TBO gelingt Überraschung

Gleich fünf Partien standen am heutigen Mittwoch in der zweiten Runde des Kreispokals auf dem Programm. Während sich Fortuna Alstaden und Adler Osterfeld im Scheibenschießen übten, gelang dem B-Ligisten TB Oberhausen eine Überraschung. Der SC 20 Oberhausen tat sich beim SV 1911 verdammt schwer, konnte aber letzten Endes doch die dritte Runde erreichen.

Kreispokal - 2. Runde

Fortuna Alstaden (Kreisliga A) - SV Adler Osterfeld (Bezirksliga) 5:8 (2:5)

Der Bezirksligist Adler Osterfeld war am heutigen Mittwochabend in der zweiten Kreispokalrunde bei Fortuna Alstaden zu Gast. Gegen den A-Ligisten waren die Osterfelder favorisiert und hatten sich vorgenommen in die nächste Runde einzuziehen. Alstaden hingegen wollte sich nicht so leicht geschlagen geben und die Adler möglichst lange ärgern.

   In einer extrem torreichen Partie setzte sich der Bezirksligist letztlich durch. Mit 8:5 gewann Adler Osterfeld bei der Alstadener Fortuna. „Wir haben größtenteils die Ergänzungsspieler und Leute aus der 2. Mannschaft spielen lassen. Es war ein Pokalspiel, wir haben gewonnen und sind eine Runde weiter. Ich bin zufrieden“, meinte Udo Hauner, Trainer von Adler Osterfeld nach dem Spiel. Auch sein Gegenüber Yusuf Kuecuek war mit dem Auftritt seiner Schützlinge nicht unzufrieden: „Es war ein gutes Spiel, wir haben uns gut verkauft. Insgesamt bin ich zufrieden.“

   Bereits nach 22 Minuten lag der Favorit aus Osterfeld mit 3:0 vorne. Zweimal Emrah Durdu und einmal Tobias Hauner hatten für die Führung der Gäste gesorgt. Quasi im Minutentakt fielen dann die Tore: Erst verkürzte Ömer Ceylan, dann traf erneut Hauner zum 4:1, ehe Ceylan seinen Doppelpack schnürte und auf 4:2 stellte. Kurz vor der Halbzeitpause machte Abdelaziz Boukdir noch das 5:2 für die Adler. Nach dem Seitenwechsel kam Fortuna Alstaden nochmal heran. Ein Doppelpack von Mehmet Cesur bedeutete den 5:4-Zwischenstand. Doch Osterfeld schaltete daraufhin wieder einen Gang höher und schraubte die Führung durch Tore von Ahmet Rafuna und Mehmet Kafli auf 7:4 hoch. Auch auf den fünften Treffer von Alstaden durch Sahin Urtenur hatte Adler eine Antwort. Zwei Minuten vor dem Abpfiff setzte Abdelaziz Boukdir mit dem 8:5 den Schlusspunkt.

Tore: 0:1/0:2 Emrah Durdu (9./18.), 0:3 Tobias Hauner (22.), 1:3 Ömer Ceylan (26.), 1:4 Tobias Hauner (27.), 2:4 Ömer Ceylan (29.), 2:5 Abdelaziz Boukdir (42.), 3:5/4:5 Mehmet Cesur (61./72.), 4:6 Ahmet Rafuna (75.), 4:7 Mehmet Kafli (79.), 5:7 Sahin Urtenur (82.), 5:8 Abdelaziz Boukdir (88.)

 

SC Viktoria (Kreisliga B) - GW Holten (Bezirksliga) 2:4 (0:2)

"Wir sind heute mit dem letzten Aufgebot angetreten und mussten auf Spieler der zweiten Mannschaft zurückgreifen. Die Jungs haben alles gegeben", konstatierte Matthias Pech, Trainer des SC Viktoria, der selbst heute beruflich verhindert war, aber durch seinen Vertreter Dieter Stauvermann informiert wurde. Aber auch die Gäste aus Oberhausen mussten personell gebeutelt antreten: "Verletzungs- und arbeitsbedingt haben viele gefehlt", erklärte Holtens Trainer Giuseppe Gambio. 

