Fortuna scheitert, Rhenania knapp weiter

Am heutigen Donnerstagabend fanden die Partien elf bis 15 der zweiten Pokalrunde auf Kreisebene statt. Das Duell Dostlukspor gegen Arminia Klosterhardt findet erst im Oktober statt. Sie machen das letzte Ticket für das Achtelfinale unter sich aus. Nicht mit dabei sein, wird der Bezirksligist SV Fortuna Bottrop. Gegen Glück-Auf Sterkrade gab es eine nicht unverdiente Niederlage. Eine weitere und noch größere überraschung hätte es fast am John-Lennon-Platz gegeben. Dort sicherte sich der Landesligist SV Rhenania erst in der 119. Minute das Weiterkommen gegen den B-Ligisten Adler Oberhausen.

Kreispokal - 2. Runde

Arminia Lirich (Kreisliga A) - SF Königshardt (Bezirksliga) 1:6 (1:3)

Anders als auf der Platzanlage von Glück-Auf Sterkrade gab es an Duisburgerstrasse keine Überraschung. Der fünfte der Bezirksliga, SF Königshardt, wurde seiner Favoritenrolle völlig gerecht und setzte sich souverän gegen den siebten der Kreisliga A, Arminia Lirich, durch.

   Die in der Liga noch ungeschlagenen Gäste legten wie die Feuerwehr los und sorgten bereits nach zehn Minuten für die Vorentscheidung. Julian Rosenau und David Mertesacker waren nach vier beziehungsweise neun Minuten zur Stelle. Zwar kamen die Hausherren Mitte der ersten 45 Minuten noch zum Anschlusstreffer, doch Julian Rosenau stellte kurz vor dem Pausenpfiff den alten Abstand wieder her.

Raus aus der Kabine dauerte es bis zur 75. Minute bis es wieder Tor bejubelt werden durfte. Zu Ungunsten der Liricher war es erneut der eigene Keeper der hinter sich greifen musste. Und das Ganze noch dreimal. David Schloss, Nurtekin Bulut und Yasin Meziroglu machten das halbe Dutzend voll. Im Achtelfinale trifft die Wißel-Elf auf den B-Ligisten TuS Buschhausen, die sich mit 3:1 gegen Post Oberhausen durchsetzten.

   Während Arminia-Trainer Christian Kinowski am späten Abend für die Auf’m-Platz Redaktion nicht mehr zu erreichen war, war die Laune bei Dirk Wißel natürlich sehr gut: „Das haben die Jungs sehr gut gemacht. Anders als in der Liga haben wir uns heute keine Nachlässigkeiten erlaubt. Wir waren die kompletten 90 Minuten voll konzentriert. Der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung. Ein großes Lob auch an Lirich, die heute fair gespielt haben und sich nicht aufgegeben haben.“

Tore: 0:1/1:3 Julian Rosenau (4./43.), 0:2 David Mertesacker (9.), 1:2, 1:4 David Schoss (75.), 1:5 Nurtekin Bulut (80.), 1:6 Yasin Meziroglu (87.)

 

SG Osterfeld (Kreisliga A) - SC 1912 Buschhausen (Kreisliga A) 0:3 (0:1)

Das ligainterne Duell zwischen der SG Osterfeld und dem SC Buschhausen 1912 fand einen klaren Sieger. Der Tabellenzweite der Kreisliga, das Team von Trainer Andre Nowak, siegte am Ende mit 3:0 und zog damit das Ticket für die dritte Runde im Kreispokal.

   „Wir haben heute keinen Fußball gespielt“, konstatierte Nowak trotz des deutlichen Erfolges und lieferte gleich eine mögliche Erklärung dafür ab: „Die Mannschaft hat so noch nie zusammengespielt. Es haben viele aufgrund von Arbeit, Urlaub oder Verletzung gefehlt. Außerdem haben wir eine Systemänderung vorgenommen.“ Angesichts dieser Fakten habe es der SC dann aber sehr gut gelöst. Bereits nach fünf Minuten brachte Daniel Neiß die Buschhausener auf die Siegerstraße. Mit dem 1:0 im Rücken ging es auch in die Halbzeitpause. In den zweiten 45 Minuten sorgten die SC'ler Peter Samp und Tim Coers mit ihren Toren für die Entscheidung in diesem Spiel, nachdem zuvor der Osterfelder Akteur Daniel Schneider mit gelb-rot frühzeitig zum Duschen geschickt wurde. Am Ende stand ein deutlicher 3:0-Erfolg für den SC zu Buche. „Ich denke, dass der Sieg in Ordnung geht“, so Andre Nowak. Osterfelds sportlicher Reimar Basenau sah es ein wenig anders: „Heute hat die bessere Mannschaft verloren. Wir hatten sechs bis sieben gute Torchancen, doch das ist zurzeit unser Manko: Das Toreschießen“. Auf Osterfelder Seite musste heute mit Julian Mali sogar ein Feldspieler ins Tor, da sowohl Robin Bakos als auch Kai Kühn nicht zur Verfügung standen. „Julian hat seine Sache dafür ganz gut gemacht“, so Basenau.

