Ein Start wie gemalt

Einen Start nach Maß legte die Arminia aus Klosterhardt am ersten Spieltag der Landesliga-Saison hin. Mit einem für den Gast noch schmeichelhaften 3:0-Erfolg setzten sich die Schützlinge von Trainer Michael Lorenz ebenso wie in der Vorsaison schon einmal probehalber nach dem ersten Spiel auf den Thron des Spitzenreiters. Mit sieben Neuzugängen in der Startformation drückten die Oberhausener von der ersten Sekunde an den Buchholzern ihre Partie auf.

Von Bröhli

 

Arminia Klosterhardt - Viktoria Buchholz 3:0 (2:0)

Ein Spiel auf Augenhöhe hatte Arminen-Trainer Michael Lorenz im Vorfeld der Partie des heutigen Samstages am Hans-Wagner-Weg erwartet. Er lag falsch. Denn mit dem Anpfiff wurde den Zuschauern in Klosterhardt direkt klar, wer hier gallig war und die drei Punkte einfahren wollte. Mit temporeichen Spielzügen überforderten und übertölpelten die Platzherren ein ums andere Mal die Gäste aus Buchholz, die sich den Start in die Spielzeit wahrscheinlich komplett anders vorgestellt hatten. Denn trotz der sieben neuen Kicker in der Startelf lief das Leder flüssig durch die grün-weißen Reihen, Fehlpässe und Unstimmigkeiten waren kaum bis gar nicht zu erkennen. Besonders in der Offensive wirbelten Raphael Steinmetz, David Fojcik und Philip Bauer die Buchholzer komplett auseinander. Die sahen sich aber dennoch in Spielminute 13 dazu berufen, ein wunderschönes Gastgeschenk in Person von Viktoria-Torsteher Maik Hoppe an die Arminen zu verteilen, als der Keeper einen harmlosen Rückpass mit einem Luftloch bedachte und der mitgeeilte David Fojcik nur noch einschieben brauchte.

Starkes Zweikampfverhalten, einen Treffer erzielt: Raphael Steinmetz.
Starkes Zweikampfverhalten, einen Treffer erzielt: Raphael Steinmetz.

Zu diesem Zeitpunkt hatten der Torschütze Fojcik sowie Raphael Steinmetz der Buchholzer Defensive bereits einen Seemanns-Knoten in die überforderten Pupillen gedribbelt. Nur sechs Minuten später konnten die Klosterhardter Anhänger erneut die Arme zum Jubel in die Höhe reißen: Flanke von Carsten Weißert von der rechten Außenbahn, in der Mitte lauerte Philip Bauer, der schon früh in diesem Spiel seine bärenstarke Leistung mit einem Treffer krönen durfte. Und die Reaktion der Gäste? Kaum spürbar. Wenn denn mal etwas vor das Gehäuse von Arminen-Keeper Benedikt Kunert getragen wurde, dann resultierend aus einem Standard, den der häufig über-penible Unparteiische Mirko Everbeck den Gästen zusprach. Ansonsten rollten die Arminen an, denen wie bereits von Trainer Lorenz angekündigt die Geilheit auf dieses Spiel anzumerken war. Michel Patrick Roth scheiterte knapp und zog über das Viktoria-Gehäuse, Kapitän Marc Walenciak ließ die Gäste-Defensive wie die sprichwörtlichen Fahnenstangen stehen und zog ebenfalls denkbar knapp und flach am Tor vorbei - und immer wieder die schnellen und gefährlichen Angriffe über Bauer, Steinmetz und Fojcik.

Krönte seine tolle Leistung ebenfalls mit einem Tor: Philip Bauer.
Krönte seine tolle Leistung ebenfalls mit einem Tor: Philip Bauer.