   Der Bezirksligist schien dies aber besser zu verkraften: Bereits nach 25 Minuten führten die Gäste dank der Treffer von Efe Cetin und Dennis Lendl mit 2:0, was zugleich den Halbzeitstand darstellte. In Durchgang Zwei erhöhte der Favorit schnell auf 4:0. Torschützen waren erneut Cetin und Lendl, die damit beide ihren Doppelpack schnürten. "Dann haben wir das nicht richtig runtergespielt", ärgerte sich Gambino ein wenig in Hinblick auf die beiden Treffer der Hausherren. Denn der SC Viktoria konnte durch Kenan Türkü und Hayri Yilmaz noch auf 2:4 verkürzen. Doch zu viel mehr sollte es nicht reichen. "Ich bin stolz auf die Truppe. Die Moral stimmte. Das ist keine Schande gegen einen Bezirksligisten so auszuscheiden", resümierte Matthias Pech. Holtens Trainer Giuseppe Gambino zog folgendes Fazit: "Mit dem Weiterkommen bin ich natürlich zufrieden. Aber es wartet noch viel Arbeit auf uns. Ein Sonderlob geht an unseren eigentlichen Torhüter Kevin Strauch, der heute wegen der vielen Ausfälle auf dem Feld ran durfte."

Tore: 0:1/0:3 Efe Cetin (13./60.), 0:2/0:4 Dennis Lendl (24./69.), 1:4 Kenan Türkü (74.), 2:4 Hayri Yilmaz (78.)

 

SV 1911 (Kreisliga B) - SC 20 Oberhausen (Bezirksliga) 4:6 n.E. (2:2)

Es war ein spannendes Pokalspiel im Eigen am Mittwochabend und es war wirklich alles dabei. „Wir haben ein Riesenspiel gemacht heute, gegen einen Bezirksligisten. Großes Lob an meine Mannschaft, das war klasse“, freute sich Ralf Quabeck, der Elfer Trainer. Sein Team fing gut an und so gingen sie nach zehn Minuten auch verdient durch Marcel Jelitto in Führung. „Ich ziehe den Hut vor dem Team. Wir haben eine hohe Laufbereitschaft gezeigt und konnten sogar mit dem Gegner mithalten“, so Quabeck weiter. Kampf, Wille und Einsatz waren die Mittel für die Eigener und sie führten durchaus zum Erfolg. Denn zehn Minuten nach der Führung erhöhten die Hausherren sogar auf 2:0. In der 20. Minute erzielte Kapitän Daniel Pietryszek das Tor. Zwar stellte der B-Ligist die Oberhausener vor einige Probleme, doch sie wachten im Laufe der ersten Hälfte noch auf. „Uns fehlen natürlich einige Leute und so hatte ich nur zwölf Mann im Kader. So schickte ich eine noch sehr junge Mannschaft auf das Feld“, erklärt SC 20 Trainer Michael Schneider. Die anfänglichen Schwierigkeiten waren behoben und nun übernahm der Favorit das Steuer. Sie sorgten noch vor der Pause wieder zum Gleichstand. Erkan Sevinc und Mirko Brands waren für die Gäste erfolgreich. Mit dem 2:2 ging es dann in die Kabine und auch nach dem Pausentee ließen die Mannschaften nicht nach. Es gab mehrere Chancen auf beiden Seiten, doch keiner der beiden nutze sie, um noch in der regulären Spielzeit das Weiterkommen klarzumachen. Einen Rückschlag erlitt SC 20, denn sie spielten die Verlängerung nur noch zu zehnt. Der Torschütze Erkan Sevinc musste nach einem Handspiel und Trikotziehen mit Gelb-Rot vom Platz. „Das ist ärgerlich. Uns fehlen sowieso schon Spieler und wenn uns dann noch welche durch so fahrlässige Undiszipliniertheiten ausfallen, nervt es“, zeigte sich Schneider. Die zweite Hälfte verlief torlos ebenso so wie die kampfbetonte und von der Spannung lebende Verlängerung. Auch in den 30 Zusatzminuten schafften es die Teams nicht ein weiteres Tor zu erzielen. Es also ins Elfmeterschießen: Dort konnte der Oberhausener Keeper Alexander Gbür zwei Bälle parieren. Alle anderen Schützen waren vom Punkt erfolgreich und so sicherten sich die Favoriten von SC 20 das Weiterkommen. Nach dem spannenden Spiel mit dem Elfmeterschießen als Höhepunkt zeigt sich Quabeck weiter zufrieden: „Wir haben gut gespielt und hätten mit ein wenig Glück auch weiterkommen können. So hoffe ich, dass wir alle etwas aus dem Abend mitgenommen haben und erfolgreich das Spiel am Wochenende bestreiten können.“ Auch SC 20-Trainer Schneider dent sofort weiter: „Es hakt halt noch an einigen Ecken. Wir haben uns heute echt schwer getan und freuen uns über das Erreichen der nächsten Runde. Am Wochenende sind dann hoffentlich wieder alle Spieler fit, denn ein zwölf Mann-Kader ist einfach zu klein.“

