Heißer Tanz in Königshardt

Keine leichte Aufgaben erwartet unsere Landesligisten am Sonntag. Während der VfB Bottrop, Arminia Klosterhardt und Sterkrade-Nord auf Teams von oben treffen, haben die Rhenanen die beste Aussicht auf einen und damit den ersten Dreier, denn der Aufsteiger vom Blankenfeld hat den Tabellenzwölften ESC Rellinghausen zu Gast. In der Bezirksliga steigt das Spitzenspiel in Königshardt, wenn die Sportfreunde den Tabellendritten Arminia Klosterhardt II empfangen. Der Primus BW Oberhausen hat den Aufsteiger SV Fortuna zu Gast. Und auch in der Kreisliga A könnte es spannend werden. Mit den Partien Sterkrade 06/07 gegen Barisspor und VfR Ebel gegen SC 1912 Buschhausen treffen vier der Top Fünf aufeinander.

Landesliga

SV Rhenania (15.) - ESC Rellinghausen (12.)

Nach vier Spieltagen ziert weiterhin die Null das Torekonto des Aufsteigers SV Rhenania. Mit einem Punkt auf der Habenseite rangiert das Team von Trainer Oliver Dir auf dem vorletzten Tabellenplatz und empfängt am kommenden Sonntag den ESC Rellinghausen, der mit drei Punkten auf Tabellenplatz Zwölf liegt.

Fehlt verletzt: Dennis Cziuraj.
Fehlt verletzt: Dennis Cziuraj.

„So weit ich weiß, wollte Rellinghausen aufsteigen. Da dürfte dann der Braum brennen. Der brennt auch bei uns aber nicht so stark, wie er es in Rellinghausen tun dürfte“, mutmaßt Oliver Dirr. Die Gäste haben bislang drei Mal Unentschieden gespielt und ein Mal verloren. Beim aktuellen Tabellenzweiten 1. FC Bocholt hat der Essener Sport Club 0:0 gespielt.

   Doch die Rhenanen wollen sich nicht am Gegner orientieren. „Wir müssen an unsere eigene Stärke glauben und versuchen zu gewinnen“, so Dirr. „Wir müssen endlich mal ein Tor schießen. Wer weiß was das für eine Wirkung haben kann. Klar kann es dann auch passieren, dass man noch verliert. Aber dazu müssten wir erst einmal ein Tor schießen um es herauszufinden“, so Oliver Dir weiter, der mit seinem Team erneut einen Angriff auf den ersten Dreier unternehmen wird. „Die Ausfälle machen das Unterfangen aber nicht gerade einfacher“, spricht der Rhenanentrainer die aktuelle Personalsituation an. Neben Jankowski, den beiden Wenderdels werden am Sonntag auch Dennis Cziuraj und Ihab Khatoun nicht zur Verfügung stehen. Außerdem muss Rotsünder Andre Schittko seine Sperre absitzen.

Anstoß: 15 Uhr

 

1. FC Bocholt (2.) - Arminia Klosterhardt (4.)

„Ich hoffe, dass die Mannschaft am Sonntag eine Reaktion zeigen wird“, so Arminias Sportlicher Leiter André Stange, nachdem die Oberhausener im Nachholspiel am Donnerstagabend eine 0:2-Pleite in Schonnebeck kassierten. Es sind noch ein paar Schräubchen zu stellen bei den Kickern vom Hans-Wagner-Weg, das hat diese Partie gezeigt. Typen, Spieler mit Schaum vorm Mund die alle mitreißen, das fordert Stange von den Arminen ein. Wohl wissend, dass die Trauben am Sonntag beim Gastgeber 1. FC Bocholt ebenfalls hoch hängen werden.

Drängt zurück ins Team: Michel Roth.
Drängt zurück ins Team: Michel Roth.

„Es wird ein anderes Spiel gegen einen anderen Gegner, eine absolut erfahrene und abgeklärte Mannschaft. Bocholt ist definitiv ein heißes Pflaster mit großer Zuschauer-Unterstützung, die eine qualitativ starke Mannschaft noch stärker werden lässt“, fasst Stange im Groben zusammen, was die Schützlinge von Trainer Michael Lorenz am kommenden Sonntag erwarten wird. Personell bieten sich den Arminen wieder mehr Möglichkeiten an. Michel Roth brennt auf einen  Einsatz und drängt zurück auf seinen Platz in der Startformation, auch Robert Trimborn konnte schon wieder Spielpraxis sammeln und stünde wohl auch am Sonntag wieder für 90 volle Minuten zur Verfügung. Zu früh dürfte hingegen weiterhin ein Einsatz für Philip Bauer kommen, der zwar Willen und absolute Bereitschaft für einen Einsatz in Bocholt signalisiert hat, sich dennoch wohl noch ein wenig in Geduld wird üben müssen. „Wir werden in den kommenden Wochen sehen, wo unsere Reise hingehen wird“, sagte André Stange nach dem Schlusspfiff in Schonnebeck. Jetzt haben die Lorenz-Schützlinge die Möglichkeit, mit einem beherzten Auftritt einem der ganz großen der Liga in die Suppe zu spucken und nach der Pleite am Donnerstag sowie dem Remis gegen Niederwenigern in die Erfolgsspur zurück zu finden.

Anstoß: 15 Uhr

 

Sterkrade-Nord (7.) - Spvg. Schonnebeck (3.)

Die englischen Wochen für Sterkrade-Nord gehen unvermindert weiter. Die Mühlbauer-Elf ist seit knapp zwei Wochen im Drei- beziehungsweise Vier-Tages-Rhythmus im Einsatz und war so zuletzt auch noch am Donnerstagabend im Einsatz. Und genau da hagelte es gleichmal vier Gegentreffer und somit auch die erste Saisonniederlage. Das 1:4 in Duisburg war eine verdiente Niederlage; auch in dieser Höhe. Der Aufsteiger zahlte erstmals Lehrgeld und dürfte nun wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen sein. Das Problem: Bereits übermorgen, am Sonntag, wartet ein noch dickeres Kaliber für die Oberhausener. Schonnebeck stellt sich an der Lütticher Straße vor. 

   „Ja, momentan jagt ein Kaliber das nächste. Wir müssen einfach vom Donnerstag-Spiel viel mitnehmen und die Fehler abstellen. Sonst wird es schwer, gegen Schonnebeck etwas mitzunehmen“, so die deutlichen Worte von Cheftrainer Lars Mühlbauer. Der wird auf dieselben Spieler verzichten müssen, die auch schon am Donnerstag ausgefallen sind. Außer Timm Wüsten, der dürfte dann wieder mit von der Partie sein. Mühlbauer will auch gar nicht den Kopf in den Sand stecken, nur weil sein Team die erste Niederlage nach dem Aufstieg einstecken musste. „Wir müssen natürlich alles am Sonntag reinwerfen und gegenhalten, sonst werden wir gegen die Großen der Liga keine Chance haben. Aber es geht weiter. Nur müssen wir uns im Vergleich zu Donnerstag steigern, das ist auch klar.“ Mühlbauer selbst wird alles dafür tun, um nicht zu verlieren. Denn ansonsten droht Historisches: Seit seines Trainerdaseins hat Mühlbauer noch nie zweimal hintereinander verloren. Aus Oberhausener Sicht kann man nur hoffen, dass Sonntag die Serie nicht reißt.

