Frust weggeballert

Was ein Auftakt für die Meisterschaftsspiele in dieser Woche. Die Tore fielen fast wie reife Früchte. Freuen konnten sich allerdings die Kicker von Alstaden nicht wirklich. Denn in Krechting verlor man das Spiel etwas unglücklich und auch einen Spieler mit Platzverweis. Dostlukspor Bottrop kassierte sogar drei Platzverweise und nahm dennoch gegen elf Kicker aus Wesel einen Punkt mit. Kantersiege feierten endlich auch mal der Spielclub 20 und auch der VfR 08 Oberhausen, die zwar im Tabellenkeller bleiben, aber ein dickes Ausrufezeichen am Mittwochabend setzten!

Mittwoch, 25. September

Bezirksliga

VfR 08 Oberhausen - GW Lankern 5:2 (0:1)

„Wir waren auch schon in der ersten Halbzeit überlegen, aber da reichte es noch nicht zu einem Tor“, konstatierte VfR 08 Trainer Thorsten Hamm. Zwar beherrschten die Gastgeber die Partie und konnten sich auch die ein oder andere hochkarätige Chance herausarbeiten, aber für ein Tor reichte es nicht. „Uns war zwar die Verunsicherung noch ein wenig anzumerken, aber trotzdem waren wir überlegen“, so Hamm weiter. Der Ball lief noch nicht ganz flüssig, aber man konnte erste Besserungen erkennen. Doch die Überlegenheit wurde durch ein schönes Tor der Gäste kurz vor der Pause getrübt. Nach einer Ecke nimmt Marco Bott den Ball mit der Brust an und schießt ihn Volley in den Winkel. Hamm sah es so: „Der Rückstand war natürlich unglücklich. So einen Sonntagsschuss genau in den Knick sieht man auch nicht alle Tage. Aber so etwas kann man auch nicht verhindern.“ So mussten die Oberhausener also einen kleinen Rückschlag mit in die Kabine nehmen. Dort erklärte Hamm seinen Spielern, sie sollen weiter ruhig ihr Spiel spielen und dann werden sie das Tor auch treffen. Für das Tore schießen war heute hauptsächlich dann einer verantwortlich: Dennis Buchholz. Er konnte in der 57. Minute den Ausgleich für VfR erzielen und dann ging es ganz schnell. Innerhalb der nächsten sieben Minuten schoss er noch drei weitere Tore und führte seine Mannschaft so auf die Siegerstraße. Der Hattrick Torschütze wurde von seinem Team gefeiert. Und auch der Trainer war zufrieden: „Dennis hat heute natürlich ein sehr gutes Spiel gezeigt. Das hat uns Spaß gemacht, die Tore zusehen“, freut sich Hamm Die Tore waren nämlich auch keine Zufallsprodukte. Nein, sie waren auch noch schön herausgespielt. Nach diesem wirklich flotten Vierfachschlag war das Spiel eigentlich gelaufen. Die Hausherren behielten weiter die Oberhand über die Begegnung. Doch auch die Gäste konnten noch einmal einen Akzent setzen, der dann eher unter Ergebniskorrektur gefasst wird. Drei Minuten vor Schluss traf Tobias Görkes nochmal zum Anschluss. Doch wirklich für Spannung sorgte dieser Treffer nicht, denn mit dem Schlusspfiff sorgte Paul Schendzielorz für den 5:2-Endstand. Nach dem schlechten Saisonstart konnte VfR 08 nun ein bisschen Boden gutmachen und an die nächsten Ränge anschließen.

Tore: 0:1 Marco Bott (43.), 1:1/2:1/3:1/4:1 Dennis Buchholz (57./60./63./64.), 4:2 Tobias Görkes (87.), 5:2 Paul Schendzielorz (90.)

 

BW Dingden - SC 20 Oberhausen 1:4 (1:0)

„Alles was in den letzten Wochen nicht gepasst hat, hat heute wieder gestimmt“, so SC-Trainer Michael Schneider zufrieden nach den gespielten 90 Minuten. „In den ersten 20 Minute hatten wir echt Probleme mit dem Gegner rund auch mit dem Platz“, so Schneider weiter. Doch die Probleme waren nicht von langer Dauer und die Oberhausener hatten „in der ersten Halbzeit das Spiel immer besser im Griff“. Allerdings schlief auch der Gegner nicht und durch eine „Unaufmerksamkeit“ konnten die Gastgeber in der 43. Spielminute in Führung gehen. Gleichzeitig war dies auch der Halbzeitstand und bei den Oberhausener der Moment, wo es klick gemacht hat. „Wir haben uns dann überlegt, wie wir weiter spielen möchten und ich habe darauf appelliert, dass wir mehr aus dem Spiel heraus machen, weil wir vorher viel mit langen Bällen gearbeitete haben“, erklärte Schneider.