Tore: 1:0 Marcel Jelitto (10.), 2:0 Daniel Pietryszek (20.), 2:1 Erkan Sevinc (34.), 2:2 Mirko Brands (42.)

Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte für Erkan Sevinc (nach wiederholtem Foulspiel), Alexander Gbür hält im Elfmeterschießen zwei Elfmeter

 

TSV Safakspor (Kreisliga A) - FC Sterkrade 72 (Kreisliga A) 3:4  (1:0)

Spannend und am Ende auch knapp war es in der Partie zwischen den beiden Kreisliga A Mannschaften Safakspor Oberhausen und Sterkrade 72. Am Ende konnte sich der frischgebackene Aufsteiger 72 durchsetzten und sich für die nächste Runde des Kreispokals qualifizieren. Doch die Anfangsphase geht an die Hausherren: „Wir haben die ersten 15-20 Minute verpennt“, so 72-Cheftrainer Ahmed Mohamad. Folgerichtig ging Safakspor Oberhausen dann in der 10. Spielminute mit 1:0 in Führung. Doch nach der Führung konnte sich die Gäste wieder „fangen“ und kamen immer mehr ins Spiel. So wurde den Gastgebern keine Chancen mehr geboten die Führung auszubauen, selbst ausgleichen konnten die 72er allerdings auch nicht und somit blieb es zur Halbzeitpause beim knappen Stand von 1:0.

   „In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel dann in die Hand genommen“, so Mohamad. Galed Mohamad war es, der in der 53. Minute die Gäste wieder ins Spiel brachte und zum 1:1-Ausgleich traf. Nur acht Minuten später setzte Mannschaftskapitän Mourad Ouldaly noch einen drauf und drehte somit das Spiel. Den Spielverlauf bestimmten immer mehr die Gäste doch einige Unsicherheiten waren noch im Spiel zu sehen: „Da waren schon noch einige Fehlpässe“, verriet Mohamad. Die Freude über die Führung war nur von kurzer Dauer denn nur acht Minuten später konnten die Gäste wieder ausgleichen und das Spiel wieder spannend machen. „In einem Pokalspiel ist immer Spannung“, analysierte Mohamad. Doch der Torjäger vom Dienst Mike Nörenberg konnte ein wenig Spannung rausnehmen und in der 70. Minute die Gäste wieder in Führung bringen.

   Die Schlussphase der Partie entwickelte sich sehr spannend. In der 83. Minute setzte Mustafa Gürdal noch einen drauf und baute die Führung auf 4:2 für die Gäste aus. Doch aufgegeben haben sich die Hausherren nicht und in der 88. Minute konnten die Gastgeber per Strafstoß noch mal auf 3:4 rankommen. Doch es war zu spät und die 72er brachten die knappe Führung über die Zeit und ziehen im Kreispokal eine Runde weiter. „Das ist natürlich ein knappes Ergebnis aber wir sind froh über den Sieg. Am Ende sind wir der verdiente Sieger und in der zweiten Halbzeit waren wir auch die bessere Mannschaft“, resümierte Mohamad. Der Trainer der Hausherren, Tan Basar, war für die Auf’m Platz-Redaktion nicht zu erreichen.