Anstoß: 15 Uhr

 

Duisburger SV (4.) - VfB Bottrop (9.)

„Wir sind jetzt absolut im Soll und freuen uns natürlich darüber. Aber für uns gilt es, weiter zu punkten, um nicht unten rein zu rutschen. Das bedeutet, dass wir auch gegen so starke Mannschaften wie gegen den Duisburger SV 1900 in der kommenden Woche etwas mitnehmen müssen“, so die Ansage von Mevlüt Ata nach dem Spiel letzten Sonntag. 

Einsatz fraglich: Samet Sadiklar.
Einsatz fraglich: Samet Sadiklar.

Auch in dieser Woche blieb die Mannschaft von Mevlüt Ata voll im Soll. Der Sieg im Pokalspiel gegen den SW Alstaden sowie die gute Testspiel-Partie am gestrigen Donnerstag gegen Zweit-Bundesligisten Fortuna Düsseldorf sorgt für Selbstbewußtsein im VfB-Lager. "Wir werden selbstbewußt nach Duisburg fahren und wollen mindestens einen Punkt mitnehmen. Wir haben bisher gegen die Aufstiegsfavoriten sehr ansehnliche Spiele gemacht und können demnach auch gegen den DSV gut aussehen", weiß der VfB-Coach, der sich neben den Langzeitverletzen nun auch um Samet Sadiklar sorgen macht, der sich mit einem dicken Knie quält. "Bis Sonntag ist noch lange hin und ich denke, dass Samet bis dahin wieder fit ist", so Ata.

   Aber auch die Gastgeber gehen mit geschwellter Brust in die Partie, denn gestern konnten sie in der Nachholpartie vom 3. Spieltag gegen Sterkrade-Nord einen klaren Sieg einfahren und schnuppern nun am oberen Tabellendrittel. Der DSV befindet sich gerade in bestechender Form und "sollte es gelingen, diese Form zu konservieren, werden wir noch viel Freude an unserer Mannschaft haben", heißt es auf der Homepage der Duisburger (www.dsv1900.de).

   Es wird somit eine spannende Begegnung zwischen den beiden Mannschaften, deren Vereine sich im selben Jahr gründeten. Und für den VfB Bottrop sollte sicherlich mehr als nur ein Punkt in Duisburg drin sein.

Anstoß: 15.30 Uhr

 

Die weiteren Partien in dieser Liga:

SF Niederwenigern - Viktoria Buchholz

TuB Bocholt - SF Hamborn 07

FSV Duisburg - SC Bocholt

Vogelheimer SV - Mülheimer SV

Bezirksliga

Dostlukspor (7.) - 08/29 Friedrichsfeld (11.)

Mit dem Rückenwind von zwei Siegen in Serie geht Dostlukspor Bottrop in das Heimspiel gegen 08/29 Friedrichsfeld. Durch die Erfolge über den SV Fortuna (2:1) und den SV Krechting (1:0) arbeitete sich das Team von Spielertrainer Sebastian Stempel auf den siebten Tabellenplatz vor. Die Volkspark-Kicker haben demnach sieben Punkte auf dem Konto und eine ausgeglichene Torbilanz (3:3). Zwar stellt Dostlukspor mit den drei erzielten Treffern mitunter die harmloseste Offensive, doch die drei Gegentreffer sprechen für sich und so wenig Gegentore hat neben Dostlukspor nur der Tabellenzweite Hamminkelner SV kassiert.

   Der kommende Gast konnte aus drei Spielen vier Punkte sammeln und liegt somit drei Punkte hinter der Stempel-Elf, wobei diese eine Partie mehr absolviert hat als Friedrichsfeld. Personell gesehen muss Sebastian Stempel, der selbst auch wieder vor den Ball treten darf, nachdem er seine Sperre abgesessen hat, auf Deniz Sirin verzichten. Hinter den Einsätzen von Georeges Nassar und Andy Pietrasz stehen aufgrund von Erkälrungen Fragezeichen. Dafür sind mit Akin Uzal und Göksal Yergök zwei Offensivkräfte aus dem Urlaub zurück.

   "Friedrichsfeld hat eine eingespielte Mannschaft und eine gute Offensive mit starken Einzelspielern. In der Rückrunde der Vorsaison haben wir unglücklich verloren und am Sonntag wollen wir es dieses Mal besser machen", so Sebastian Stempel.

Anstroß: 15 Uhr

 

Borussia Bocholt (6.) - VfR 08 Oberhausen (16.)

Dezent gesagt: Beim VfR 08 Oberhausen brennt der Baum. Es ist dennoch erstaunlich ruhig rund um die Tiroler Straße. Dem schlechten Saisonstart in der Meisterschaft folgte nun auch noch unter der Woche das Pokalaus in der 2. Runde gegen den B-Ligisten TB Oberhausen. Auch wenn TBO ambitioniert ist und der VfR aktuell große Personalsorgen plagen: Der Start vom neuen Trainer Thorsten Hamm ist ordentlich misslungen. Nach drei gespielten Partien ist man auf dem vorletzten Tabellenplatz und das Auswärtsspiel am Sonntag ist alles andere als ein einfacher Kick. 

   „Ja, momentan läuft alles gegen uns. Aber ich habe nach wie vor die Rückendeckung vom Vorstand. Zuletzt kam einfach alles zusammen. Unzufriedenheit, Verletzte, Urlauber. Wir können uns da nur selbst rausholen, da müssen wir jetzt durch“, gibt sich Hamm kämpferisch. Der ist sich auch sicher, dass diese Durststrecke bald vorbei sein wird. „Jeder muss in einer Saison mal durch eine schwierige Phase. Wir haben darüber gesprochen und müssen mit der richtigen Einstellung und Vollgas in die nächste Partie. 90 Minuten Fußball spielen und kämpfen, darauf kommt es Sonntag an und dann wollen wir den ersten Dreier anpeilen“, so Hamm weiter, der aber auch weiterhin Personalsorgen hat. Zwar kehren Paul Schendzielorz und Dennis Buchholz nach ihren Sperren zurück. Doch Tim Prazeus, Marcel Beyer, Richard Baron, Matthias Bäsler (alle im Urlaub), Marc Jung, Mathias Banowski (beide verletzt) und Necip Eren (Gelb-Rot-Sperre) fallen allesamt aus. Es lief eindeutig schon mal besser für den VfR 08 Oberhausen.

Anstoß: 15 Uhr

 

SC 20 Oberhausen (15.) - PSV Wesel-Lackhausen II (10.)

