PSV überrascht im Pokal

Der C-Kreisligist PSV Oberhausen konnte am gestrigen Abend für einen echten Paukenschlag sorgen. Im Pokal gewannen die Oberhausener gegen den A-Ligisten VfR Ebel mit 4:0. Bereits nach zwei Minuten ging man mit 1:0 in Front und ließ im zweiten Spielabschnitt noch drei weitere Treffer folgen. Hier der Spielbericht vom PSV Oberhausen:

PSV Oberhausen – VfR Bottrop-Ebel 4:0 (1:0)

Im Pokal gibt es doch eigene Gesetze, das konnte der C-Ligist am Dienstagabend beim Flutlichtspielspiel eindrucksvoll gegen den klassenhöheren A-Ligisten aus der Nachbarstadt beweisen. Die Partie begann mit einem Paukenschlag; bereits in der zweiten Minute gingen die Hausherren in Führung. Eine scharf herein gegebene Flanke von Kai Sadlowski lenkte ein Bottroper ins eigene Netz zur viel bejubelten 1:0 Führung. In der Anfangsviertelstunde hatten sogar dann noch Jens Schräder und Manuel Rustici die Gelegenheit die Führung auszubauen. Der A-Ligist war griffig und dominant am Ball, aber die Leidenschaft mit der sich der PSV jedem Angriff und Schuss auf den eigenen Kasten entgegenwarf kompensierte die Bottroper Bemühungen hervorragend. Nach 30 Minuten hatten die Gäste dann ihre bis dahin beste Chance; nach einer Ecke torpedierte ein Stürmer aus Ebel mit einem Kopfball das Tor der Gastgeber. Zum Glück landete der Ball nur am Innenpfosten und konnte dann geklärt werden. Einige Minuten später versuchte Kai Sadlowski den weit vor seinem Tor stehenden Keeper zu überlisten; von der Mittellinie (!) landete der Ball nur knapp neben dem Tor. In der 38. Minute zappelte der Ball dann wieder im Netz der erstaunten Bottroper, aber aus unerfindlichen Gründen entschied der Schiedsrichter auf Abseits. Mit einer so nicht erwarteten Führung ging es dann bei Fritz Walter Wetter in die Kabinen. Während aus der Bottroper Kabine Donnergrollen zu hören war, schwor Coach Sven Nadolski ganz ruhig seinen Mannen weiter ein. Mit konsequenter Arbeit gegen die Angreifer und sicherer Manndeckung im eigenen Sechszehner sollten die schnellen Tempogegenstöße auch in der zweiten Halbzeit das probate Mittel zum Zweck bleiben.

   Direkt nach Wiederanpfiff erlief Stürmer Marc Merrettig einen Pass in die Spitze und schloss diesen Angriff noch mit einem Schuss direkt in die Arme des Keepers ab. Besser klappte es dann in der 52. Minute. Pierre Fischer lupfte den Ball vom Fuß eines Gegenspielers und schob den Ball durch die Schnittstelle der Bottroper Abwehr; dieses Mal war Marc eiskalt vorm Tor und netzte zum 2:0 ein. Während die Gäste sich noch schüttelten, schepperte es auch schon zum dritten Mal. Dieses Mal war es Mittelfeldmotor Manuel Rustici der vorm Tor den kühlen Kopf behielt und dem Keeper beim 3:0 keine Abwehrchance ließ. Nun schnupperte der Underdog wirklich an der kleinen Sensation. Es dauerte bis zur 60. Minute ehe man die erste Chance des A-Ligisten in der zweiten Halbzeit verzeichnen konnte, aber der Schuss landete neben dem von Dirk Kretschmann gehütete PSV Tor und stellte auch keine wirkliche Gefahr dar. Der direkte Gegenstoß, wieder fast im Vollsprint, bediente dann durch eine schnelle Kombination von Manuel und Kai den einlaufenden Pierre Fischer, der in der 62. Minute den, auch in dieser Höhe, völlig verdienten 4:0 Endstand herstellte. Die Gäste aus Ebel steckten trotzdem nie auf und spielten bis zum Ende nach vorne, wenn auch ohne Erfolg.

   Die Underdogs, die wie hervorragend abgerichtete Polizeihunde von Trainer Sven eingestellt waren, gewannen dieses Pokalspiel durch konsequente Arbeit gegen Ball und Gegner, gepaart mit Leidenschaft und schnellen Tempogegenstößen zogen sie verdient in die nächste Runde ein. Dort wartet mit Sterkrade Nord nun das nächste dicke Pfund.

 

Aufstellung

Dirk Kretschmann, Fabian Bruns, Sebastian Meiß, Patrick Helle, Marco Beorchia, Pierre Fischer, Kai-Timo Sadlowski (70. David Afonso Gil, Manuel Rustici, Marc Merrettig, Jens Schräder, Dennys Filz (80. Kevin Haberstroh)

Text: PSV

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Andreas Beinstingel (Freitag, 20 September 2013 08:45)

    Sorry, im Text fehlt leider ein Halbsatz. Das dritte Tor wurde mit kühlem Kopf und einem Hackentrick von Manuel Rustice vorbereitet; den Treffer zum 3:0 erzielte JENS SCHRÄDER