Tore: 0:1 Daniel Neiß (5.), 0:2 Peter Samp (76.), 0:3 Tim Coers (83.)

Bes. Vorkommnis: Gelb-rote Karte Daniel Schneider (SG Osterfeld/75.)

 

GA Sterkrade (Kreisliga A) – SV Fortuna Bottrop (Bezirksliga) 3:1 (0:1)

Und der nächste Favoritensturz. Nach RSV Klosterhardt, VfR Ebel und VfR 08 Oberhausen scheiterte am heutigen Abend nun das nächste Team bei einem unterklassigen Verein. Aber das völlig zu recht. Während die Fortunen in der Aufstiegssaison die Oberhausener noch mit 4:0 und 5:0 vom Platz fegten, biss man sich man heute allerdings die Zähne aus. Und es war auch nicht so, dass die Sterkrader 90 Minuten hinten drin standen und auf Konter lauerten. Ganz im Gegenteil. Der A-Ligist spielte munter mit und sorgte dafür, dass ein Klassenunterschied gar nicht zu sehen war.

   Bei den Bottropern gab es im Vergleich zum Ligaspiel einige Wechsel. Coach Hoffmann brachte unter anderen mit Adrian Reiß und Felix Schürmann zwei junge Leute aus der Zweitvertretung. Und im Gegensatz zur den bisherigen Meisterschaftsspielen legten die Fortunen von Beginn an gut los. Wesley Bakalorz hatte in den Anfangsminuten die Führung auf dem Fuß, traf aber nur den heraus eilenden Keeper. Nach zehn dominierenden Minuten verflachte das Spielgeschehen und es entwickelte sich eine offene Partie. In den Schlussminuten der ersten Hälfte waren die Gäste dann wieder aktiver. Zunächst schlenzte Christopher Horstmann nach einem Solo über die linke Außenbahn den Ball nur knapp am Tor vorbei. Doch nur vier Minuten später klingelte es dann doch im Kasten der Hausherren. Niklas Bosse war nach einer Ecke per Kopf zur Stelle und sorgte so für die Führung der Fortunen.

   In der Kabine muss Glück-Auf-Coach Michael Buhlmann dann die richtigen Worte gefunden haben. Denn seine Elf kam zurück aufs Feld und sorgte gleich für lange Gesichter beim Bezirksligisten. Julian Hornig mit einem schönen Pass aus dem Mittelfeld auf den freistehenden Sven Obmann, der keine Probleme hatte und den Ball zum 1:1 versenkte. Die Bottroper waren wie paralysiert und wussten nicht mit der Situation beziehungsweise den gut aufspielenden Oberhausenern umzugehen. Acht Minuten später sorgte das Duo Hornig/Obmann, die normalerweise in der Reserve spielen, für die verdiente Führung. Es waren die gleichen Szenen wie beim Ausgleich. Pass aus dem Mittelfeld, Obmann steht völlig Blank, die Führung. Die wenigen mitgereisten Zuschauer erwarteten jetzt eine Trotzreaktion des Bezirksligisten, doch die blieb aus. Zwar hatte man mehr Spielanteile, doch gelungene Offensivaktionen blieben aus. In der 92. Minute kam dann das endgültige K.O. für die Fortuna. Glück-Auf fing den Ball ab und markierte bei einem Konter in Überzahl gegen die offensiv aufgerückten Bottroper das 3:1. Torschütze war Karl Hohenstein.

   Am Ende war es ein verdienter Sieg für den Gastgeber, der in Runde Drei auf Sterkrade 72 trifft. Für Coach Michael Buhlmann gleich doppelter Grund zu Freude: „Da können wir uns gleich für die Niederlage in der Meisterschaft revanchieren. Ich muss meinem Team ein Kompliment machen. Wir waren in Halbzeit Eins sehr stabil und standen hinten gut und nach der Pause haben wir dann auch gut gespielt. Ich hoffe, dass wir diesen Sieg beziehungsweise diese Euphorie nun mit in die Meisterschaft übertragen können. Vielen Dank noch einmal an die Jungs aus der Zweiten, die heute bei uns ausgeholfen haben.“

   Fortunen-Trainer Marco Hoffmann war nicht glücklich über die Niederlage, vollkommen enttäuscht war er aber auch nicht: „Die Niederlagen gegen Osterfeld und Dostlukspor waren sehr ärgerlich. Denn da haben wir alles gegeben. Die Pleite heute müssen wir akzeptieren. Aber wenn du keine Gegenwehr zeigst, dann muss man sich auch nicht wundern. Sterkrade hat in acht Minuten den Spieß umgedreht. Vielleicht waren sich heute ein paar Spieler zu sicher. „ Als erste Reaktion strich Hoffmann den morgigen freien Tag und bittet seine Spieler zum Training.

Tore: 0:1 Niklas Bossek (45.), 1:1/2:1 Sven Oymann (46./53.), 3:1 Karl Hohenstein (92.)

