste Mal lose angesprochen, ob ich nicht wechseln wollen würde. Damals hatte ich aber einen Vertrag bei Sterkrade und ich stehe zu meinem Wort. Außerdem gab es keine Gründe zu wechseln. Das sah im Herbst letzten Jahres dann natürlich anders aus. Und selbst meine Frau meinte, dass RWO sich kein drittes Mal melden wird und ich die Chance ergreifen soll. Wann bietet sich schließlich sowieso schon so eine Chance? Und wenn sogar die Familie voll und ganz dahinter steht, fällt es einem natürlich leichter, zuzusagen. Jetzt bin ich da, worüber ich mich sehr freue. Und ich will mich vor allem auch noch einmal bei Frank Kontny bedanken, dass ich diese Chance bekommen habe.“

 

Auf'm Platz: „Auch, wenn es ‚nur‘ eine U23 ist: Das ist schon ein anderes Terrain bei RWO, oder?“

Szopinski: „Absolut. Das ist eine andere Hausnummer. Und wie der Name U23 es auch sagt, so arbeiten wir hier auch. Nämlich nur mit jungen Spielern, die talentiert und hoffnungsvoll sind, die richtig Lust haben, jede Woche zu kicken. Die Jungs sind alle immer sehr fokussiert und wollen sich natürlich auch empfehlen, um den nächsten Schritt zu gehen. Diese Aufgabe ist sehr interessant und bereitet mir sehr viel Spaß.“

 

Auf'm Platz: „Wie läuft es aus sportlicher Sicht in dieser bislang noch so jungen neuen Saison?“

Szopinski: „Wir hatten zunächst einen extrem guten Start und waren ja auch zwischenzeitlich Erster. Dann kam die erste englische Woche, in der wir alle drei Spiele in sieben Tagen verloren haben, wodurch wir etwas abgerutscht sind. Am Mittwochabend haben wir dann wieder die Kurve bekommen, als wir einen der Aufstiegsfavoriten TV Jahn Hiesfeld mit 3:1 besiegen konnten. Aber Hauptaugenmerk sind bei uns nicht primär die Siege, sondern das Spielen der Jungs, die Weiterentwicklung.“

 

Auf'm Platz: „Verfolgst Du das Geschehen bei 06/07 noch und könntest Du dir irgendwann eine Rückkehr vorstellen?“

Szopinski: „Ich verfolge es Woche für Woche, seit ich dort weg bin. Ich lasse mich per SMS auch über die Zwischenstände an den Spieltagen informieren, wenn wir selbst ein Spiel haben. Ein Blick in der Halbzeit und direkt nach dem Spiel kann ich ja kurz riskieren (lacht). Über alles andere mache ich mir gar keine Gedanken. Ich lebe im Hier und Jetzt und es macht mir unglaublich viel Spaß bei RWO. Ich drücke jetzt erst einmal fest die Daumen, dass Dirk (Dirk Rovers, Trainer Sterkrade 06/07, d. Red.) und die Mannschaft die Rückkehr in die Bezirksliga schaffen. Ich habe sie in der Vorbereitung gesehen und das sah wirklich gut aus. Ich denke, dass es mit einer Rückkehr durchaus klappen kann. Am Ende wird es in der Kreisliga A wahrscheinlich auf einen Dreikampf zwischen 06/07, Concordia und Buschhausen 1912 hinauslaufen.“

 

Fotoquelle: Rot-Weiß Oberhausen

 

 

Wir bedanken uns bei Jens Szopinski für das Gespräch und wünschen ihm und Rot-Weiß Oberhausen alles Gute für die Zukunft!

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Ralf Reichert (Samstag, 05 Oktober 2013 12:18)

    Hallo Jens,ich wünsche Dir viel Erfolg auf Deinem weiteren Weg!

  • #2

    EX-SPIELER (Samstag, 05 Oktober 2013 19:18)

    TRAINING GUT; ANSPRACHE GUT; MANNSCHAFTSFÜHRUNG GUT; MENSCHLICH SEHR GUT

  • #3

    S.B. (Mittwoch, 09 Oktober 2013 14:50)

    Hat er verdient