   Seine Ansprache zeigte Wirkung. Die Oberhausener kamen immer besser ins Spiel und in der 63. Minute war es dann Andreas Ulrich, der den Spielclub wieder ins Spiel brachte und den Ausgleichstreffer erzielte. Und nur zwei Zeigerumdrehungen später war es erneut Andreas Ulrich der mit seinem Doppelpack dann das Spiel drehen konnte und die Gäste in Führung brachte. Der Spielclub wollte nichts mehr anbrennen lassen und sorgte auch für Hingucker. In der 75. Minute erzielte Burak Özyasar aus 20 Metern einen Treffer. „Der passte perfekt im Winkel“, beschrieb Schneider das Tor. Der Sieg für die Gäste war so gut wie sich, doch der Gegner ließ sich nicht unterkriegen: „Die Gegner haben nochmal versucht aber unser Torwart hat einfach nichts zugelassen“, lobte Schneider die Leistung von Keeper Dominik Schäfer. Pünktlich mit dem Abpfiff machte der Spielclub den Sack endgültig zu. Erkan Sevin erzielte das vierte Tore für die Gäste und die Oberhausener gingen als klarer Sieger vom Platz. „Die Punkte waren bitter nötig, die haben wir gebraucht. Doch ich habe auch meiner Mannschaft gesagt, wir sind jetzt nicht so naiv und sagen, dass wir aus dem gröbsten raus sind. Am Sonntag geht es gegen VfR 08 weiter und da muss wieder alles stimmen“, so Schneider über die aktuelle Situation.

Tore: 1:0 (43.), 1:1/1:2 Andreas Ulrich (63./65.), 1:3 Burak Özyasar (75.), 1:4 Erkan Sevinc (90.)

 

PSV Wesel-Lackhausen II - Dostlukspor Bottrop 1:1 (1:0)

Wie schon beim 3:3-Unentschieden am vergangenen Sonntag gegen Friedrichsfeld, wo Dostluksport in der Nachspielzeit den Ausgleich kassierte, teilte die Stempel-Elf auch am heutigen Mittwoch die Punkte. Die Partie bei der Reserve des PSV Wesel-Lackhausen endete 1:1-Unentschieden, wobei es gleich drei Platzverweise gab und zwar alle für die Gäste aus Bottrop.

    "Wir haben die erste Halbzeit nicht gut gespielt und haben uns total den Schneid abkaufen lassen. Lackhausen war aggressiv am Ball und hat nach vorne gespielt. Da hatten wir so unsere Probleme", gab Spielertrainer Sebastian Stempel nach Spielschluss zu. In dieser Phase fiel auch der Führungstreffer der Hausherren und zwar nach gespielten 16 Minuten. Erst die letzte Viertelstunde sei seine Mannschaft besser ins Spiel gekommen, doch es blieb beim 0:1-Rückstand zur Halbzeitpause.

   "Die zweite Halbzeit verlief dann ausgeglichen", so Stempel, der in Minute 62 den Ausgleich bejubeln konnte: Sebastian Murasch war zur Stelle und traf zum 1:1. Dann geriet der Schiedsrichter mehr und mehr in den Mittelpunkt: Innerhalb von nur 15 Minuten sprach er gleich drei Platzverweise gegen Dostlukspor aus. "Der Unparteiische war heute nicht unser Freund. In meinen Augen hat er die Platzveweise ein bisschen provoziert, da er sofort immer die gelbe Karte gezogen hat", so Stempel zu den gelb-roten Karten für Ali Hazar, Danny Buttenbruch und Akin Uzal. Doch Dostlukspors Spielertrainer betonte auch: "Das soll keine Ausrede sein. Das war heute nicht unser Tag und auch mit elf Mann wäre nicht mehr drin gewesen." Denn trotz der dann zeitweise dreifachen Unterzahl blieb es am Ende beim 1:1-Unentschieden. "Wir können mit dem Punkt gut leben. Heute war nicht mehr drin. Aber Fakt ist auch, dass uns Unentschieden nicht weiterbringen, wenn die anderen gewinnen", so Stempel, den so langsam Sorgenfalten einholen, wenn er an den nächsten Spieltag denkt: "So langsam gehen mir die Spieler aus."  

Tore: 1:0 (16.), 1:1 Sebastian Murasch (62.)

Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte Ali Hazar (65.), Gelb-Rote Karte Danny Buttenbruch (75.), Gelb-Rote Karte Akin Uzal (80.)

