Spitzenluft schnuppern

Das sind schon nicht mehr englische Wochen, sondern englische Tage momentan. Denn nebst Pokalspiele finden heute Abend auch noch zwei Meisterschaftsspiele in der Landesliga statt. Es geht also Schlag auf Schlag bei Auf'm Platz. Dabei greifen heute Abend Arminia Klosterhardt und Sterkrade-Nord ins Geschehen ein. Beide müssen auswärts antreten und beide haben die Möglichkeit, heute dem bisher verlustpunktfreien Spitzenreiter FSV Duisburg auf die Pelle zu rücken! Dabei wartet auf die Arminia aber das vermeintlich schwerere Spiel. Denn bereits in der letzten Spielzeit tummelten sich Schonnebeck und eben die Lorenz-Elf unter den ersten Plätzen. Die Nordler wollen hingegen ihr Märchen weiterleben.

Landesliga Niederrhein

3. Spieltag / Nachholspiele

Donnerstag, 19. September

Schonnebeck (6.) - Arminia Klosterhardt (3.)

Was für ein Kracher am Donnerstagabend, auf den die Zuschauer und Anhänger beider Lager hinfiebern dürften. Schonnebeck gegen Arminia Klosterhardt - da sind auch ruckzuck die Spieler auf Betriebstemperatur. „Wir treffen dort in Schonebeck auf einen starken Gegner, bei dem vor allem auch durch den Sportlichen Leiter sowie den Trainer hervorragende Arbeit geleistet wird“, so Arminias Sportlicher Leiter André Stange, der in diesem Spiel eine Standortbestimmung für die Oberhausener ausmacht. „Jetzt wird es ernst, das ist ein Gegner mit sehr hoher Qualität. Jetzt können sich unsere Jungs beweisen, denn in Schonnebeck müssen wir über unsere Grenzen gehen, um dort etwas mitnehmen zu können“, so Stange weiter. 

Cedric Scheffler wird erneut das Tor hüten.
Cedric Scheffler wird erneut das Tor hüten.

Schonnebeck, derzeit mit einem Zähler hinter den Arminen, musste im Heimspiel am Sonntag gegen Tabellenprimus Bocholt eine 0:1- Niederlage schlucken. Die bislang noch ungeschlagenen Kicker vom Hans-Wagner-Weg hingegen konnten in ihrem Heimspiel gegen die Sportfreunde Niederwenigern ein 0:2 in ein 2:2 drehen. „Da haben wir Moral bewiesen und gezeigt, dass man uns nie abschreiben darf“, weiß André Stange. Der hat in einer herausragend gut besetzten Schonnebecker Mannschaft, in der beispielsweise Ex-VfBKicker Marvin Höner dieFäden im Mittelfeld zieht, noch zwei besondere Stärken ausgemacht. „Die ohnehin schon starke Offensive der vergangenen Jahre hat durch die Zugänge von Dennis Wibbe und Marcel Schlomm noch einmal weiter an Qualität hinzu gewonnen. Die Kardinalsfrage für uns wird sein, ob wir diese beiden Angreifer in den Griff bekommen werden“, so der Sportliche Leiter der Arminen. Bei denen wird bedingt durch die Ausfälle der beiden Keeper Benedikt Kunert und Nils Keiser erneut Cedric Scheffler das Gehäuse hüten, der seine Sache mehr als ordentlich erledigt hatte. Für Philip Bauer und Robert Trimborn kommen die Einsätze nach ihren Verletzungen noch zu früh, Alex Ristau fehlt ebenfalls krankheitsbedingt. „Ich gehen davon aus, dass die Jungs auf den Punkt genau morgen um 19.30 Uhr Bock haben Fußball zu spielen. Die Truppe ist von unserem Trainer Michael Lorenz bestens eingestellt, er wird wie immer die richtigen Worte finden. Um 21.15 Uhr wissen wir, wo wir in dieser Liga stehen“, sagt André Stange.

