Knapper Erfolg am Lichtenhorst

Der PSV Oberhausen feierte am Sonntag den vierten Sieg im siebten Saisonspiel. Nach dem unglücklichen 3:4 gegen Adler Osterfeld III wurde es vorgestern ähnlich knapp gegen RW Fuhlenbrock, nur diesmal mit positiven Ausgang für den PSV. Es war kein berauschendes Spiel von beiden Teams, doch die Oberhausener konnten sich am Ende mit 3:2 durchsetzen. Am Donnerstag empfängt der Tabellensiebte den Drittletzten TuS Buschhausen III.

RW Fuhlenbrock - PSV Oberhausen 2:3 (1:1)

Am Sonntag besuchte der PSV die rot-weißen aus Fuhlenbrock. Die Bottroper standen vor dem Spiel mit zwei Siegen und vier Niederlagen in der unteren Tabellenhälfte. Bei besten äußeren Bedingungen wollten die Polizisten nach der unnötigen Niederlage gegen Adler Osterfeld III wieder etwas gut machen und den Dreier mitnehmen. Das Spiel auf dem nicht ganz perfekten Naturrasen begann munter. Bereits in der dritten Minute landete ein Klärungsversuche im Mittelfeld bei Manuel Rustici. Der nahm den Kopf hoch, sah Marc Merrettig starten und schickte ihn über links. Er brach nahezu ungehindert in den Strafraum ein und legte quer. Am langen Pfosten konnte Pierre Niekrawitz - der heute aufgrund der Personalnot als Stürmer aufgeboten wurde - den Ball über die Linie drücken. Das Spiel begann also ganz nach dem Geschmack von Trainer Sven Nadolski. Doch die Rot-Weißen zeigten sich wenig beeindruckt. Nur fünf Zeigerumdrehungen später klaffte ein riesiges Loch im Defensivzentrum. Der Ball wurde scharf Diagonal durch die Schnittstelle der Verteidigung gespielt und der Stürmer ließ Dirk Kretschman aus halblinker Position keine Abwehrchance. Da stand man nun wieder am Anfang. Im weiteren Verlauf der ersten 25 Minuten schaffte man es sich weitere Chancen herauszuspielen doch sowohl Marc Merrettig, Manuel Rustici und Pierre Fischer konnten die Führung nicht erzielen. Auf der anderen Seite musste ein ums andere mal der Torwart des PSV eingreifen um einen Rückstand zu verhindern. Wer nun glaubt, dass durch die vielen Chancen das Spiel ansehnlich war, der irrt. Der Spielfluss fehlte, die Chancen waren meist Zufallsprodukte oder Einzelaktionen und wurden durch Unzulänglichkeiten in der jeweiligen Defensivarbeit verschuldet. Lethargisch, Lauf faul und unmotiviert könnte man die Leistung des PSV bis dahin beurteilen. Die fußballerisch besseren Anlagen gegenüber dem Gegner kamen nie zum Tragen, da er mit viel Willenskraft dagegen hielt. So ging das Unentschieden in Ordnung. Der Trainer des PSV konnte mit dem Auftritt seiner Elf in den ersten 45 Minuten nicht zufrieden sein und ließ dies seine Mannschaft in der Halbzeitansprache auch wissen.

    Doch wer glaubte, dass sich jetzt groß was änderte der irrte. Die zweite Halbzeit glich der ersten - mit dem Unterschied, dass der Trainer der Gastgeber immer lauter wurde und phasenweise der zwölfte Mann auf dem Platz war und der Gästetrainer immer leiser wurde, sich auf die Trainerbank zurück zog und resignierte da ihm seine Spieler offenbar nicht zuhörten. Trotzdem schaffte es der PSV erneut in Führung zu gehen. Wieder wurde Marc Merrettig von Manuel Rustici steil geschickt und diesmal vollendete er selbst zum 2:1 in der 59. Minute. Diesmal konnte man die Führung zehn Minuten halten ehe ein gravierender Stellungsfehler die Bottroper zum Ausgleich kommen ließ. Aufgrund des dünnen Kaders und ein paar nicht 100-prozentig fitten Spielern wurde in der zweiten Halbzeit mehrfach von dem Wechselrecht Gebrauch gemacht. Das Spiel plätschert so da hin. Beide Mannschaften spielten auf untersten Kreisliga C Niveau mit sieben Stürmern und drei Verteidigern. Gelaufen wurde nur in Richtung des gegnerischen Tores, Verteidigung und Stellungsspiel ist ja nicht notwendig. Chancen gab es also noch hüben wie drüben. Als man sich so langsam mit dem Unentschieden zähneknirschend zufrieden geben musste stach der Joker doch noch fast. Manuel Rustici brachte einen Freistoß aus halbrechter Position an den langen Pfosten. Pierre Fischer konnte den Ball nicht richtig verwehrten doch die gegnerische Abwehrreihe konnte den Ball nicht aus dem 16er befördern. Er fiel genau vor die Füße des eingewechselten Benjamin Afonso Gil und der nagelte das Ding aus elf Metern unter die Latte. Aber kein Tor. Erst der zurück springende Ball konnte vom aufgerückten Patrick Helle aus kurzer Distanz über die Linie gebracht werden. Der PSV brachte das 3:2 über die Ziellinie.

   Über das "Wie" spricht man nur noch intern. Erneut passten sich Tackenberger dem Niveau des Gegners an. Das scheint in beide Richtungen zu funktionieren. Der aktuelle Spitzenreiter Sterkrade Nord III hatte Glück, Aufstiegsfavorit SC Buschhausen III hatte es schwer und der A-Ligist wurde im Pokal sogar deutlich geschlagen. Dass der Schuss nach hinten los gehen kann zeigte das Spiel gegen Adler Osterfeld III. Die Mannschaft reitet regelmäßig auf der Rasierklinge statt befreit Fußball zu spielen. Am Tag der Deutschen Einheit ist die zweite Mannschaft von TUS Buschhausen zu Gast. Anstoß ist um 15 Uhr im Sportzentrum Tackenberg. Es wird mit Sicherheit ein spannendes Spiel wo man nicht weiß wie der PSV diesmal auftritt.

 

Text: Sven Nadolski, Trainer PSV Oberhausen

Kommentar schreiben

Kommentare: 0