So richtig weiß man nicht, wohin der Weg des SC 20 führt. Immerhin, ein katastrophaler Saisonstart ist verhindert worden. In der Meisterschaft konnte man bereits einmal gewinnen und im Kreispokal setzte man sich unter der Woche ebenfalls durch und zog in die dritte Runde. Allerdings hat alles auch seine Kehrseite. Denn in der Meisterschaft wurden schon fünf Spiele ausgetragen, so dass sich der eine Sieg relativiert. Und im Pokal stand man kurz vor einer Blamage. Erst im Elfmeterschießen setzte man sich beim Bottroper B-Ligisten SV 1911 durch. Schlimmer noch: Cheftrainer Michael Schneider musste dort schon mit einem nur Zwölf-Mann starken Kader antreten. Zwar hofft Schneider, dass der ein oder andere bis Sonntag wieder. Doch Erkan Sevinc wird dann definitiv fehlen. Er flog im Pokal mit der Ampelkarte vom Platz. Schneider war daraufhin genervt. „Diese Undiszipliniertheiten sind fahrlässig. Uns fehlen schon genug Spieler.“ Statistiker kommen zu dem frühen Zeitpunkt der Saison schon gar nicht mehr mit, so viele Platzverweise mussten die Oberhausener schon einstecken. Der Spielclub muss langsam aufpassen, sich somit nicht lächerlich zu machen. 

   Doch im nächsten Meisterschaftsspiel wartet auch gleich die nächste hohe Hürde. Denn die Reserve von Wesel-Lackhausen ist bekanntermaßen für eine Reserve wie immer schwer einzuschätzen. Und selbst der so ambitioniert BW Oberhausen tat sich in Wesel auch schon beim 4:3-Auswärtssieg schwer. Und nachfragen kann man auch bei den SF Königshardt, die auswärts nicht über ein 2:2 hinauskamen. Doch wie sagte Schneider auch schon mehrmals: „Wir müssen gerade zu Hause unsere Spiele gewinnen, auf unserer Asche.“ Klare Ansage. Dann wissen ja alle, wie es Sonntag laufen muss.

Anstoß: 15 Uhr

 

BW Oberhausen (1.) - SV Fortuna (8.)

Für viele ist es das Duell Aufstiegskandidat gegen Absteiger Nummer Eins. In Worten ausgedrückt: BW Oberhausen gegen den SV Fortuna. Die Blau-weißen führen zusammen mit dem Hammikelner SV mit jeweils zehn Punkten die Liga an. Allerdings haben die Oberhausener eine Partie weniger auf dem Konto und das bessere Torverhältnis. Nach einem 1:1 zum Auftakt gab es drei klare Siege, zuletzt ein 7:0 gegen GW Holten. Die Rheinbaben setzten sich letzten Sonntag im Aufsteigerduell gegen SW Alstaden mit 3:0 durch und holten damit ihre ersten Heimpunkte, doch unter der Woche gab es das Pokalaus gegen den A-Ligisten Glück-Auf Sterkrade. Lirich hatte weniger Probleme im Pokal und setzte sich mit 5:2 gegen SF 06 Sterkrade durch.

   „Der Sieg gegen Sterkrade war nicht der absolute Bringer, wichtig ist aber das wir weiter gekommen sind. Gegen Fortuna wollen wir unsere Siegesserie weiter ausbauen und die drei Punkte zu Hause behalten. Ein einfaches Spiel erwarte ich aber nicht“, so BW-Trainer Thorsten Möllmann. Seit gestern ist die Möllmann-Familie auch wieder vereint. Sohn Sascha Möllmann, der sich momentan von einer Leisten-OP erholt, soll nach seiner Genesung bei seinem Vater in der Bezirksliga wieder Spielpraxis sammeln. Diese Abmachung läuft zunächst bis zum Ende der Hinrunde, danach werden neue Gespräche mit SSVg Velbert geführt.

   Bei den Bottropern gilt es jetzt, die Pokalniederlage so schnell wie möglich vergessen zu machen. „Eigentlich ist es ja nicht schlecht, dass man drei Tage nach einem echt schwachen Spiel es sofort wieder auf ein neues versuchen kann und es besser machen kann, doch die Aussicht das der Tabellenführer auf uns wartet, ist natürlich nicht die beste, wenn es um Wiedergutmachung geht“, so Marco Hoffmann, Trainer der Gäste. Doch wie jedes andere Spiel beginnt auch dieses bei 0:0. Das weiß auch Hoffmann: „Wir fahren nicht nach Lirich um uns von Beginn an auf den Rücken zu legen. Ein Punkt nach 90 Minuten wäre Goldwert, doch uns ist auch bewusst, dass wir bei mangelnder Aufmerksamkeit auch ordentlich verhauen werden können. Aber das werden wir am Sonntag sehen. Wir fahren hin und schauen was uns erwartet“, so Hoffmann. Nicht mit dabei sein werden Marcel Leidgebel, Kevin Miszczuk und Tim Strickerschmidt. Fraglich sind Sebastian Schumann, Maurice Dignal und Justin Straßek.

Anstoß: 15 Uhr

 

SF Königshardt (5.) - Arminia Klosterhardt II (3.)

Was ein Derby am Sonntag und zugleich auch noch das Spiel des Fünften gegen den Dritten. Wer hätte das vor der Saison gedacht zu diesem Zeitpunkt? „Dass dieses Spiel zu diesem Zeitpunkt ein Spitzenspiel ist, haben wohl nur wenige gedacht. Wir am wenigsten“, gibt sich Andreas Arold erst noch zurückhaltend. Der Sportliche Leiter der Klosterhardter Reserve ist mit dem bisher Gezeigten der Mannschaft natürlich zufrieden. „Wir sind im Soll, da wir die drei Siege gegen Teams auf Augenhöhe gewonnen haben. Jetzt steht uns ein Duell gegen einen Topfavoriten bevor.“

Richard Salm spielt ab sofort für Arminias Zweitvertretung.
Richard Salm spielt ab sofort für Arminias Zweitvertretung.