Tore: 1:0 (10.), 1:1 Galed Mohamad (53.), 1:2 Mourad Ouldaly (61.), 2:2 (69.), 2:3 Mike Nörenberg (70.), 2:4 Mustafa Gürdal (83.), 3:4 (88./Elfmeter)

 

TB Oberhausen (Kreisliga B) – VfR 08 Oberhausen (Bezirksliga) 2:0 (1:0)

Als Favorit ging der VfR 08 Oberhausen am Mittwochabend in die Partie bei TB Oberhausen. In der zweiten Runde des Kreispokals gastierte der Oberhausener Bezirksligisten beim B-Ligisten. Die Truppe von Trainer Thorsten Hamm wollte nach der 1:8-Pleite vom vergangenen Wochenende gegen SF Königshardt mal wieder gewinnen und in die dritte Runde einziehen. TB Oberhausen hingegen lauerte auf eine Überraschung.

   Turnerbund sollte die kleine Sensation gelingen. Mit 2:0 siegte man auf heimischem Geläuf gegen den VfR 08 Oberhausen. Dementsprechend glücklich zeigte sich Oliver Stolp von TB Oberhausen: „Natürlich sind wir zufrieden mit dem Ergebnis. Vom Einsatz und der Einstellung war das sehr gut von meiner Mannschaft. Ich weiß allerdings, dass unsere Jungs besseren Fußball spielen können.“ Sein Gegenüber Thorsten Hamm hingegen war enttäuscht: „Wenn man gegen eine B-Liga Mannschaft nicht gewinnt ist das natürlich ärgerlich. In den ersten 80 Minuten haben wir ganz schlecht gespielt und viel zu wenig Laufbereitschaft gezeigt. Dann gewinnst du solch ein Spiel auch nicht.“

   Nach etwas mehr als einer halben Stunde gingen die Gastgeber von Turnerbund mit 1:0 in Führung. Dennis Buil setzte einen Freistoß direkt in die Maschen und ließ seine Farben zum ersten Mal jubeln. Zwanzig Minuten nach dem Seitenwechsel musste der VfR 08 Oberhausen dann den nächsten Rückschlag hinnehmen. Ein Akteur der Gäste sah die gelb-rote Karte. Wenige Augenblicke vor dem Ende erhöhte David van Bruck noch auf 2:0 für TBO. Dabei blieb es.

Tore: 1:0 Dennis Buil (33.), 2:0 David van Bruck (83.)

Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte VfR 08 (65./Meckern)

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Kommentare: 7
  • #1

    Apache (Donnerstag, 19 September 2013 08:02)

    Das war unterste Schublade nach dem Spiel von dir.

  • #2

    Phil (Donnerstag, 19 September 2013 09:59)

    VFR ..was eine katastrophe...mannschaft totalausfall - trainer ohne plan...gegen b liga echt peinlich..

  • #3

    sc fan (Donnerstag, 19 September 2013 10:08)

    Der sc20 ist nur noch ein Witz jedes Spiel gelb rot oder rot da ist der Trainer mal gefragt so ein verhalten der Spieler ist traurig.

  • #4

    Tim (Donnerstag, 19 September 2013 12:36)

    VfR 08 wie soll das diese Saison noch weitergehen? Ja der TBO hat ne gute Truppe, aber die spielen 2 Ligen tiefer. Da habt ihr in der Bezirksliga nix zu suchen. Und der TBO ist für mich einer der Aufstiegsfavoriten in der Kreisliga b nachdem sie VFR 08 und Concordia aus dem Pokal geworfen haben

  • #5

    SC 20 (Donnerstag, 19 September 2013 13:02)

    Jetzt ist es doch genauso wie es vorher war!
    Sobald man nicht gewinnt sind alle anderen Schuld nur nicht man selbst.
    Und so kommt es, genau wie früher, zu zahlreichen Platzverweisen.

    Ich glaube, da kann jemand nicht verlieren.

  • #6

    Kloppo (Donnerstag, 19 September 2013 13:03)

    Was hat der Apache denn gemacht nach dem Spiel ?

  • #7

    liricha (Freitag, 20 September 2013 10:21)

    TBO hat ne super truppe!! Aber man muss sich mal 08 anschauen. leztes Jahr 4 Trainer, dieses jahr gakeiner (nur ein Kumpeltyp). Die Stürmer 0%Fittnes , Leistungsträger fehlen verlezt oder urlaup, die jungs die die qualität mitbringen sind nicht fit genug unt der rest hat einfach grad mal Kreisliga nivo, wenn überhaupt.