Wer oder was ist SG Kaprys?

In der aktuellen Meisterschaft nehmen gleich zwei Mannschaften des Vereins SG Kaprys am Spielbetrieb teil. Es ist die erste Saison im Kreis für den Verein mit dem interessanten Namen. Auch deswegen dürften sich in den vergangenen Tagen und Wochen viele gefragt haben: Wer oder was ist SG Kaprys? Die Antwort findet ihr natürlich hier bei uns, bei Auf'm Platz.

„Wir wollten einfach regelmäßig gegen den Ball treten“, erklärt Alexander Steffl, 2. Vorsitzender und aktives Gründungsmitglied der SG Kaprys, drei Jahre nach dem ersten Turnier. „Wir hatten so einen Kern aus fünf bis zehn Leuten, die regelmäßig in Käfigen und der Halle gespielt haben“, erzählt Steffl. Diese Leute sind immer noch am Ball und nehmen nun das Unterfangen Kreisliga in Angriff.

SG Kaprys Vorstand (v.l.n.r.): Alexander Steffl (Kaprys Gründer/2. Vorsitzender), Dennis Kleine-Natrop (1. Vorsitzender), Fabian Tittgen (Schatzmeister), Hendrik Wilken (sportlicher Leiter) und Geronimo Köllner (Schriftführer).
SG Kaprys Vorstand (v.l.n.r.): Alexander Steffl (Kaprys Gründer/2. Vorsitzender), Dennis Kleine-Natrop (1. Vorsitzender), Fabian Tittgen (Schatzmeister), Hendrik Wilken (sportlicher Leiter) und Geronimo Köllner (Schriftführer).

„Damals hatten wir nur die Nase voll immer gegeneinander zu spielen und haben uns auf Hallenturnieren mit anderen Mannschaften gemessen.“ Ein erster Sieg sprang in der Sporthalle der GSO beim Turnier der BKV-Mannschaft Oberhausener-Löwen statt. „Damals hießen wir noch ‚Die Schnaffis’“, erinnert sich auch Trainer der ersten Mannschaft und Schriftführer des Vereins Geronimo Köllner. „Dann wurde das auch schnell eine relativ große Sache. Jeder kennt ja schließlich jemanden der gerne spielt aber vielleicht nicht mehr so viel trainieren kann und will. So hatten wir schnell 25 Leute beisammen, nur noch bei Turnieren mitzuspielen kam da nicht mehr in Frage“, so Steffl.

   Der nächste Schritt war schnell gemacht: „Wir kannten aus Schulzeiten und über ein paar Ecken ein paar Jung,s die im BKV, also im Betriebssport, in Mannschaften spielten. Da haben wir uns gedacht mit 25 Mann sollten wir doch eine Mannschaft gründen können.“ Gesagt getan, nur ein neuer Name musste her. „Wir haben eine ganze Reihe Polen in unserer Mannschaft und weil Kaprys so was wie Humor und Laune bedeutet haben wir uns gedacht: das passt doch.“ Beim Eintritt in den BKV kam noch ein „Spielgemeinschaft“ hinzu und fertig war die SG Kaprys.

1. Mannschaft der SG Kaprys.
1. Mannschaft der SG Kaprys.

Die Saison im BKV durchlief ordentlich, aber mit einem kleinen Stotterstart. „Zum Auftakt haben wir mit Ach und Krach 1:1 gespielt, im Pokal war in der ersten Runde Schluss und unser Torwart brach sich in einem Vorbereitungsturnier die Rippen“, weiß Köllner noch. Doch auch ohne echten Torwart schwang sich die SG Kaprys zu einem der ärgsten Verfolger der beiden Spitzenteams BSG Dellerheide und SG Spiridon auf. „Die Jungs von Spiridon kannten wir gut, da hatten die Spiele eine besondere Brisanz“, erinnert sich auch Dennis Kleine-Natrop, 1. Vorsitzender der Kapryser, damals war er „nur“ Fan am Rande. Auch Fabian Tittgen, als Schatzmeister im Vorstand, damals für die SG Spiridon ein Torgarant kann sich noch genau erinnern: „In der Vorbereitung haben wir klar verloren, dafür in der Meisterschaft zwei Mal gewonnen, so dass wir am Ende Meister werden konnten.