Exakt, denn der Topfavorit vom Pfälzer Graben kommt immer besser ins Laufen. Unter der Woche schont Cheftrainer Dirk Wißel einige angeschlagene Spieler und dennoch zog man souverän in die dritte Pokalrunde ein. Dazu noch das 8:1 von letzten Sonntag; es läuft für die Sportfreunde aus Oberhausen-Königshardt. „Je öfter wir gewinnen, desto mehr Selbstvertrauen kriegen wir natürlich, ist doch klar. Aber es ist nicht alles Gold was glänzt. Wir haben sowohl in der Defensive als auch in der Offensive noch Arbeit vor uns. Aber wenn schon jetzt alles perfekt wäre, würde auch etwas nicht stimmen. Doch dafür, dass wir erst neun Wochen arbeiten, sieht es gut aus“, so Wißel, der vor allem eine neue Willensstärke bei seinen Kickern ausgemacht hat. „Die Jungs wollen immer siegen. Das war nicht unbedingt immer mein Eindruck noch zu Beginn meiner Tätigkeit hier“, zeigt er sich kritisch. „Jetzt machen die Jungs aber einen guten Job. Aber Sonntag steht uns natürlich schon ein Brett bevor. Da müssen wir 100 Prozent geben, wenn wir siegen wollen“, ist sich Wißel sicher. Und genau dem stimmt sein Gegenüber auch zu. „Wir haben im Vergleich zum letzten Jahr natürlich einen super Start hingelegt, wodurch wir ein neues Selbstvertrauen haben. Königshardt wird sich gewaltig strecken und an seine Leistungsgrenze gehen müssen, wenn sie gegen uns bestehen wollen.“ Forsche Töne aus Klosterhardt vom Hans-Wagner Weg. Arold erklärt es. „Wir stehen nicht unter Druck und Dirk Wißel hat ja bereits letzten Sonntag gesagt, dass man nicht verlieren dürfe, wenn man nicht den Anschluss verlieren wolle. Wir haben also nichts zu verlieren und so werden wir auch spielen können.“ Dennoch will Arold, dass sie eines ändert. „Die Duelle zwischen diesen beiden Mannschaften waren zuletzt immer eng und ich gehe davon aus, dass es auch am Sonntag ein enges Spiel wird. Aber diese engen Spiele haben wir immer verloren, jetzt ist es an der Zeit, dass wir wenigstens einen Punkt mitnehmen.“ Arold warnt vor der Offensive der Gastgeber. „Das sind ganz klar ihre Stärken. Und wenn es Schwächen gibt, dann eher in der Defensive.“

Königshardts Trainer Dirk Wißel.
Königshardts Trainer Dirk Wißel.

Wißel hat ebenfalls großen Respekt vor diesem Derby. „Mit den Zugängen aus der ersten Mannschaft zählt Arminia für mich zu den Top 5 dieser Liga. Sowohl die Erst- als auch die Zweitvertretung liefern fantastische Arbeit ab.“ Doch genau diese Verstärkungen werden nicht mit von der Partie sein können. Zumindest nicht Arminia Topstürmer. Peter Müller weilt noch im Urlaub und fällt am Sonntag aus. Gleiches gilt für Oktay Cin, zudem ist Schattauer verletzt (Zerrung). Dafür aber spielt Richard Salm ab sofort eine Liga tiefer. „Es war seine Entscheidung, die Landesliga-Mannschaft zu verlassen und sich uns anzuschließen“, will Arold diesen Wechsel nicht weiter kommentieren, der in Salm aber einen starken Ersatz für den Cin-Ausfall sieht. Zudem kehrt auch Julian Ball zurück. Bei den SF Königshardt ist es noch ungewiss, wer bis Sonntag alles fit wird beziehungsweise vielleicht doch noch länger ausfällt. Fest steht, dass Dusa Trebaljevac weiterhin mit seinem Muskelfaserriss ausfällt. Immerhin ist er wieder ins Lauftraining eingestiegen. Doch für ihn kommt die Partie genauso zu früh, wie wahrscheinlich auch für Marc Janßen und vielleicht auch Oguz Sefi. „Am Ende haben wir aber 20 Spieler im Kader. Und nicht ein Einzelner, sondern die Mannschaft entscheidet das Spiel“, gibt sich Wißel kämpferisch. Das Derby und Spitzenspiel ist also angerichtet.

Anstoß: 15 Uhr 

 

Adler Osterfeld (4.) – SV Krechting (13.)

Am kommenden Sonntag empfängt Adler Osterfeld den Tabellendreizehnten, den SV Krechting, an der heimischen Siepenstraße. Nach dem 2:0-Erfolg aus der Vorwoche beim Hamminkelner SV und dem 8:5-Sieg im Pokal bei Fortuna Alstaden wollen die Osterfelder auch am Sonntag wieder gewinnen und so den Anschluss an die Tabellenspitze halten.

   Neun Punkte konnte die Truppe von Trainer Udo Hauner aus den ersten vier Partien der neuen Bezirksligasaison einfahren. Auf die zwei Auftaktsiege gegen die A-Liga Aufsteiger SV Fortuna Bottrop (2:1) und Schwarz-Weiß Alstaden (2:0) folgte eine Niederlage. Beim SC 20 Oberhausen mussten sich die Adler letztlich mit 2:3 geschlagen geben. Zuletzt feierte man aber wieder einen 2:0-Erfolg beim Hamminkelner SV. Unter der Woche kamen beim Pokalspiel gegen Fortuna Alstaden überwiegend die Ergänzungsspieler zum Zug. In einer äußerst torreichen Partie siegte Osterfeld letztlich 8:5 und löste somit das Ticket für die nächste Runde. Der Gegner am Sonntag heißt SV Krechting. Die Gäste aus Rhede rangieren aktuell auf dem 13. Tabellenplatz. Dabei hat man bereits fünf Partien absolviert. Nach einer 1:3-Niederlage zum Saisonauftakt gegen GW Lankern siegte Krechting beim SC 20 Oberhausen mit 1:0. Auch gegen die SF Königshardt gab es einen Punktgewinn, 1:1 unentschieden endete das Spiel gegen die Oberhausener. Zuletzt gab es dann allerdings zwei knappe Niederlagen. Sowohl gegen Dostlukspor Bottrop, als auch gegen den Hamminkelner SV unterlag der SVK mit 0:1.

   Zwar sind die Adler aus Osterfeld rein tabellarisch gesehen für die Partie gegen den SV Krechting favorisiert, doch die Hauner-Elf wird auf der Hut sein. Die beiden Punktgewinne der Krechtinger gegen die Oberhausener Teams SC 20 und SF Königshardt dürften Warnung genug sein.

Anstoß: 15 Uhr

 

SW Alstaden (9.) - Hamminkelner SV (2.)

Im Duell der Aufsteiger am vergangenen Sonntag unterlag SW Alstaden am Ende deutlich mit 0:3 beim SV Fortuna Bottrop. Alstadens Trainer Guido Contrino resümierte nach der Niederlage: „Keine Frage, der Sieg für die Fortunen ist hochverdient. Wir haben die ersten 60 bis 70 Minuten überhaupt nicht stattgefunden, haben teilweise unterirdisch schlecht gespielt. Bei uns war null Laufbereitschaft, und selbst wenn wir noch einmal heran gekommen wären, dann wäre es zu diesem Zeitpunkt nicht verdient gewesen.“

   Nach dieser zweiten Saisonniederlage steht für die Schwarz-Weißen am kommenden Sonntag ein Heimspiel an. Der aktuelle Tabellenzweite Hamminkelner SV wird dann an der Kuhle zu Gast sein. Der HSV hat bereits fünf Partien absolviert mit einer Ausbeute von zehn Punkten. Mit drei kassierten Gegentreffern stellt Hamminkeln zusammen mit Dostlukspor Bottrop die beste Defensive der Liga. Auf des Gegners Platz war der HSV in dieser Saison erst einmal aktiv: Beim 0:0 bei Dostlukspor Bottrop. Doch die Alstadener können etwas dagegen bieten: Die Contrino-Elf bestritt bislang zwei Heimspiele und konnte beide gewinnen – 7:0 lautet die Heimbilanz des Aufsteigers nach zwei Heimpartien. „Ich habe Hamminkeln am Mittwoch gesehen - ein starkes Kollektiv. Sie standen defensiv richtig gut und zeigten sich sehr diszipliniert und zweikampfstark. Und nach vorne wirkten sie sehr dynamisch und immer gefährlich. Das wird eine harte Nuss, die es da zu knacken gilt“, analysiert Contrino.