 

Adler Oberhausen (Kreisliga B) - SV Rhenania (Landesliga) 3:4 n.V. (3:3, 0:2)

„Wir haben uns heute wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert“, gab Ralf van Niersen, der heute den SVR coachte und damit Oliver Dirr vertrat, zu Protokoll. Die Rhenanen sind dabei mit einer Mischmannschaft aus erster und zweiter Mannschaft zum Oberhausener B-Ligisten Adler Oberhausen gereist. „Am Anfang hat das gut funktioniert“, so van Niersen. Denn dank der Treffer von Lucas Müntjes und Ismail Tcha Zodi führte der SV Rhenania zur Pause mit 2:0. Zehn Minuten nach Anpfiff der zweiten 45 Minuten war erneut Tcha Zodi zur Stelle und der Torjäger erhöhte auf 3:0. „Dann haben wir aber nur noch Lari-Fari gespielt“, ärgerte sich van Niersen, dessen Team dafür bestraft wurde. Durch einen Strafstoß konnte Adler Oberhausen in der 63. Minute auf 1:3 verkürzen. „Das war ein geschenkter Elfmeter“, so Rhenanias Trainer. In der 78. Minute wurde es dann noch mal richtig spannend. Denn der Oberhausener B-Ligist traf zum 2:3. „Dann spürte man die Verunsicherung“, musste auch van Niersen zugeben. Sieben Minuten vor dem Ende machte Adler Oberhausen das wahr, was nach 56 Minuten keiner mehr für möglich gehalten hatte: Die Hausherren trafen zum 3:3. „Wir haben den Ball nicht richtig wegbekommen und kriegen dann den Ausgleich“, so van Niersen, der die Leistung der Adler anerkannte: „Die Jungs haben gekämpft und geackert.“ Somit zwang Adler Oberhausen den SV Rhenania in die Verlängerung, in der die Gäste „zwei 100 prozentige Chancen hatten“, wie van Niersen erklärte. Eine davon vergab Arthur Wcislo, der frei vor dem Tor drüber schoss. Je länger die Verlängerung dauerte, desto mehr roch es nach Elfmeterschießen. Doch kurz vor dem Abpfiff erlöste Robin Müller seine Farben. Nach einer Ecke traf er zum 4:3 für den SVR. Kurze Zeit später beendete der Unparteiische die Partie und der SV Rhenania stand somit als Sieger fest. „Wir müssen jetzt einfach den Mund abwischen. Wir sind eine Runde und das zählt. Wichtig war, dass sich keiner verletzt hat und keiner vom Platz geflogen ist“, resümierte Ralf van Niersen.

Tore: 0:1 Lucas Müntjes (31.), 0:2/0:3 Ismail Tcha Zodi (39./56.), 1:3 (63./Elfmeter), 2:3 (78.), 3:3 (83.), 3:4 Robin Müller (119.)

 

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Kommentare: 10
  • #1

    latte (Freitag, 20 September 2013 07:14)

    Toll rhenania gluckwnsch zum sieg werden dies jahr nicht viele sein.b klasse truppe

  • #2

    kenner (Freitag, 20 September 2013 09:12)

    Ich weiss nicht warum alle Spieler der zweiten einsetzen die sind für Sonntag in der zweiten gespert

  • #3

    fan Rhenania (Freitag, 20 September 2013 09:14)

    jawohl der svr ist wieder da !!!!....jetzt werden in der Liga die Punkte geholt!Die Aufholjagd kann beginnen.....nur der svr

  • #4

    Friedhelm (Freitag, 20 September 2013 10:14)

    Schade SGO - Mali im Tor? Sucht endlich nach einem Stürmer.

  • #5

    Hoschi (Freitag, 20 September 2013 10:53)

    Ich habe mir gestern Lirich gegen Königshardt angesehen. Ich muss sagen, BWO zieht euch warm an. Der Aufstieg ist noch nicht vergeben. Die Königshardter sind für mich der Favorit.

  • #6

    An (Freitag, 20 September 2013 14:21)

    FooooooooortuuuuunnnnHAHAHAHAHA 3-1

  • #7

    LIRICHER (Freitag, 20 September 2013 18:02)


    Z u "HOSCHI" Du kannst doch nicht im ernst BWO mit Arminia vergleichen.

  • #8

    Hoschi (Freitag, 20 September 2013 21:36)

    Nein, das mach ich nicht. Aber 6-1 muss man auch erstmal gewinnen. Bwo hat gegen Sterkrade 06 ja nicht gerade soverän gespielt.

  • #9

    Zu Kenner (2) (Freitag, 20 September 2013 22:09)

    Du bist echt vom Fach, Pokal spiele zählen wie Freundschaftsspiele, dass heißt die dürfen ohne weiters Sonntag wieder in der 2. spielen. Ausgenommen sind rote Karte die Zählen auch fuer Pokal und andersrum. So und jetzt grübel weiter :):):)

  • #10

    Rainer D. (Samstag, 21 September 2013 10:23)

    Der Liricher hat Recht !
    Arminia ist besser !!!!