Anstoß: 19.30 Uhr

 

Duisburger SV 1900 (9.) - Sterkrade-Nord (4.)

Wer hätte das noch vor wenigen Wochen gedacht? Im vierten Spiel kann der Aufsteiger Sterkrade-Nord aus Schmachtendorf ganz nah an Platz eins heranrücken. Auch, wenn es dafür ein überragendes Spiel, Schützenhilfe und etwas Glück benötigt. Kein Wunder also, dass Cheftrainer Lars Mühlbauer vor der heutigen Partie tief stapelt. „Ach, da schauen wir gar nicht drauf. Wir haben den ersten Abstiegsplatz im Blick. Wenn wir drei Spieltage vor Schluss immer noch da stehen, wo wir jetzt stehen, dann können wir uns noch einmal über einen möglichen Aufstieg unterhalten. Aber bis dahin lasse ich mich nicht aus der Reserve locken.“

Trainer Lars Mühlbauer. Foto: Sterkrade-Nord
Trainer Lars Mühlbauer. Foto: Sterkrade-Nord

Mühlbauer selbst schafft es wohl so gerade eben noch zu dem Nachholspiel in Duisburg. Beruflich weilt er in Hamm, nimmt heute Abend dann aber wohl die Überholspur. Wie sein Team. Das trifft auf einen – laut Mühlbauer – wiedererstarkten Gegner. „Die Duisburger dürften im Aufwind sein. Sie haben zuletzt auswärts mit 2:0 bei Hamborn gewonnen“, warnt der Gäste-Trainer, der wieder einmal (natürlich) bestens informiert ist über den nächsten Gegner. „Ich lasse die Gegner ja immer beobachten. Duisburg ist vor allem über die Flügel, gerade in der Offensive sehr stark. Da müssen wir hellwach sein“, so Mühlbauer weiter, der abermals tief stapelt und wie schon vor dem letzten 1:0-Sieg sich sehr bescheiden gibt. „Wenn wir heute Abend einen Punkt mitnehmen, bin ich vollkommen zufrieden. Dafür müssen wir uns aber auch wieder ordentlich strecken und mindestens dieselbe Leistung abrufen, wie auch zuletzt.“ Doch der Nordler Chef will sich auch nicht komplett verstecken. „Wenn wir diese Leistung dann erneut abrufen können, dann bin ich mir auch sicher, dass wir diesen einen Punkt mitnehmen werden.“ 

   Verzichten müssen die Oberhausener weiter auf Luis Mattern. Der Jungspund befindet sich aber nach seiner monatelangen Verletzung aber immerhin wieder im Lauftraining und soll wahrscheinlich nächste Woche ins Mannschaftstraining einsteigen. Kurzfristig hat auch Timm Wüsten am Donnerstagvormittag noch absagen müssen und gesellt sich somit zu den anderen Ausfällen, zu denen auch seit einigen Tagen Mike „Ratte“ Ratkowski zählt. „Ratte“ zog sich einen Kreuzbandriss zu und wird mindestens ein halbes Jahr ausfallen. „Mir tut es unglaublich leid für ihn. Aber er wird zurückkommen, davon bin ich überzeugt. Nun müssen andere in die Bresche springen und seine Rolle übernehmen. Aber ich bin mir auch sicher, dass die Mannschaft das gemeinsam kann“, so Mühlbauer, der sich freut, erstmals in dieser Saison den RWO-Neuzugang Alexander Ripkens im Kader begrüßen zu dürfen. Ripkens war lange verletzt und soll beim Landesligisten wieder Spielpraxis sammeln. Eine starke Alternative für den Defensivbereich. Der wird heute Abend sicherlich erneut gefordert sein. Doch bei erst zwei Gegentreffern muss sich Mühlbauer wohl hier nicht die größten Sorgen machen.

Anstoß: 19.30 Uhr

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