   Die Liste der Ausfälle ist dabei lang: Matthias Eckl, Robin Raguse, Andre Kampen, Andreas Siebert, Arthur Jarzombek, Tobias Spiegel, Dennis Riesop und Tim Dannenberg stehen allesamt nicht zur Verfügung. Damit fällt nahezu der komplette etatmäßige Sturm aus. Zusätzlich sind die Einsätze von Christian Splittorf und Dennis Prangenberg fraglich. „Am Sonntag müssen wir im Torabschluss sehr effektiv sein, denn viele Chancen werden wir gegen diese Mannschaft nicht bekommen“, so Guido Contrino.

Anstoß: 15 Uhr

 

Die weiteren Partien in dieser Liga:

GW Lankern - BW Dingden

GW Holten -> Spielfrei

Kreisliga A

Sterkrade 06/07 (1.) - Barisspor Bottrop (5.)

An der Dorstener Straße kommt es am Sonntag zum Aufeinandertreffen zweier Teams die bis dato noch ungeschlagen sind. Während der Absteiger und ambitionierte Kandidat für den direkten Wiederaufstieg, Sterkrade 06/07, bisher alles gewonnen hat, kann der Fast-Absteiger der letzten Saison eine für seine Verhältnisse ebenfalls gute Bilanz aufweisen. Zwei Siege und zwei Unentschieden holten die Truppe von der Welheimer Straße bis jetzt, darunter ein 0:0 gegen den Aufstiegsfavoriten SV Concordia Oberhausen.

   Wenn es nach Dirk Rovers, Trainer der Hausherren geht, soll logischerweise Sieg Nummer Fünf am Sonntag heraus springen. Nachdem Aus im Pokal (0:5 gegen Sterkrade-Nord) liegt nun die ganze Konzentration auf die Meisterschaft. Doch Rovers weiß, dass am Sonntag eine harte Nuss zu knacken ist: „Barisspor ist ein ernst zu nehmender Gegner. Die wollen genauso wenig verlieren wie wir. Anders als gegen Nord im Pokal dürfen wir am Sonntag nicht so fahrlässig mit unseren Chancen umgehen. Schon gegen Adler Osterfeld (2:1) mussten wir bis zum Ende zittern, weil wir unsere Tormöglichkeiten nicht genutzt haben. Natürlich müssen wir auch Lauf- und Kampfbereitschaft zeigen, um uns überhaupt Chancen zu erarbeiten. Wir wollen beweisen, dass wir auch zu Hause stark sein können, was ja in der Vorsaison nicht so oft der Fall war.“ Rovers darf sich mit Ali Karagöz, Andre Scheffler und Dennis Schürmann über drei Rückkehrer freuen. Dafür werden Daniel Teresiak und Dennis Glowacki (beide Urlaub) nicht mit dabei sein.

   Für Barisspor-Trainer Cem Kaplangiray ist die Partie gegen den Tabellenführer eine Art Gradmesser für sein Team: „Am Sonntag werden wir sehen wo wir stehen. Wir wissen aber auch, dass es gegen einen sehr, sehr starken Gegner geht. Wir haben keine Angst, fahren aber mit Respekt hin. Sterkrade will aufsteigen und wenn wir die Geschichte von 06/07 kennt, dann passt Kreisliga A auch nicht zu ihnen.“ Trotz der Außenseiterrolle weiß Kaplangiray aber auch um die Stärke seiner Mannschaft: „Wir wissen was wir können. Obwohl wir ein recht junges Team haben, sind wir taktisch schon sehr gut und gehen mit jeder Menge Ehrgeiz und Selbstbewusstsein in die Partie. Es wäre schön, wenn wir aus Sterkrade was mitnehmen könnten.“ Nicht zu Verfügung stehen weiterhin die gesperrten Ümit Türkmen sowie die Brüder Erdem und Emrah Ücbudak. Fehlen wir auch Mahmut Candir, der am Samstag heiraten wird. Kaplangiray wird deswegen wohl auf A-Jugendspieler zurück greifen. Angst hat er davor keine: „Ich habe volles Vertrauen in unsere A-Junioren. Nehmen wir zum Beispiel Ramadan Lejjo, der hat gegen SuS 21 von Beginn an gespielt und sich gleich mit einem Tor bedankt.“

Anstoß: 15 Uhr

 

Arminia Lirich (7.) - Adler Osterfeld II (10.)

Lirich-Coach Christian Kinowski war sichtlich angefressen nach dem deutlichen 1:6 im Pokal gegen Königshardt: „Die Niederlage überrascht mich nicht. Immerhin ging es gegen einen Bezirksligisten mit einem Trainer, der letzte Saison noch einen Regionalligisten trainierte. Es sind vielmehr die sechs Gegentore die mich gestört haben.“ Doch nun kehrt der Alltag wieder zurück und da steht die Arminia nach vier Spieltagen und sechs Punkten auf Rang sieben. Trotz zwei Niederlagen ist nicht Kinowski nicht ganz unzufrieden: „Ich habe bisher kein schlechtes Meisterschaftsspiel von uns gesehen. Dazu zähle ich auch die 3:1-Niederlage gegen VfR 08 Oberhausen am letzten Sonntag. Wir spielen einen guten Ball. Unser einziges Manko ist die schlechte Chancenverwertung. Gegen Adler Osterfeld wollen wir nach drei Niederlagen mal wieder was Zählbares mitnehmen.“ Diese Aufgabe müssen die Hausherren allerdings ohne Maurce Akjeebo und die Brüder Tobi und Oli Golombek angehen.

   Verhindern wollen das natürlich die Adler aus Osterfeld. Die Elf des Trainer-Duos Thorsten Jablonski und Massimo Lo Mele verweilt nach vier Spieltagen auf dem zehnten Rang. Ihren einzigen Dreier holten die Osterfelder allerdings auf fremden Platz (3:2 beim VfR 08). Am Sonntag soll der zweite herausspringen, doch Lo Mele warnt vor den Lirichern: „Uns erwartet ein schwerer Gegner. Lirich ist eine sehr zweikampfstarke Mannschaft, die das Potenzial hat, sich im oberen Drittel festzusetzen. Wenn wir in Lirich was ernten wollen, dann nur über Kampf und Leidenschaft.“ Wer am Sonntag für die Osterfelder das Tor hütet, steht jedoch noch in den Sternen. Sven Pilawa muss in der ersten aushelfen und Stefan Scherping ist aufgrund seiner beruflichen Situation noch fraglich.