 

Friedrichsfeld - Adler Osterfeld 3:1 (1:0)

Die Osterfelder mussten heute leider mit leeren Händen nach Hause fahren. „Friedrichsfeld ist auch nicht unsere Kragenweite und sie werden am Saisonende auch nicht unten drin stehen. Wir werden gegen andere Teams punkten. Dennoch ist die Niederlage ärgerlich. Wir waren zu dumm, unsere Chancen zu verwerten“, nahm Adlers Cheftrainer Udo Hauner nach der Partie auch kein Blatt vor dem Mund.

   Es lief schon schlecht an, denn ausgerechnet ein Adler-Spiel fing mit einem Eigentor an. Erdem Saglam netzte nach 20 Minuten auf der falschen Seite. „Das war schon ärgerlich und wir hatten danach noch gute Chancen durch Seggio, Durdu und meinen Sohn Tobi“, so Hauner weiter. Immerhin, nach dem Pausentee sorgte Celal Karabudak nach 65 Minute für neue Spannung und glich aus. „Der Ausgleich per Kopf nach einem Freistoß war überfällig zu diesem Zeitpunkt. Aber wir werden unmittelbar danach für unsere fehlende Zuordnung sofort wieder bestraft und liegen wenige Minuten nach dem Ausgleich wieder zurück.“ Als der Adler dann am Ende alles nach vorne warf, konterte der Gastgeber und schoss das entscheidende 3:1.

Tore: 1:0 Eigentor Erdem Saglam (20.), 1:1 Celal Karabudak (65.), 2:1 (68.), 3:1 (90.)

  

Arminia Klosterhardt II - Borussia Bocholt 3:2 (0:0)

Der vierte Saisonsieg ist im Sack! Die Landesliga-Reserve von Arminia Klosterhardt gewann am späten Mittwochabend spät, aber nicht unverdient mit 3:2 gegen den Tabellennachbarn aus Bocholt. „Wir haben insgesamt 75 Minuten gut gespielt und haben auch verdient mit 2:0 geführt“, deutete der Sportliche Leiter, Andreas Arold, bereits sofort an, dass es noch einmal spannend wurde aus Sicht der Gastgeber.

Stefan Schwulst bekam heute ein Sonderlob für sein starkes Spiel.
Stefan Schwulst bekam heute ein Sonderlob für sein starkes Spiel.

Denn obwohl Maurice Schmidt (50.) und Marco Schattauer (70.) per Foulelfmeter bereits eine beruhigende Führung herausgeschossen hatten, reichte es nicht zu einem lockeren Heimsieg. „Erst scheiterte Nils Rademacher an der Latte (53.), dann läuft er alleine auf das Tor zu (60.) und Maurice Schmidt trifft eine gute Vorarbeit von Czajkowski auch nicht richtig (65.)“, zählte Arold die dicken Chancen nach dem Führungstreffer auf. Ja, Czajkowski. Er half heute Abend aus der Erstvertretung ebenso aus, wie auch Sven Konarski und Jens Bergforth. „Das war heute mit unser bestes Saisonspiel, aus dem Stefan Schwulst etwas herausragt. Er hat unglaublich viele Meter gemacht, gut gespielt und nicht nur beim 1:0 starke Vorlagen gegeben“, verteilte Arold ein Sonderlob. Doch dann ging das Zittern los. Denn durch „zwei Unachtsamkeiten“ in der 75. und 80. Spielminute stand es plötzlich schnell 2:2. Und Trainer Christian Dahlbeck griff in die kleine Trickkiste und wechselte Toptorschütze Peter Müller ein. „Eigentlich sollte er nicht spielen, weil er erst gestern aus dem Urlaub wiederkam. Aber nach dem 2:2 hat unser Trainer dann doch noch reagiert“, so Arold. Und es kam natürlich, wie es kommen musste. In der Nachspielzeit bewahrte Müller im Strafraum die Ruhe und schlenzte mit seinem Außenriss den Ball ins lange Eck zum viel umjubelten 3:2-Siegtreffer.

Tore: 1:0 Maurice Schmidt (50.), 2:0 Marco Schattauer (70./FE), 2:1 (75.), 2:2 (80.), 3:2 Peter Müller (90.+2)

 

SV Krechting - SW Alstaden 2:0 (1:0)

Nach der 2:3-Heimniederlage gegen den Hamminkelner SV am vergangenen Sonntag gab es für SW Alstaden auch beim Auswärtsspiel beim SV Krechting nichts zu holen. Wie schon am Sonntag musste die Contrino-Elf auch in Krechting einen Platzverweis verkraften und stand am Ende nach dem 0:2 erneut mit leeren Händen da.

