„Wir können nicht verlieren“

Sonntag ist auch Pokalzeit! Denn morgen empfängt die Sportvereinigung Sterkrade-Nord im Niederrheinpokal den Oberligisten SV Hönnepel-Niedermörmter, besser bekannt auch unter dem SV HöNie. Der Landesligist ist sich der schweren Aufgabe bewusst und will die Gäste versuchen zu ärgern. Das „Bonbon-Spiel“, wie Trainer Lars Mühlbauer sagt, ist für die Oberhausener allerdings auch der Auftakt zu schweren englischen Wochen, weswegen Mühlbauer wohl auch etwas rotieren lassen wird. 

Von Raphael Wiesweg

Niederrheinpokal, 2. Runde

SpVgg. Sterkrade-Nord (Landesliga) - SV Hönnepel-Niedermörmter (Oberliga)

Der Cheftrainer von der Lütticher Straße hat „massenhaft Infos“ über den morgigen Gegner. „Da sind nicht nur zwei Ex-Profis mit im Kader. Mit Andre Trienenjost haben sie wohl auch den besten Stürmer der Oberliga“, zeigt „Lalle“, dass er seine Hausaufgaben gemacht hat. HöNie ist neben dem Wuppertaler SV der einzige Oberligist, der nach fünf Spieltagen noch keine einzige Niederlage hinnehmen musste. Die Mannschaft von Georg Mewes steht hinter den Reserve-Mannschaften von Rot-Weiß Oberhausen und MSV Duisburg auf Platz drei der Oberliga-Tabelle. 

   Sterkrade-Nord hat als Aufsteiger aber zuletzt auch weiter Selbstvertrauen tanken können. Denn der ehemalige Bezirksligist startete ebenfalls gut in die Saison und weist vier Punkte nach zwei Spielen auf. Mühlbauer warnt aber: „Die Trainingswoche war eher durchschnittlich. Der Ein oder Andere muss noch eine Schippe drauflegen. Aber dafür ist ja auch Training da, um einiges auszuprobieren.“ Chancenlos sieht der Übungsleiter sein Team nicht. „Zwar ist für uns jedes Spiel ein Highlight. Aber das ist natürlich am Sonntag schon etwas Besonderes. Wann kann man sich schließlich schon einmal in einem Pflichtspiel mit einem Oberligisten messen? Wir glauben durchaus an unsere Chance und hoffen natürlich, dass uns HöNie etwas auf die leichte Schulter nimmt. Wenn wir einen richtig guten Tag erwischen, werden wir dann vielleicht auch Paroli bieten können. Verlieren können wir auf jeden Fall nicht. Von daher können wir auch ganz locker an die Partie gehen.“

   Helfen soll dabei auch nach wie vor die Euphorie vom Aufstieg, die der Cheftrainer „auch gar nicht bremsen“ will. Dennoch: „Das wird natürlich eine Mammut-Aufgabe. Aber wenn es schon in die Verlängerung gehen würde, wüsste ich, dass wir 90 Minuten lang ein gutes Spiel gemacht hätten. Das würde ich jetzt schon im Vorfeld dann so unterschreiben.“ Nach wie vor wird Mühlbauer aber auf Luis Mattern und auch Markus Boldt verzichten müssen. Dafür ist Adin Alagic aus seinem dreiwöchigen Urlaub zurückgehrt - und hat auch gleich einen guten Eindruck hinterlassen. „Er hat die Woche über sehr gut trainiert. Mal schauen, ob er Sonntag spielt.“ Da in den nächsten zwei Wochen fünf Spiele für die „Schmachtendorfer“ auf dem Programm stehen, wird der Cheftrainer aber sowieso wohl etwas rotieren lassen. Doch eines wird er sich sicher sein können: Egal, wer am Sonntag spielt - die Jungs werden sich für dieses Highlight zerreißen. 

Anstoß: Sonntag, 8. September, 15 Uhr

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