Anstoß: 15 Uhr

 

SG Osterfeld (11.) - VfR 08 Oberhausen II (6.)

Während für die SG Osterfeld das zweite Heimspiel der Saison vor der Brust steht, geht die VfR-Reserve in ihr zweites Auswärtsspiel. Die Osterfelder trennten sich im bislang einzigen Heimspiel 1:1 von Fortuna Alstaden. Der VfR verlor die bislang einzige Auswärtsaufgabe mit 0:4 beim aktuellen Spitzenreiter Sterkrade 06/07. Eine Serie wird daher am Sonntag auf jeden Fall reißen.

   In der Tabelle trennen beide Mannschaften zwei Punkte. Mit zwölf erzielten Treffern stellen die 08er die viertbeste Offensive während die Osterfelder erst vier Mal ins Schwarze treffen konnten. „Genau das ist unser Manko“, erklärte SGO’s sportlicher Leiter Reimar Basenau zuletzt. Auch unter der Woche konnte die SG im Pokalspiel gegen den SC 1912 Buschhausen (0:3) keinen Treffer markieren. Dennoch habe SGO eine gute Partie absolviert, wie Basenau anmerkte: „Wenn wir die Leistung am Sonntag wiederholen, dann ist gegen den VfR ein Sieg möglich.“ Personell gesehen darf SGO-Trainer Hartwig Jondral am Sonntag wieder auf einen etatmäßigen Torhüter zurückgreifen. Im Pokalspiel fehlten sowohl Robin Bakos als auch Kai Kühn, doch letzterer wird am Sonntag wieder zur Verfügung stehen.

   Bei der 08-Reserve sieht es personell nicht so rosig aus. „Wir müssen viele Spiele an die erste Mannschaft abgeben. Unter anderem Mario Brambusch“, erklärt Günter Gbür, der auch viele Verletzte zu beklagen hat. „Nichtsdestotrotz wollen wir natürlich versuchen zu punkten auch wenn wir personell am Ende sind“, so Gbür, der sich in Bescheidenheit übt. „Ein Punkt würde uns schon genügen.“

Anstoß: 15 Uhr

 

SuS 21 Oberhausen (8.) – SV Concordia Oberhausen (3.)

Der SV Concordia Oberhausen gastiert am Sonntag bei SuS 21 Oberhausen. Es ist das Duell des Tabellenachten gegen den Dritten. Concordia geht als Favorit in die Partie und will dieser Rolle auch gerecht werden. Mit einem Sieg bei SuS 21 würde die Truppe von Trainer Gerd Gayk an der Tabellenspitze dran bleiben und somit ihre Ambitionen unterstreichen. SuS 21 hingegen wird versuchen die Gäste zu ärgern und vielleicht etwas Zählbares an der Schleuse zu behalten.

   Zehn Zähler sammelte Concordia aus den ersten vier Spielen. Nach einem souveränen 4:0-Erfolg zum Auftakt gegen den FC Sterkrade 72 musste man sich gegen Barisspor Bottrop mit einem torlosen Remis zufrieden geben. Die letzten beiden Partien gegen RSV Klosterhardt (6:0) und den VfR Ebel (5:1) entschied man dann aber wieder äußerst souverän für sich. Somit rangieren die Oberhausener aktuell auf dem dritten Tabellenplatz. Am Sonntag geht es nun zu SuS 21 Oberhausen. Die Mannschaft von Trainer Manfred Brock steht momentan auf Platz acht. Nach einer sehr deutlichen 0:7-Pleite am ersten Spieltag gegen den VfR 08 Oberhausen II gelangen SuS 21 zwei Siege hintereinander. Sowohl gegen die Reserve von Adler Osterfeld (3:1), als auch gegen Fortuna Alstaden (4:3) ging man als Sieger vom Feld. Am vergangenen Wochenende unterlag man jedoch bei Barisspor Bottrop mit 1:3.

   Die Rollen für die Partie am Sonntag am Klaumer Bruch sind also verteilt. Der SV Concordia will mit einem Sieg weiter oben dranbleiben, SuS 21 wird sich allerdings nicht so leicht geschlagen geben und versuchen, etwas Zählbares einzufahren.

Anstoß: 15 Uhr

 

VfR Ebel (4.) - SC 1912 Buschhausen (2.)

Das Spitzenspiel der Kreisliga A findet am Ebeler Lichtenhorst statt. Der VfR Ebel empfängt den noch punktverlustfreien SC 1912 Buschhausen. Beide Kontrahenten waren unter der Woche im Pokal im Einsatz. Während der VfR Ebel beim C-Ligisten PSV Oberhausen deutlich mit 0:4 unterlag, konnte das Team von Trainer Andre Nowak einen 3:0-Erfolg beim Ligakonkurrenten SG Osterfeld bejubeln. Ohnehin legte der SC Buschhausen einen Auftakt nach Maß hin: Mit der Maximalausbeute von zwölf Punkten rangiert die Nowak-Truppe auf dem zweiten Tabellenplatz und stellt dabei die zweitbeste Offensive (13 Tore) und die zweitbeste Defensive (zwei Gegentreffer). Die Ebeler kassierten vor der Pokalpleite eine 1:5-Niederlage beim SV Concordia. „Ebel wird daher auf Wiedergutmachung aus sein“, mutmaßt SC-Trainer Andre Nowak, der eine „harte Nuss“ erwartet. Doch angesichts der makellosen Bilanz bislang dürften die Buschhausener nur so vor Selbstvertrauen strotzen. „Wenn wir zu unserem Spiel finden, dann können wir auch aus Ebel drei Punkte mitnehmen“, so Buschhausens Trainer, der vor allem ein Reißen der Serie verhindern will: „Wir hoffen natürlich unsere Serie halten zu können und demnach nicht zu verlieren.“ Für den VfR hingegen war es eine Woche zum Vergessen: Zwei Spiele, zwei Niederlage und das mit 1:9 Toren und damit verbunden auch das Ausscheiden im Pokal. Doch die Ebeler sind bislang auf der heimischen Anlage noch ohne Punktverlust: Gegen die SG Osterfeld (3:2) und den RSV Klosterhardt (2:1) gab es, wenn auch knappe, Erfolge. „Uns wird am Sonntag ein anderes Geläuf erwarten als bei uns. Entweder spielen wir auf Asche oder auf Rasen. Mal schauen wie schnell wir uns daran gewöhnen“, so Andre Nowak.

Anstoß: 15 Uhr

 

FC Sterkrade 72 (14.) - TSV Safakspor (13.)