   "Wir haben gut angefangen und uns in den ersten 30 Minuten auch drei bier vier gute Möglichkeiten herausgespielt, so dass es durchaus 2:0 für uns hätte stehen können", so Guido Contrino. Doch es blieb beim 0:0. "Das wird dann irgendwann unglaubwürdig, wenn ich sage, wir hätten führen können, haben es aber nicht getan. Aber es war nun mal so, dass wir gute Möglichkeiten hatten", so Alstadens Trainer weiter. Wie es richtig mit dem Toreschießen geht, zeigte Krechting in der 35. Minute. "Mit dem ersten Torschuss", so Contrino, ging der SV durch einen Schuss aus 25 Metern mit 1:0 in Führung. Diese hatte auch beim Halbzeitpfiff Bestand.

   "Wir haben uns in der Halbzeit viel vorgenommen und sind gut aus der Halbzeit herausgekommen", konstatierte Guido Contrino, doch nach nur fünf gespielten Minuten fand die "Schlüsselszene" statt, wie Alstadens Trainer die 50. Minute beschrieb. Soufian El Hamouti bekam "aus einem halben Meter", so Contrino, den Ball im eigenen Strafraum an die Hand und der Unparteiische entschied auf Handspiel und damit verbunden auf Elfmeter. Da El Hamouti bereits in Halbzeit Eins nach einem Foulspiel verwarnt wurde, gab es zusätzlich die rote Karte für Alstadens Akteur. "Ich habe die Aktion nicht genau gesehen und habe mit dem Spieler auch noch nicht gesprochen. Ob die Entscheidung so berechtigt war, will ich daher nicht beurteilen und auch über den Schiedsrichter möchte ich nichts sagen, weil ich das auch in den letzten Jahren nie getan habe", konstatierte Contrino. Den Strafstoß verwandelte Krechting zum 2:0. "Wir haben dann mit zehn Mann viel Aufwand betrieben und alles versucht, doch wir konnten uns nur noch zwei bis drei Halbchancen erspielen. Krechting hat das Ergebnis gut verwaltet. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat es in Unterzahl gut gemacht", resümierte Contrino, der betonte: "Wir waren bereits vor dem Spiel im Abstiegskampf angekommen. Nach der heutigen Niederlage ist nun auch Krechting an uns vorbei gezogen, so dass wir jetzt richtig mitten drin sind", weiß Contrino. 

Tore: 1:0 (35.), 2:0 (50./Handelfmeter)

Bes. Vorkommnis: Gelb-Rote Karte Soufian El Hamouti (50.)

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Kommentare: 10
  • #1

    Dsb (Mittwoch, 25 September 2013 23:14)

    Das Tor Für Dsb köpfte Sebastian Murasch nach ne ecke und nicht Göksal Yergök :-)

  • #2

    Zuschauer (Donnerstag, 26 September 2013 01:43)

    Tja DSB macht weiter so,,,so viele Rote Karten,seh schon kommen dann spielt der Platzwart mit,,

  • #3

    Spielermangel... (Donnerstag, 26 September 2013 07:48)

    Dostlukspor verfällt in alte Gewohnheiten...

  • #4

    dsb spieler (Donnerstag, 26 September 2013 09:36)

    Der grosste fehler war jens spiller gehen zu.lassen .mit ihn hinten. Hatten wir 4 punkte meht.

  • #5

    Spezi (Donnerstag, 26 September 2013 11:07)

    Es könnte mit 08 nach der gestrigen Leistung aufwärts gehen. Weiter so Jungs

  • #6

    zu4 (Donnerstag, 26 September 2013 11:07)

    Sehe ich genau so.jens war mit seiner klasse das beste was mann hinten je hatte

  • #7

    beobachter (Donnerstag, 26 September 2013 11:46)

    zu 5: naja man muss aber auch sagen, dass lankern grottenschlecht war. das war not gegen elend. also muss man 08 jetz nicht in den himmel heben.

  • #8

    beobachter again (Donnerstag, 26 September 2013 11:48)

    jetz am sonntag gegen spielclub wird man sehen ob es aufwärts geht mit 08. mit der leistung von gestern wird es dennoch nicht reichen am knappenmarkt.

  • #9

    Beobachter aus Oberhausen (Donnerstag, 26 September 2013 15:38)

    Zu 8:
    Warum wird es nicht reichen ? Weil Spielclub momentan so stark sind ?? Die sind genauso schlecht aber 08 ist für mich Stärker aber man wird es am Sonntag sehen mit welchen Verein es aufwärts geht

  • #10

    Achsooo (Donnerstag, 26 September 2013 16:59)

    Weil Spielclub auch so ne klasse Truppe hat ne? Wird man Sonntag sehen,einziger Vorteil für Spielclub ist die Steinzeitasche