   Doch auch für die meisten von Spiridon war nach der Saison das Kapitel BKV erstmal beendet. „Wir wollten eine neue Herausforderung und der dritte Titel in Serie war für mich und einige andere der richtige Moment um uns zu verabschieden. Dass die Jungs von der SG Kaprys ohnehin eine eigene Mannschaft stellen wollten, kam uns da natürlich gelegen. Wir kennen uns ja schon lange und waren uns sicher, dass wir mehr Mitspracherecht haben und nicht auseinandergepflückt werden“, so Tittgen. Das war auch für die „Ur-Kapryser“ ein Hauptgrund, warum ein neuer Verein ins Leben gerufen und sich keinem bestehenden angeschlossen wurde. „Wir haben ein paar Leute, die höher spielen könnten und wollten nicht, dass plötzlich die erste Mannschaft anklopft und sagt: wir wollen jetzt den und den“, ergänzt Steffl.

   Wie viel Arbeit auf einen Verein zu kommt, haben die vier aber trotzdem etwas unterschätzt. „Du musst dich auf einmal um alles kümmern und alles kostet Geld. Darüber macht man sich ja keine Gedanken wenn man nur Spieler ist“, geben Köllner und Kleine-Natrop zu. Als fünfter wurde Hendrik Wilken ins Vorstandsboot geholt. „Hendrik kennt sich in der Oberhausener Fußballszene aus und war von Anfang an Feuer und Flamme für den Verein, obwohl er selbst noch für den VfR die Schuhe schnürt“, erzählt Steffl. Gemeinsam standen Gespräche mit dem Stadtsportbund und der Stadt Oberhausen an. „Wir mussten ja einen Platz und Trainingszeiten irgendwie bekommen. Bisher hatte der BKV das ja alles erledigt. Auch die ganzen Wege durch die Ämter und das Erstellen einer gemeinsamen Satzung waren für uns alle komplettes Neuland“, so Kleine-Natrop. Der hauptberufliche Feuerwehrmann übernahm die meisten organisatorischen Aufgaben, da das Studium seines Vertreters Alexander Steffl, ihn bis ans andere Ende der Welt, nach Indonesien brachte. „Er hat im BKV und innerhalb der Mannschaft eigentlich alles für uns organisiert, da ist schon eine enorme Stütze weggefallen“, weiß auch Geronimo Köllner. „Gemeinsam haben wir dann aber doch alles soweit hinbekommen und im Nachhinein von vielen gehört, dass wir uns viele Sachen auch viel zu umständlich gemacht haben“, plaudert Fabian Tittgen.

2. Mannschaft der SG Kaprys.
2. Mannschaft der SG Kaprys.

   Insgesamt umfasst der Verein nun so etwa 50 Mitglieder. „Wir haben jetzt zwei gut aufgestellte Mannschaften und mit Bora Emre Dogan auch einen weiteren super Trainer gefunden“, findet Dennis Kleine-Natrop. Von erster und zweiter Mannschaft sprechen die fünf nicht so gerne. „Wir haben zwei eigenständige Teams, die gemeinsam oben mitspielen wollen.“ Klar nach Leistung sollen die Mannschaften nicht strukturiert werden, es geht vornehmlich um den Spaß und das gemeinsame Kicken. „Bei den Stadtmeisterschaften werden wir aus beiden dann die besten Hallenspieler vereinen und hoffen dem ein oder anderen ein Bein zu stellen“, erklärt Kleine-Natrop. In einer Gruppe mit Fortuna Alstaden, Sterkrade 06/07 und Sterkrade-Nord trifft der jüngste Oberhausener Verein auf drei Urgesteine. „Das ist für uns eine tolle Sache“, findet auch Wilken, der hofft, dass sich zumindest eine Mannschaft der SG Kaprys in den nächsten Jahren vorkämpft und er dann mit dem VfR 08 gegen seinen eigenen Verein spielen kann. Doch bis dahin ist es noch ein weiter, spannender Weg für den jungen Club mit seinem jungen Vorstand.

 

Heimspielstätte der SG Kaprys ist der Knappenmarkt und die eigene Facebook-Seite versorgt mit schnellen, ausgiebigen und oft auch humorvollen Beiträgen.

 

SG Kaprys I sucht zudem noch einen Torwart. „Unser Schnapper ist beruflich sehr eingespannt und wird wohl ein paar Spiele nicht mitspielen können. Da brauchen wir dringend noch jemanden“, so Steffl.

Text und Bilder: SG Kaprys

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Kommentare: 3
  • #1

    AP (Dienstag, 10 September 2013 16:22)

    Eine ganz feine Truppe :)
    Werden noch für die ein oder andere Überraschung sorgen :)

  • #2

    MR (Dienstag, 10 September 2013 17:33)

    Andre Peeeeeeeee ist überall

  • #3

    AP (Mittwoch, 11 September 2013 12:57)

    :D