Nur vier Tage nach dem Pokalspiel, welches der FC mit 4:3 für sich entscheiden konnte, kommt es am Sonntag zur Neuauflage. Am Sonntag findet die Partie jedoch auf der Platzanlage der 72er statt. Es ist auch das Duell Aufsteiger gegen Absteiger. Vor einem Jahr trennten diese Teams noch zwei Ligen, aktuell sind es vier Tore. Die 72er fuhren vor zwei Wochen im Derby gegen Glück-Auf die ersten drei Punkte ein und wollen auch gegen Safakspor wieder ein Erfolg feiern. „Wir haben im Pokal schon gesehen, was Safakspor drauf hat. Doch Liga und Pokal sind zwei unterschiedliche paar Schuhe. Ich erwarte von meinen Spielern vollste Konzentration. Wir haben schon 15 Gegentore kassiert, die meisten der Liga, das kann natürlich nicht so weiter gehen. Deshalb wollen wir so lange wie möglich die Null halten und dann auf unsere Offensive bauen“, so FC-Trainer Ahmed Mohamad. Mike Nörenberg und Galed Mohamad stehen wie schon im Pokal auch in der Liga wieder zu Verfügung. Zudem steht Meres Sezzani, der vom A-Ligisten Weseler Anadolu Sport an die Wilhelmstraße gewechselt ist, erstmals im Kader. Und auch Paddy Stüdemann kehrt nach Rotsperre wieder zurück. Mohamad erwartet vor allem nach dem 1:7 in Buschhausen eine Reaktion seiner Mannschaft: „Die Niederlage hat mich sehr enttäuscht. Als Aufsteiger ist es keine Schande zu verlieren, aber so darfst du nicht auftreten. Wir haben zu viele Fehler gemacht am Sonntag. Gegen Safakspor wollen wir von Beginn an zeigen, wer die Heimmannschaft ist, gleichzeitig aber nicht zu übermütig sein. Safakspor mag zwar eine junge Mannschaft haben, doch einfach zu spielen sind sie nicht.“ Trotz der vier Rückkehr haben die 72er immer noch eine lange Ausfallliste. Kevin Tewes, Rafael Milek und Ramon Istugo fallen definitiv aus. Zudem sind Tolga Korkmaz, Marc Herz, Marco Frau und Andreas Suat Saralin angeschlagen und somit fraglich.

   Entspannter sieht es dagegen bei den Gästen aus. Dort steht lediglich Abdullah Durak nicht zu Verfügung. Ebenso wie der kommende Gegner hat auch der Absteiger erst drei Zähler auf dem Konto. Gegen Schlusslicht RSV Klosterhardt holte der TSV ein knappes 3:2, wodurch der Sprung auf Rang 13 gelang. Erstmals im Ligabetrieb an der Seitenlinie ist das Trainer-Duo Tan Basar und Murat Eraslan, die Özay Aydin ablösen, der wieder zurück in den Vorstand wechselte. Bereits im Pokal übernahmen die beiden die Aufgaben der Übungsleiter. Und wie auch schon am Mittwoch erwartet Basar ein schönes Spiel: „Es war eine knappe Kiste am Mittwoch. Leider hat die Zeit gegen Sterkrade nicht mehr gereicht, um das 2:4 noch aufzuholen, doch die Mannschaft findet so langsam zu sich. Jetzt wollen wir alles daran setzten, dass wir Punkte mitnehmen können.“

Anstoß: 15 Uhr

 

Die weiteren Partien in dieser Liga:

RSV Klosterhardt - Fortuna Alstaden

GA Sterkrade - Sterkrade-Nord II

Kreisliga B - Gruppe 1

Die Partien in dieser Liga:

GA Sterkrade II - SV Rhenania III 1:2 *Bereits Di, 17.09.*

Arminia Lirich II (12.) - TB Oberhausen (5.)

Sterkrade 06/07 II (9.) - BW Oberhausen II (1.)

Adler Oberhausen (8.) - BW Fuhlenbrock (3.)

BV Osterfeld (11.) - SG Oberhausen 92 (14.)

TuS Buschhausen (13.) - SV Concordia II (16.)

Post Oberhausen (6.) - SC 1912 Buschhausen II (7.)

Arminia Klosterhardt III (2.) - TSV Safakspor II (15.)

Kreisliga B - Gruppe 2

SF Königshardt II (5.) - FC Polonia (9.)

Polonia ist am Sonntag bei der Zweitvertretung von Königshardt zu Gast. Die Oberhausener stehen auf dem fünften Tabellenplatz und halten bisher die weiße Weste. Also wahrlich kein leichtes Spiel für den Außenseiter Polonia, die Neunter sind. 

   Auch Polonia Trainer Adam Karpinski schätzt den Gastgeber als stark ein: „Königshardt ist der Favorit. Sie haben bisher gute Ergebnisse eingefahren, aber ich kann nicht sagen, wie sie Fußball spielen. Sie scheinen echt gut zu sein, aber richtig einschätzen kann ich sie nicht.“ Einen Grund zum Freuen gibt es schon vor der Partie. Karpinski kann zum ersten Mal in der Spielzeit auf alle seine Spieler bauen. „Alle sind an Bord, zum ersten Mal, das freut mich.“ Zuletzt fielen immer wieder einzelne Leute aus, das war nicht förderlich. Ab jetzt sollen dann alle fit bleiben, auch für den Konkurrenzkampf. Wie das Spiel am Ende ausgeht hängt, laut Karpinski, mitunter von der Tagesform seines Teams ab. „Wir müssen von der ersten Minute an wach sein. Wir wollen kämpfen und alles geben, um einen Punkt mitzunehmen“, so Karpinski. Einen Punkt mitnehmen, so lautet vorerst die Marschroute der Gäste. „Das Spiel wird nicht einfach. Mit einem Punkt wären wir echt zufrieden. Wenn wir mehr daraus machen, wäre das ein großer Erfolg“, stellt Karpinski klar. Seine Mannschaft will an die Leistungen der letzten Spiele anknüpfen und mit etwas Glück soll dann auch das Ziel erreicht werden.

Anstoß: 13 Uhr

 

Dostlukspor Bottrop II (1.) - SV Vorwärts (11.)

Am frühen Sonntagnachmittag empfängt Dostlukspors Reservemannschaft den Konkurrenten Vorwärts 08. Beide Teams konnten sich unter der Woche ausruhen, sie mussten kein Pokalspiel bestreiten. Voll erholt wollen beide Mannschaften versuchen, am Wochenende zu punkten. 

   „Wir wollen gewinnen und die drei Punkte zu Hause behalten“, stellt Dostlukspor Trainer Sadettin Senyüz klar. Ein Sieg wäre für Dostlukspor enorm wichtig. Das Senyüz-Team will das Beste versuchen und am Ende soll dann ein Dreier stehen. Trotzdem mahnt Senyüz: „Wir dürfen einen Gegner niemals unterschätzen und erst recht nicht Vorwärts. Der Gegner ist nicht schlecht, sie wissen auch, wie man mit dem Ball umgeht.“ Unterschätzen ist die eine Sache, doch von kleinen Brötchen backen, hält Senyüz auch nicht viel. Denn die Aufgabe, Vorwärts zu schlagen, sieht er als eindeutig lösbar an: „Wir wollen gewinnen und können das auch. Es ist eine lösbare Aufgabe, aber jeder muss alles geben.“ Auch wenn seine Mannschaft einen Rückschlag erleiden sollte, ist er von den Stärken überzeugt: „Und falls wir ein Gegentor bekommen, ist das auch kein Weltuntergang. Unser Mittelfeld und unser Sturm sind gut genug, um Tore zu schießen. Wir können zur Not auch einen Rückstand aufholen.“ Ausfallen wird wohl Mehmet Senyüz, der noch angeschlagen ist. „Mehmet ist noch nicht ganz fit, ich würde ihn am liebsten noch einmal schonen“, so Senyüz. Denn dann sollte sein Sohn wieder bei voller Stärke sein, um der Mannschaft zu weiteren Punkten zu helfen.

