Nichts zu holen für Nord und die Arminia

Kein erfolgreicher Abend für die Oberhausener Landesliga-Teams, die am Donnerstag in Nachholspielen antreten mussten. Mit einer deutlichen Niederlage im Gepäck mussten die Kicker von Sterkrade Nord die Heimreise aus Duisburg antreten. Und auch für die Arminen aus Klosterhardt gab es in Schonnebeck nichts zu holen. Dafür aber einen Gegentreffer, der Arminias Sportlichem Leiter André Stange selbst noch nach dem Schlusspfiff den Mund offen stehen ließ ob der Slapstick-Einlage des eigenen Keepers.

Landesliga Niederrhein

3. Spieltag / Nachholspiele

Donnerstag, 19. September

Schonnebeck - Arminia Klosterhardt 2:0 (1:0)

„Nach dem Schlusspfiff werden wir wissen, wo wir stehen“, sagte Arminias Sportlicher Leiter André Stange - nach dem Spiel ordnete der Oberhausener dann sofort ein: „Schonnebeck war genau diese zwei Tore besser als wir, das muss man unumwunden zugeben. Das ist eine abgeklärte Landesliga-Truppe. Bei uns wird man in den kommenden Wochen sehen, wohin die Reise geht“, so Stange, der nach dem Schlusspfiff und der damit einhergehenden 0:2-Niederlage seine Gefühle noch nicht richtig deuten konnte. War es Enttäuschung? Oder etwa Wut?

Carsten Weißert hatte die beste Möglichkeit für die Arminen.
Carsten Weißert hatte die beste Möglichkeit für die Arminen.

Die Szene des Spiels, vielleicht sogar die entscheidende, sie trug sich schon früh in der Partie zu. Fünf Minuten waren absolviert, die erste Chance der Partie wurde auf Seiten der Klosterhardter verbucht, als Carsten Weißert nur knapp am Schonnebecker Gehäuse vorbeizog, als Arminias Keeper Cedric Scheffler sowie Schonnebecks Angreifer Volkan Yerek für eine unfreiwillige Slapstick-Einlage sorgten. Nach einem vermeintlichen Foulspiel am Arminen-Torsteher gingen beide Kicker von einem Freistoß-Pfiff des Unparteiischen aus, Scheffler ließ das Leder zum Freistoß aus den Händen, Yerek hielt gewissenhaft Abstand - nur: den Pfiff hatte es nicht gegeben. Aufgefallen war dies den Schonnebecker Zuschauern, die lautstark ihren Angreifer aufforderten den Ball ins Netz zu kicken. Gesagt, getan: 0:1 aus Arminen-Sicht. „Da bist Du kaum an Deinem Platz, hast nichtmals Deine Stadionwurst ganz aufgegessen, da kannst Du schon wieder nach Hause fahren. Ich dachte ich sehe Pleiten, Pech und Pannen“, konnte André Stange nur mit dem Kopf schütteln. Danach aber ließen die Klosterhardter ein Aufbäumen vermissen. Keine Aggressivität, kein Zug zum gegnerischen Tor. „Ich will bestimmt keine Führungsspieler-Diskussion entfachen, aber heute haben mir einfach ein paar dieser Spieler in unseren Reihen gefehlt, die Schaum vor dem Mund haben und diesen üblen Rückstand mit aller Macht egalisieren wollen und alle mitreißen“, vermisste Stange einen oder mehrere „Typen“ in den Oberhausener Reihen. Zwar sollten die Schützlinge von Trainer Michael Lorenz in Abschnitt zwei besser ins Spiel kommen, doch zwingendes sprang nicht dabei heraus, im Gegenteil, zwanzig Minuten vor dem verpuffte die Sturm und Drang-Phase der Arminen - quittiert mit dem zweiten Treffer der Gastgeber zum Endstand. „Das ist schade, wir haben uns generell doch etwas mehr erwartet. Ich hoffe, dass die Mannschaft am Sonntag eine Reaktion zeigen wird“, so Stange.

Tore: 1:0 (5.), 2:0 (78.)

 

Duisburger SV 1900 - Sterkrade-Nord 4:1 (3:1)

Rückschlag für Sterkrade-Nord! Im Nachholspiel verlor die Mühlbauer-Elf deutlich und am Ende auch verdient, wie der Cheftrainer der Gäste selber zugab. „Auch in der Höhe haben wir verdient verloren. Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir nicht mehr viel zustande gebracht“, nahm Lars Mühlbauer kein Blatt vor dem Mund, der sich aber sogleich vor seine Mannschaft stellte. „Kritik wird nur intern fallen, ansonsten halte ich die Hand schützend über meine Mannschaft. Ich will ihr für heute nicht den Willen absprechen, aber wenn wir nicht immer 100 Prozent geben, dann wird es schwierig.“ 

   Dabei war seine Mannschaft direkt auf 100 Prozent vom Start weg. Adin Alagic brachte die „Schmachtendorfer“ sogar ganz früh in Führung (6.). „Wir haben die ersten 20 Minuten auch richtig stark gespielt, haben es da aber versäumt nachzulegen. Wir hatten richtig gute Chancen, ehe wir Duisburg eingeladen haben.“ Mühlbauer sprach von „zwei Geschenken“, die zum 1:1 und 2:1 führten. „Danach hat man gemerkt, dass wir Probleme bekommen haben. Gerade, wenn wir das Spiel selbst machen müssen.“ So war die Hoffnung zwar noch da, das 1:3 nach der Halbzeit ausgleichen zu können. Doch die schwand ob der Leistung der Nordler und auch natürlich der der Duisburger, die in Mustafa Öztürk ihren Matchwinner hatten. Der Duisburger knipste heute Abend dreimal. Mit dem Heimsieg zogen die Gastgeber an Sterkrade-Nord in der Tabelle nun vorbei. „Die Niederlage ist jetzt kein Beinbruch, wir wussten ja, dass es nicht so weitergehen wird, wie bisher. Wir können das aber realistisch einschätzen, und so wie wir es vorher nicht überbewertet haben, werden wir diesen Rückschlag auch nicht überbewerten“, mahnte Mühlbauer zur Ruhe. „Jetzt sind alle wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen, was vielleicht auch hilft.“ Sollte es auch, denn schon am Sonntag wartet der nächste dicke Brocken. Schonnebeck stellt sich dann an der Lütticher Straße vor, das bekanntermaßen heute Arminia Klosterhardt mit 2:0 schlug. Eine Vorschau auf dieses Spiel erscheint bereits morgen Nachmittag hier bei Auf’m Platz.

Tore: 0:1 Adin Alagic (6.), 1:1 (18.), 1:2 (20.), 1:3 (31.), 1:4 (51.)

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