Kurzum, die Buchholzer hätten sich nicht verwundert die Augen gerieben, wären sie mit einem 0:4 - oder gar höher - in die Pause geprügelt worden. Und auch in Abschnitt zwei das gleiche Bild: die Arminen spielten sich schnell bis nach vorne - aber der Abschluss sollte dann doch das eine oder andere Mal zu leichtfertig, fast schon fahrlässig verbaselt werden. Ein Umstand, den Trainer Michael Lorenz von außen immer wieder mahnend beheben wollte. „Ein 2:0 ist einfach ein gefährliches Ergebnis, wie schnell ist dem Gegner da ein Anschlusstor gelungen“, so der Trainer, der ansonsten aber viel Lob für seine Schützlinge über hatte. „Der Sieg war insgesamt und auch in der Höhe verdient, darüber hinaus sind wir ohne Gegentor geblieben. Wir haben gezeigt, dass wir eine junge und motivierte Mannschaft sind. Besonders die Geschlossenheit vom ersten Spieler bis hin zum verletzten Kicker hat mir gut gefallen, alle Jungs haben an einem Strang gezogen“, so Lorenz, der angesprochen auf die sieben Neuen in der Startformation ergänzte: „Da ist natürlich noch Luft nach oben, ein paar Schrauben müssen auch im Bereich Kommunikation und Passspiel gestellt werden. Aber dass wir so viele Neue in die erste Elf bringen konnten zeigt auch ganz einfach und bestätigt, dass wir mit den Verpflichtungen viel richtig gemacht haben“, so Übungsleiter Lorenz. Den Schlusspunkt unter eine einseitige Partie, in der sich die Gäste nur rund zehn Minuten aufgrund einer kleinen Pause der Arminen am Spiel beteiligen durften, setzte der zweikampfstarke Raphael Steinmetz, der einen erneuten bösen Schnitzer nach einem Kurzpass zwischen Viktoria-Keeper Hoppe und seinem Mitspieler Sergio Pinto Cruz eiskalt nutzte und den gerbrauchten Tag der Buchholzer endgültig mit dem 3:0 in Stein meißelte. „Wir wollten an unserer Robustheit und Zweikampfstärke arbeiten und haben das heute auch gut umgesetzt. Für uns als junges Team war es enorm wichtig, gut aus den Startlöchern zu kommen“, so Michael Lorenz. 

Tore: 1:0 David Fojcik (13.), 2:0 Philip Bauer (19.), 3:0 Raphael Steinmetz (76.)

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Kommentare: 5
  • #1

    Hallo (Samstag, 24 August 2013 20:49)

    Dann tretet mal hervor, die Kritiker vor dem ersten Spieltag.
    Ein ganz starkes Spiel der jungen Arminia - Mannschaft. Bleibt dran, da kann was zusammen wachsen.

  • #2

    Pidder (Samstag, 24 August 2013 21:52)

    Gruß an die negativen Kommentarschreiber.


  • #3

    Mobby (Sonntag, 25 August 2013 08:14)

    Schönen Fußball gespielt gewonnen und mehr nicht. Nach 8 Spiele weiß man wo es villeicht hingeht.

  • #4

    Marco Hendricks (Sonntag, 25 August 2013 10:28)

    Hallo Zusammen ,

    Glückwunsch an Armina zu dem tollen Sieg ............

    Raphael Steinmetz den Namen wird man in der Saison noch oft hören , habe Ihn ein paar mal spielen gesehen und der hat echt Hammer Talent. Bleib Gesund Raphael und du wirst sicher das ein oder andere Spiel entscheiden.

    Aber nicht nur Raphael hat gute Leistung vollbracht sondern die Mannschaft der Trainer und der Verein zusammen.

    Mit Sportlichem Gruss
    Marco Hendricks

  • #5

    Geil (Sonntag, 25 August 2013 10:49)

    Zu diesem Zeitpunkt hatten der Torschütze Fojcik sowie Raphael Steinmetz der Buchholzer Defensive bereits einen Seemanns-Knoten in die überforderten Pupillen gedribbelt.

    Hahaha! Geil der Bröhli!