Anstoß: 13 Uhr

 

SV Rhenania II (2.) - SV 1911 (7.)

„Das Spiel am Mittwoch war große Klasse, hoffentlich nehmen wir etwas davon mit“, schwärmt Ralf Quabeck, Trainer des Gastvereins SV 1911. Denn am Mittwoch war Pokalabend und die Eigener bekamen es mit dem Bezirksligisten SC 20 zu tun. Sie zeigten ein gutes Spiel, mussten sich am Ende im Elfmeterschießen geschlagen geben. Nun ist man zu Gast bei der Reserve vom SV Rhenania. „Rhenania hat ein gutes Team, sind auch gut gestartet“, hält Quabeck fest. Um auch gegen den Ligakonkurrenten zu bestehen, hofft man, dass der Schwung vom Pokal noch da ist: „Wenn wir was mitgenommen haben, haben wir auch hier eine Chance zu punkten. Wir werden wie am Mittwoch versuchen, alles zu geben.“ Allerdings fehlt ihnen bei dieser Aufgabe Michael Aniol, der im Urlaub ist. Eventuell könnte noch Wahlhelfer Konstantin Jacob das Spiel verpassen. Ansonsten sind alle Mann an Bord. 

   Rhenania fehlen dagegen einige mehr. Kevin Hessling ist kurzfristig nach Polen verreist und Marvin Spieß ist weiterhin verletzt. Außerdem fehlt Rhenania II Rafael Jankowski. Vor dem wird Oliver Dir das Team betreuen. Pünktlich zum Anstoß ist dann Trainer Ralf van Niersen da: „Es läuft alles wie geschmiert bei Rhenania. Der Oliver hilft uns und wird vor dem Spiel den Trainer machen, zum Anstoß bin ich dann auch wieder da.“ Diese ganzen Ausfälle gilt es zu kompensieren, aber das soll kein Problem darstellen. Van Niersen geht jedenfalls mit hohen Erwartungen ins Spiel: „Wir müssen wieder punkten und die letzte Woche verschenkten Punkte wiederholen. Unser Ziel ist also ein Sieg.“ Die drei Punkte einzufahren, werden die Rhenanen auf jeden Fall versuchen. Den Gegner bewertet van Niersen zwei geteilt: „Zum einen haben die Elfer eine gute Mannschaft und haben das auch im Pokal eindrucksvoll bewiesen. Zum anderen sind sie nicht so gestartet, wie sie wollten. Auf jeden Fall wird Tempo und Leidenschaft dabei sein.“

Anstoß: 13 Uhr

 

RW Welheimer Löwen (3.) - VfB Bottrop II (12.)

Die Löwen aus Welheim empfangen den Stadtrivalen VfB Bottrop II. Am Sonntagnachmittag wird diese spannende Begegnung angepfiffen. Dabei wollen die Welheimer Löwen weiter an die letzten Leistungen anknüpfen, vor allem an das Pokalspektakel vom Dienstag. 

   „Welheim ist in meinen Augen eine ganz starke Mannschaft.“ VfB Trainer Marek Weglicki weiter: „Sie haben zuletzt viele Spiele gewonnen. Vor allem das Pokalspiel zeigt ihre Stärke, da haben sie gegen einen A-Ligisten hoch gewonnen.“ Die Löwen gewannen gegen RSV Klosterhardt mit 6:1. Der Welheimer Trainer Thomas Ochojski guckt dagegen nur auf sein eigenes Team: „Ich hab noch nicht einmal auf die Tabelle geschaut geschweige denn ein Spiel von unserem nächsten Gegner gesehen. Nein, der Fokus liegt in diesem Jahr nur bei uns im Verein. Da gibt es nämlich schon genug zu tun.“ Beide Mannschaften müssen im Spiel auf einige Leistungsträger verzichten. Thomas „Netzer“ Ochojski muss wieder auf mehrere Mannen verzichten, das stört ihn ein wenig: „Es ist blöd, wenn du jedes Spiel nur 13 Mann hast. Es reicht zwar aus, aber einige ruhen sich darauf aus, dass sie sowieso nicht ausgewechselt werden können.“ Man hofft, dass in naher Zukunft wieder alle fit werden. Aber vorerst gibt es aber noch einen Langzeitverletzten. Denn Neuzugang Pierre Damm muss noch einige Wochen zuschauen. Ronny Klimpel musste im Pokal verletzt ausgewechselt werden, sein Einsatz am Sonntag ist noch fraglich. Außerdem wird Robin Hoffmann noch wegen der Arbeit fehlen. Auch der VfB Kader ist angeschlagen. „Wir fahren dezimiert nach Welheim, wollen trotzdem versuchen etwas mitzunehmen“, so Weglicki. Stephen Dickmann ist in den Urlaub gefahren und fällt ebenso wie die beiden Neuzugänge Dennis Bieniek und Norman Kluwig aus. Für längere Zeit muss Weglicki auf seinen Kapitän Bartlomiej Kaworek verzichten, der nach einer OP rund zwei Monate pausieren muss. „Ich hoffe, dass ich noch Unterstützung bekomme und nicht mit zehn Mann zum Spiel muss, das wäre natürlich unschön.“ Sein Team soll zumindest vorsichtig beginnen. „Wir wollen nicht nach vorne stürmen und hinten Konter bekommen, nein wir möchten ganz vorsichtig spielen. Wenn wir hier punkten, freut uns das sehr“, so Weglicki.

Anstoß: 15 Uhr

 

Die Partien in dieser Liga:

SuS 21 Oberhausen II (16.) - SV Fortuna II (8.)

SW Alstaden II (14.) - TSV Safakspor III (13.)

SC Viktoria (4.) - TB Oberhausen II (6.)

SV Vonderort (15.) - Batenbrocker Ruhrpott Kicker (10.)

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Kommentare: 4
  • #1

    Albert (Samstag, 21 September 2013 05:59)

    Blau-Weiß wird Fortuna eine Lehrstunde erteilen!! Willkommen in der Bezirksliga!!

  • #2

    schleuse (Samstag, 21 September 2013 16:43)

    Morgen erste Niederlage für Concordia!!!!

  • #3

    Derbysieger (Samstag, 21 September 2013 20:29)

    Schade, dass es kein Vorbericht zu dem Derby Glück Auf gegen Nord 2 gibt.

  • #4

    SVR (Sonntag, 22 September 2013 11:10)

    Jetzt gehts los, Rellinghausen werden wir schlagen.